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Zu Beginn der Tour noch ein Foto fürs Album, dann ging es in die erste Etappe.
Zu Beginn der Tour noch ein Foto fürs Album, dann ging es in die erste Etappe. - Photo: Oliver Grenaa
Das Cannondale wurde mit einem Aerolenker und vielen Taschen „aufgerüstet“
Das Cannondale wurde mit einem Aerolenker und vielen Taschen „aufgerüstet“
Wenig Gewicht, perfekte Lüftung
Wenig Gewicht, perfekte Lüftung - die Kraftübertragung in der Zugphase dürfte allerdings verbesserungsfähig sein.
So ruhig erlebt wohl kein offizieller Tour-Teilnehmer einen Bergpass.
So ruhig erlebt wohl kein offizieller Tour-Teilnehmer einen Bergpass.
Auch Lachlan Morten fuhr durch malerische Täler.
Auch Lachlan Morten fuhr durch malerische Täler.
Das luftige Schuhwerk wurde unterwegs modifiziert
Das luftige Schuhwerk wurde unterwegs modifiziert - ja, Morten ist damit auch auf dem Rad gefahren!
Berührungspunkte mit der „echten“ Tour de France gab es selbstverständlich auch.
Berührungspunkte mit der „echten“ Tour de France gab es selbstverständlich auch.
Bikepacking extrem
Bikepacking extrem - wer alles selbst transportieren muss, beschränkt sich aufs nötigste.
Ab und zu gab es Gesellschaft durch Mitfahrer
Ab und zu gab es Gesellschaft durch Mitfahrer - letztendlich war der Australier jedoch alleine unterwegs.
Bei gutem Wetter machte die Extrem-Tour sicher auch mal Spaß.
Bei gutem Wetter machte die Extrem-Tour sicher auch mal Spaß.
Auf dem Weg zum berühmten Gipfel.
Auf dem Weg zum berühmten Gipfel.

Lachlan Morton ist Radprofi beim Team EF Education-Nippo. Weil der Australier aber nicht von seiner Mannschaft für die Tour de France nominiert wurde, beschloss er das Rennen allein zu fahren. Und zwar inklusive aller Verbindungsetappen, die normalerweise mit dem Auto zurückgelegt werden. Nach 5.510 Kilometern inklusive 66.831 Höhenmetern ist er in Paris angekommen – fünf Tage vor dem Profifeld im eigentlichen Rennen!

Diashow: Alternative Tour de France: Lachlan Morton nach 5.510 Kilometern in Paris
Berührungspunkte mit der „echten“ Tour de France gab es selbstverständlich auch.
Das Cannondale wurde mit einem Aerolenker und vielen Taschen „aufgerüstet“
So ruhig erlebt wohl kein offizieller Tour-Teilnehmer einen Bergpass.
Auch Lachlan Morten fuhr durch malerische Täler.
Ab und zu gab es Gesellschaft durch Mitfahrer
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Zu Beginn der Tour noch ein Foto fürs Album, dann ging es in die erste Etappe.
# Zu Beginn der Tour noch ein Foto fürs Album, dann ging es in die erste Etappe. - Photo: Oliver Grenaa

Alternative Tour de France

Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, weil er nicht zusammen mit seiner Mannschaft an der offiziellen Tour de France teilnehmen konnte, orientierte sich Lachlan Morton an den Ursprüngen der Frankreich-Rundfahrt und erdachte sich seine eigene Herausforderung. Er beschloss die gesamte Strecke der diesjährigen Tour de France allein zu bewältigen!

Um die Sache nicht zu einfach zu machen, fuhr er nicht einfach parallel dem Feld hinterher oder voraus und vertraute auf den gewohnten Service seines Teams, sondern er bestritt die Tour völlig auf sich gestellt. Mit allem was er unterwegs benötigte, an Bord seines Cannondale. Zudem verzichtete er auch noch auf die üblichen Transfers mit dem PKW und fuhr jeden Kilometer von Brest nach Paris aus eigener Kraft.

