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Luftdruck im CX-Rennen

Seben

MItglied
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Moin, ich bin eigentlich erst diese Saison in den Rennbetrieb eingestiegen und die hat ja auch nicht viele Gelegenheiten zum Testen gegeben.... Aber irgendwann geht es hoffentlich wieder los und bis dahin experimentiere ich u.a. mit dem Luftdruck: Bisher hatte ich es so verstanden, dass es sich empfiehlt, mit möglichst wenig Luftdruck in den Reifen zu fahren... Das Minimum habe ich daran bemessen, was ich ohne Durchschlag fahren kann. (Das sind bei meinen Clincher Felgen etwa 2bar) Jetzt bin ich die letzten Male bei knochentrockenem Untergrund gefahren und habe deutlich mehr Luft in den Reifen gepumpt. Mein Eindruck war, dass auf den schnellen Passagen eine deutlich höhere Geschwindigkeit möglich ist. Und das müsste sich ja bei schnellen Rennen auszahlen. Allerdings „hüpft“ das Rad halt auch mehr über Unebenheiten.
Wie haltet ihr das? Luftdruck immer gleich? Oder je nach Kurs und Wetterlage angepasst? Und wenn ja um wieviel variiert ihr?

Und noch eine Frage: habt ihr mal mit Butyl vs Latex rumexperimentiert? Ich habe neulich mit großen Erwartungen im Hinterrad einen Latex Schlauch eingezogen finde den Fahreindruck aber eher schwammig. Ich meine, dass das Rad in den Kurven viel schneller seitlich rutscht. Es mag aber sein, dass es durchschlagsicherer ist. Vielleicht auch im Anstieg später durchrutscht. Wie sind da eure Erfahrungen? Latex oder Butyl?
 

Bierschinken88

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Druck und Reifen müssen immer an die jeweiligen Bedingungen angepasst werden.
Gleiche Strecke, gleicher Reifen, einmal trocken und einmal nass, da kannste mitunter dann trocken 3,5bar fahren wo es nass am besten mit 1,5bar wäre, um mal Extreme zu nennen.

Ich fahre lieber Butyl als Latex. Merke da im Gelände keinen nennenswerten Unterschied. Ausser, dass der Butylschlauch günstiger ist und dadurch schmerzfreier ausgetauscht (Training).
 

Don Vito Campagnolo

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Gleiche Strecke, gleicher Reifen, einmal trocken und einmal nass, da kannste mitunter dann trocken 3,5bar fahren wo es nass am besten mit 1,5bar wäre, um mal Extreme zu nennen.
Puuh - bei einem Fahrer der 1,5bar fahren kann (von seinem Körpergewicht her), ist aber jeder Reifen auf jedem Geläuf mit 3,5 bar totgepumpt.
Ansonsten stimmt es natürlich: Profil und Druck sollen bestmöglich mit den jeweiligen Streckenverhältnissen harmonieren. Neben Grip soll der Reifen eben als Fahrwerk dienen, damit das Rad eben nicht hoppelt und springt.

Mit Clinchern bist du beim Druck natürlich weitaus weniger flexibel. Im Training fahre ich auch Clincher und da ist mit 73-74 kg nicht viel weniger als 2bar sinnvoll - und auch damit muss man schon sehr aufmerksam fahren und flexibel obendrauf sitzen.
Butyl geht beim Durchschlag i.d.R. sofort kaputt, Latex verdaut schon einmal den einen oder anderen Durchschlag.

Mit Schlauchreifen kann man da im Rennen sehr viel schmerzbefreiter draufhalten und das Fahrverhalten ist insgesamt besser.
 

Bierschinken88

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Puuh - bei einem Fahrer der 1,5bar fahren kann (von seinem Körpergewicht her), ist aber jeder Reifen auf jedem Geläuf mit 3,5 bar totgepumpt.
Naja, wenn das feste Wege sind mit praktisch keinen Unebenheiten, brauchste auch keine "Fahrwerksfederung" mehr :D

Ansonsten hab ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich fahre auf Touren und zuhause nur Clincher weil es für mich pflegeleichter ist. Ich wiege je nach Phase 71-75kg und das Gesamtgewicht liegt dann so um 82-86Kg, da komme ich nicht sinnvoll unter 2 bar. IdR ist bei mir mit 2,5 bar Schluss, fahre ich Strecken, die ich nicht kenne und möchte definitiv vor Durchschlägen sicher sein, fahre ich 3,5 bar. Dann hüpft die Fuhre aber schon wie ein Flummi über wurzelige Strecken.

Der Vorteil von Butyl ist für mich, dass der Schlauch gut Luft hält, ich nicht beim einziehen in der Natur aufpassen muss mit Dreck und ggf. öligen Händen. Zudem kostet der Light-Schlauch im großen Paket auch nur 4-5€. Da kann man getrost einfach tauschen und muss nicht rumhantieren.

Mein Croskollege fuhr immer Challenge Reifen mit Challenge Latex, nach ein paar Defekten auf einer Tour habe ich ihm mit nem Butylschlauch ausgeholfen und er sagte noch auf dieser Tour, dass er de facto keinen Unterschied im Gelände bemerkt. Seitdem fährt er auch Butyl auf dem Geländerad. Auf der Strasse nutzt er weiterhin Latex.
 

