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Mathieu van der Poel: So will der CX-Weltmeister weitermachen

Mathieu van der Poel: So will der CX-Weltmeister weitermachen

Die Olympischen Spiele auf dem MTB gehen vor für Mathieu van der Poel. Hier die Statements des frisch gebackenen CX-Weltmeisters zum Rennen gestern und der Saison auf MTB, Cyclocrosser und Rennrad.

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Mathieu van der Poel: So will der CX-Weltmeister weitermachen
 

getFreaky

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Danke für den Mitschnitt, gibts das Video irgendwo zum Nachhören, komplett?

Interessant ist, dass er die Tourvorbereitung mit dem Bike angeht. Ebenso dass es Livigno ist, zumal die 2021er MTB XC Weltmeisterschaften in Val Di Sole von dort nicht mehr ganz soooo weit entfernt ist (dolomitentypisch hinterm Berg im nächsten Tal, das sind halt 3h). Wenn sie den Kurs nicht für die WM umbauen, schauts gut aus, denn nachdem 2020 kein WC dort statt fand, gilt er 2019 als letzter Sieger.

Was auch heraussticht, dass er CX - seine Wurzeln - als immer unwichtiger ansieht.
 
G

Gelöschtes Mitglied 101182

Im Cx fährt er fast immer vorne weg, das hat er viele Male bewiesen. Aus seiner Sicht ist da vielleicht keine Steigerung mehr möglich, in den anderen Disziplinen schon.
 

talybont

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Er hat im CX ausser WvA normalerweise keinen Gegner. Als ihn Pidcock geschlagen hat, sah er insgesamt nicht gut aus. Klar, das er neue Herausforderungen sucht (und die CX-WM 2022 im Vorbeigehen mitnehmen will).
 

lakecyclist

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Auf dem MTB fährt er ebenfalls vorne mit und er war der einzige der Nino Schurter schlagen konnte, auch wenn dieser eine guten Tag hatte. MTB XCO ist olympisch und er kann sich gute Chancen ausrechnen. Logisch daher, den Fokus darauf zu richten. Eine Vermutung meinerseits ist auch, dass man nicht dauerhaft auf drei Hochzeiten (CX, MTB, Straße) erfolgreich tanzen kann...
 

SlowRoll

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MvdP hat im MTB XC gezeigt dass er nicht nur vorne mitfährt sondern ähnlich dominant ist wie im CX.
Ich hab 2019 alle Rennen bei redbull TV gesehen.

Ich weiss nicht mehr genau wie viele Rennen er mitgefahren ist glaube so 8 Stück (4x Shorttrack und 4x Weltcup ) aber am Ende wurden es:
1x zweiter und ansonsten jedes einzelne Rennen gewonnen und dabei Nino Schurter heftig geschlagen ja teilweise sogar richtig deklassiert.

Er hat Nino nicht nur 1x geschlagen sondern er hat Nino immer geschlagen !

Was spielt das für eine Rolle was 2018 in seiner ersten MTB Saison war ?

Es ist ganz klar , wenn MvdP sich vorbereitet und an seiner Technik arbeitet ist er auch auf dem MTB nur von technischen Defekten zu schlagen.
Niemand dort ist von der reinen HorsePower auf seinem Niveau
 
G

Gelöschtes Mitglied 101182

Für sehr viele Topathleten, nicht nur Radsportler, ist Olympia anscheinend so etwas wie der, na klar - es steckt im Namen - Olymp. Das höchste der Gefühle und nicht zu steigern, auch nicht durch zahllose Weltcupsiege, Landesmeisterschaften etc.
So ähnlich haben sich schon sehr viele Sportler geäußert. Van der Poel hat eindrucksvoll bewiesen, dass er zumindest im CX und XC nicht nur Rennen gewinnt sondern diese eigentlich nach Belieben dominiert. Auf der Straße steht das noch aus, soviel ich weiß. Aber um dem die Krone aufzusetzen, bleibt ihm gar keine Wahl eigentlich: er muss einen Olympiasieg einfahren.
Danach kann er sich als Alpecin-Fenix-Teamchef ein drittes Ei wachsen und es sich gutgehen lassen. Oder er fährt einfach weiter, weil er Bock drauf hat, ist ja noch ein Jungspund (Ellen Van Loy könnte seine Mama sein).
 

