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Licht am Rennrad: Die Regeln der StVZO

incognitus

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Ist sicherlich sinnvoll, aber die Studienlage zeigt doch eher einen positiven Effekt der Sichtbarkeit von Biomotion (also Licht/Reflektoren an den Knöcheln) gegenüber statischem Licht (Sattelstütze) nur auf größere Entfernung (in der Studie 200m), und bei diesen Entfernungen (und am Tag) nützen Reflektoren wohl weniger als aktive Lichter.

Das Thema wurde in einer (ebenso lesenswerten) Folgestudie untersucht:


Screenshot 2022-10-12 at 12.15.25.jpg



Auf kurze Distanz geben sich die verschiedenen Lichtanbauarten nichts (bei wenig Lumen) oder nicht viel (bei viel Lumen), und auf die längere Distanz zeigt sich in den niedrigeren Lumen-Stufen (analog Reflektoren) kein signifikanter Vorteil von Biomotion auf die Sichtbarkeit.
 
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Orr Babba

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🥳 😅



Ich habe eine StVO-konforme Lampe am Rahmen und eine non-DE-Rotlicht am Gepäck, damit bin ich dem möglichen Ideal anscheinend schon relativ nahe (weil's für Knöchel nicht wirklich was gibt - davon abgesehen, aber recht weit wird das nicht gehen)
In der Mittagspause gesehen: Bei Tchibo gibt´s grad ne Menge so Zeugs
Lampen zum anklipsen usw.

Hab´s online leider grad nicht gefunden.
 

*cl*

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Ich fahre im Dunkeln auf dem Rennrad seit Jahren grundsätzlich mit weissen oder gelben Überschuhen. Als Biomotion finde ich das ausreichend. Helle Jacke / Trikot sowie StVZO-konforme Beleuchtung selbstredend auch. Ein Autofahrer attestierte mir mal top Sichtbarkeit, kein Vgl. zu den dunkel gekleideten Stealth-Radlern sagte er.
 

incognitus

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In der Mittagspause gesehen: Bei Tchibo gibt´s grad ne Menge so Zeugs
Lampen zum anklipsen usw.

Hab´s online leider grad nicht gefunden.
Meinst Du so was:


Das ist leider nur Spielzeug, da zu leuchtschwach. Wenn man den (meist übertriebenen) Angaben glaubt, leistet so was knapp 0,04W, das ergibt grob 3 Lumen, die dann noch auf mehrere LEDs verteilt sind und in alle Richtungen strahlen.
 

Orr Babba

Staatl. gepr. Klugscheißer
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Meinst Du so was:


Das ist leider nur Spielzeug, da zu leuchtschwach. Wenn man den (meist übertriebenen) Angaben glaubt, leistet so was knapp 0,04W, das ergibt grob 3 Lumen, die dann noch auf mehrere LEDs verteilt sind und in alle Richtungen strahlen.
Ja genau. Beispielsweise. 👍🏼
Hab´s nur im Vorbeigehen betrachtet und keine Lichtstärkenmessung durchgeführt. 🤓
 

giant-l

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Stimmt, an sowas hatte ich tatsächlich nicht mehr gedacht - ich hab' mir mal welche bestellt und werde die zukünftig zusätzlich nutzen.
 

Ivo

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Ich fahre im Dunkeln auf dem Rennrad seit Jahren grundsätzlich mit weissen oder gelben Überschuhen. Als Biomotion finde ich das ausreichend. Helle Jacke / Trikot sowie StVZO-konforme Beleuchtung selbstredend auch. Ein Autofahrer attestierte mir mal top Sichtbarkeit, kein Vgl. zu den dunkel gekleideten Stealth-Radlern sagte er.

Noch praktischer, reflektierende Schuhe:
 

_Sven_

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Sind reflektierende Schäfte am Schuh nicht mittlerweile der Standard?
Meine Sidi und Giro haben dieses Feature.
 

*cl*

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Meine Winterschuhe haben keinen reflektierenden Schaft.

Und man fährt ja auch mal mit Sommerschuhen. Meine Sommer-Bonts bspw. haben keinerlei Reflexsachen. Helle oder reflektierende Überschuhe finde ich da flexibler, je nach Temperatur kann man da die passenden Teile raussuchen.
 

*cl*

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Zu Beginn des Einsatzes der Rotlicht hatte ich übrigens deren pulsierende Funktion eingesetzt, wodurch das Licht nicht ganz so agressiv wirkt und meiner Wahrnehmung nach auch nicht so hell ist. Das Ergebnis war, dass mich immer noch sehr viele Autos eng überholten und dicht auffuhren.
Kann ich i.V..m. dem pulsierenden Rotlicht aus eigener Erfahrung nicht bestätigen.
 

incognitus

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So recht kann ich die Kurvenargumentation in der Studie in kausaler Hinischt nicht nachvollziehen oder anders ausgedrückt: Warum soll auf kurviger Straße die Leuchtkraft bzw. der Effekt von dynamischer Beleuchtung auf nachfolgende Autos schlecher sein als von statischer (dauerhafter) Beleuchtung?

