[Kickstarter] tex—lock: Schlösser aus Textil

Dieses Thema im Forum "Rennrad News" wurde erstellt von Dom999, 16 Februar 2017.

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  1. Dom999

    Dom999 Neuer Benutzer

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    Keine Chance für Bolzenschneidern und co. Selbst Handbrenner bekommen bei dieser Innovation Depressionen. Ein wirklich sicheres Fahrradschloss bedeutete bisher: entweder eine massive Metallkette oder ein unflexibler Stahlbügel. Mit ihrem Textilschloss zeigen drei Jungunternehmerinnen aus Leipzig, dass es auch anders geht. tex—lock sicher, leicht, aus Textil!


    → Den vollständigen Artikel "[Kickstarter] tex—lock: Schlösser aus Textil" im Newsbereich lesen


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  3. evil_rider

    evil_rider Vinyl schubser

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    schnabelzange und fertig....
     
  4. Plautzilla

    Plautzilla Winterspeck? Der war nie weg!

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    Interessant aber sorry 90€ für das Kleinste (und das sind ja schon 10% "off" vom geplanten Preis laut der Seite) für ein Fahrradschloss? Für wen ist das gedacht? Leute die sich Räder im Wertbereich 3000€ leisten können und wollen?
    Und "der kleine Mann" von nebenan soll soviel Kohle hinblättern? Kauf ich mir lieber ein sackschweres Abus Granit X Plus für 50€ irgendwo im Sonderrabatt mit Stufe 15 bevor ich das Doppelte dafür ausgebe :confused:
    Für 65-75€ oder so Endpreis und dann aber auch Sicherheit gleichwertig mit nem Granit X Plus - aber 90€+? Innovation hin oder her - aber naja findet sich ja für alles ein Markt...:cool:
     
  5. Frawie

    Frawie MItglied

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    Zuletzt bearbeitet: 17 Februar 2017
  6. lagaffe

    lagaffe ...auf Stahl, aus Pudding....

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    Das Litelok ist aber was völlig anderes........

    Sollte das wirklich funktionieren ist das tex-lock wirklich mal eine gute Idee. Bei wirksamen Schlössern ist genau das Gewicht sonst eher ein Abschreckungsgrund, das auch mitzuführen.

    Und der Preis? Billig ist anders, aber ich wundere mich ohnehin, dass viele ausgerechnet hier unbedingt knausern wollen. So manche Schlösser liegen schließlich bei 100 Euro aufwärts.......
     
    Liebertson gefällt das.
  7. silenz

    silenz Aktives Mitglied

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    Wäre interessant zu sehen, wie sicher die Schlösser und die Ösen sind.
     
  8. Heinz_Kettler

    Heinz_Kettler ...unterwegs mit Dixi & Daxi

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    86
    Es ist - mit Verlaub - irgendwie "typisch deutsch", zunächst auf den Kaufpreis zu schielen und dem Neuen skeptisch gegenüberzustehen. Sollte sich herausstellen, daß das Produkt hält, das Schloß also aufbruchsicher und leicht sowie komfortabel in der Handhabung ist und dabei den Rahmen unbeschädigt läßt, dann ist der Kaufpreis doch relativ egal: Fahrräder werden immer teurer, und ein wirklich gutes Schloß wäre ein probates Gegenmittel im Verkaufsgespräch, wenn der Kunde das "Wird doch sowieso geklaut" - Argument bringt.
    Sollte sich diese Technik durchsetzen, wäre ohnehin eher mit einer Preissenkung zu rechnen, wenn das Produkt in größeren Stückzahlen produziert und verkauft wird.
    Ärgerlicher als der hohe Anschaffungspreis für ein Schloß wäre, wenn das Rad geklaut ist, man 2 kg Mehrgewicht herumschleppt und das Rad durch den blöden Metallbügel leidet... .
    Einen Abus Granit X-Plus Schließzylinder gewaltfrei zu öffnen, ist heute mit dem richtigen Werkzeug sowieso kein Problem mehr.
    Es kann nur gut sein, wenn sich Firmen wie abus oder Trelock mal etwas Neues einfallen lassen müssen.
    Ich wünsche den Macherinnen jedenfalls viel Erfolg bei der Umsetzung der guten Idee !
     