Über 400.000 Euro Spendengelder gesammelt

Um einen zusätzlichen Ansporn zu haben und die Tortur nicht „umsonst“ zu machen, beschloss Morton außerdem Spenden für World Bicycle Relief zu sammeln. Sein Team und Bekleidungssponsor Rapha unterstützten seine Idee von Beginn an und spendeten je 500 Fahrräder für die gemeinnützige Organisation, die jungen Menschen in Entwicklungsländern Fahrräder zur Verfügung stellt und somit auch in ländlichen Regionen Schule und Ausbildung für Jugendliche ermöglicht.

Das Cannondale wurde mit einem Aerolenker und vielen Taschen „aufgerüstet“
# Das Cannondale wurde mit einem Aerolenker und vielen Taschen „aufgerüstet“
Wenig Gewicht, perfekte Lüftung
# Wenig Gewicht, perfekte Lüftung - die Kraftübertragung in der Zugphase dürfte allerdings verbesserungsfähig sein.

Am Dienstag früh kam der Australier im Morgengrauen – fünf Tage vor dem eigentlich Rennen – in Paris an und darf nicht nur auf erlebnisreiche Tage zurückblicken, sondern sich auch über eine mehr als stolze Spendensumme freuen: Am Dienstagnachmittag lag der Spendenstand bei sagenhaften 433.000 Euro!

Auf den Fotos könnt ihr die aberwitzige Tour des Extremsportlers ein wenig miterleben und sehen wie spartanisch Morton diese unglaubliche Fahrt – in Sandalen – bewältigt hat.

So ruhig erlebt wohl kein offizieller Tour-Teilnehmer einen Bergpass.
# So ruhig erlebt wohl kein offizieller Tour-Teilnehmer einen Bergpass.
Auch Lachlan Morten fuhr durch malerische Täler.
# Auch Lachlan Morten fuhr durch malerische Täler.
Das luftige Schuhwerk wurde unterwegs modifiziert
# Das luftige Schuhwerk wurde unterwegs modifiziert - ja, Morten ist damit auch auf dem Rad gefahren!
Berührungspunkte mit der „echten“ Tour de France gab es selbstverständlich auch.
# Berührungspunkte mit der „echten“ Tour de France gab es selbstverständlich auch.
Bikepacking extrem
# Bikepacking extrem - wer alles selbst transportieren muss, beschränkt sich aufs nötigste.
Ab und zu gab es Gesellschaft durch Mitfahrer
# Ab und zu gab es Gesellschaft durch Mitfahrer - letztendlich war der Australier jedoch alleine unterwegs.
Bei gutem Wetter machte die Extrem-Tour sicher auch mal Spaß.
# Bei gutem Wetter machte die Extrem-Tour sicher auch mal Spaß.
Auf dem Weg zum berühmten Gipfel.
# Auf dem Weg zum berühmten Gipfel.
Ankunft in Paris zwar barfuß...
# Ankunft in Paris zwar barfuß...
...dafür aber mit Champangerdusche!
# ...dafür aber mit Champangerdusche!

Was haltet ihr von der Aktion des Australiers?


Text: Harald Englert / Fotos: Rapha
  1. benutzerbild

    SlowRoll

    dabei seit 07/2020

    Ich hab extra Smileys dahinter gemacht und Spässle dazu geschrieben .... hat wohl nicht gereicht
    5500km und die entsprechenden HM fahren ohne Zeitbegrenzung ....okay ....
    So war es sicher nicht gemeint....

    Der unterschwellige Gedanke war doch der typische :
    "Ihr sagt das ist nicht so gut, aber selber würdet ihr das nicht schaffen...."

