• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Krafttraining und Gewichtheben fürs Radfahren

Ich hatte mal eine Lebensphase (war in meinen 30zigern), da wollte ich - warum auch immer - Masse aufbauen.
Jetzt bist Du halt in der Lebensphase, in der Du Ausdauermuskulatur aufbauen willst. So ändern sich halt die Prioritäten, werden vermutlich viele hier kennen.
 
Noch ein kleiner Nachtrag: Die wissenschaftliche Evidenz legt eher nahe, dass sich beides gegenseitig schadet. Bei Ausdauer --> KT sind wir uns sicher, andersrum nicht ganz so. Allerdings blockieren die Signalwege des KT die aeroben Anpassungen für ne Weile, d.h. man sollte das ziemlich genau planen und das Ausdauertraining nicht zu nahe ans KT legen.
 
Jetzt bist Du halt in der Lebensphase, in der Du Ausdauermuskulatur aufbauen willst. So ändern sich halt die Prioritäten, werden vermutlich viele hier kennen.

Ganz bestimmt ist das so. Wobei ich damals ungleich sturer war (es gab auch noch kein ChatGPT etc.) und lange nicht einsehen wollte, dass ich für Muskelaufbau den falschen Muskeltyp schwerpunktmäßig habe. Die Szene macht es einem auch nicht leicht, dort herrscht allgemein die fest verankerte Überzeugung: No pain, no gain!

Wenn sich Trainingsschmerz partout nicht auszahlen möchte, stimmt etwas grundlegend nicht. Beim Ausdauersport werde ich in dieser Hinsicht gut belohnt, da kann ich nicht meckern. War aber schon immer so, ist mir nur nicht so bewusst geworden, da ich noch nie wirklich über längere Zeit einen (Ausdauer)Sport verfolgt habe bzw. verfolgen konnte. Beim Laufen scheiterte es ja immer früher oder später an Verletzungen.

Vermutlich lernt man sich mit der Zeit einfach immer besser kennen und arbeitet tendenziell vermehrt mit und nicht gegen die eigenen Anlagen und Bedürfnisse. 🙂
 
Noch ein kleiner Nachtrag: Die wissenschaftliche Evidenz legt eher nahe, dass sich beides gegenseitig schadet. Bei Ausdauer --> KT sind wir uns sicher, andersrum nicht ganz so. Allerdings blockieren die Signalwege des KT die aeroben Anpassungen für ne Weile, d.h. man sollte das ziemlich genau planen und das Ausdauertraining nicht zu nahe ans KT legen.

Wie schon irgendwo gesagt: Je mehr ich auf dem Rad sitze, desto weniger hab ich das Bedürfnis, zusätzlich BWIs (Körpergewichtsübungen) zu machen. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber es fällt mir immer wieder auf. Als ob mir der Körper sagt: Finger weg davon, andere Dinge haben jetzt Vorrang!
 
Die Szene macht es einem auch nicht leicht, dort herrscht allgemein die fest verankerte Überzeugung: No pain, no gain!

🙂
Ist dieser Roman nur fiktiv, oder kann abnehmen und/oder Sport auch die Seele vergiften ?
Hater sind immer und überall, aber sehr viele im Fitnessbereich ;-)
 

Anhänge

  • Sam Harris dick.PNG
    Sam Harris dick.PNG
    406,3 KB · Aufrufe: 39
  • Sam Harris schlank.PNG
    Sam Harris schlank.PNG
    408,3 KB · Aufrufe: 38
Zuletzt bearbeitet:
Mal wieder ein Update. Hab Oktober und November drei mal, Dezember und Januar zwei mal die Woche je eine Stunde Gewichtheben gemacht. Im großen und ganzen immer das gleiche, um die Belastung tracken und steigern zu können.

Ich bin am Ende bei sechs Wiederholungen Kniebeuge 100kg (+30) und sieben Wdh. Kreuzheben 110kg (+40) gelandet. Die Hühnerbrust auf sechs Wdh. 55kg (+15). Das sind schon amtliche Zuwächse für mich, bin ja kein Kraftsportler. Auch in der nicht vortriebsrelevanten Muskulatur hat sich viel getan, da immer noch Latzug, Rudern und Schulterdrücken dabei waren. Ab Februar stelle ich um und mach nur noch einmal pro Woche Ganzkörper und je nach zeitlichen Möglichkeiten auch mal was mit Schwerpunkt Rücken / Oberkörper, weil das im Alltag auch sehr viel positives bewirkt hat. Beweglichkeit, Stabilität, Kontrolle.

