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Wechsel Campagnolo-Kettenblätter - und Verschleiß überhaupt

snowdriver

Aktives Mitglied
Servus zusammen,

nach dem ich erschreckt feststellen musste, dass die letzten 7500km für meine Verhältnisse sehr schnell vergingen und die Ketten-Verschleißlehre einen Kettentausch anmahnte, dachte ich (in Augenscheinnahme der Zahnform und meine unfassbare Erfahrung anwendent) mir nun auch endlich die Kettenblätter tauschen zu müssen.
Die Kassette hatte ich erst vor dem Winter gewechselt, weil ich seinerzeit dabei war, an der Übersetzung zu feilen.

So habe ich mir also neue Kettenblätter zugelegt und muss sagen, dass ich trotz viel Zeit und bestem Willen so gut wie keinen Unterschied zwischen den Zähnen der gebrauchten und der neuen Blätter feststellen kann?! Die Asymmetrie der Zähne ist ja Herstellerseitig so gewollt und von mutmaßlichen 'Auswaschungen' traue ich mich gar nicht mehr zu sprechen.
So um die 25000km haben die Zahnlinge in Summe hinter sich und in Anbetracht der Laufleistung war für mich ein Tausch sehr naheliegend. Super! Immerhin habe ich nun mein Ersatzteillager aufgestockt.
Was mich allerdings weit mehr umtreibt: Was ist, in dem Fall - bei den Campablättern, denn der Indikator für einen Tausch?

Weil ich grad dabei war, habe ich mir dann auch noch die Kassette näher angeschaut und die (HG-Shimano)-Verschleißlehre von Rohloff eingehängt ... aber diese funzt eben leider an den Campa-Ritzeln nicht wie an den Shimano-Ritzeln gewohnt. Demnach habe ich die Lehre einfach mal 'zweckempfremdet' und konnte zumindest feststellen, dass sich das letzte Glied bei allen Ritzeln gleich schlecht einschwenken lässt und so schließe ich naiverweise mal auf keinen Verschleiß an den Ritzeln.

Hochsommerlichen Gruß
 

usr

übt bei schönem Wetter radfahren
Ich kenne keinen klaren Indikator. Den ersten Wechsel hatte ich vorgenommen nachdem mir echt ausgebrochene Zähne aufgefallen waren (also nicht verkürzte als Schalthilfe), den zweiten dann irgendwann einfach so. In beiden Fällen nachher spürbar besseres schalten sowie weniger Kettenklemmer Abwürfe an deren gelegentliches Auftreten ich mich schleichend gewöhnt hatte .
 

snowdriver

Aktives Mitglied
Ich kenne keinen klaren Indikator. Den ersten Wechsel hatte ich vorgenommen nachdem mir echt ausgebrochene Zähne aufgefallen waren (also nicht verkürzte als Schalthilfe), den zweiten dann irgendwann einfach so. In beiden Fällen nachher spürbar besseres schalten sowie weniger Kettenklemmer Abwürfe an deren gelegentliches Auftreten ich mich schleichend gewöhnt hatte .
Ok, ausbrechende Zähne wären bzw. sind schon heftig und dann eben durch Kettenklemmer verursacht, oder?!. Aber wenn ich mich nur an der Schaltperformance orientiere, dann überleben die Blätter (bei meiner Handhabung) vermutlich noch alle anderen Teile an dem Bike ... :cool:
 

snowdriver

Aktives Mitglied
Ich habe noch kein Campa-Kettenblatt am Rennrad verschlissen bekommen und da haben einige um die 40.000 km gesehen.
Pardon, dass wollte ich so nicht dargestellt wissen: In Summe haben die Blätter 25-30000km hinter sich und ich hatte mich fälschlicherweise eben an der asymmetrischen Zahnform orientiert, was mir einen Wechsel zumindest als naheliegend erscheinen ließ. Das mit Deinen 40tsd Kms erscheint mir nun langsam auch für meinen Fall nicht so unrealistisch.

Bleibt aber die Frage nach unzweifelhaften Verschleißindentikatoren eben an den Blättern eines (recht hochpreisigen) Super-Record-Antriebs!?
 

Pedalierer

Feinkostverwerter
Wenn die Blätter fertig sein sollten, merkt man das schon an der Geräuschentwicklung des Antriebes. Da braucht es keine Indikatoren.
 

snowdriver

Aktives Mitglied
Wenn die Blätter fertig sein sollten, merkt man das schon an der Geräuschentwicklung des Antriebes. Da braucht es keine Indikatoren.
Hm, aber das wäre dann ja immerhin einer :) – auch wenn ich dies am MTB recht geräuschfrei hinbekommen habe.
Aber zugegebenermaßen höre ich am Renner das sprichwörtliche Gras wachsen ...
 

usr

übt bei schönem Wetter radfahren
Naja, wie man jetzt ein spezielles Kettenblattgeräusch aus anderen Antriebsgeräuschen heraushören soll... vielleicht habe ich meine Blätter dafür einfach nicht lange genug draufgelassen. Bereut habe ich den Wechsel aber nie, dürften jeweils so ca 15-20Mm Gewässern sein (Compact, wo sich ein recht hoher Nutzungsanteil auf dem großen konzentriert). Hätten wahrscheinlich auch doppelt so lange irgendwie funktioniert, aber das ist wohl eher eine Sache für Leute die die Freude am nächsten Neurad maximieren wollen.
 

