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RTF/CTF: neues System ab 2023

Sonne_Wolken

Klassikerfee
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Radsporttechnisch bin ich nicht im Verein organisiert und bin bisher immer ohne Wertungskarte gefahren. Ich habe aber auch noch nicht den Sinn der Punkte erkannt. Ein direkter Leistungsvergleich mit Mitstreitern oder Konkurenten, entsprechend typischen Ballsportarten mit Tabellenplatzierungen, ist hier ja nicht gegeben.
Kann mir hier jemand kurz die Vorteile erläutern (außer die 50ct Ersparniss pro Anmeldung)?
In NRW spart man in der Regel 2€ pro Anmeldung. Es gab durchaus Wertungen auf verschiedenen Ebenen. Fängt bei den Vereinen an, die eigene RTF Wertungen haben. Darüber kamen in NRW die Bezirkswertungen. Dann Landes- und Bundesrangliste. Das alles ging aber nur mit Wertungskarte. Nach den neuen Regeln geht es jetzt nach Kilometer.. Die Wertungsebenen werden dann wahrscheinlich auch neu geregelt. Es soll wohl jedenfalls wieder eine Rangliste geben.
 

Maxxi

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Ja mir schmerzt auch einiges, wenn ich 90er Jahre Webseiten von Radsportvereinen sehe, die keine GPX Daten für ihre Ideenlosen RTFs anbieten und sich dann wundern warum nur 10 Leute kommen. Meinst Du, nur weil ich eine RTF gefahren bin, bekomme ich nichts mit? Wir leben in der Neuzeit, nicht in der (Radsportvereins-) Steinzeit.
Es muss hat immer Leute im Verein geben die so eine Webseite auch pflegen. Und ich kenne auch Vereine mit "jungen" Leuten die bekommen keine vernüftige Vereinswebseite aufgebaut. "Ideenlose" RTF ? Was erwartest Du von einer "tollen" RTF ? Zumal so eine Veranstaltung genehmigt werden muss und die Behörden in vielen Fällen nicht unbeding kooperativ sind....
 

GurkiHDx

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Es muss hat immer Leute im Verein geben die so eine Webseite auch pflegen. Und ich kenne auch Vereine mit "jungen" Leuten die bekommen keine vernüftige Vereinswebseite aufgebaut. "Ideenlose" RTF ? Was erwartest Du von einer "tollen" RTF ? Zumal so eine Veranstaltung genehmigt werden muss und die Behörden in vielen Fällen nicht unbeding kooperativ sind....
Naja dann lässt man sich halt einmalig eine Webseite mit dem Wordpress-Backend designen und verwaltet sie anschließend selbst. Wordpress ist nicht schwer und mit bisschen Einarbeitung sollte das auch jeder DAU hinbekommen. U.a. sind dafür doch auch Vereinsbeiträge da oder nicht? Aber klar, nicht jeder kleine Verein kann sich das leisten, aber da wird sich schon ein Schüler / Student finden, der sich was dazuverdienen möchte.

Was würde für mich eine RTF attraktiv machen? Der erste Punkt ist schon mal, neben der guten Ausschreibung und Aushändigung der GPX Daten auf der wohldesignten Webseite - wo man auch alle Informationen gut findet, dass die Verpflegung nicht so wie auf dem einen Bild in diesem Thread auf den Klapptisch hingeworfen wird.
Bei meiner RTF wurden Brote händisch geschmiert, es wurde Obst und Gurken, Riegel und Süßigkeiten zur Verfügung gestellt. Neben Wasser, gab es noch Getränke mit Geschmack. Am Ziel gab es noch einen Grill und es wurden Würstchen gegrillt. Gerne auch gegen eine Gebühr.
Es darf halt mehr Eventfeeling aufkommen wie ich finde. Mehr Herz in die Organisation. Dann kommen auch die Fahrer. Natürlich hat ein kleiner Verein weniger finanzielle Mittel als ein großer. Aber ich denke auch kleine schaffen das und können sich einen Namen machen.
 

GurkiHDx

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Ich sehe hier schon den ersten potentiellen Bewerber für den nächsten Verein: feel free und bring deine Änderungen ein!
Man sieht ja schon an diesem Thread, dass die Vereine offensichtlich des Alters der Mitglieder wegen verkalken. Für mich würde momentan nur ein Verein in Frage kommen, aber der organisiert seine RTFs wie angesprochen schon sehr gut ;)
 

Maxxi

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Man sieht ja schon an diesem Thread, dass die Vereine offensichtlich des Alters der Mitglieder wegen verkalken. Für mich würde momentan nur ein Verein in Frage kommen, aber der organisiert seine RTFs wie angesprochen schon sehr gut ;)
Da ist schon was dran. Habe ich selbst erlebt - alle vorgeschlagenen Veränderungen wurden abgeblockt, Basta ! Aber - auf der einen Seite erwarten die Mitglieder, auch Neumitglieder, von Seiten der Vereinsführung ein Vollunterhaltungsprogramm, glänzen dann aber durch Abwesenheit wenn der Verein einmal im Jahr ihre Hilfe braucht, RTF usw.. Da fehlt dann schlicht und einfach das Personal um guter Verpflegungsstellen aufzubauen, von den dann fehlenden und gern gesehenen Kuchenspenden usw. mal abgesehen. Ich kenne ein paar Vereine die werden in naher Zukunft keine RTF mehr stemmen können - keine Mitglieder mehr.....warum auch immer.
 