Jetzt werden die Beine aber wieder mehr fürs Radfahren gebraucht. Habe mir mal von einem Bikefitter die Position anschauen lassen und da kommen halt die schiefe Fußballer-Hüfte und das aufrechtere Indoor-Fahren zu Tage. Hüfte rechts deutlich weniger beweglich als links, was auch die Schmerzen beim linken Schulterblatt bei sehr langen Ausfahrten erklären kann. Der von ihm errichtete Eiffelturm aus Spacern unter meinem Vorbau mahnt mich nun zu regelmäßigem Stretching und Krafttraining für bessere Hüftrotation (insb. Gluteus Medius).

Für Februar und März ist der Plan: Bulgarian Splitsquads und einbeinige Romanian Deadlifts ersetzen fürs erste Squad und Deadlift. Nach jedem Radtraining kurz dehnen. Ich hoffe, dass in der Kombination die Hüftrotation auf dem Rad besser wird.

Leistungsentwicklung auf dem Rad hat noch keine riesigen Sprünge gemacht, Belastungssteigerung läuft aber gut und im Plan. Schwelle um die 270W war der Tiefpunkt im Dezember, jetzt sind es über 280W mit relativ hohem anaeroben Anteil und ich rechne damit, dass bis April das steigende Volumen auch wieder eine drei davor möglich macht und ein paar Kilo auf der Waage weniger stehen. Schön wäre, wenn ich dann nicht zu oft krank werde, sondern noch genug im Köcher hab, um bis Juli wieder mehr in den Diesellok-Modus zu kommen (24h-Rennen).
 
wollte und werde ich draußen machen, aber derzeit ist die Temperatur zu warm und zu kalt. Tagsüber entstehen Tauwasser-Pfützen, die nachts gefrieren. Aber vielleicht komm ich die nächste HIT-Einheit dazu.
 
Bulgarian Splitsquads
Geh da mit Vorsicht ran. Erzeugen oft Muskelkater des Todes, auch bei moderater Belastung und würden somit Dein radtraining mehr beeinflussen als Dir lieb ist.
Ansonsten, sehr respektable Steigerung. Kraft mäßig sind wir nach den absoluten Zahlen auf einem ähnlichen Niveau, Leistung beim Kurbeln hat dagegen bei mir ordentlich Potenzial...
 
Geh da mit Vorsicht ran. Erzeugen oft Muskelkater des Todes, auch bei moderater Belastung und würden somit Dein radtraining mehr beeinflussen als Dir lieb ist.
Ansonsten, sehr respektable Steigerung. Kraft mäßig sind wir nach den absoluten Zahlen auf einem ähnlichen Niveau, Leistung beim Kurbeln hat dagegen bei mir ordentlich Potenzial...
1770357811099.png


Ansonsten: Du bist wohl 10-15 kg leichter als ich, also keine Sorge.
 
Mal wieder ein Update. Hab Oktober und November drei mal, Dezember und Januar zwei mal die Woche je eine Stunde Gewichtheben gemacht. Im großen und ganzen immer das gleiche, um die Belastung tracken und steigern zu können.

Ich (93kg) bin am Ende bei sechs Wiederholungen Kniebeuge 100kg (+30) und sieben Wdh. Kreuzheben 110kg (+40) gelandet. Die Hühnerbrust auf sechs Wdh. 55kg (+15). Das sind schon amtliche Zuwächse für mich, bin ja kein Kraftsportler. Auch in der nicht vortriebsrelevanten Muskulatur hat sich viel getan, da immer noch Latzug, Rudern und Schulterdrücken dabei waren. Ab Februar stelle ich um und mach nur noch einmal pro Woche Ganzkörper und je nach zeitlichen Möglichkeiten auch mal was mit Schwerpunkt Rücken / Oberkörper, weil das im Alltag auch sehr viel positives bewirkt hat. Beweglichkeit, Stabilität, Kontrolle.

