Vom Fetisch der Unbefleckten - Der Schutzblech-Sammel-Faden

neongruen

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Immer schön sauber bleiben: alles zum Thema Schutzbleche...Hersteller- und Materialwahl, rund, profiliert, gehämmert, Länge, Radiusanpassung, Spritzlappen, Tretlagerschutz, Streben, Kloben und Daruma darf hier rein...

Und damit die Schönheit nicht zu kurz kommt, vorab schon einmal die ästhetische Messlatte in Form einer Proportionslehre, die ich irgendwann schon einmal herausgekramt hatte:

129487944_785653695722126_4152216046014909313_n.jpg

Aus der japanischen Zeitschrift "New Cycling" März 1985
Quelle: https://www.instagram.com/p/CIffVZTF1lM/?utm_source=ig_web_copy_link (empfehlenswerter Feed)


So, jetzt dürft Ihr mit Eurem Ingenieurwissen kommen :D:daumen:
 
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neongruen

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DIE Montageanleitung schlechthin für Metallschutzbleche stammt von Jan Heine und Peter Weigle aus der Bicycle Quarterly No. 34.

PDFs vom englischen Original und der deutschen Übersetzung (ich glaube von @Bonanzero ) poste ich hier mal NICHT, da das ja auch etwas mit Urheberrecht zu tun hat (zu Recht ;) ).
Aber Suchmaschinen helfen da sicher und vielleicht bekommen wir das Ganze ja auch ebensogut hier im Faden hin :daumen:
 

skandsen

Cyclerytter
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Sehr gut - da sind schonmal 2 der wichtigsten Sachen da :)

62er Honjos frisch und ungebohrt.
20201023_113801.jpg


Und das mitgelieferte Zubehör:

20201024_095659.jpg


Hinweis von Bo auf VO-Befestigungsware:
Velo Orange hat "visserie" als vorkonfektionierte Beutelware.

Und das Ergebnis:


Vorn hat man eigentlich gar nicht viel Spielraum, wo die Strebe genau am Blech angebracht wird und wie sie verläuft,
Die Öse gibt den vorderen Punkt vor:

Man kann hier wahlweise die Strebe über, unter oder durch den Punkt (anderer Kloben) führen. Bei mir muss es so - sonst kollidiert es mit der Steckachse (auf der anderen Seite).

Hinten (am Vorderrad) tut man gut daran, die Streben nicht genau da anzubringen, wo die Füsse dem Blech am nächsten kommen (Kurbel waagerecht). Höher will man nicht, weil sonst ein eventuell schwerer Lappen ein lang überstehendes Blech hin und her biegt.
Bleibt nur zwischen Tretlagerhöhe und Blechende - das ist dann fast zwangsläufig gegen Hinterrad-Bodenkontakt zeigend.
Tiefer als 15cm Abstand vom Boden habe ich mich nicht getraut - das Rad soll ja auch mit Blechen zumindest ein bisschen Offroad bewegt werden.

Die vordere Strebe am Vorderrad ist einerseits aus funktionellen Gründen so:
  • unterstes Gabelloch steifer als oberstes
  • mittleres Loch tabu, weil sonst alle 3 Löcher unnutzbar sind
Andererseits aus ästhetischen:
- parallel zur anderen Strebe (wäre möglich gewesen, wenn ich das unterste Gabelloch genutzt hätte) sah aus wie ein Gerüst, unlocker.

Am Hinterrad habe ich mich nach Auge entschieden. Parallel zu den Kettenstreben erschien mir zu starr, das Rad optisch länger machend. Also bin ich gerade so weit hoch, dass Kettenstrebenwinkel und Schutzblechstrebenwinkel deutlich anders sind (und es nicht so aussieht, als habe ich versucht den Winkel zu treffen).

@Bonanzero
Mir ist bei der vorderen Strebe ein nachteil der ansonsten schönen, plattgeklopften Berthoudstreben eingefallen: Die wollen eigentlich immer senkrecht zum Blech angebracht werden.
Sowas wie meine "Statt-Frontträger-Strebe" geht damit nicht so gut.


