Strava - Fluch und Segen zugleich

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Ulle2000

Hallo zusammen,

privat gab es mal die Diskussion über Strava, da kam das o.g. zur Sprache.
Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen interessieren, hoffe es entsteht eine lebendige Diskussion, keine Streitgespräche.

Die o.g. Diskussion kam auf, da ich dieses Jahr mein Strava Konto gelöscht habe, samt allen Fahrten und Erfolgen. Grund, nachdem ich dreimal hintereinander krank wurde war ich schon stinkig, nach der Genesung, fing ich wieder an und merkte recht schnell, das meine "Sucht" durch Strava intensiver wurde und so die privaten Angelegenheiten arg auf der Strecke geblieben sind (Eltern). Als meine Mutter kontinuirlich zum Pflegefall wurde musste eine Entscheidung her, so habe ich die Reissleine gezogen.
Ohne Strava fiel es mir bedeutend einfacher den Alltag zu meistern.

Im Mai entschied ich mich, wieder ein Konto zu erstellen, und es zu versuchen beides in Einklang zu bringen, es sind nicht mehr so viele Aktivitäten, weniger KM etc, was mir auffiel und hier ziehe ich die Parallelen zu Facebook und Co, da in meinen Augen Strava nicht viel anderst ist, dass deine alten Abonnenten nicht wirklich INteresse an dir haben, die Personen, welche mich aboniert haben (wieder) sind die, welche Verständnis geziegt haben, die Situation verstanden haben und persönliche Gespräche gesucht haben.

Durch Strava habe ich viele nette Personen kennengelernt, virtuell wie real, jedoch hatte Strava für mich auch eine negative Seite.

Meinem engsten Kreis ist bekannt, dass ich nicht nur alleinerziehend bin, sonder auch pflegebedürftige Eltern habe, um welche ich mich mit meinem Bruder kümmere anstatt sie in ein Heim zu schieben.
Trotz dieser Umstände und unserer beruflichen Vollzeit Arbeit, hat unser Alltag keine negativen Auswirkungen auf Kind und Eltern etc.
Es gibt scheinbar aber Vollidioten, die nix besseres zu tun haben als anderen Steine in den Weg zu legen, so musste ich mich beim JA verantworten und nachweisen, das mein Sohn keinen Schaden nimmt durch soviel Training, alleine schon weil er durch seinen Autismus viel Pflege bedarf, man wurde darauf aufmerksam gemacht und konnte es sehen!
Das hat mich ncht nur Zeit sondern auch Geld gekostet.

Aus diesem Grund, werde ich einige Trainigs auf privat setzen, oder erst garnicht in Strava hochladen.

Falls die mir unbekannte Person, hier im Forum gemeldet sein sollte, Du darfst dir alle Schimpfwörter von A-Z auf dein dreckiges Versager Trikot drucken! Da dein IQ sich im einstelligen Bereich bewegt, versuche trotzdem dir Gedanken über dein Leben zu machen und wohl auch über deiner Leistung, da dies wohl aus purem Neid geschah!

Meine Erfahrungen mit Strava, durch Strava. Hoch lebe das Internet!
 

Osso

Aktives Mitglied
kann ich nicht nachvollziehen, ich hab nur postive Erfahrungen mit Strava. Und ehrlich gesagt wenn man einfach nur ein Konto mache und seine Trainings postet interssiert das ertmal keine Sau, da bekommt niemand mit. Außer man nimmt jemand die KOM ab.
Über meine persönlich Situation würde ich bei Strava auch nie was posten und ich würde auch vermeiden solche Konflikte zum Gegensand im Forum zu machen. Das zieht einen bestimmten Typ von Menschen geradezu an.
Ich hab auf Stava jedenfalls ausnahmlos mit angenehmen Menschen zu tun. Solle sich das man ändern, würde ich andern einfach ignorieren.
 

Claw

Aktives Mitglied
Du gibst so viel privates hier bekannt, dass mich Deine Situation - und das ist nicht böse gemeint - nicht wirklich wundert. Man kann Strava auch nutzen, ohne Preisgabe aller Aktivitäten, Wohnort, Arbeitsstelle, etc. Dazu sind alle Funktionen vorhanden. Selbst KOMs werden für private Aktivitäten nicht berechnet. Lediglich in der Gesamtstatistik werden alle gefahrenen km gezählt.