Don Vito Campagnolo

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Jetzt in jungen Jahren mag das auch noch so hinhauen mit "auf 3 Hochzeiten tanzen" - aber 12 Monate im Jahr in Bestform zu sein, das kannst du eben nicht eine ganze Dekade lang durchziehen, da muss irgendwann wieder eine gewisse Periodisierung rein.
 

Don Vito Campagnolo

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Viel Zeit für "nicht in voller Rennform" ist aber nicht:
Wenn man guckt, wie lange die letzte Straßensaison ging, wann er in die CX-Saison einstieg, ab Ende Feb. gehen die nächsten Halbklassiker los, dann die Frühjahrsklassiker, TdF, Olympia, Herbstklassiker, CX, ach so: die üblichen MTB-Rennen noch irgendwo dazwischen - also viel bleibt da nicht übrig.
 

getFreaky

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...
Er hat Nino nicht nur 1x geschlagen sondern er hat Nino immer geschlagen !

...

So ganz richtig ist deine Aussage nicht (2020 war nur Doppel WC in Nove Mesto).


Bei Schurter ist bekannt, dass er im Eliminator schlecht abschneidet. Was ersichtlich ist, siegte MvdP, war Schurter da, umgekehrt nicht (Vallnord und Snowshoe war er nicht)

Wenn man auf die Palmares schaut hat Schurter noch einiges voraus, und die letzten Jahre fehlten ihm im gesamten die Gegner (gegen Größen wie Absalon und Kulhavy). Mit MvdP könnte der XC ähnlich spannend wieder werden wie im CX das Duell mit WvA. Sonst bleibens im Großen und Ganzen Schweizer Meisterschaften. Trainingsmöglichkeiten durch Corona sind für den ein oder anderen ein unfairer Vorteil...
 

SlowRoll

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So ganz richtig ist deine Aussage nicht (2020 war nur Doppel WC in Nove Mesto).


Bei Schurter ist bekannt, dass er im Eliminator schlecht abschneidet. Was ersichtlich ist, siegte MvdP, war Schurter da, umgekehrt nicht (Vallnord und Snowshoe war er nicht)

Wenn man auf die Palmares schaut hat Schurter noch einiges voraus, und die letzten Jahre fehlten ihm im gesamten die Gegner (gegen Größen wie Absalon und Kulhavy). Mit MvdP könnte der XC ähnlich spannend wieder werden wie im CX das Duell mit WvA. Sonst bleibens im Großen und Ganzen Schweizer Meisterschaften. Trainingsmöglichkeiten durch Corona sind für den ein oder anderen ein unfairer Vorteil...

Also du bringst hier gleich mehrere Sachen durcheinander......

1.) von 2020 redet niemand , da MvdP 2020 nicht im MTB gestartet ist

2.) 2019 gab es viele Short Track rennen . MvdP hat an 4 teilgenommen und alle 4 gewonnen. Er hat auch an 4 Weltcups teilgenommen und 3x gewonnen sowie 1x Zweiter.

3.) MvdP ist bei 4 Weltcup rennen gestartet bei denen auch immer Nino gestartet ist und MvdP hat Nino in allen 4 Rennen klar geschlagen. Auch bei allen Shorttracks war Nino am Start und wurde jedesmal geschlagen.

4.) Die Shorttracks in Albstadt , Nové Město , Vali die Sole und Lenzerheide hat alle 4 MvdP gewonnen.

Fazit aus 2019.

MvdP und Nino traten 8x gegeneinander an und 8x hies der Sieger MvdP

Und ich hab die Rennen damals live gesehen auf RedbullTV... das war nicht knapp das war immer eine Machtdemonstration von MvdP.