Das war mein erster Versuch in Alu, ich hab' schonmal Bluemels oder Berthoud verlegt:




Und es ist auch mein erster Versuch, bei dem ich ganz frei war.
Sonst hat man ja immer ein paar Randbedingungen, wie schon gebohrte Löcher, eine Engstelle unter der Gabel, etc..
Hier ist überall genug Platz, die Bleche waren lang und ungebohrt, die Streben ungekürzt.

Ich habe ganz schön "rumkneten" müssen, bis die Verläufe halbwegs gleichmässig waren. Die Theorie der Änderung des Radius' durch Zusammendrücken/Auseinanderziehen ist schon klar, aber in der Praxis find ich's schwer zu entscheiden an welcher Stelle mann denn jetzt "zentrieren" muss.

Eine echte Null bin ich in Sachen Augenmass (dass ist nicht neu) und drum wäre ich echt dankbar für einen guten Tipp (für's nächste Mal), wie man exakt mittig in ein Schutzblech bohrt :-( Vermutlich muss ich mir mal einen Höhenreisser kaufen.

Ist echt ärgerlich und lässt sich auch noch korrigieren (unteres Loch einen Tick nach links auffeilen), aber das sollte eigentlich ganz einfach auf Anhieb sitzen.
 
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skandsen

Cyclerytter
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Hinweis auf Gefahren:

Optik und Ästetik?? Wie schaut's aus mit der Security? Klipse??? Ich sach mal "AG verflixtes Schutzblech" "Schutzblechunfälle"
Klipse würd ich montieren!!
Bei manchen Rädern werden die hinteren Streben des Vorderbleches weiter oben an der Gabel befestigt, damit, wenn sich was in der Strebe verklemmt, das Schutzblech vom Vorderrad weggeführt wird.

AW: Velayo: Schutzbleche zu tief eingestellt -> Vollbremsung

Hallo

Für's UP gibt's clipse, die aufgehen wenn das Schutzblech z.B. wegen eines klemmenden gegenstandes so "gefressen" wird.

SKS-SeKu-Clip.jpg
Q: www.sks-germany.com



Ich bin da unentschlossen.
Ich habe SKS mit solchen Lockouts. Die wackeln mehr, als die alten SKS ohne. Mittlerweile lösen die relativ leicht aus, das finde ich nicht sehr beruhigend.

Es gibt von Berthoud solche Klipse wie meine metallenen aus Kunststoff. Die sollen auch auslösen. Und es gibt Schutzblechmonteure, die die Metallklipse nur so fest ziehen, dass die Strebe im Notfall raus kann. Finde ich auch nicht wirklich vertrauenserweckend.

Ich kenne Bilder von so einem aufgerollten Schutzblech. Das passiert, wenn etwas in das vordere Schutzblech gerät, was ein klein bisschen dicker ist als der Spalt zwischen Reifen und Blech an einer Engstelle. Die Klipse sollen dann auslösen, damit der Spalt grösser wird und das Teil hoffentlich wieder rausfällt.

Ich wüsste gern wie genau der Zusammenhang zwischen der Art der Schutzblechmontage und der Häufigkeit dieses Vorfalls aussieht.

Eigentlich sollte es ja reichen, wenn das vordere Schutzblech eingangs (unten) einen Tick enger anliegt als im weiteren Verlauf, damit das nicht passieren kann.

Edit:
Habe was gefunden:

Fenders and gravel just don't mix - The Paceline Forum

Fenders and gravel just don't mix General Discussion
forums.thepaceline.net

Fazit:
  • besser 20mm+ Platz für Gravel
  • 100% Sicherheit ist nicht
  • und auch nicht mit Breakaway-Klipsen

"Es bleibt schwierig" (Walter Giller in Locker vom Hocker)
 

skandsen

Cyclerytter
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"STOCK" ist ja das Eine, das Andere ist ein Stein, eine Eichel oder Ähnliches, das sich an einer Engstelle im Blech verklemmen kann.
Die gefährlichste Engstelle ist wohl am VR an der Strebenbefestigung.
So sieht das bei mir mit der Honjo-Klemme aus.
20201122_120957(0).jpg

20201122_121030.jpg


Ich habe die Schrauben gekürzt, die Platte ist 2mm dick und mittig.
Erscheint mit durchlässiger als 2 Kloben auf gleicher Höhe mit Muttern?!