Pedalierer

Feinkostverwerter
Ich fahre die älteren Kettenblätter auch im Wechsel mit anderen Rädern deren Kettenblätter noch recht neu sind. Wer sein Blätter nach 15t km wechselt, der verbrennt einfach nur Geld. Das ist wie eine Stahl-Kassette nach 5 tkm n die Tonne zu hauen.
 

Don Vito Campagnolo

It´s all in a days work for Bicycle Repairman!
Welche "anderen Antriebsgeräusche"?

Also: Wenn du ein halbwegs geschmeidig laufendes Rad hast und ein Kettenblatt wirklich richtig fertig ist, dann wirst du das nach einem Wechsel auf eine frische Kette ganz eindeutig hören können; das macht vorn nämlich wirklich ganz unschöne Geräusche.
So lange die Soundkulisse unauffällig ist, kannst du die alten Blätter weiterfahren.
 

Phonosophie

Aktives Mitglied
Die KB an meiner Chorus 10-fach Kurbel haben locker 50Tkm drauf. Das kleine KB hat zwar mittlereile Haifischzähne,läuft aber völlig unauffällig. Solange das funktioniert seh ich keinen Grund zum Tausch.
 

Neuwieder

So, so!
Indikatoren zum Tausch sind:
Sich schlecht vom Blatt lösende neue Kette,
Durchrutschende Kette unter Belastung. Lauter Lauf und schlechtes Schaltverhalten sind da eine Vorstufe
 

snowdriver

Aktives Mitglied
Die KB an meiner Chorus 10-fach Kurbel haben locker 50Tkm drauf. Das kleine KB hat zwar mittlereile Haifischzähne,läuft aber völlig unauffällig. Solange das funktioniert seh ich keinen Grund zum Tausch.
yeep, das große Blatt hat scheinbar noch einige Ketten vor sich, AAAABER das kleine ist tatsächlich fratze.
Meine ersten 300km mit neuer Kette waren perfekt, bis auf einen Anstieg gestern, an dem ich mich des runden Tritts wegen genötigt sah doch mal wieder auf das kleine Blatt zu schalten – Und siehe da, es knupselt und knirscht, dass es mir ganz elend wurde, ganz davon ab, dass der Schatten der Kette neben mir eine doch sehr vehement auf und ab flatternde Kette zeigte.
Damit wären wir aber wieder bei meiner Frage von Eingangs. Scheinbar gibt es als Anhaltspunkt für 'wechselfällige' Blätter keineswegs einen klaren Indikator. Von Haifischzähnen jetzt mal abgesehen. Also entweder funzt alles wie gewohnt, oder es ist spürbar nicht mehr erträglich.

Das kommt also davon, wenn man die Kette fleißig wechselt - die Teile verschleißen halt nicht synchron miteinander, sondern sozusagen asynchron.
Beim MTB habe ich jahre´lang ein Paar Ketten alle 300km gegeneinander getauscht. Damit kann man fahren, bis einem die Haifischzähne beim Antreten wegbiegen und man (ich) vehemt rein- und (leider) durchtretend voll auf die Klappe legt. An Schaltperformance hatte es bis dahin allerdings nie gemangelt. 12000 böse Schlammkilometer sind so schon mal drin, aber dann ist auch das gesamte Antriebsset fällig.
 

Pedalierer

Feinkostverwerter
Klar, einer 34er Blatt verschleisst natürlich erheblich schneller wenn man es auch öfter mal fährt, aber das kostte auch erheblich weniger. DA ist man mit 25–40 € noch günstig weg gekommen.
 

usr

übt bei schönem Wetter radfahren
Sich schlecht vom Blatt lösende neue Kette,
Deckt sich auch mit meiner Erfahrung: erinnere mich an Phasen mit relativ regelmäßigem chainsuck (alle paar hundert Kilometer oder so, nicht bei jeder Ausfahrt aber doch häufiger als zB Platten), die irgendwann wieder zu Ende waren. Zeitraum dürfte jeweils zu “vor Kettenblattwechsel“ passen, aber um einen direkten Zusammenhang zu bemerken waren die chainsucks dann nicht häufig genug. Verschleißanfällig scheint bei mir übrigens vorwiegend das große Blatt zu sein (Compactfahrer mit Hang zu “Schaltfäule“)
 

Phonosophie

Aktives Mitglied
Fahre seit einigen Wochen ein neues RR mit 11-fach Chorus. Sind die KB so gut wie die alten 10-fach? Was mir jedenfalls an den neuen KB nicht so gefällt ist die antrazitfarbene Eloxierung. Die ist nach kurzer Zeit an den Zähnen runter und man sieht das blanke Alu. Das fiel bei den silbern eloxierten KB nicht auf. Ausserdem ist das große KB so fleischig geworden. Dadurch ist die Putzerei auch schwieriger, und optisch schön ist es auch nicht.

Muss ich mich warscheinlich erst mal drann gewöhnen.
 

ennio_99

Aktives Mitglied
...bei mir Campa 10-fach Record KB:39/52 ca. 110TKM drauf. Original Record-Kette immer regelmäßig gewechselt. Kein Regen! WhiteWachs als
Kettenwachs wird verwendet ca. alle 200km nur dünn drauf. Ketten halten ca. 5-7TKM. Record-Kassette einzelne Ritzel nach Verschleiß mehrfach gewechselt!
 
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