Überhaupt nicht vergleichbar mit WoutVanAert und MvdP wo es doch manchmal ausgeglichen ist.
 

lakecyclist

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Hier die Ergebnisse MTB XCO Worldcup 2019 (die letzte richtige Saison):
https://en.wikipedia.org/wiki/2019_UCI_Mountain_Bike_World_Cup

Schurter bringt die meiste Erfahrung mit, konnte von Beginn an ein so hohes Tempo fahren, dass in 2019 nur MVDP mithalten konnte, der aber gegen Ende jedes Mal einen Antritt draufsetzen konnte, wo Schurter nicht mehr in der Lager war zu folgen.
 

getFreaky

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@SlowRoll

1.) 2020 wurde nicht als Gesamt-WC gewertet. Ich bringe da nichts durcheinander ich habe es verdeutlicht. Wenn du auf den Wikipedia Link von mir klickst siehst du die Ergebnisliste vom XCO für die ersten 3 aus dem Jahr 2019. Bei 2020 steht dabei UCI decided to not award World Cup standings points as just two races were run.

2.) Eliminator meinte ich Shorttrack, sry war ein Fehler meinerseits. Aber wie gesagt, Schurter war dort noch nie so stark wie im XCO Bewerb.

3.) siehe 2. da gelten immer andere als Favoriten, wie Avancini zBsp.

4.) siehe 2. und 3.

Dein Fazit stimmt ist aber auch nur die halbe Wahrheit. Schurter wurde zusätzlich 2x WM (wenn Shorttrack mit einbeziehst, gilt das für Team Relay auch), gewann das Cape Epic, den Gesamt-WC, wurde im WC 2x 1. 3x 2. (über den 2. in Snowshoe kann man streiten ob der nicht an Forster geschenkt wurde und ihn nach wie vor 1 Sieg vom gemeinsamen Rekord mit Absalon fern hält) und 1x 3.
Den Rest kannst auf Wiki lesen, wobei ich gleich sagen muss da stimmt nicht alles immer, zBsp bei MvdP steht nicht drin, dass er bei der XCM-WM in Singen 4. wurde (wenn sich wer auf Wikipedia verewigen will bitte sehr ;-) ).
Die sind schon 2017 gegeneinander gefahren, wo Schurter den Clean Sweep schaffte (könnte für MvdP für die Qualifikation für die Marathon WM gewesen sein).

Wie bereits erwähnt, Schurter hatte in seiner Karriere es mit Größen wie Absalon (Rekord WC Sieger, Karriereende 2016), und Kulhavy (fährt mehr oder weniger als Privateer noch, aber weit weck von seinem Zenit) zu tun, was seine Leistung alles andere als schmälert. Der hat die mehr oder weniger in Pension geschickt.

Er schaffte 2017 (im Jahr nach Absalon) den Clean Sweep. 2018 wirkte als hätte Schurter nicht seine beste Performance (was sollte noch kommen), und hatte es immer mit anderen Gegnern zu tun, reichte für ihn dennoch. 2019 tauchte MvdP endgültig auf dem MTB XCO Radar auf, und demnach hoffentlich auch neue Motivation für Schurter, 2020 gabs keinen offiziellen Gesamt WC, nach der WM ist das erste Mal seit langem dass er nicht im Regenbogentrikot fährt.
Demnach hoffen wir auf spannende, vor allem coronabedingt faire, Duelle im Jahr 2021, Olympia und bei EM, WM, diverse Klassiker. Ebenso könnte ich mir vorstellen, dass MvdP im XC mit Schurter eine ähnliche Rivalität lebt wie mit WvA im CX. Dass er als einer der größten Radfahrer der Gegenwart gilt, kann man ihm nicht abstreiten und hoffentlich wird er das auch noch mit Ergebnissen (darlegen) . Ich würde mich für ihn freuen, wenn er das Selbe Kunststück wie Prevot schafft (WM in CX, XC, Road). Er wird es nicht leicht haben, da er versucht dem Rennen seinen Stempel aufzudrücken, wie bei der Straßen WM 2019 in Yorkshire. Das funktioniert bei den kurzen harten Rennen wie XC und CX, aber Straße ist halt zuviel Taktiererei und gelutsche. Und es schaut jeder auf ihn, das Problem hat Sagan auch. Andererseits beim Amstel Gold Race 2019 lieferte damit eine der größten Performances überhaupt ab, oder auch hier soll das Finish gegen WvA bei der Flandernrundfahrt 2020 erwähnt sein

