• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Tour de France 2019

ronde2009

Aktives Mitglied
Registriert
2 April 2008
Beiträge
8.309
Punkte Reaktionen
2.880
irgendwie verstehe ich deine Kritik am Artikel nicht.
Meine Kritik hat einen Hintergrund. Die Sprache ist faschistoid. Wer Die Tour de France als Schauplatz von ewig siegenden Briten beschreibt, den Wunsch der französischen Fans polarisierend darstellt und von fehlenden Siegergenen schreibt, der biedert sich den völkischen Ideen nahezu an oder hat diese aufgesogen.
Die Tour de France sollte aber nicht für so etwas missbraucht werden. Vielmehr handelt es sich um das größte Radsportereignis des Jahres bei dem international besetzte Teams eine unglaubliche Leistung bringen. Kein Platz für völkisches polarisieren.
 

JA1

Aktives Mitglied
Registriert
24 Juli 2018
Beiträge
1.095
Punkte Reaktionen
554
irgendwie verstehe ich deine Kritik am Artikel nicht.
mach dir mal keine gedanken …
ich verstehe, warum er den artikel nicht mag. allerdings spiegelt seine hier aufgetischte und aufgeblasene erklärung nicht seine wahren motive wider.
 
Zuletzt bearbeitet:

alfkeule

Aktives Mitglied
Registriert
14 Februar 2006
Beiträge
1.440
Punkte Reaktionen
822

Witziges Detail: An den gelben Ringen der Socken kann man sehen, an wie vielen Gelben Triktos in Paris der jeweilige Fahrer beteiligt war. :daumen:
Das ist zumindest meine Interpretation. :D
 

Liebertson

Aktives Mitglied
Registriert
23 Januar 2014
Beiträge
3.049
Punkte Reaktionen
2.400

Witziges Detail: An den gelben Ringen der Socken kann man sehen, an wie vielen Gelben Triktos in Paris der jeweilige Fahrer beteiligt war. :daumen:
Das ist zumindest meine Interpretation. :D

Cool. Ich hoffe Kneesi und Co. haben auch so ein Paar Socken für Ihre Verdienste auf vergangenen Touren erhalten.
 

SprintLooser

offizieller SKS Raceblades Long - Berater
Registriert
2 März 2011
Beiträge
6.173
Punkte Reaktionen
9.544

Witziges Detail: An den gelben Ringen der Socken kann man sehen, an wie vielen Gelben Triktos in Paris der jeweilige Fahrer beteiligt war. :daumen:
Das ist zumindest meine Interpretation. :D
Nicht zu vergessen, die sieben auf dem Armbündchen für 7 mal Tour Sieg.
 

AlexExtreme

Aktives Mitglied
Registriert
4 Juli 2010
Beiträge
3.666
Punkte Reaktionen
1.426
stimme dir vollkommen zu
meine bemerkung zu P Sagan ist im context mit der kritik von AlexExtreme an Buchmann zu sehen, in der P Sagan als das positive gegenbeispiel aufgeführt wurde

Sorry, war zu faul eine Antwort zu schreiben, aber das hat @laidback ja dankender Weise getan. So meinte ich das nämlich. Wie wir beide beschrieben haben, geht es bei den Fahrerinterviews selten um tatsächlichen Informationsgewinn aber was die Unterhaltung angeht, kann man Sagen schon als Positivbeispiel ansehen. Er ist ein "Clown" im positiven Sinn, aber das wäre zu kurz gegriffen. Seine trolligen Antworten auf (für ihn) bescheuerte Reporterfragen sind einen Blick wert (YouTube). Übrigens hat er sich mal nach einem Sieg, ich glaube es war bei der Kalifornienrundfahrt, politisch zum Thema Flüchtlingskrise geäußert und darauf verzichtet, über seinen Sieg zu schwafeln. Und ja, sein Englisch ist verbesserungswürdig, aber wie laidback schon ansprach, spricht er flüssig italienisch.