Ich finde Strava eine super Motivation, ein tolles Vergleichsportal und das Salz in der Suppe, um dem manchmal doch eintönigen Rennradalltag etwas Pepp zu verleihen. Nur durch Strava habe ich so viele gute und nette Leute kennen gelernt. Da ich kein Vereinsmensch bin, wäre das sonst nicht möglich gewesen.

ABER: Man muss sich wie immer im Leben auch selbst bremsen können, wenn etwas zu viel wird. Das ist wie bei allen Dingen im Leben, die andere (wichtigere) Dinge einschränken oder das Leben/die Gesundheit belasten, wie Internet, Alkohol, Schokolade, und was weiß ich.
 
M

Mr.Faker

Es gibt scheinbar aber Vollidioten, die nix besseres zu tun haben als anderen Steine in den Weg zu legen, so musste ich mich beim JA verantworten und nachweisen, das mein Sohn keinen Schaden nimmt durch soviel Training, alleine schon weil er durch seinen Autismus viel Pflege bedarf, man wurde darauf aufmerksam gemacht und konnte es sehen!
Und woher weißt du nun, ob der "schuldige" überhaupt bei Strava ist bzw. deine Aktivitäten daher kennt, oder hast du keine Nachbarn/Bekannte?
 

schlucht

Aktives Mitglied
Ich mag Strava und man kann es sinnvoll nutzen und motiviert.
Ich möchte jetzt da auch nicht mit jemanden über Familien Probleme disskutieren. Wie auch hier im Forum nicht ;-)

Gruss Lothi
 

occultus

6 kg pro Watt
Ich plane bald etwas ganz geheimes zu machen. Damit aber niemand davon weiß schreibe ich es neben ein Foto von mir und meinem Kind, samt Lebensgeschichte in einem öffentlich zugänglichen Internetforum. Alter und Wohnort schreib ich auch noch mit dazu, ist doch Ehrensache.
Hey, wir sind uns ähnlich!
 

Neve

Schlaf? Was ist das?
Ich mag Strava auch, es gibt mir neue Trainingsreize durch die QOMs und die monatlichen Herausforderungen. Dieses Jahr z.B. habe ich durch die diversen Climbing Challenges schon 60% der Hm des gesamten letzten Jahres zusammen und das macht sich positiv bemerkbar. Ich bin nicht bei Facebook und kann den ganzen Quatsch eh nicht so verstehen und daher nutze ich Strava auch nicht wirklich, um Bekanntschaften zu schließen. Das ist für mich nur Internet. Ich habe zwar auch zufällig schon eine andere Radfahrerin durch Strava kennen gelernt und wir haben auch schon mal ne Tour zusammen gemacht aber das ist alles sehr entspannt. Wir jagen uns eben gegenseitig regelmäßig die QOMS der anderen weg.
Ich habe nicht viele Leute abonniert und trotzdem muss ich auch sagen, dass es manchmal auch demotivierend wirken kann. Wenn ich als Mutter eines Kindergartenkindes und Frau eines ebenfalls Radfahrenden und laufenden Mannes meine Zeiten irgendwie abknapse, um auf meine 3-4000 Jahreskilometer zu kommen und lange Touren am Wochenende eher Mangelware sind, und man dann nach einem hektischen Samstag mal bei Strava reinschaut und diese Hammertouren sieht, kommt schon Wehmut auf. Aber das sind meist Leute ohne Kinder oder schon großen Kindern, die sehr viel Zeit haben und wohl auch sonst keine anderweitigen Verpflichtungen. Wenn man dann mal einen Blick auf das Profil sieht und dort stehen >10.000 Jahreskilimeter, brauche ich mich damit wirklich nicht zu vergleichen. Ein Eltern mit Kleinkinder-Filter wäre klasse ;-) ;-) Ne, Quatsch...letzten Endes mache ich das ja für mich und nur darum geht es.
Grüße
 

ronde2009

Aktives Mitglied
Deine Situation ist recht speziell, das brauch man nicht zu diskutieren. Am besten den Account löschen auch für den Fall, das jemand später noch nachhaken möchte (oder muss). Aber leben darfst Du. Besser anonymer im Internet.
Danke für den Impuls mal selber nachzudenken.
 

