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UCI Radsport-Reformen: Mixed-Mannschaftszeitfahren ab WM 2019

queruland

lahme Ente
Mag eine gute Idee sein, aber wer bezahlts. Das Teamzeitfahren wird gestrichen, weil es offenbar zu teuer ist, mit diesen selten gebrauchten Maschinen durch die Gegend zu fahren. Und nun das, ich denke, das wird auf sehr wenig Interesse stossen.
 

fabli18

MItglied
Mag eine gute Idee sein, aber wer bezahlts. Das Teamzeitfahren wird gestrichen, weil es offenbar zu teuer ist, mit diesen selten gebrauchten Maschinen durch die Gegend zu fahren. Und nun das, ich denke, das wird auf sehr wenig Interesse stossen.
Ich glaube das wird den kleinen Radsport-Nationen eine gewisse Bühnenpräsenz geben. Wenns es um interesse geht, glaube ich schauen sich die wenigsten ein ganzes Rennen an. Durch die ganze Sprint-taktik sind die meisten Rennen so interessant wie ein Kirchenbesuch am Sontag
 

Ivo

Randonneur
Offenbar ist die Runde in Yorkshire recht kurz, so um die 14-15km. Ich hab dann so die Vermutung dass vor allem die Englischsprachige Länder einige Bahnfahrerinnen umschulen werden. 14-15 Km sollte für denen noch als Mann/Frauschafftszeitfahren möglich sein. Insgesammt sehe ich es als eine interesante Variante dass das stärkste Fahrradland bestimmen wird. Und einige Länder zwingt das Radfahren unter das andere Geschlecht mal zu fordern.
 

GerdO

Aktives Mitglied
Ich finde das albern.

Wie soll das denn ausgehen: Die 3 Männer fahren vorne und die Mädels versuchen im Windschatten zu bleiben? Damit das klappt, dürfen die Männer nicht allzu schnell fahren. Ist doch lachhaft sowas. Nett als Jedermanndisziplin, für die Gruppenbildung, oder so. Aber als ernsthaftes Rennen ist das IMO doof.

Irgendwie übertreiben die es gerade mit der Frauenförderung im Radsport.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Es ist soweit ich weiß nicht geplant, Frauen und Männer zusammen fahren zu lassen, vielmehr soll es wohl ein 3-köpfiges Männer-Teilteam geben und ein ebensolches Frauen-Teilteam und diese beiden Team-Teile fahren nacheinander und bilden gemeinsam eine Staffel.
Es ist aber noch völlig offen, wie das Ganze technisch ablaufen soll: Wie erfolgt die Übergabe zwischen den beiden Teamteilen, müssen die sich berühren wie im Biathlon? Passiert das auf offener Strecke und was passiert, wenn sich dort Teams ins Gehege kommen? Meine Vermutung ist, dass es so gelöst wird wie bei Staffeln im Rodeln. Wenn der erste Staffelteil irgendwo durchs Ziel fährt wird eletronisch ein Signal zum Start des zweiten Teamteils ausgelöst, eine Ampel wird grün oder es geht eine Schranke hoch etc.

Mit Frauenförderung im Radsport hat das für meine Begriffe aber so oder so nix zu tun. Die Staffel-Idee ist eher eine Verlegenheitslösung. Erst hat man den den Team-TT-Wettbewerb eingeführt ohne die Konsequenzen zu Ende zu denken, dann ging das Gejammer einiger Teams wegen der Kosten los. Nun schafft man den Wettbewerb wieder ab und stellt dann fest, Uuups, es gab ja doch Akteuere die ein Interesse an dem Wettbewerb haben, z.B. einige Frauen- und Pro Conti-Teams, für die die TTT-WM eine ideale Bühne waren, sich vor einem großen Publikum zu präsentieren. Heute wird nun Lappartient irgendwo in den Medien zitiert mit dem Satz, es sei für die Pro-teams zu spät, jetzt über die Abschaffung der TTT-WM zu lamentieren...

Meiner Meinung nach zeigt (auch) diese Geschichte um den TTT-Wettbwerb, wie groß die Interessengegensätze im Profiradsport sind, zwischen den Sparten, aber selbst innerhalb der Teams, und wie wenig die UCI in der Lage ist, tragfähige Kompromisse zwischen den Stakeholdern auszuloten.
 
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