Zerstörungen und Schäden in den Dolomiten: bitte bei Planung beachten

Dieses Thema im Forum "Reisen, Routen und Reviere" wurde erstellt von potifa, 6 November 2018.

Willkommen! Registriere dich jetzt in der Rennrad-Community! Anmeldung und Nutzung sind kostenlos, die Anmeldung dauert nur ein paar Sekunden.
  1. potifa

    potifa Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    6 August 2010
    Beiträge:
    177
    Die Unwetter in Süd- und Osttirol, Trentino und im Bellunese waren ja auch ein Thema in den deutschen Nachrichten. Die Schäden sind allerdings wirklich erheblich und werden auf lange Zeit die Erreichbarkeit diverser Täler beeinflussen.

    Auch für uns Radsportler gab es dabei wesentliche Zerstörungen:

    (1) Die Serrai di Sottoguda (tolle Schlucht auf der Südostanfahrt zum Fedaia) ist nicht mehr befahrbar. Die Straße ist quasi komplett zerstört. Wer den Fedaia fahren möchte, kann natürlich noch die normale Landstraße nehmen (Achtung, dunkler Tunnel), aber ich bezweifle, dass die Schlucht je wieder asphaltiert hergerichtet wird. Selbst wenn: 2019 kann das noch nicht fertig sein.

    https://www.localteam.it/video/serrai-di-sottoguda-devastati-ecco-cio-che-resta-del-canyon

    (2) In Südtirol wurde ja Innichen überflutet und bis hinunter nach Lienz bereitete die Drau Probleme. Dementsprechend hat auch der Drau-Radweg kräftig was abbekommen. Laut örtlichen Angaben ist er teilweise völlig zerstört. Da die Verbindung von Lienz nach Innichen/Toblach/Bruneck ja sehr wichtig ist, wird hier sicherlich zügig mit Reparaturen begonnen. Wer 2019 dort fahren möchte, sollte aber vorher klären. wo Teilabschnitte eventuell gesperrt sind.

    https://www.tt.com/panorama/katastr...ch-sturm-chaos-in-osttirol-aufraeumen-beginnt

    (3) Das Cordevole ist sonst eine wichtige Transitstrecke für alle, die vom Passo Rolle, Passo di Fedaia, Passo di Falzarego, Passo di Giau oder aus Arabba kommen und weiter Richtung Belluno oder Feltre wollen. 2018 waren Bauarbeiten an einem Radweg im Cordevole weit fortgeschritten. Teile davon wurden nun wieder weggeschwemmt. Auch die einzige Straße selbst ist an einigen Stellen beschädigt. Ausbesserungen sollten bis Sommer 2019 fertig sein können. Unklar ist der Zustand der beiden Tunnelumfahrungen nördlich und südlich von Agordo. Beim nördlichen Tunnel sollte nicht zu viel passiert sein, weil der Fluss deutlich weiter unten steht. Beim südlichen Tunnel war die alte Straße ohnehin schon abgesperrt (auch für Fußgänger). Wir hatten das ignoriert und kamen im Sommer 2018 noch durch. Falls da was zerstört wurde, wird es aber sicher nicht kurzfristig wieder hergestellt. Also auf 1km Tunnel einstellen.

    Das Cordevole ist trotzdem einen Besuch wert. Hier sind in der Mitte einige Szenen aus dem Bereich um Alleghe zu sehen.

     
    newrieder und lakecyclist gefällt das.
  2. Rennrad-News.de Anzeige