Nord-Süd durch die Pyrenäen mit max 10% Steigung?

Dieses Thema im Forum "Reisen, Routen und Reviere" wurde erstellt von auflauf, 2 August 2018.

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  1. auflauf

    auflauf Neuer Benutzer

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    Moin!
    Gibt es eine schöne Radstrecke, die die Pyrenäen von Nord nach Süd durchquert und die maximal 10-12% Steigung aufweist? Die mir bekannten Paßstrecken werden ja gerade wegen der Steigungen gefahren (oft bis 16-17%), ich brauch sie nicht unbedingt. Bin vollkommen untrainiert und würde das mit dem Faltrad machen. 12% sind da das kurzzeitige Maximum.
    Eh hier gelästert wird: das Rad ist gar nicht so schlecht, ein Brompton mit hohem Lenker, Teleskopsattelstütze und 6% kürzerer Übersetzung. Die Reifen haben vorne 6 bar, hinten 7 bar. Paßt mir von der Größe sehr gut. Untrainiert im Flachland sind Etappen von 50km/gut 3 Std gar kein Problem.
     
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  3. sportugalois

    sportugalois Aktives Mitglied

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    Der Ibaneta liegt auf dem Jakobsweg (Strecke von Saint Jean Pied de Port über Roncevalles nach Pamplona) und ist auch mit Vollgepäck auf der Straße gut befahrbar, sollte auch mit dem Faltrad ohne Gepäck kein Problem darstellen. https://de.wikipedia.org/wiki/Puerto_de_Ibañeta
    Neben der Straße gibt es auch den "alten" geschotterten Paßweg, "schöner" mit dem MtB, mit einem Brompton eher nicht.
     
  4. KetteRechts.de

    KetteRechts.de Aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Beiträge:
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    Schau dir mal meine Tour an.
    Du müsstest nur den Tourmalet umfahren, denn der ist von dieser Seite wirklich schwer zu fahren. Alles andere sollte kein Problem darstellen.
     
  5. Duafüxin

    Duafüxin Seepferdchenschreck

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    Meinst Du wirklich von Nord nach Süd?
    Oder die Traverse von Atlantik zum Mittelmeer (oder umgekehrt)? Was dann eher West nach Ost wäre.
    16 - 17% sind in den Pyrenäen, wenn man nicht grad im Baskenland unterwegs ist, eher selten.

    Ich bereite mich grad das zweite Mal auf den Cent Col de Pyrenées vor und inhaliere grad Passlängen und Steigungen.
     
  6. KetteRechts.de

    KetteRechts.de Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22 Mai 2008
    Beiträge:
    13.368
    Allgemein sprechen da alle von Nord-Süd, wenn du es genau haben willst, meine Streckenführung geht von NW>SO
     
  7. Duafüxin

    Duafüxin Seepferdchenschreck

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    669
    Kommt drauf an mit wem man spricht ;)

    Aber selbst die Traverse bekommt man hin, ohne steilere Stücke.
    Wie lang soll denn eine Etappe ungefähr sein und wo willst Du starten? Und wo schlafen?
    Den Tourmalet z. B. könntest Du umfahren wenn Du von Argelès-Gazost Richtung Bagnères-de-Bigorre fährst.
    Da sind kleine Strassen, Du siehst auch den Tourmalet und genug kleine Hubbel hats auch.

    Aber mehr Infos wären halt hilfreich, um genauere Routen vorschlagen zu können
     
  8. auflauf

    auflauf Neuer Benutzer

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    28
    Vielen Dank an Alle!

    Nein, ich meinte schon genau das, geographisch Nord auf dem kürzesten Weg nach Süden. Halt, "um es mal gemacht zu haben". von wo nach wo genau ist einigermaßen egal. Ganz im Westen sieht es eher aus wie bei uns, weiter nach Osten wird es etwas dramatischer und vielleicht interessanter.

    Ich würde aus Gewichtsgründen (Brompton ~13kg, ich 194cm/106kg, Gepäck<10kg) wenn möglich in Pensionen oder Hütten übernachten wollen, Tourdauer so lange, wie es eben dauert. die kürzesten Wege durch die Pyrenäen haben so etwa 90 km. Wenn ich mal bergab von 18km/h ausgehe und bergauf 5km/h (jedenfalls liefert der kreuzotter-Rechner eher weniger für 10% und 160W), schätze ich, daß 30km am Tag das absolute Maximum sein werden, also drei Tage. Dann mit dem Zug oder Bus irgendwie wieder zum Ausgangspunkt.

    Man kann insbesondere im Westen die Pyrenäen auch ausschließlich auf Straßen mit vierstelligen Nummern überqueren, das sind in F und ES einspurige asphaltierte Straßen - das wäre ideal. In Google StreetView sehen die auch idyllisch und unbefahren aus.

    Ich hatte mir mal für eine Alpenüberquerung mit einem Oldtimer alle Steigungen dort rausgesucht. in Quaeldich.de sind die Passrouten ja mit Steigungen wiedergegeben. ich dachte aber, ich hätte damals eine Seite mit Steigungsangaben auf der Karte selbst gefunden. Gibt es sowas? Google maps erlaubt ja immerhin, die Steigung nach dem Profil zu berechnen, aber etwas umständlich.
     
  9. Duafüxin

    Duafüxin Seepferdchenschreck

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    Beiträge:
    669
    Wir fahren überwiegend auf den "D"-Strassen. Passt vom Verkehrsaufkommen und Belag.