  9. wpau

    wpau MItglied

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    Innovativ und sicher ist vielleicht die Textilstruktur des Seiles, aber wie steht es um die Schlösser? Ob Schloss oder Mini-Bügelschloss auf der KickStarter Kampagne, beide sehen nicht gerade sicher aus. Der Magnetverschluss für den Transport wird das Schloss nicht sicher halten können.

    Ich würde es im Bereich des Schlosses knacken, da dort der Schwachpunkt ist.

    Da bleibe ich doch lieber bei meinem Bügelschloss für mein Reiserad. Das Rennrad lasse ich nie aus den Augen. Auch nicht bei einer Pause auf einer langen Tour.
     
  10. whitewater

    whitewater Aktives Mitglied

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    Seh ich auch so. Vor allem die angesetzen Ösen sehen nach einem super Ansatzpunkt aus. Schade eigentlich, mit ordentlicher Spleißtechnik müsste man schon in das textile Seil Augen reinbekommen, die so sicher sind wie das Seil an sich.
    Vom Grundsatz also eine töfte Idee, nur noch nicht konsequent ausgereizt.
     
  11. lagaffe

    lagaffe ...auf Stahl, aus Pudding....

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    Eine "materialeigene" Schlaufe scheint erst einmal eine gute Idee. Aber vielleicht bekommt man den "Kern" nicht so stabil verwoben, wie es sein müßte.
    Ich habe die Dinger in Natura in der Hand gehabt. Machen eigentlich einen guten Eindruck, auch die Ösen. Einen Aufbruchversuch habe ich aber nicht gestartet...... :D
     
  12. whitewater

    whitewater Aktives Mitglied

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    1. kann man mal bei den Profispleißern nachschauen, wie das geht. Und ein Spleiß, bei dem man 10 Minuten am dröseln ist, bis er auf ist, ist ja leider Gottes heutzutage schon Extraklasse bzgl. seiner Schutzwirkung (verglichen mit den sonstigen Standards). Im Prinzip kann man das ganze auch als Endlosschlaufe stricken, die man dann doppelt abbindet.
    2. wäre selbst eine Schlaufe, die im Prinzip einfach lösbar wäre, aber mit einer Tülle geschützt ist, besser, als diese Gußöse. Die findet ja ihren Anschluss auch über eine ebensolche Tülle.
    Ein Simpelst-Spleiß, wie ihn jeder Lenkdrachenpilot an seiner Kevlarleine macht und der mit einer Tülle gekrimpt/verklebt würde mir schon mehr Vertrauen einflössen.
     
  13. lagaffe

    lagaffe ...auf Stahl, aus Pudding....

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    Natürlich finde ich die Passage gerade nicht. Und dummerweise unterschlagen die Damen auch auf ihrer Seite den Grund und die Technik der Anbindung an die Ösen.
    Aber es handelt sich wohl eben nicht um ein einfaches "Ankrimpen" der Fasern an die Metallösen. Es gibt wohl eine spezielle Technik, aber das wurde nur mal in einem Artikel fallen gelassen...

    Ich habe mal nachgefragt. Mal sehen, was die sagen.
     
  14. whitewater

    whitewater Aktives Mitglied

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    Würde ich das Teil knacken wollen, würde ich den Bolzenschneider an der Stelle ansetzen, wo die Öse mit der Tülle verbunden ist. Das sieht so aus, als ob das mit allen herkömmlichen Methoden zu knacken ist. Kältespray, Bolzenschneider, Miniflex.
    Daß die Verbindung Tülle Seil nicht einfach gekrimpt ist, ist naheliegend. Trotzdem,
    Wozu mach ich mir den Aufstand mit dem schicken Seil, wenn ich dann so eine Einladung einbaue?
    Da wirken die ganzen Werbevideos ein wenig, wie wenn einer direkt neben der offenen Tür mit dem Kopp gegen die Wand rennt.
    Oder ist das ganze Abschlussteil aus Ganovenkryptonit?