@lakecyclist danke! Ist derselbe Link wie meiner (zumindest wenn ich drauf klicke).
 

lupus

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Ja. Aber ist doch ok, wenn es für die letzte richtige Saison gilt?
Ich wollt's nur gesagt haben. 2018 wurde Nino in Vallnord von Gerhard Kerschbaumer geschlagen und da hatte Nino m. E. keinen schlechten Tag (Gazes Sieg in Stellenbosch war ja eher Glück).
Was spielt das für eine Rolle was 2018 in seiner ersten MTB Saison war ?
2017... Zumindest was den XC-Worldcup anbelangt.
(über den 2. in Snowshoe kann man streiten ob der nicht an Forster geschenkt wurde und ihn nach wie vor 1 Sieg vom gemeinsamen Rekord mit Absalon fern hält)
Darüber würde ich gar nicht streiten. Das war ein Geschenk an Forster und dank der starken Franzosen (z. B. Sarrou), Avancini, einem sehr starken Mathias Flückiger und, zumindest in der Saison 2020, starken jungen Fahrern wie Simon Andreassen und Milan Vader wird er Absalons Marke m. E. nicht mehr übertreffen.
Nino ist immerhin auch schon 34, da wird es eine Rivalität mit MvdP á la MvdP vs. WvA m. E. nicht mehr geben. Van der Poel wird sich da eher mit anderen, unterschiedlichen Fahrern herumschlagen müssen.
2017 (im Jahr nach Absalon)
2017 ist Julien Absalon noch eine komplette Saison gefahren. Oder wie war das gemeint?
 

getFreaky

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2017 ist Julien Absalon noch eine komplette Saison gefahren. Oder wie war das gemeint?

Offiziell beendete er die Karriere im Mai 2018, kämpfte aber Jahre mit immer stärker werdender Pollenallergie. 2016 war er das letzte Mal über die Saison betrachtet konkurrenzfähig.

Zum Rest, wie ich meine, ich hoffe auf eine spannende sportliche Radsportzukunft. Wegen Alter, muss man Schurter anrechnen, dass er sich hauptsächlich auf XC konzentriert, das könnte ihm zugute kommen was die Jahre betrifft. Vergleich dazu Alban Lakata holte mit 37 seinen letzten WM da waren auch keine Nasenbohrer in den Top 10 (Pernsteiner fährt seit 2018 bei Bahrain Victorious)
 

lupus

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Zum Rest, wie ich meine, ich hoffe auf eine spannende sportliche Radsportzukunft. Wegen Alter, muss man Schurter anrechnen, dass er sich hauptsächlich auf XC konzentriert, das könnte ihm zugute kommen was die Jahre betrifft. Vergleich dazu Alban Lakata holte mit 37 seinen letzten WM da waren auch keine Nasenbohrer in den Top 10 (Pernsteiner fährt seit 2018 bei Bahrain Victorious)
XCM ist aber auch eine andere Geschichte. Da ist das Alter i. d. R. auch nicht so entscheidend wie beim XCO.
Bei den Herren reißen die wenigen Enddreißiger beim XCO auch nicht mehr viel.
 

talybont

Rheinländer im Exil
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Ich denke MvP weiß ganz genau was er tut. Im CX muss er nur sehen, wer mitfährt. Volle Leistungsfähigkeit braucht er nur gegen WvA und 95% gegenüber TP. Für den rest reichen auch 80-90%, so traurig das für den Rest auch sein mag.
Im XCO muss er sich schon deutlich mehr reinhängen, da der Motor hier alleine nicht ausreicht. Man hat ja auch im CX diese Saison schon sehen können, dass seine Technik gelitten hat (mehr Fahrfehler als früher).
Auf der Strasse wird er die Erfolge nicht so einfahren können, weil ihn jeder kennt und weiß, was er kann. Da fahren dann alle gegen ihn. WvA hat den Vorteil, dass er ein Spitzenzeitfahrer ist und auch hier Erfolge einfahren kann. MvP ist das nicht.
 
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