NobbyNic

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Leider nicht nur ein "RTF-Problem" sondern ein allgemeines unserer Gesellschaft. Ehrenämter wie Vereinsarbeit haben einfach nicht mehr den Stellenwert wie vor 20 Jahren.
 

GurkiHDx

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Ja eben, das ist ein generelles gesellschaftliches Problem. Arbeit ist halt kacke und kostet Zeit. Und was macht so ein Verein? Er kostet Geld, Zeit und macht ggf. teilweise Arbeit, die dann lieber zum Radfahren verwendet wird, als beim Organisieren und Schilderaufhängen. Verständlich, wird einem doch auf der regulären Arbeit genug abverlangt und (Frei-) Zeit geraubt.

Man muss sich ja auch fragen, was einem so ein Verein an Mehrwert bietet. Gemeinsame Ausfahrten? Die bekomme ich auch auf Social Media organisiert. Spezifisches Training? Auch das gibt es schon teilweise über Social Media organisierte Ausfahrten. Und das alles zum Nulltarif und ohne (viel) Arbeit.

Was bietet so ein Verein noch?
 
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Ollympus

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Ein Verein kann immer nur so viel bieten, wie seine Mitglieder bereit sind zu geben... Je mehr Leute bereit sind ihre Zeit für den Verein zu "opfern", desto breiter sein Angebot. Leider sinkt diese Bereitschaft immer mehr. Nehmen ist halt "einfacher" als geben. Dazu hat sich die Arbeitswelt und die Arbeitszeiten geändert. "social media" fand früher im Verein, bei RTF, am Stammtisch oder sonstigen Veranstaltungen statt. Früher hat man sich viel mehr mit dem Verein identifiziert. Ist quasi mit dem Vereinsleben mitgewachsen. Jugend, Aktiver und dann Betreuer/Ehrenamt. Das schaffen viele heute schon nicht mehr, da sie gar nicht so lange am selben Ort bleiben durch Studium, Ausbildung, Job... Das muss man leider so aktzeptieren. Aber auf Dauer werden die Vereine wohl auf der Strecke bleiben.
 

laidback

Tertium Quid
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Ja, leider. Und dafür übernehmen dann Event-Managements die Veranstaltungen - oder "entwickeln" neue - wo dann das Startgeld ein zigfaches einer RTF kostet und die Leute sind begeistert. 🙄
 

GurkiHDx

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Ja, leider. Und dafür übernehmen dann Event-Managements die Veranstaltungen - oder "entwickeln" neue - wo dann das Startgeld ein zigfaches einer RTF kostet und die Leute sind begeistert. 🙄
Ja, weil eben Eventfeeling und viel mehr Fahrer. Ergo attraktiver. Wer keine schöne Veranstaltung mit wenig Geld in die Wege leiten kann, darf sich halt auch nicht über fehlende Fahrer beschweren. Natürlich müssen die Mitglieder auch mitmachen und helfen, wer nicht hilft muss eben mit Sanktionen rechnen. Ob das hilft oder man sich damit ins eigene Fleisch schneidet, weiß ich nicht. Siehe momentane Situation in Deutschland :D
Aber verschlossen und altbacken sollte auch die Vereinsführung nicht sein. Oftmals ist dies aber der Fall. Eigentlich unabhängig von der Sportart.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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Ja, leider. Und dafür übernehmen dann Event-Managements die Veranstaltungen - oder "entwickeln" neue - wo dann das Startgeld ein zigfaches einer RTF kostet und die Leute sind begeistert. 🙄
Stimmt zwar, allerdings darf man nicht übersehen, dass bei den steigenden organisatorischen und administrativen Anforderungen bei der Durchführung von Veranstaltungen viele Vereine einfach nicht mehr in der Lage sind, solche Veranstaltungen zu organisieren. Allein das Thema Genehmigungen wirkt abschreckend, die darin enthaltenen Auflagen nicht selten realitätsfremd. Hinzu kommen wirtschaftliche Fragestellungen und eine Anspruchshaltung einer immer mehr auf Konsum und nicht auf Mitwirkung und Mitgestaltung fokussierten Kundschaft - wie man auch in diesem Thread sehen kann.