Nochmal: Wollte Buchmann hier nicht schlecht darstellen, und einen zweiten Sagan braucht es im Team nicht, aber in den Interviews kommt Emu für mich halt ziemlich unsympathisch rüber. So ein Degenkolb scheint auch nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein, ist auch nicht sein Job, aber trotzdem strahlt er Persönlichkeit aus.
 

CYJU

Aktives Mitglied
Registriert
2 August 2019
Beiträge
184
Punkte Reaktionen
312
Hallo zusammen!

Ich hatte ursprünglich erst gar keine Lust, mir die aktuelle TdF anzuschauen, habe es dann aber doch getan. Der Grund für meine Unlust liegt/lag an der Dominanz von SKY - jetzt Ineos, was die Tour die letzten Jahre langweilig gemacht hat, IMO.

Aber ich muß meine Meinung revidieren, die jetzige Tour war überraschenderweise doch wieder recht spannend. Ich habe mich darüber gefreut. Julian Alaphilippe hat mir richtig gut gefallen, sein Kampfgeist war beeindruckend. Und auch, wie sich Thibaut Pinot nach dem Windkanten-Debakel wieder zurückgemeldet hat, war klasse. Ich habe richtig mit ihm gelitten, als er aufgeben mußte.

Nicht besonders gefallen hat mir u. a. Geraint Thomas. Außer bei einer Etappe, wo er Alaphilippe noch auf dem steilen Schlußanstieg überholt hat, das war schon bemerkenswert.

Und die Tour selbst? Insgesamt eine gute Mischung aus Flachetappen, etwas welligerem Terrain und Hochgebirge. Was mir nicht gefallen hat, war das Fehlen des Prologs. Natürlich ist der nicht sehr aussagekräftig, aber hier können doch immerhin schon "Duftmarken" gesetzt werden. Und last but not least die Länge der EZF. Das MZF war kurz, unter 30 km, und das EZF genau dasgleiche, wenn auch sehr schwierig vom Profil her. Ich bin der Auffassung, daß nur knapp 30 km für EZF einfach zu kurz ist. Es müssen ja nicht über 60 km sein, so wie es früher war, aber zwischen 40 und 50 km dürfen es gerne sein.

Ich glaube, daß es auch - unter anderem - an der Kürze der EZF lag, daß Egan Bernal gewinnen konnte. Er ist maximal ein mittelmäßiger Zeitfahrer. So konnte er den Rückstand in Grenzen halten und bei den Bergetappen mehr als egalisieren. Unabhängig davon finde ich ihn sympathisch. Seine Emotionalität, als es klar war, daß er die TdF gewinnen würde, wenn nichts mehr dazwischen kommt, war bewegend. Von daher bin ich sehr froh, daß er gewonnen hat. ;)

Wie seht Ihr die aktuelle Tour? Hätte Emanuel Buchmann eventuell noch mehr versuchen sollen? Über Eure Meinungen würde ich mich freuen.
 

JA1

Aktives Mitglied
Registriert
24 Juli 2018
Beiträge
1.095
Punkte Reaktionen
554

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Registriert
18 März 2004
Beiträge
6.642
Punkte Reaktionen
5.752
Wie seht Ihr die aktuelle Tour? Hätte Emanuel Buchmann eventuell noch mehr versuchen sollen? Über Eure Meinungen würde ich mich freuen.
Was sollte Buchmann mehr versuchen? Wenn er die Beine gehabt hätte, um mit einem entscheidenden Angriff viel Zeit gutzumachen, hätte er es mit Sicherheit versucht, so blieb es aber logischer Weise nur bei vorsichtigen Versuchen, z.B. bei der letzten Bergetappe, die offensichtlich aber niemanden seiner Konkurrenten in wirkliche Bedrängnis brachte.
Wäre er schon ein paar Mal in den Top10 einer Grand Tour gewesen, hätte er mehr riskieren können, da aber ein vierter Platz in der Gesamtwertung in seiner Karrierebilanz einen ganz großen Schritt nach vorne darstellt, hat er sich völlig nachvollziehbar verhalten.
Man kann bei ihm sehen, dass er sehr behutsam und langfristig aufgebaut wird, wenn er so weitermacht, wird früher oder später sehr wahrscheinlich auch noch eine Podiumsplatzierung bei einer GT kommen.
 

