Kaufberatung: Rad für Triathlon Anfänger / Stadtnutzung

Dieses Thema im Forum "Material" wurde erstellt von mongi90, 21 Oktober 2016.

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  1. mongi90

    mongi90 Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    21 Oktober 2016
    Beiträge:
    5
    Hallo zusammen,

    ich bin leidenschaftlicher Sportsmann und habe nun nach 2 Marathons Motivation für neue Herausforderungen und würde mich gerne mit einem Triathlon weiterentwickeln.

    Ich bin ein absoluter Anfänger in Sachen Rädern(ich kann zumindest Fahrradfahren ;) ) und hoffe ihr könnt mich ein bisschen in die Welt der Räder einführen.

    Mein Rad sollte für einen Triathlon geeignet sein und darüber hinaus aber auch eine Großstadt überleben. Sprich ich würde gerne mit dem Rad durch Berlin fahre, zur Arbeit, aber auch traineren und entsprechend den Wettkampf durchführen.

    Meine erste Recherche führt zur Katagorie "Crosser". Nun meine Fragen an euch:
    - Sind Crosser die richtigen Räder für meine Anlässe?
    - Werlche Preiskategorie befinden wir uns? Ich habe erstmal keine...
    - Welche Marken sind empfehlenswert?
    - Muss ich eine Vermessung durchführen lassen?

    - Gibt es spezifische Vorschläge Empfehlungen für Läden in Berlin?

    Vielen Dank und Grüße aus der Hauptstadt!
     
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  3. stevensed

    stevensed mostly absent

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    Hallo @mongi90! Herzlich Willkommen im Forum!

    Bei deinen Überlegungen wären grundsätzlich zwei Fälle denkbar:
    man kann mit dem Rad sehr gut durch die Stadt fahren, dennoch kann man damit auch einmal an einem Triathlon teilnehmen. Die andere Möglichkeit wäre dann genau umgekehrt - ein Zeitfahrrad mit dem man zur Not auch einmal durch den Großstadtverkehr wackeln könnte.

    Du solltest berücksichtigen, dass so ein Zeitfahrrad nur ganz bedingt alltagstauglich ist. Und der Verkehr in Berlin ist stark genug, dass man da ein zuverlässiges Rad haben möchte. Ein normales Rennrad würde beide Aspekte berühren. Ein von Dir erwähnter Crosser ist sicherlich in dem Zusammenhang eher im Alltagsbetrieb zu Hause, aber damit kann man auch erste Triathlons machen. Da wären zusätzliche Laufräder mit glatten Rennradreifen hilfreich.

    Ich hab zu Anfang ein völlig normales Rennrad für Triathlon benutzt und das war okay. Das Ding musste aber nicht alltagstauglich sein. Es war aber eben auch keines wie diese Hightechteile, wie sie hier im Forum auch zu finden sind.

    Wenn Du jetzt nur in den Triathlon mal reinschnuppern möchtest, würde ich im Wesentlichen auf Alltagstauglichkeit achten. Das Rad kann dann immer noch durch kleine Veränderungen, wie oben erwähnt, vorrübergehend sportlicher gemacht werden. Also ein Crosser mit Rennradlenker und Felgenkneifern wäre durchaus denkbar. Da kommen Stecklichter und Steckschutzbleche dran, schon fährt das Rad auch bei Regen sicher durch Berlin. Für den Triathlon oder das Training würde man dann einen anderen Laufradsatz montieren und Du bist dabei!

    Schwierig zu sagen, aber mehr als 2000€ würde ich nicht ausgeben wollen. Anders gesagt, wenn Du ein Fahrrad mit der Shimano 105 Gruppe nimmst, machst Du erstmal alles richtig.

    Musst Du nicht, aber es sollte jemand ermitteln, welche Rahmengröße Du brauchst. Ein Fahrradhändler übernimmt das gern. Durch eine ausführliche Vermessung oder ein sogenanntes Fitting kann man letztlich auch einen maßgeschneiderten Rahmen anfertigen lassen. Durch gescheite Wahl des Vorbaus und der Einstellung der Sattelhöhe etc. lassen sich allerdings viele Aspekte an einem Rahmen von der Stange recht sinnvoll anpassen.

    Vielleicht Cube, Focus oder Canyon? Das ist fast eine Schicksalsfrage geworden. Das wären alles große Anbieter, die preiswerte aber haltbare Produkte im Angebot haben. Für den Einstieg sollte das genügen.