    Edit: die FAQ machen schlau:
    https://www.kickstarter.com/projects/tex-lock/texlock-the-bike-lock-made-of-high-tech-textiles/faqs
    Die Abschlüsse sind aus gehärtetem Stahl
    Wie schon erwartet, schade eigentlich, da wäre mehr dringewesen.
    Der eigentliche Punkt an einem "ungewöhnlichen" Schloss ist ja, daß ein potentieller Dieb dafür "extra Werkzeug" braucht. Wer jetzt für das Knacken gehärteter Ketten ausgerüstet ist, bekommt dieses Schloss mit dem selben Werkzeug auf. Das eben hätte man vermeiden können.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 März 2017
  15. lagaffe

    lagaffe ...auf Stahl, aus Pudding....

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    Um mal den Text aus den FAQ zu vervollständigen:
    Und ich habe eine Antwort erhalten, warum sie nicht eben die Ösen sozusagen "eingewoben" haben:
    Vielleicht muß man auch etwas unterscheiden: Meine Erfahrung ist zum Beispiel, dass es genug Leute gibt, die sich für eher windige Schlösser entschieden, weil sie die Handhabung von Bügelschlössern eher meiden und wirklich leidlich sichere Stahlketten zu schwer sind.
    Von hohen Preisen will ich erst gar nicht reden.

    Wenn man mir erzählt, "mein Fahrrad wurde geklaut", frage ich gerne mal nach dem Schloß, wenn ich es nicht ohnehin schon weiß. Das sind tatsächlich gerne mal Spiralkabel oder maximal "Panzerkabelschlösser", die unter der Blechummantelung nur ein 6mm Drahtseil haben und das auch noch fast frei liegt. Auch beliebt: "feingliedrige" Kettenschlösser, die so "schick" um die Sattelstütze geschlungen werden können aber bereits mit handlichen Bolzenschneidern durchtrennt werden.

    Also oft genug wird nicht einmal ein Schloß verwendet, was einen relativ hohen Arbeitsaufwand benötigt. Und wenn es nicht das Geld ist, dann ist es eben die Unhandlichkeit, die davon abhalten, sein Rad leidlich zu sichern.

    Und in diesem Sinne halte ich das tex-lock für eine wirklich sinnvolle Alternative. Und bislang die einzige, die leidlich überzeugend ist.

    Nur weil es nicht "sicherer" ist, als eine Stahlkette, heißt das noch nicht, dass die Idee vielleicht doch das Eine oder andere Problem lösen könnte.
     
  16. evil_rider

    evil_rider Vinyl schubser

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    kryptonite evo 4 1090 und gut ist, das langt für alles.... ohne lautes gerät kommst da nicht durch, optional new york chain wenn man auf ganz sicher gehen will... ansonsten in der garage mit nem kettenschloss aus dem motorradhandel angekettet, mit 20mm gliedstärke, da brauchs mehr als eine trennscheibe um durchzukommen(am endstück getestet, knapp 1,5 scheiben gebraucht).
     
  17. stevensed

    stevensed mostly absent

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    Und das ist beeindruckend! Dem Unternehmen fehlt es sicherlich an Mitteln, diese Materialstudie entsprechend den Kriterien für den anspruchsvollen Endanwender anzubieten - sprich im Zug integriertes Schloss.
     
  18. whitewater

    whitewater Aktives Mitglied

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    Unbestritten. Das Ding ist schnieke und als Alternative zu ähnlich sicheren wohl wirklich leichter und handlicher.