CYJU

Aktives Mitglied
Registriert
2 August 2019
Beiträge
184
Punkte Reaktionen
312
@pjotr

Ich bezog mich dabei auf einen Kommentar von Emanuel Buchmann, als er sinngemäß sagte, daß er bei einer schwierigen Etappe gut mithalten konnte, er sozusagen sein Limit noch nicht erreicht hatte. (Finde den entsprechenden Artikel leider auf die Schnelle nicht).

Da hätte ich mir gewünscht, daß er versucht, durch eine entsprechende Platzierung Bonus-Punkte zu bekommen, es fehlte ja nur noch wenige Sekunden zum Tour-Dritten. Aber wünschen kann man sich viel, man steckt ja nicht drin, und vermutlich hätten die Konkurrenten ihn nicht wegfahren lassen, sehr wahrscheinlich sogar nicht.
 

BlueberryHH

Aktives Mitglied
Registriert
7 Juli 2008
Beiträge
1.000
Punkte Reaktionen
261
Maybe it helps!

Eric „Ete“ Zabel , die graue Eminenz des Radsports, war schon 2011 bis 2013 sportlicher Leiter des Katusha Teams!
Nach seiner „tränenreichen“ Dopingbeichte trat er von dieser Funktion zurück!
Seit 2018 ist er im Katusha Alpecin Team wieder in beratender Funktion bei Training und Mannschaftsleitung aktiv.
Daneben berät er hauptsächlich CANYON mit dessen Inhaber er eng befreundet ist.

BTW: Die Leistung des KATUSHA-ALPECIN-Teams war eine Enttäuschung der Tour! Möglicherweise hilft es, wenn die mal versuchen das ALPECIN-Coffein Zeugs statt auf die Haare in die Trinkflasche zu träufeln!


war diese peinlich Heulsusen - Nummer auf der Bühne damals vom Zabel nicht schon viele viele Jahre früher? Oder macht er das regelmässig?
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Registriert
18 März 2004
Beiträge
6.642
Punkte Reaktionen
5.752
@pjotr

Ich bezog mich dabei auf einen Kommentar von Emanuel Buchmann, als er sinngemäß sagte, daß er bei einer schwierigen Etappe gut mithalten konnte, er sozusagen sein Limit noch nicht erreicht hatte. (Finde den entsprechenden Artikel leider auf die Schnelle nicht).

Da hätte ich mir gewünscht, daß er versucht, durch eine entsprechende Platzierung Bonus-Punkte zu bekommen, es fehlte ja nur noch wenige Sekunden zum Tour-Dritten. Aber wünschen kann man sich viel, man steckt ja nicht drin, und vermutlich hätten die Konkurrenten ihn nicht wegfahren lassen, sehr wahrscheinlich sogar nicht.

Ich kann mich an das Interview auch erinnern, aber eine dreiwöchige Rundfahrt ist ein "Abnutzungskampf", da muss ,man bis auf den letzten Tag immer ein paar Körner für die nächsten Tage sparen. Die Podiums-Platzierung von Buchmann ist btw. nicht zuletzt Mannschaftszeitfahren "verpasst" worden, wenn man so will. Der Rückstand den sich sein Team dort auf den Sieger des Zeitfahrens JumboVisma, inkl. des späteren Gesamtdritten Steven Kruijswijk, eingehandelt hat, war größer als sein Rückstand im Schlussklassement auf Kruijswijk.