    Dabei steht gar nicht zur Diskussion, ob hier irgendwer besser Radfahren kann als Morton.
    Der ist immerhin Radprofi bei einem World Tour Team.
    Das ist keiner der Schreiberlinge hier

    Im Grunde ging es doch darum:

    1.) Die Überschrift suggeriert er hätte irgendwie was geschafft was besser ist als was die TDF Profis gerade geschafft haben
    2.) Ein User bittet um die Einordnung der Leistung
    3.) Die wurde gegeben

    Diskutiert wird, weil einige mit der rein sachlichen Einordnung der Leistung nicht zufrieden sind und das Gefühl haben ihr Held sei besser... und andere es nicht gut finden dass die Leistung überhaupt mit den TDF Leuten verglichen wird ...

    Eigentlich kann man sich das alles sparen.
    Wir haben die Zahlen und Fakten.

    Es ist offensichtlich das Morton rein physisch Welten von einem Pogacar, Carapaz oder anderem GC TOP Fahrer entfernt ist.
    Den Vergleich überhaupt zu ziehen ist eigentlich nicht gesund.
    Morton weiss dass sicher auch und würde das selbst nie so hinstellen....
  2. benutzerbild

    Blechroller

    dabei seit 06/2015

    Bei der Tour werden die Zeiten der einzelnen Etappen genommen. Zählt man die bei Morton zusammen, ist er langsamer als der letzte Fahrer unterwegs gewesen.

    Und "alternativ" (im Sinne von besonders umweltfreundlich) war die Tour auch nicht, denn es ist offenbar jemand mit Auto und Kamera gefolgt. Mal abgesehen davon, dass er von Australien nach Frankreich sicher nicht geschwommen ist.

    Und wenn die Regeln der Tour bei einer Fahrt "gegen die Tour" nicht zählen: Warum hat er nicht einfach den kürzesten Weg vom Start zum Ziel genommen, dann wäre er noch schneller gewesen.

    Mein Fazit: Vor der sportlichen Leistung höchsten Respekt, aber die mediale Darstellung ist das Allerletzte.
    Mach dich doch bitte mal schlau, bevor du was schreibst:
    Es war nie das Ziel, die Etappen schneller oder auch nur ansatzweise so schnell zu fahren, wie die Tourteilnehmer. Das würde auch nicht funktionieren (Überführungsstrecken, Gepäck usw.)
    "Alternativ" mag höchstens beim alten, weißen Mann was mit umweltfreundlich zu tun haben. BTW: Der Typ wohnt nahe der spanisch-französischen Grenze. Aber ich bin mir sicher, dass er von Paris nicht nach Hause geradelt ist.
    Die mediale Darstellung von dritter Seite ist mies; die von EF/Rapha nicht.

    Sonst:
    Fotos: Es war kein Rennen mit festen Regeln "unsupportet"; daher ist auch nix gegen Fotografen zu sagen (die übrigens beim GBduro auch ab und an an die Strecke gefahren sind und da war es ein Rennen). Beim TCR hätte es Diskussionen wegen der Fotografen gegeben, bei anderen Rennen wird es lockerer, aber nicht so weit, dass es ein Support wäre, gesehen (3Peaks).
    "100% unsupportet" war es eh nicht; es gab Besuch von seiner Frau, anderen Profis, Bananenbrot von einem Fahrer eines anderen Rennstalls. Aber so what? Er hat sein Schlafzeugs mitgeschleift, ging nicht ins Hotel (wäre bei "unsupportet" erlaubt), kauft sich Essen, Trinken, Pedale und Schuhe unterwegs. Die Carbonsohlengabe wäre dagegen ein Verstoß gegen "unsupportet".
    Die Strecke in der Zeit ist sportlich; andere Radler könnten das auch, machen es aber nicht. Die Mehrheit würden es nicht können.
  3. benutzerbild

    Axxl70

    dabei seit 01/2013

    Ich hab extra Smileys dahinter gemacht und Spässle dazu geschrieben .... hat wohl nicht gereicht
    5500km und die entsprechenden HM fahren ohne Zeitbegrenzung ....okay ....
    So war es sicher nicht gemeint....