Heine hat in BQ eine Lösung von Weigle gezeigt, wo die Klemmscheiben der Kloben innen sind. Das erlaubt die Streben eng um's Blech laufen zu lassen, baut aber auch weiter nach innen. Hmmm?!

In Bezug auf Durchlässigkeit finde ich meine Lösung am Rickert gut:
Platte Berthoud-Streben genietet.
20201122_121453.jpg

20201122_121534.jpg


Man bekommt solche Blindnieten auch in Edelstahl im Baumarkt und zusammen mit einer Edelstahlunterlegscheibe ist das seht fest und ultraflach.
Lässt sich auch super einfach aufbohren und erneuern. Allerdings muss man da die Löcher exakt bohren - bisschen pfuschen ist da nicht.
 

skandsen

Cyclerytter
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Das war's erstmal von mir.
Andere Bleche, Tipps, Tricks und natürlich Bilder sind schwer willkommen.

Wer war das das denn mit der Berechnung von Blechradien im Reiserad-Faden? @HeikoS69 ?
 

Felixvh

make cycling punk again
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Immer schön sauber bleiben: alles zum Thema Schutzbleche: Hersteller- und Materialwahl, rund, profiliert, gehämmert, Länge, Radiusanpassung, Spritzlappen, Tretlagerschutz, Streben, Kloben und Daruma darf hier rein...

Und damit die Schönheit nicht zu kurz kommt, vorab schon einmal die ästhetische Messlatte in Form einer Proportionslehre, die ich irgendwann schon einmal herausgekramt hatte:

Anhang anzeigen 882073
Aus der japanischen Zeitschrift "New Cycling" März 1985
Quelle: https://www.instagram.com/p/B2XUm7aFOlz/ (empfehlenswerter Feed)


So, jetzt dürft Ihr mit Eurem Ingenieurwissen kommen :D:daumen:

Ich liebe diese Zeichnung/Erklärung!

Da hatten wir doch bei der einen Ausfahrt mal drüber gequatscht, oder @Magistrale ? :)
 

Bonanzero

txirrindulari
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In Bezug auf Durchlässigkeit finde ich meine Lösung am Rickert gut:
Platte Berthoud-Streben genietet.
20201122_121453.jpg

20201122_121534.jpg
Nieten ist mir am Fahrrad, wo ich immer mal herumbauen muss oder will, nix. Für diese anwendung habe ich seinerzeit Becherschrauben in Inox entdeckt, die etwa genauso platt sind. Natürlicht trägt auf der anderen Blechseite die U-Scheibe mit Lockmutter etwas mehr auf.
DSCN9373.JPG
 

Magistrale

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[...] Und damit die Schönheit nicht zu kurz kommt, vorab schon einmal die ästhetische Messlatte in Form einer Proportionslehre, die ich irgendwann schon einmal herausgekramt hatte:

Anhang anzeigen 882073
Aus der japanischen Zeitschrift "New Cycling" März 1985
Quelle: https://www.instagram.com/p/B2XUm7aFOlz/ (empfehlenswerter Feed)

So, jetzt dürft Ihr mit Eurem Ingenieurwissen kommen :D:daumen:
Ich liebe diese Zeichnung/Erklärung!

Da hatten wir doch bei der einen Ausfahrt mal drüber gequatscht, oder @Magistrale ? :)
Genau, @Felixvh! Ich liebe diese Zeichnung auch sehr, habe mir sie sogar ausgedruckt und aufgehängt. Noch viel besser wäre gewesen, hätte ich mir vor der #Festive500 überhaupt mal irgendwelche Schutzbleche ans Nishiki geschraubt, dann wären mir bei drei Grad nicht die Schuhe vollgelaufen während Hermine. :rolleyes:
 
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skandsen

Cyclerytter
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Immer schön sauber bleiben: alles zum Thema Schutzbleche: Hersteller- und Materialwahl, rund, profiliert, gehämmert, Länge, Radiusanpassung, Spritzlappen, Tretlagerschutz, Streben, Kloben und Daruma darf hier rein...

