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Hunt 42 Limitless Gravel Disc-Laufräder: Mehr Aero für den Schotter

Hunt 42 Limitless Gravel Disc-Laufräder: Mehr Aero für den Schotter

Mit den neuen Hunt 42 Limitless Gravel Laufrädern präsentieren die Briten ihre Version eines wettkampforientierten Aero-Laufradsatzes für den Graveleinsatz. Sie sollen auch Platzhirsche der US-Marken auf dem Schotter distanzieren. Hier die Infos.

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Hunt 42 Limitless Gravel Disc-Laufräder: Mehr Aero für den Schotter
 

snowdriver

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Sechs Minuten auf 320km, das ist doch mal ein Wort und trifft beinahe exakt meinen Einsatzbereich.

Ok, andererseits ist es ja auch sehr unwahrscheinlich, dass ein Hersteller verlautbaren lässt:
Wir haben uns mit dem Thema auseinandergesetzt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sich keinerlei Verbesserungen unserer Produkte mehr erzielen lassen, bzw. solche für Kunden total irrelevant sind.
 

Karl Napp

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Hookless wären noch ein paar Watt Ersparnis mehr drin gewesen und die erforderlichen Tubeless-Reifen kann man auch mit Schlauch fahren. Aber wer fährt denn über 300Watt Durchschnittsleistung auf über 300Km? Da können ja auch die Profi-Zwift-Luschen einpacken, die gerade mal zwischen 400-500 Watt/h in einer Stunde packen.
 

Harry T.

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Wenn ich rennradle will ich Freude haben, ja, auch an der Geschwindigkeit. Aber ob ich mit meinen 200 W in einem 33,0er oder 33,3er Schnitt unterwegs bin? Oh mein Gott, das sind ja fast 1%!

WENN ich denn mal von der Straße runter bin, ist es mir echt so was von egal, ob ich durch den Wald zur Schwiegermutter 90 oder 95 Minuten brauche, ich freue mich über den Wald als Abwechslung zur Straße und genieße das.
Und für alle Unglücklichen: ich freue mich auch, meine Schwiegermutter zu sehen. Dann eben 5 Minuten weniger.
 

Huegelreiter

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"Sind Aero Gravel-Laufräder für euch interessant?"

Ja, sind sie! Sehr sogar.
Klar nicht für jeden. Will ja auch nicht jeder Aerolaufräder für's Rennrad.

Aber ich finde solche Laufräder sehr interessant. Zumal man sie ja nicht nur mit Gravelreifen größer als 38 mm fahren muss (wo übrigens auch bei diesen neuen Hunt-Felgen die 105 % Daumenregel) verletzt wird. Sondern wenn man sie mit 32 bis 35 mm WAM (wide as measured) Reifen, Slicks gar, verwendet.

So würde ich z.B. für Bikepacking-Rennen (selbst wenn sie vorrangig über Straße verlaufen) gerne auch vorne 32 mm oder gar 35 mm fahren, ohne Aero-Nachteile gegenüber dem Pairing eines 25 mm Reifens mit einer 28 bis 29 mm extern breiten Fege zu erhalten. Oder dem Pairing eines 28 mm Reifens mit einer 32 mm extern breiten Felge (und da wird's schon dünn im Markt).

Ich habe über die Hintergründe und genau die Forderung nach solchen Felgen kürzlich einen Artikel geschrieben, der auch die wenigen entsprechenden Felgen, die dem nahekommen oder sogar jetzt schon entsprechen beinhaltet: Breite ist Trumpf – Hochprofil-Felgen und Aero-Laufradsätze für Allroad- und Gravel

Kurz: aktuell gibt es nur zwei Laufradsätze, die genau dieses Lastenheft erfüllen: das 3T Discus 45/50 Ltd und jetzt das neue von Hunt.

In der Tat: das von Hunt ist von den Spezifikationen eigentlich genau mein Ding. Ich hätte es wohl auch schon bestellt, würde mir die grafische Gestaltung gefallen. Damit versauen sie's leider. Also entweder Kaufen, und umlackieren oder weiter auf weitere Hersteller warten.

Denn ist noch diverses in der Pipeline. Auch wenig verwunderlich. Weil, siehe meinen Artikel.
 

talybont

Rheinländer im Exil
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Das mit dem Aero mag auf dem Papier stimmen, jedoch in der Praxis eher zu vernachlässigen sein. Die Geschwindigkeiten sind auf Schotter zu gering, um hier nennenswerte Unterschiede herauszufahren.
Mit Slicks sähe das anders aus - auf der Strasse bin ich schneller und kann das Plus an Komfort auch für mehr Geschwindigkeit nutzen. ABER: breiter bedeutet immer auch mehr Stirnfläche, d.h. mit einer schmalen Felge und einem schmalen Reifen ist man aerodynamischer und damit auf Asphalt schneller.

Diesen ganzen Tests unter Laborbedingungen traue ich nicht wirklich über den Weg, da es sie in freier Wildbahn nicht gibt. Da ist die Luft grundsätzlich verwirbelt (in irgendeiner Form), die Haltung auf dem Rad ist nicht konstant, die Lenkbewegungen stören die Aerodynamik ebenfalls, etc.

Das es solche Produkte nun gibt, ist konsequent. Hier greift die Industrie einen Trend auf und macht ihn zu Geld. Für einen kleinen Teil der Kundschaft mag das Sinn machen. Für Leute wie Torsten (Hügelreiter) trifft das zu, da das Gesamtsystem optimiert werden muss. Nur ob das auch im versprochenen Umfang passiert, dass wissen wir eben nicht. Draußen ist nicht Windkanal!
 

tifosi67

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Das mit dem Aero mag auf dem Papier stimmen, jedoch in der Praxis eher zu vernachlässigen sein. Die Geschwindigkeiten sind auf Schotter zu gering, um hier nennenswerte Unterschiede herauszufahren.

Das Thema Aero ist sowohl in der Theorie als auch in der Praxis viel komplexer. Ich finde das megaspannend und interessant, und habe dazu schon viele Berichte gelesen. Vielleicht findest Du das Interview der RennRad mit Eric Helter ja genauso spannend wie ich auch. ;)


Viele Grüße!

Karl
 

talybont

Rheinländer im Exil
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Der Artikel ist gut und beschreibt eigentlich, warum es beim graveln wenig Sinn ergibt.
Ein Stollenreifen versaut mir die ganze Aerodymik, mir reisst die Strömung ab und ich produziere Wirbelschleppen! Dazu kommt, dass ich in der Fahrpraxis auf die Linie achten muss, mehr als auf der Strasse. Und final: auf Schotter erreichen die meisten nicht dauerhaft hohe Geschwindigkeiten. Bleibt also nur der Faktor Gegenwind.
Ergo: mit breiten Slicks auf der Strasse ok, im Gelände mit Stollenreifen nur bedingt sinnvoll.

Warum ich mich so für Aerodynamik interessiere? 15 Jahre intensiver Modellflug (insbesondere Modellsegelflug, Wettbewerbe, etc.) haben da ihre Spuren hinterlassen.
 
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