Don Vito Campagnolo

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Naja, wenn das feste Wege sind mit praktisch keinen Unebenheiten, ....
Das nennt sich dann "Asphaltstraße". ;)


Beim CX um die 2 Bär kann ich auch keinen Unterschied zwischen Butyl oder Latex erspüren - wobei ich da auch die einfachen Challenge der "Race"-Serie (die eigentlich "Training" heißen müsste) fahre, die sind ohnehin nicht so gefühlsecht.

Am Renner ist es in der Tat so, dass ich im direkten Vergleich das Gefühl habe, hinten könnten 1 -2 Bär Luftdruck fehlen, so viel geschmeidiger rollt dar Reifen damit ab.

Von daher: "Versuch macht kluch!"
Nach einiger Zeit entwickelt man eine l Gespür, welches Profil und welcher Druck auf der jeweiligen Strecke gut funktionieren.
 

Don Vito Campagnolo

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Es man auch noch im Hinterkopf haben sollte, wenn wir uns hier die Zahlen um die Ohren hauen:
Wenn meine Pumpe "2,0" anzeigt, dann muss das nicht zwingend der Wahrheit entsprechen, bzw. andere Pumpen könnten bei gleichem Druck auch "1,7" oder "2.3" anzeigen. Das macht direkte Erfahrungsvergleiche auch nicht sicherer.
 

Bierschinken88

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Ging doch um Rennen hier und nicht Touren oder?
Naja, um das mal zu relativieren…
Wer ernsthaft Rennen fährt, der muss sein Material im Training kennenlernen und wissen, bei welchem Untergrund, mit welchem Pneu, bei welchem Druck der Grip verloren geht.
Will sagen, da darf man eigentlih nicht mehr zwischen Training und Wettkampf unterscheiden.
 
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Naja, um das mal zu relativieren…
Wer ernsthaft Rennen fährt, der muss sein Material im Training kennenlernen und wissen, bei welchem Untergrund, mit welchem Pneu, bei welchem Druck der Grip verloren geht.
Will sagen, da darf man eigentlih nicht mehr zwischen Training und Wettkampf unterscheiden.

Mache ich auch so.
Passe den Druck je nach Strecke an. Egal ob Tour, Training oder Rennen.
Habe zwar nicht viel Rennerfahrung, aber bei den ersten 5 fuhr wegen Butylschlauch schon die Angst vor snake bites mit. Somit im Nachhinein unnötig hoher Druck (2.2-2.5bar /35er Reifen / System 80kg).
Die letzten 2 Rennen mit recht neuem tubeless Setup dann etwas Sorge wegen "burping". Also auch recht viel Luft drin, 2bar bei 33mm.
Mittlerweile ist das Setup aber bewährt und mit dem neuem Rad fahre ich hier im Wald mit 1.7/1.9bar. Damit gibt es einzelne Durchschläge wenn ich sehr hart fahre. Die Alufelgen machen das aber mit bislang.
War aber auch schon mit 1.5bar unterwegs. Das wäre auch mein Druck für Schlammkurse ohne grobe Bordsteinkanten.
Das Terrain der eigenen Touren und Training kennt man halt. Anders im Rennen. Da will ich definitiv mehr Zeit zum Probefahren und Scouting aufwenden. War zuletzt kaum möglich, da noch andere Aufgaben am Renntag (Mechaniker, Betreuer, Vater 😉).
 

Don Vito Campagnolo

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Naja, ein bisschen Unterschied ist schon zwischen Rennen und Training/Touren:
Den Rennkurs gucke ich mir vorher an und kann mir vieles auch diesen ~2 km einprägen; zudem sind viele neuralgischen Stellen wie Wurzel mit Signalfarbe markiert.

Wenn ich eine größere Runde durch Wald und Flur drehe, womöglich noch Ende Oktober/Anfang November wenn ein schöner Laubteppich alle möglichen Steine/Löcher/Wurzel verdeckt, dann klopft es doch öfters mal unbeabsichtigt hart an der Felge an...

Und in meinem Fall (und bei vielen anderen auch) noch der Unterschied "Rennen=Tubular / Training=Clincher".
 
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So hier auch. Die 1.7/1.9bar bei Touren, da geht es ja schonmal mit >35 bergab über Steine oder Geröll also "gravel". Oder es sind 10km Asphaltanteil dabei, da sollen die Stollen nicht abgefahren werden. Das findet sich ja eher nicht bei Rennen als Untergrund.
 

CrossRacer

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Wenn man auf Touren mit dem CX 38 oder 40 mm Reifen eingesetzt hat will man die UCI Schlappen gar nicht mehr montieren.
Wenn ich eine größere Runde durch Wald und Flur drehe, womöglich noch Ende Oktober/Anfang November wenn ein schöner Laubteppich alle möglichen Steine/Löcher/Wurzel verdeckt, dann klopft es doch öfters mal unbeabsichtigt hart an der Felge an...
Die Handgelenke und das Material sind dankbar...
 
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Dachte ich auch, aber mit 33mm an beiden Rädern jetzt trotz Ausfall der Rennen ganzen Winter durchgefahren. Die Agilität ist schon besser als mit 38/40. Die breiten Gravelreifen kommen dann erst Ostern wieder drauf. Bis dahin darf das Wetter ja auch besser / trockener werden. Heutr hier 6 Grad, Wind, Regen
 
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