Kann man das überhaupt vergleichen, weil doch auf kurviger Straße das Fahrverhalten von Autofahrern grundsätzlich ein anderers ist als auf gerader Strecke?
Das steht in der Studie (teils indirekt) drin, kurz zusammengefasst:

- Es geht nicht um die Eigenschaft des Lichtes an sich, sondern die Unterschiede in der Wahrnehmung/Identifizierung des Radfahrers als solchen durch den Autofahrer in unterschiedlichen Situationen, da nur das die erwünschte Aufmerksamkeit sicherstellt

- Stichwort "selective degradation hypothesis" bei Sehen im Dunkeln, und neuropsychologische Aspekte des "Sehens". Also der Unterscheid zwischen der physikalische Sichtbarkeit ("Photonen auf der Netzhaut") <> kognitive Wahrnehmung/Bewertung ("das ist ein Radfahrer"). Das meiste, was wir biophysisch sehen, filtert unser Gehirn aus, aber unser Gehirn ist sehr sensitiv für alles, was wie biologische/menschliche Bewegung aussieht.

- Auf kurvigen Strecken (siehe Teststrecke im Versuch) erfolgt bereits die rein physikalische Sichtbarkeit erst recht spät, auf diesen recht kurzen Distanzen scheint dann bereits ein "normales" Rückicht zu reichen, um auch die Wahrnehmung als Fahrradfahrer zu ermöglichen, wahrscheinlich auch da man dann oft bereits im Sichtbereich der Autoscheinwerfer ist (meine Meinung: das ist ähnlich auch im Stadtverkehr so). Bei gleicher Gesamt-Lumenzahl verbessern bewegte Zusatzlichter dann weder Sichtbarkeit noch die Wahrnehmung als Radfahrer signifikant

- Auf langen graden Strecken (also typischerweise außerorts) dagegen erhöht u.A. sichtbare Biomotion (=Zusatzlichter an beweglichen Körperteilen) die frühzeitige Identifizierung eines sichtbaren roten Lichtpunktes als einen "Radfahrer" aus hohem Abstand, was durch die typischen hohen Differenzgeschwindigkeiten dann auch sicherheitsrelevant ist.

Daher sind nachts innerorts eher leuchtstarke, weitwinklige, und flächig abstrahlende (= weniger Blendwirkung trotz vieler Lumen, im Vergleich zu Punktquellen) Lichter sinnvoll (z.B. Knog Cobber, MagicShine Seeme 180 etc.), und außerorts eher leuchtstarke, engwinklige Punktstrahler (z.B. Lupine Rotlicht, alle Rücklichter von Exposure Lights), plus Zusatzsstrahler an beweglichen Körperteilen (Biomotion).

Ob passive Reflektoren hier ähnlich viel bringen, bezweifle ich, da ein normales Abblendlicht diese erst recht spät anstrahlt, LEDs sind m.M.n. deutlich besser.

Mal ganz praktisch: Ich habe mir selber mit selbstklebenden Klettband und zwei "Cateye Wearable Mini" mal folgendes selber gebastelt:

IMG_4017.jpeg

IMG_4019.jpeg

IMG_4021.jpeg


Ist für eine Bastellösung brauchbar, billig, wiegt nix, Laufzeit >60h, sitzt ausreichend fest. Mehr Lumen und wiederaufladbar wäre natürlich besser, aber da gibt es - soweit ich weiss - nichts brauchbares Fertiges, und für Klett muss es sehr leicht bleiben (hier 12 Gramm).
 
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scp

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Licht am Rennrad: Ich will mir mal schon länger als Wintergag so ein Fahrradspeichenlicht aka MonkeyLight zu legen. Die scheints aber hier in EU nicht so einfach zu geben?!

Gibt es da bekannte, brauchbare und qualitative Alternativen in EU? Jemand Erfahrung?
 

Daubeck

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...Ist für eine Bastellösung brauchbar, wiegt nix, Laufzeit >60h, sitzt ausreichend fest. Mehr Lumen und wiederaufladbar wäre natürlich besser, aber da gibt es - soweit ich weiss - nichts brauchbares Fertiges.

Gripgrab Arctic Überschuhe haben an der Ferse eine Lasche für ein Licht, Schuhe wüsste ich allerdings nicht
 
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