    Von Axat D118, D17, D84 über den Col de Jau die D14 nach Prades.
    Oder von Axat (weiter nördlich kenn ich mich nicht aus) ein Stück D117, rechts ab auf die D22, D2 nach Ile sur Tête. Auf dem Stück hat mich 2 x das Postauto überholt, das wars.
    Oder von der D2 in Sournia rechts auf die 619 Richtung Prades.
    Auf beiden Strecken sieht gut man den recht krassen Übergang von Wald zu Mittelmeervegetation.
    Oder von Axat D118 bis Mont Louis, D618 bis Ur.
    Falls Du nach Andorra willst weiter auf der N20/N22. Ist breit, viel Verkehr, aber breiter Seitenstreifen.
    Richtung Spanien sind wir von aus nicht gefahren.

    Oder ganz stumpf von Pau die D934 Richtung Spanien.
    Wir fahren dann immer links in Larruns hoch zum Aubisque, daher weiss ich nicht was nach Larruns kommt.
    Aber immerhin geht die Strasse durch bis Spanien und im Nebental fährt der Zug zurück nach Pau.

    Ganz im Westen ist es halt steiler, kommt für Dich vielleicht nicht so in Frage, obwohl die Querung über den Col Pierre St Martin für mich immer noch mit am Schönsten ist, der hat aber auch über 12% und dürfte für Dich raus fallen.

    Ich kenn nur die Steigungsangaben von Quäl-Dich und die von unseren DayCards, die wir bekommen.
    Wenn ich alleine fahre, trete ich halt weg was kommt, hab aber auch ein leichtes RR mit entsprechender Übersetzung.


    Wann willst Du denn fahren?
    Dies Jahr noch?
     
  10. Reiner_2

    Reiner_2 Aktives Mitglied

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    3.313
    In der Cerdagne kannst Du die Pyrenäen praktisch ohne nennenswerte Steigungen durchqueren. Bei Puigcerda ist der Hauptkamm durch das Segre-Tal unterbrochen. Dorthin kommst Du aus Richtung Perpignan auch vergleichsweise mühelos. Alternativ wäre die Anfahrt aus Richtung Toulouse/Ax-les-Thermes möglich, dann musst Du allerdings den Puymorens-Pass überqueren. Der liegt jedoch noch innerhalb Deiner Vorgaben, der Anstieg ist zwar ewig lang aber nicht sehr steil, im Maximum nirgendwo mehr als 8%, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Nachteil ist, dass diese einfachste Nord/Süd-Traverse in den Pyrenäen auch von reichlich Schwerverkehr befahren wird. Der Col de Puymorens selbst ist allerdings frei von LKW-Verkehr, die benutzen den Tunnel.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 August 2018
  11. auflauf

    auflauf Neuer Benutzer

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    Ja, in zwei Wochen. Leider nix mit Kondition aufbauen...
     
  12. Duafüxin

    Duafüxin Seepferdchenschreck

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    Denn schreib mal wie es war und wo Du gefahren bist.

    Ich bin in drei Wochen da ...
     
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  14. Pfau

    Pfau Cinglé du Mont Ventoux

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    Danach kommt der Col du Pourtalet. Ist sehr schön zu fahren. Die Steigungsprozente sind sehr zivil und gehen nicht über 7%. Landschaftlich auch hübsch.

    Denke den Wert kannst du problemlos verdoppeln, sonst quälst du die Bremsen schon sehr stark.;)
     
  15. auflauf

    auflauf Neuer Benutzer

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    Ich plane jetzt den Col du Pourtalet ... wenn das Privatleben mitspielt...
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 August 2018
  16. auflauf

    auflauf Neuer Benutzer

    Registriert seit:
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    P1390151.JPG

    Immerhin war ich dort. Allerdings ...an dem Tag, an dem ich über Laruns über den Col de Pourtalet fahren wollte, waren etwas Regen und vereinzelte Gewitter angesagt. Darauf hatte ich nun überhaupt keinen Bock, mich bis zum letzten verausgaben mit ungewissem Erfolg, vielleicht teilweise schieben und dann mäßiges Wetter. Weil ich aus privaten Gründen dort unten nicht die 4-5 Tage auf besseres Wetter warten konnte, bin ich noch ein bisschen in Oloron rumgefahren und dann zurück.

    Aber machen möchte ich das, dann eben im nächsten Jahr gleiche Strecke mit mehr Zeit.
    Ein paar Dinge habe ich gelernt:
    -Macht Spaß
    -6-7% Steigung sind für mich untrainiert genug. Ich habe zwar auch 9-10% geschafft, aber nur 200m-Strecken.
    -Das Brompton hat mit meinem 44er Kettenblatt eine min Entfaltung von ca 2,8m. Weniger wäre schön. Man kann wohl auf die gleiche Kurbel ein zweites Kettenblatt mit 38 Zähnen schrauben und muß dann eben per Hand umlegen, was ja kein Problem ist. Der Platz ist knapp, aber das werde ich versuchen.
    -Gepäck max 5 kg statt aktuell 13kg. Mit Wechselklamotten für 1 Tag, Wasser, Regenjacke, Inlet, Kamera, Kocher, Fahrradtasche klappt das vielleicht.

    Danke nochmal an Alle für die Tips!
     
  17. Dr. M.Ferrari

    Dr. M.Ferrari Ehrenmann

    Registriert seit:
    4 Juli 2007
    Beiträge:
    982
    Wie wäre es mit etwas Training und einem schönen Reiserenner. Kann den Spaß nur erhöhen.
     
  18. auflauf

    auflauf Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    15 April 2006
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    28
    Beim Training hast Du natürlich recht. Innerer Schweinehund, Zeit, Logistik sind kein Grund. Mal sehen. Zum Brompton gibt es für die Reisen keine Alternative, macht aber nichts, fühle mich damit wohl. Zum trainieren hätte ich hier noch mein Peugeot Rennsportrad von vor 35-40 Jahren, das könnte ich mal wieder reaktivieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Oktober 2018