Von Vereinen wird heute bei der Durchführung von Veranstaltungen ein Professionalitätsgrad gefordert, der ehrenamtlich nur schwerlich gewährleistet werden kann, schon gar nicht, angesichts der schon vielfach genannten Personalprobleme. In den meisten Vereinen, die ich kenne/kannte, liegt/lag der Hauptteil der Arbeitslast auf einem kleinen Personalkern. Wer aber schon seit vielen Jahren seine Freizeit für Vereinsaktivitäten geopfert hat, wird das nicht unbegrenzt fortsetzten, zumal bei immer weiter steigenden Anforderungen.

Vor dem Hintergrund ist schade, aber vollkommen folgerichtig, dass kommerzielle Veranstalter einen kleinen, lukrativen Teil der durch diese Prozesse entstehenden Lücke schließen und andere Breitensportveranstaltungen einfach verschwinden.
 

eins4eins

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Vor ein paar Jahren bin ich auch viele RTFs gefahren. Teilweise mit Auto angereist weil soweit entfernt. Mittlerweile finde ich das Konzept in Summe einfach uninteressant und außer 2-3 besonderen Veranstaltungen nehme ich nirgendwo mehr Teil. Ich würde nie mehr auf die Idee kommen, mein Rad ins Auto zu packen um irgendwo einfach so rumzuradeln.
Die Bemühungen des BDR und der Vereine finde ich bemerkenswert aber zugleich auf eine gewisse Weise aussichtslos.
Ich kann natürlich nur für meine Bubble sprechen, aber da hat sich die Community (auch durch Corona) einfach weiterentwickelt und derartige Events (und leider auch das Vereinsleben) sind überflüssig geworden. Die Leute sind über Social Media, Whatsapp, etc super verknüpft und organisiert. Es gibt zig Gruppierungen in verschd. Größen die sich regelmäßig verabreden, spezielle Ausfahrten planen, Trips machen oder sich sonst wie engagieren. Und das alles idR vollkommen zwang- und kostenlos, flexibler, einfacher, unkomplizierter.
Das funktioniert mal besser und mal schlechter, aber es bleiben am Ende wenig Gründe an einer RTF teilzunehmen oder sich gar selbst in einem Verein zu verpflichten.
 

pjotr

Radprofi, gefangen im Körper einer Hobbylusche
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gerade weil ich Teilnehmer in unterschiedlichen Leistungsklassen treffe, lege ich mein Fahrrad in den Kofferraum, um zum Start zu fahren und nehme gerne an einer organisierten RTF / CTF teil.
Guter Punkt. Natürlich kann ich mich einfach über Whatsapp etc. verabreden, dann fahre ich aber immer mit den gleichen Gruppen und meistens auch noch auf den gleichen Strecken. Das finde ich auf die Dauer abschreckend langweilig.
 

fuerdieenkel

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Es gibt zig Gruppierungen in verschd. Größen die sich regelmäßig verabreden, spezielle Ausfahrten planen, Trips machen oder sich sonst wie engagieren. Und das alles idR vollkommen zwang- und kostenlos, flexibler, einfacher, unkomplizierter.
...Kompliziert ist es doch aktuell nur für die Veranstalter.

Ich kenne keinen organisierten Sport - außer den Volksläufen - wo man so einfach, günstig und unkompliziert als Teilnehmer einen Tag sportliche Bewegung nahezu geschenkt bekommt. Als ich vor ein paar Jahren das für mich entdeckt habe, war ich eigentlich nur etwas traurig, dass ich das nicht schon früher betrieben habe.

Keine Voranmeldung/Vorkasse, keine feste Startzeit, keine eigene Planung um Verpflegung und Strecke oder gemütliches beeinander danach mit Kaffee und selbstgemachten Kuchen. Einfach erscheinen mit Fahrrad und Helm, wenn dir das Wetter passt, 10 bis 12€ in die Kasse, Streckenplan und Startstempel abholen - los gehts. Nach 30-35km die erste Verpflegung:
die kann man beanspruchen, man/frau muss es aber nicht, wenn man nicht auf Wertungskarte fährt. Fährst alleine dein Tempo oder nimmst eine schnelle Gruppe mit, genießt die Landschaft oder fährst bis in die Erschöpfung - geht es zwangloser oder flexibler?

Ich fahre auch die RTFs in meiner unmittelbaren Umgebung und bin oft noch erstaunt, was die örtlichen Streckenplaner noch alles an Strecken finden aber vielleicht haben wir es hier einfach nur gut erwischt mit dem Mittelfrankencup.
 
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Maxxi

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Vor ein paar Jahren bin ich auch viele RTFs gefahren. Teilweise mit Auto angereist weil soweit entfernt.......
Geht mir genauso. Ich bin nicht mehr bereit 200km mit dem Auto zu fahren um dann 100km Rad zu fahren. Das passt einfach nicht. Und diese ganze Punktesammelei war mir irgendwie schon immer fremd.....
 
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