    Die Illusion, man könne ein wirklich halbwegs wertvolles Fahrrad durch anschliessen längerfristig (>15 min) sichern muss man sich eh abschminken. Egal, wie das Schloss aussieht. Da hilft nur drauf sitzen oder einschliessen.
     
    Liebertson gefällt das.
  19. lagaffe

    lagaffe ...auf Stahl, aus Pudding....

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    Du sagst es , wie es ist.

    Ein wenig darf man einschränken, dass wenn man es dem geneigten Fahrraddieb schwer genug macht, geht das schon für länger, nur nicht über Nacht, an der S- oder U-Bahn den ganzen Tag lang usw.....

    Aber Du glaubst nicht, wie schwer es ist, jemanden überhaupt von einem halbwegs sicheren Schloss zu überzeugen. Es ist leichter, einer Nonne Verhütungsmittel zu verkaufen.

    Ach ja, etwas OT, aber die eine oder andere Faser stammt aus der gleichen Uni: Hast Du das schon gesehen: Pi Rope.
    Habe ich auch in der Hand gehabt. Wirkt zumindest interessant. Sehr leicht.....
     
  20. whitewater

    whitewater Aktives Mitglied

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    Ich meine ja...so irgendwie vage in Erinnerung. Allerdings würde ich da den wirklichen Trick in der Aufhängung sehen, und wie man ein Rad mit gleichmässig gespannten Speichen herstellt.
    Die Strippe an sich sieht wohl nicht zufällig genauso aus, wie vernünftige Drachenschnur. Das, was wir zu Studienzeiten (is also lange verjährt) für Lenkdrachen genommen haben (also die bessere Variante) würde ich heute wohl ohne Bedenke in ein Rad spannen. Wenn ich denn eben das Spannen im Griff hätte.
     
  21. lagaffe

    lagaffe ...auf Stahl, aus Pudding....

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    Das ist eigentlich ganz praktikabel gelöst: Der "Nippel" ist quasi 2-teilig: Das eine Ende ist letztlich ein Gewindestück, indem auch das Seil fest montiert ist und das eine Werkzeugaufnahme besitzt und als Gegenstück fungiert eine Mutter. Man muß mit zwei Werkzeugen arbeiten: einen Nippelspanner und ein Steckschlüssel. Das geht also, ohne die "Strippe" dauernd zu verdrillen.

    Das Seil soll eine Reißfestigkeit, jenseits der 4000N haben, wie viel genau, habe ich leider vergessen. Ein "Doppelstück" wiegt etwa 4 Gramm. Also doch eine ganz hervorragende Drachenschnur.

    Zwei Nachteile: Die Nabenflansche sind sehr speziell und müssen zwingend verwendet werden. Und: Übliche Speichenlöcher sind zu klein, die Felge muß aufgebohrt werden.

    So richtig für Laufradbauer ist das wohl nicht gedacht. Sie wollen zwar Laufräder vermarkten, die relativ frei konfigurierbar sind und auch, dass die Läden, die die verkaufen würden auch reparieren können, aber so richtig aus der Hand geben, wollen sie es wohl nicht ( oder es ist Vertriebs-technisch einfach zu kompliziert).
    Billig ist es auch nicht: Eine "Doppelspeiche" soll ca. 14 Euro kosten. Aber ein fertiger Satz wird deutlich billiger als "Lightweight" und Konsorten....

    Ich zweifel daran, dass sich diese Technik durchsetzt. Letztlich läuft es neben dem Gewicht vor allem darauf hinaus, dass die Dinger reißfester als Stahlspeichen sind. Ich habe auch noch keine Meinung zur Seitensteifigkeit eines solchen Laufrades, auch nicht über die Art, wie die Speichen BE- und Entlastungen aufnehmen.

    Die Dinger werden wohl auf 1000N festgezogen, aber wie sehr sich das auswirkt....

    Aber ich finde es insgesamt interessant und würde s selbst gerne ausprobieren...... aber da waren die Beiden am Stand auch etwas zurückhaltend.