Jhonny77

Aktives Mitglied
Wenn Strava zur Sucht wird und/oder Stress verursacht, dann wird es Zeit damit aufzuhören. Account löschen find ich aber unnötig.

Finde Strava aber immernoch viel interessanter als seine Zeit sinnlos auf Facebook zu verschwenden.
 

ronde2009

Aktives Mitglied
ich meinte Account löschen wegen der Historie mit dem Jugendamt. Das ist so ein Fall wo man besser grundsätzlich alles rausnimmt.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
Für Strava gilt das was für alle andern sozialen Medien auch gilt, man gibt ein Stück Privatssphäre auf und macht sich dadurch u.U. angreifbar. Ob man das will muss man aus der individuellen Situation heraus bewerten, man sollte aber davon ausgehen, dass es Leute gibt, die das was man tut nicht gutheißen, es nicht verstehen und ggf. in speziellen Situationen ausnutzen oder gegen einen verwenden.

Ich habe durch Strava einiges gelernt, darüber wie andere den Sport ausüben, über Training, auch von Profis, über neue Strecken und natürlich vergleiche ich auch gerne meine Leistung mit anderen und freue mich über positives und vor allem konstruktives Feedback. Damit Strava auch weiterhin diesen Nutzen für mich hat, muss ich und andere Sportler aber bereit sein, ein bisschen "die Hosen runterzulassen" und ein Stück Privatsspähre aufzugeben. In der Situation des TE würde ich mir das aber sicher nochmal genauer überlegen ..
 

Diddy1981

Kommissär
Ich verstehe es auch nicht. Ich nutze Strava eigentlich nur, um meine Trainigseinheiten einzutragen, auszuwerten und gut ist. Dieses ganze Social-network-gedöns nervt mich. Wenn man sich mit sowas unter Druck setzt, dann ist man selbst schuld. Einfach fahren und Spaß haben, schei* drauf, was die anderen sagen. Sollen sie doch posten und schreiben, was sie wollen. Dann lieber die wenige Freizeit mit Radfahren und Familie verbringen, als stundenlang das Internet zu besuchen.
 

Lartbar

Aktives Mitglied
Abgesehen von diesem konkreten Fall muss ich sagen das Straka aber auch auf ganz persönlicher Ebene ein Fluch sein kann. Zu Zeiten des Winterpokals habe ich akribisch darauf geachtet eine Ausfahrt oder Trainingseinheit möglichst knapp über den 15min Intervallen enden zu lassen. War ich bei 01:40:00 wieder zuhause wurde noch eine kleine Runde um den Block gedreht oder bei 02:28:00 eben ein kurzer Sprint zum Endpunkt eingelegt.

Ähnlich verhält es sich irgendwie mit den Kilometer-Sammel Abzeichen. Gerne hätte ich auch um Mai die 1000km Marke geknackt aber an irgend einem Punkt fing ich an mir zu errechnen welche Einheit in der nächsten Woche mindestens wie viele Kilometer beinhalten muss. Das hat mich teilweise ganz schön gequält. Irgendwann habe ich mich dann zum Abstand-Nehmen gezwungen und war auch mit der Marke von 930km zufrieden. Irgendwie wurde mir teilweise die Lust genommen, ich war mehr am Planen als am Fahren, Zeitpläne wurden durchgekaut, Routen errechnet. Schluss damit - das war ziemlich befreiend.
 

4n4c0t1c

RollentrainerFahrer
Nimm Runtastic, damit fährt man weiter :D Zumindest plant man da nicht stundenlang irgendwas sondern fährt.
 

Claw

Aktives Mitglied
Gerne hätte ich auch um Mai die 1000km Marke geknackt aber an irgend einem Punkt fing ich an mir zu errechnen welche Einheit in der nächsten Woche mindestens wie viele Kilometer beinhalten muss. Das hat mich teilweise ganz schön gequält. Irgendwann habe ich mich dann zum Abstand-Nehmen gezwungen und war auch mit der Marke von 930km zufrieden. Irgendwie wurde mir teilweise die Lust genommen, ich war mehr am Planen als am Fahren, Zeitpläne wurden durchgekaut, Routen errechnet. Schluss damit - das war ziemlich befreiend.
Hätte Dir eh nichts genutzt. Du brauchst 1250 km, um den Pokal behalten zu dürfen. :p;)
 
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