Jetzt werden die Beine aber wieder mehr fürs Radfahren gebraucht. Habe mir mal von einem Bikefitter die Position anschauen lassen und da kommen halt die schiefe Fußballer-Hüfte und das aufrechtere Indoor-Fahren zu Tage. Hüfte rechts deutlich weniger beweglich als links, was auch die Schmerzen beim linken Schulterblatt bei sehr langen Ausfahrten erklären kann. Der von ihm errichtete Eiffelturm aus Spacern unter meinem Vorbau mahnt mich nun zu regelmäßigem Stretching und Krafttraining für bessere Hüftrotation (insb. Gluteus Medius).

Für Februar und März ist der Plan: Bulgarian Splitsquads und einbeinige Romanian Deadlifts ersetzen fürs erste Squad und Deadlift. Nach jedem Radtraining kurz dehnen. Ich hoffe, dass in der Kombination die Hüftrotation auf dem Rad besser wird.

Leistungsentwicklung auf dem Rad hat noch keine riesigen Sprünge gemacht, Belastungssteigerung läuft aber gut und im Plan. Schwelle um die 270W war der Tiefpunkt im Dezember, jetzt sind es über 280W mit relativ hohem anaeroben Anteil und ich rechne damit, dass bis April das steigende Volumen auch wieder eine drei davor möglich macht und ein paar Kilo auf der Waage weniger stehen. Schön wäre, wenn ich dann nicht zu oft krank werde, sondern noch genug im Köcher hab, um bis Juli wieder mehr in den Diesellok-Modus zu kommen (24h-Rennen).
Da haben wir wohl viel vergleichbares Training gemacht im Winter. Seit Oktober bin ich 2x, ab und an auch 3x im Studio gewesen. Radeinheiten waren dagegen kürzer, sind öfter ausgefallen wegen Unlust. So richtig bin ich erst wieder seit Anfang Januar motiviert und auf dem Rad geht es vorwärts. Dort liegt die Schwelle knapp unter der Leistung aus dem Herbst, was für den jetzigen Zeitpunkt sehr sehr gut ist.

Das Krafttraining war dann fast ausschließlich mit Langhantel. Am Anfang der Woche Kniebeugen (100 /+30), Rudern (75 /+20) und Kreuzheben (115 /+30) auf 5 Wdh., zweite Einheit dann Bankdrücken, Schulterdrücken und Bulg. Split Squats oder Ausfallschritte. Bei einer 3. Einheit dann Kurzhantel Oberkörper, was auch viel auf den Rumpf ging.

Kraft im Alltag ist viel besser, die Brandschutztüren kann ich problemlos mit dem Bein aufdrücken. Alleine für die Lebensqualität hat es sich gelohnt. Mit Kreatin und Whey habe ich dann aber auch 5kg zugelegt und bin bei einem BMI von 26 angekommen. Das wird dann hoffentlich noch etwas nachlassen. Die Fettmasse sollte schon weniger sein.

Ich werde aber 2x die Woche weiter Krafttraining machen. Dann aber maximal 3 Übungen mit 2 Aufwärmsätzen und 3 Arbeitssätzen. Das geht dann auch schneller von der Hand. Es wird wohl auch Ausfallschritte, Rudern und Schulterdrücken hinauslaufen, weil das zügig geht und auch mit Kettlebells ohne großes Herrichten der Langhantel geht.

Bulg. Split Squats sind die Übung des Todes. Was hatte ich davon schon Muskelkater im Hintern. Gerade weil ich da auch tief runter komme (ohne abkippen der Hüfte) ist es gar nicht so oft die Kraft gewesen, sondern die Balance und die Ausgleichsbewegungen, die es anstrengend machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich mit meinen 77 das lese werd ich blass vor Neid ☹️
bin ja auch schwerer :cool:
Ich hätte jetzt gesagt, dass es genug Frauen im Studio gab / gibt, die beim Kreuzheben auch an 100kg dran waren, und Kniebeugen mit 70kg. Und dann gab es da noch ein zwei Damen die auch nach Krafttraining aussahen. Die hatten mehr drauf als ich.
Und Hip Thruster mit 2x BW. Ich habe nicht mal 1xBW geschafft im Versuch und es dann ganz schnell aufgegeben. :-)
 