Und damit die Schönheit nicht zu kurz kommt, vorab schon einmal die ästhetische Messlatte in Form einer Proportionslehre, die ich irgendwann schon einmal herausgekramt hatte:

Anhang anzeigen 882073
Aus der japanischen Zeitschrift "New Cycling" März 1985
Quelle: https://www.instagram.com/p/B2XUm7aFOlz/ (empfehlenswerter Feed)


So, jetzt dürft Ihr mit Eurem Ingenieurwissen kommen :D:daumen:
Ich finde die Zeichnung Bombe, aber wenn man dann selbst Hand anlegt (und viele Freiheiten hat, weil z.B. die Bleche noch ungebohrt sind), stellt man sehr schnell fest, dass sie ausgezeichnet erklärt, WARUM etwas ästhetisch aussieht, aber auch funktionelle Randbedingungen da sind, die sich nicht umgehen lassen.

Lange gegrübelt habe ich darüber, wie weit das vordere Blech vom Boden weg soll.
Hinten habe ich es kurz unter dem Tretlager beginnen lassen, aber jetzt im Nachhinein hätte ich es noch ein bisschen mehr über das Tretlager hinausragen lassen sollen.

Damit sind die Enden gegeben und damit liegt auch schon ungefähr fest, wo die Streben an's Blech kommen. Nämlich nicht zu weit von den Enden entfernt und -soweit möglich - nicht mit Fussspitzen oder -hacken kollidierend.

Da bleibt nun noch relativ wenig Raum für freie Gestaltung und erst an dieser Stelle würde ich das Bild zur Hand nehmen.
 

neongruen

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Ziemlich perfekte Beispiele für die Lektion #1 👆
und die führt uns...doch noch einmal zur Ästhetik 😁:

Der wichtigste Punkt ist in dieser Hinsicht, dass das Schutzblech im eingebauten Zustand exakt dem Radius der Reifen folgt...und hier duldet die Style-Polizei keinen Millimeter Abweichung 🧐

Wie Du das für die Kunststoffbleche hinbekommen hast, ist mir ein Rätsel! Ich habe das bei Bluemels nie so hinbekommen.

Für Metallbleche gibt es das so vermeintlich unlogische wie unendlich mühsame Verfahren des Zusammen- und Auseinanderdrückens des Bleches. Ich habe mal eine kleine Skizze dafür gemacht:


Bildschirmfoto 2021-01-07 um 17.18.19.png



Wie gesagt: unendlich mühsam und langwierig, aber irgendwann (meistens genau dann, wenn man denkt, das wird nichts mehr) passt es dann.
Wichtig dabei: kräftig aber gleichzeitig gleichmäßig und mit äußerster Vorsicht vorgehen.

Kleiner Trick für die Radiusverkleinerung des Bleches: eine Boule Kugel zum Auseinanderdrücken des Bleches nehmen.
DSC_0502.JPG
 

skandsen

Cyclerytter
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Wie Du das für die Kunststoffbleche hinbekommen hast, ist mir ein Rätsel! Ich habe das
Lach.
Das ist ist anders passiert, als du denkst.

Das Rad hat Platz für deutlich dickere Reifen - auch unter der Gabel und am Bremssteg. Die Bleche habe ich gar nicht verbogen, sondern schlicht in einem Abstand zum Reifen angebracht, bei dem der Verlauf schön war. Die Halter an Gabel und Bremssteg sind passend selbstgemacht. :D
 

GTdanni

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Schutzbleche......


Tolles Thema, Diamant hat ja da viel Erfahrung und ich hab an 2 meiner Rennräder auch die originalen Alubleche dran. (sieht auch bei den großen Abständen besser aus).

Schutzbleche mit Dynamovorbiegung, Rocknetzlochung oder Schutzblechlampe werden auch langsam selten.