    Händler kenne ich in Berlin keine, aber es wird bestimmt noch andere Antworten geben :)
    Anbei sei bemerkt, dass der angefragte Spagat zwischen Alltagstauglichkeit und Triathlon nicht gerade klein ist. Du wirst sicherlich in einem dieser Felder entsprechende Kompromisse finden.
     
  4. mongi90

    mongi90 Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    21 Oktober 2016
    Beiträge:
    5
    Super, vielen Dank für deine Antwort. Hat mir schon mal deutliche Aufschlüsse gegeben. Dass ich mich in einer großen Reichweite zwischen Alltäglichkeit und Triathlon bewege, war mir fast schon klar. Primässe wäre ein Rad für den Alltag zu haben, welches auch Triathlon tauglich ist.

    Ich bin öftes über Canyon als Marke gestoßen und die Preisrange lag oft so bei 1.300-1.700€. Was dein Feedback nochmal widerspiegelt. Schaue mir dann nochmal die Shimano Gruppe an.

    Ich werde mich mit dem Wissen dann erstmal zum Fachhändler um die Ecke aufmachen. Insbesondere die Ganze Thematik um das Fitting ist nochmals recht interessant. Ich bin vom Körperbau aber eher proportional unterwegs und sollte voraussichtlich wenig Probleme haben die passende Maße zu finden.
    Danke!#

    Kurze Frage noch: Crosser und Cyclocross ist das gleiche, richtig?
     
  5. stevensed

    stevensed mostly absent

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    1.239
    Ja, das ist dasgleiche.

    Wenn Du dich für einen Crosser entscheidest, dann kaufe bitte etwas ohne Scheibenbremsen - ansonsten wird ein möglicher Laufradtausch eine überproportional komplexe Angelegenheit. Also, wenn Crosser, dann achte auf konventionelle Rennradbremsen, diewelche auch Felgenkneifer genannt werden. Da könnte das Angebot allerdings schon wieder sehr überschaubar werden, sodass Du mit nem schnöden Rennrad besser dran bist. Früher hatten Crossräder meist V-Brakes oder davor Cantileverbremsen.

    Zu dem Unterfangen Triathlon sei noch bemerkt, dass man sicherlich viel Geld für ein adäquates Werkzeug ausgeben kann, damit eine Teildisziplin dieser Sportart angemessen absolviert werden kann. Ich möchte zwar nicht vom Radkult schreiben, aber letztlich gehört zum Triathlon noch anderes.
     
  6. whitewater

    whitewater Aktives Mitglied

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    11.359
    Hier ja.
    Im "Real-Life" nicht rennradfixierter Radfahrer existiert noch das sog. "Crossrad" oder auch kurz Crosser, was ein Treckingrad ohne Treckingausrüstung meint. Also Flatbar, Federgabel nur keine Schutzbleche oder Gepäckträger.
     
  7. whitewater

    whitewater Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    27 Juli 2008
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    11.359
    Völlig d'accord, wobei die Not in der Großstadt mit einem Zeitfahrrad rumwackeln zu wollen schon sehr gross sein müsste. Meinen Crosser mit schmalen Reifen für eine OD zu nehmen hätte ich kein Problem mit. (Zumal ich eh aktuell nichts als TT aufgebaut habe, und mir mein Schönwettersonntagsrenner zu schade ist, um ihn in der Hektik eines Rennens zu zerdengeln)
    Völlig nicht d'accord :p Wenn man das einmal ordentlich vorbereitet, also die Scheiben beider Sätze auf exakt gleiches Maß spacert, kein Problem. Mit Felgenkneifern kanns auch kompliziert sein, wenn z.B. die Felgen unterschiedlich breit sind oder man die Bremsgummis mit tauschen will (z.B. Alu/Carbon).
    Kommt also immer drauf an;)
    Wobei Scheiben bei einem Tri sicher von der Stylepolizei noch böser verfolgt werden als Froglegs :p