Ich mach Squats und Deadlifts nur mit so 40kg, aber etwas mehr Wiederholungen - bissi Angst vor Verletzungen, bei knapp unter 90kg. Homegym...
Also fühlt euch stark 🏆
 
bin ja auch schwerer :cool:
Ich hätte jetzt gesagt, dass es genug Frauen im Studio gab / gibt, die beim Kreuzheben auch an 100kg dran waren, und Kniebeugen mit 70kg. Und dann gab es da noch ein zwei Damen die auch nach Krafttraining aussahen. Die hatten mehr drauf als ich.
Und Hip Thruster mit 2x BW. Ich habe nicht mal 1xBW geschafft im Versuch und es dann ganz schnell aufgegeben. :-)
Schwerer? Glaub ich nicht. 102,00:D
 
Bei den Gewichten fällt mir meine Zeit beim Heer ein. Sportkompanie. Einer(Schelakovsky)hatte die Juniorenweltbestleistung geknackt. 3Kampf, etwas über 430Kg. Da kommt ein Vorgesetzter in die Sporthalle, geht zu Schella und fragt ihn ob er mal was stemmen könnte. Schella legte xxx? auf und drückte das raus. Fragt der Vorgesetzte, wieviel Kg waren das? Schella nannte xxx? Daraufhin der Vorgesetzte, 180 ist wohl ein Witz , in der Zeitung steht sie schaffen 430Kg.
Soviel zu Vorgesetzten in einer Sportkompanie:D
 
Ich mach Squats und Deadlifts nur mit so 40kg, aber etwas mehr Wiederholungen - bissi Angst vor Verletzungen, bei knapp unter 90kg. Homegym...
Also fühlt euch stark 🏆
Geh ein halbes Jahr regelmäßig ins Gym, schau den anderen bei der Technik zu, lass andere bei dir schauen und verbessere deine Technik. Wenn möglich versuche an einem Langhantel-Workshop teilzunehmen. Auch verschiedene Videos (Insta, Youtube) können helfen. Da werden sehr oft immer die gleichen Tipps gegeben, auf was man achten sollte. Dann brauchst du auch keine Angst vor Verletzungen haben, wenn du nicht gerade auf 1-3 Wiederholungen gehst, oder unendliche Sätze.
Bei dem Langhantel HIIT Kurs vorgestern hat die Trainerin (und ich Depp auch) die 40s Intervalle Kreuzheben mit 60kg gemacht. Das waren 20 reps im ersten Durchgang, danach dann weniger. Und die Trainerin war echt schlank. Meine Frau macht auch mit 60 kg rum, und wiegt selbst weniger. Die hebt jetzt auch alleine die Wohnzimmerschränke durch die Gegend. Trau dich, das Gewicht ist zum bewegen da.
 
Noch ein kleiner Nachtrag: Die wissenschaftliche Evidenz legt eher nahe, dass sich beides gegenseitig schadet. Bei Ausdauer --> KT sind wir uns sicher, andersrum nicht ganz so. Allerdings blockieren die Signalwege des KT die aeroben Anpassungen für ne Weile, d.h. man sollte das ziemlich genau planen und das Ausdauertraining nicht zu nahe ans KT legen.
mTOR sollte nach 24 Stunden nicht mehr großartig erhöht sein. Ich habe mein Krafttraining immer vor einem Ruhetag gemacht und hatte so 36 bis 48 Stunden Pause.

Was sicherlich auch nicht zu vernachlässigen ist, ist die Gesamtbelastung und die Auswirkung auf das Zentrale Nervensystem. Aber das dürfte z.B. auch bei Triathleten ein Thema sein.
 
Ich mach Squats und Deadlifts nur mit so 40kg, aber etwas mehr Wiederholungen - bissi Angst vor Verletzungen, bei knapp unter 90kg. Homegym...
Also fühlt euch stark 🏆

Habe bei Squats (verletzungsbedingt) auch ein "schlechtes" Gefühl (in der Vergangenheit Kreuzbandriss rechts und links + links Minuskusriss).

Bei Squats mit hohen (maximal) Gewicht bevorzuge ich Box Squats - um auch in die tiefe zu Hocke mit Gewicht zu gehen, mache ich dann Frontsquats - gerne auch "nur" mit der Kettlebell, auch gerne mit Variationen

...und mit wohlfühlgewicht mache ich die "normalen" squats =)
 
Zurück