Die in Rahmenfarbe lackierten und linierten Bleche der Berufsfahrermodelle der 30er sind einfach Porno pur. 😉

Grüße aus dem Osten
 

neongruen

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Ich finde die Zeichnung Bombe, aber wenn man dann selbst Hand anlegt (und viele Freiheiten hat, weil z.B. die Bleche noch ungebohrt sind), stellt man sehr schnell fest, dass sie ausgezeichnet erklärt, WARUM etwas ästhetisch aussieht, aber auch funktionelle Randbedingungen da sind, die sich nicht umgehen lassen.

Lange gegrübelt habe ich darüber, wie weit das vordere Blech vom Boden weg soll.
Hinten habe ich es kurz unter dem Tretlager beginnen lassen, aber jetzt im Nachhinein hätte ich es noch ein bisschen mehr über das Tretlager hinausragen lassen sollen.

Damit sind die Enden gegeben und damit liegt auch schon ungefähr fest, wo die Streben an's Blech kommen. Nämlich nicht zu weit von den Enden entfernt und -soweit möglich - nicht mit Fussspitzen oder -hacken kollidierend.

Da bleibt nun noch relativ wenig Raum für freie Gestaltung und erst an dieser Stelle würde ich das Bild zur Hand nehmen.
Du hast vollkommen recht.
Vor allem die Länge der Bleche ist ja je nach Modell unterschiedlich und gleichzeitig maßgeblich dafür, wie man montiert.

Ich habe festgestellt, dass die Bleche kaum zu lang sein können (kürzen kann man sie ja ohnehin):

Hinten am Tretlager soll es gut sein, wenn sie ca. 5-6 cm unterhalb der Kettenstreben enden, damit der Bereich um das Innenlager, Kette und Füße auch bei Seitenwind geschützt sind.

Vorne ist es gut*, wenn sie weit nach unten reichen. Auch hier um Tretlager und Füße zu schützen.
*Einschränkung (wie bei Dir @skandsen ): im ruppigen Gelände oder beim langsamen Fahren/Schieben den Bordstein hinunter drohen Aufsetzer.
Hier sieht man die drohende Gefahr des tiefliegenden vorderen Schutzbleches und das heruntergezogene hintere Blech:
Bildschirmfoto 2021-01-07 um 18.04.52.png

Für den Straßen-/Feldweggebrauch würde ich es nach-wie-vor so montieren (immer mit dem Bewusstsein, an Bordsteinen aufzupassen).

Tatsächlich bin ich aber auch während eines Missbrauchs des Rades auf einem harten Singletrail einmal auf einen Stein oder eine Wurzel aufgesetzt und habe mir das Schutzblech verbogen (Spritzlappen waren da abmontiert).
Die Metall P-Clips (wie bei Dir oben) haben dabei übrings sauber ausgelöst (Stichwort Sicherheitsstrebe). Also die P-Clips nicht zu fest anknallen, dann funktionieren sie auch gut als Notfallauslöser!
Vorteil Honjo: das Blech lies sich wieder sauber richten :daumen:

Davor hatte ich mir bei einer Ausfahrt auch einmal mit dem Schutzlappen einen Ast eingezogen. Auch hier haben die P-Clips "ausgelöst", das Blech war verbogen und ließ sich wieder richten.
 
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DreiHaeschen

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Bei der jüngsten Blümelsmontage habe ich mir zwecks Montage des "Bleches", also des Plasteteils, einen halbzölligen Gartenschlauch mit Panzerband auf das eingebaute Laufrad montiert. Dann "Blech" auf dieses drücken und die Befestigungen festschrauben. Hat das jemand anderes auch schon so gehandhabt? (Das geht natürlich nicht bei Blechen, die unmittelbar an Querstreben des Rahmens montiert werden, was aber an und für sich die bessere Variante ist.)

Plastikschutzbleche im Stile der SKS Blümels sind ja meistens vergleichsweise dick und haben keine umgebördelte Kante. Ich bilde mir ein, dass die wieder einmal von Jan Heine beschriebene Beobachtung, dass an diesen das Wasser nicht sauber runterläuft, sondern seitlich teilweise austritt und dann rumkleckert, zutrifft; genauso wie die Befestigungsstrebe auf der Innenseite auch ein Hindernis für den guten Abtransport des Spritzwassers ist.
 
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