Angesichts der hervorragenden Besetzung JumboVisma mit dem mehrfachen Zeitfahrweltmeister Ton Martin und dem "neuen Stern am Zeitfahrhimmel" und belgischen Meister Wout Van Aert, war es sich nicht ehrenrührig, dass Bora gegen JumboV im Mannschaftszeitfahren einiges an Zeit verloren hat. Die Geschichte zeigt aber auch, dass Bora an der Stelle noch Verbesserungspotenzial hat und sich perspektivisch überlegen muss, ob man weiterhin auf zwei Kapitäne (Sagan und Buchmann) setzen will, mit entsprechenden Helfern für beide Aufgaben (Sprint und Gesamtklassement) oder ob man mal nur auf Buchmann setzt und eine Mannschaft nur aus Berghelfern Zeitfahreren um ihn herum aufbaut.

Vielleicht ist es sogar schon nächstes Jahr soweit, dass Buchmann als alleiniger Kapitän in die Tour gehen kann. Auf INRNG konnte man lesen, dass die RCS Sagan mit einem größeren Geldbetrag zum Giro locken will, dann "müsste" er vielleicht nicht zwingend zur Tour und alle inkl. den Sponsoren (Specialized!) wären trotzdem zufrieden, wenn Sagan den Giro "rockt".

Lange Rede kurzer Sinn: Ob Buchmann zukünftig aufs Podium fahren kann hängt u.a. auch von der Team-Ausrichtung ab. Für dieses Jahr war das Podium offensichtlich noch eine Nummer zu groß und er konnte die ersten drei des GC nirgendwo ernsthaft in Bedrängnis bringen. War trotzdem eine tolle Vorstellung von ihm.
 

CYJU

Aktives Mitglied
Registriert
2 August 2019
Beiträge
184
Punkte Reaktionen
312
Ack, pjotr.

Das mit dem MZF hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, und dabei hat TJV sogar INS 20 Sekunden abgenommen, gar nicht zu reden von BOH, die waren nicht unter den ersten 10....

Und ja, Emanuel Buchmann hat einen sehr guten Einstand gegeben, wer hätte das gedacht? Und zudem ist er ein sehr Netter, ich mag seine zurückhaltende und bescheidene Art.
 

laidback

Tertium Quid
Registriert
25 September 2015
Beiträge
1.059
Punkte Reaktionen
1.068
Vielleicht ist es sogar schon nächstes Jahr soweit, dass Buchmann als alleiniger Kapitän in die Tour gehen kann. Auf INRNG konnte man lesen, dass die RCS Sagan mit einem größeren Geldbetrag zum Giro locken will, dann "müsste" er vielleicht nicht zwingend zur Tour und alle inkl. den Sponsoren (Specialized!) wären trotzdem zufrieden, wenn Sagan den Giro "rockt".

Das halte ich für Wunschdenken der RCS. Sagan wird sich eher mit weiteren grünen Trikots unsterblich machen wollen, als sich den schwereren Giro antun. Er hat ja schon bei der TdF verlauten lassen wie er sich manchmal über die Berge quält. Was soll er da beim Giro, wo Sprinter sowieso nur die zweite Garde spielen? Sich auf einer Handvoll Sprintetappen - um welches Trikot doch gleich - bemühen? Und Geld, glaube ich - ohne ihn näher zu kennen - ist wohl inzwischen etwas mit dem man ihn am wenigsten "locken" kann. Ich denke eher dass Bora da in einer Zwickmühle steckt. Wollen sie ihn halten, müssen sie ihm grüne Trikots ermöglichen. Wenn nicht, wird er sicher leicht eine andere Mannschaft finden die ihm das ermöglicht.
 

Alu-Renner

Aktives Mitglied
Registriert
5 August 2011
Beiträge
819
Punkte Reaktionen
502
Ausserdem ist Sagan ja eine Bank was das Grüne angeht. Das werden auch sicher die Sponsoren so sehen, die wohl alles andere als begeistert wären, wenn Sagan nicht bei der Tour startet.
 
Oben