    Man sollte vielleicht bei der "Doppelnutzung" noch berücksichtigen, daß "der Triathlon" verschiedene Gesichter habe kann;) ein Volx-Sprint oder Manager-Tri mit 20km (oder noch weniger) Radstrecke ist auch mit einem Bonanzarad fahrbar. Bei einer Langdistanz (um 180km) ist das anders, und da fällt auch der Unterschied Rennrad oder voll auf den Wettbewerb zugeschnittenes Rad sehr ins Gewicht.
    Wenn Du zwei Marathons hinter Dir hast, wirds wohl wenigstens eine OD werden, das ist von der Gesamtwettkampfzeit vergleichbar. Auch da (40km Rad) ist ein Rennrad völlig ausreichend. Wenn Du davon viele oder auch mehrfach längere machst, kaufst Du Dir über kurz oder lang eh ein spezielles Rad dafür.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Oktober 2016
    stevensed gefällt das.
  8. stevensed

    stevensed mostly absent

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    Klar, das kommt immer drauf an. Das mit den Scheibenbremsen erwähnte ich deshalb, weil es im herkömmlichen LRS Bereich immernoch einen wesentlich größeren Markt mit brauchbarer und dennoch preiswerter Stangenware gibt.

    Und ich hab die ganze Zeit rumüberlegt, wie ich das ausdrücken sollte. Das machts klarer. Die Stylepolizei beim Triathlon ist nämlich augenscheinlich deart knallhart geworden in Bezug auf Räder, sodass auch blutige Anfänger zu Hochprofilfelgen und anderem Schnickschnack neigen und vorher aber im Wasser mit ner Spielzeugbrille aus dem Kaugummiautomaten rumpaddeln und von den Laufschuhen will ich mal garnicht erst schreiben... So scheint es bisweilen.

    Eine knuffige Zeitschleuder wäre bei Gefallen an Dauerteilnahme von 70.3-Veranstaltungen und noch größer durchaus eine Überlegung wert. Aber der Weg dahin ist etwas länger.
     
  9. StanleyGoodspeed

    StanleyGoodspeed Neuer Benutzer

    Registriert seit:
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    20
    Hi! Ich hatte das selbe "Problem" wie du. Ich wollte mit dem Rad in die Arbeit fahren und auch bissl Rennrad fahren. Nach dem Kauf eines Crossers(Rose cross dx2000) kam auch bei mir der Triathlon Gedanke auf und ich habe mich für die Mitteldistanz beim Allgäu Triathlon entschieden. Somit wollte ich das Rad um die Facette "Triathlon" erweitern. Mein Rad kann nun crossen, Triathlon, Rennrad und das Rad für den Arbeitsweg sein. Meine Veränderungen: extra Laufradsatz Mavic Ksyrium Disc( für Rennradtouren, training und Triathlon). Der "cross" Laufradsatz ist für Waldwege, Herbst und Arbeitsweg. Dann habe ich die Sattelstütze getauscht. Es ist jetzt eine Redsshift Sattelstütze dran(für den Zeitfahrwinkel). Dazu ein Adamo TimeTrail Sattel (den Sattel halte ich ca. 150 km in normaler Rennrad Position aus). Natürlich sind vorne auch die Extensions von Redshift am Lenker (kann man ganz schnell ohne Werkzeug dran machen bzw. abbauen). Ich kann mein Rad innerhalb weniger Minuten "verwandeln". Ich bin sehr zufrieden damit. Die Mitteldistanz hab ich mittlerweile hinter mir und bestimmt habe ich mit meiner Allroundlösung ein paar Minuten auf der Radstrecke verloren (das Rad wiegt relativ viel). Für meinen ersten (und nicht letzten) Triathlon war meine Zeit aber sehr zufriedenstellend.

    P.s. Ich habe für die 90km Allgäu 2h58 Minuten gebraucht. Bei den Bergen war es vielleicht eh besser mit so nem Rad anstatt nem TT zu fahren :)
    Nichtsdestotrotz werde ich mir ein TT anschaffen, da ich dem Sport erhalten bleibe und 2017 gerne unter 5h finishen möchte.... Außerdem isses einfach geil wenn Hochprofiler böllern beim heizen ;)

    Ach ja: ich habe KEINE cross Übersetzung vorne, weil die nicht tauglich ist für schnell fahren(finde ich)
     
    Zuletzt bearbeitet: 21 Oktober 2016
    stevensed gefällt das.
  10. mongi90

    mongi90 Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    21 Oktober 2016
    Beiträge:
    5
    Vielen Dank für euer Feedback bis dato. Habe basierend auf euren Antwort mich auch schon weiter schlau gemacht.

    Jemand noch nen Tipp für einen guten Händler in Berlin?
     
  11. Speckmops

    Speckmops Neuer Benutzer

    Registriert seit:
    11 August 2016
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    22
    Ich bin als Rennradeinsteiger dieses Jahr sehr gut bei Bikeline in Steglitz beraten worden.