    Der unterschwellige Gedanke war doch der typische :
    "Ihr sagt das ist nicht so gut, aber selber würdet ihr das nicht schaffen...."

    Dabei steht gar nicht zur Diskussion, ob hier irgendwer besser Radfahren kann als Morton.
    Der ist immerhin Radprofi bei einem World Tour Team.
    Das ist keiner der Schreiberlinge hier

    Im Grunde ging es doch darum:

    1.) Die Überschrift suggeriert er hätte irgendwie was geschafft was besser ist als was die TDF Profis gerade geschafft haben
    2.) Ein User bittet um die Einordnung der Leistung
    3.) Die wurde gegeben

    Diskutiert wird, weil einige mit der rein sachlichen Einordnung der Leistung nicht zufrieden sind und das Gefühl haben ihr Held sei besser... und andere es nicht gut finden dass die Leistung überhaupt mit den TDF Leuten verglichen wird ...

    Eigentlich kann man sich das alles sparen.
    Wir haben die Zahlen und Fakten.

    Es ist offensichtlich das Morton rein physisch Welten von einem Pogacar, Carapaz oder anderem GC TOP Fahrer entfernt ist.
    Den Vergleich überhaupt zu ziehen ist eigentlich nicht gesund.
    Morton weiss dass sicher auch und würde das selbst nie so hinstellen....
    Und das ist eben nicht ganz korrekt mit "physisch um Welten...". Poga und Co fahren 80 Prozent der Strecke.im.Winsschatten des Pelotons. Lachlan faehrt allein im Wind..allein das fuehrtt das Argument, er waere langsamer als der Langsamste der Tour ad absurdum..
  4. benutzerbild

    m.indurain

    dabei seit 05/2004

    Es war nie das Ziel, die Etappen schneller oder auch nur ansatzweise so schnell zu fahren, wie die Tourteilnehmer. Das würde auch nicht funktionieren (Überführungsstrecken, Gepäck usw.)
    "Alternativ" mag höchstens beim alten, weißen Mann was mit umweltfreundlich zu tun haben. BTW: Der Typ wohnt nahe der spanisch-französischen Grenze. Aber ich bin mir sicher, dass er von Paris nicht nach Hause geradelt ist.
    Die mediale Darstellung von dritter Seite ist mies; die von EF/Rapha nicht.

    Hast Du gelesen, war ich geschrieben habe?

    Ich habe nicht geschrieben, dass es das Ziel war die Etappen schneller zu fahren als die Tourteilnehmer. Somit war er (nach den Regeln der Tour) nicht schneller als die Tour, so wie es von einigen Medien dargestellt wird (sondern Letzter und disqualifiziert, weil unter Zeitlimit) und ich habe die mediale Darstellung kritisiert. Da außerhalb der Regeln der Tour, ist keine Bewertung von "schneller, weiter, höher, früher, später, etc." im Vergleich zur Tour möglich.

    Mach Dich selber mal schlau, bevor Du was schreibst:


    Das Adjektiv alternativ spielte im 18. und 19. Jahrhundert keine bedeutende Rolle. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich jedoch unter dem Einfluss des amerikanischen Englischen die Bedeutung „konkurrierend mit den bestehenden Normen“ beziehungsweise „eine andere Lebensweise vertretend, für als menschen- und umweltfreundlicher angesehene Formen des [Zusammen]lebens eintretend“
  5. benutzerbild

    scp

    dabei seit 03/2006

    Ich finde seine Aktion hammer geil und er hat meinen vollsten Respekt für das Sammeln der Spenden !
    Was mich traurig macht sind nun Leute die so tun als sein das sportlich eine größere Leistung als der TDF sieg.
    Das erinnert mich daran , dass es zu viele Menschen gibt denen Fakten komplett egal sind und die sich ihre eigene Wahrheit in den Kopf reden.
    Sehr cool, dann sind wir uns ja einig :) Mehr mache ich da ja auch nicht draus.

    ...das gemeinsame Bier rückt wohl immer näher ;)

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