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Greenpeace-Studie "Zu wenig Geld für sicheren Radverkehr"

Dieses Thema im Forum "Sonstige Rennradthemen" wurde erstellt von MNOT, 29 August 2018.

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  1. MNOT

    MNOT Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28 April 2011
    Beiträge:
    1.283
    Das dürfte vielleicht für den ein oder anderen hier interessant sein.;)

    https://www.tagesschau.de/inland/greenpeace-radverkehr-101.html

    "Demnach gibt Stuttgart 5 Euro pro Kopf und Jahr für den Radverkehr aus, Berlin 4,70 Euro und Frankfurt 4,30 Euro. Danach kommen Hamburg mit 2,90 Euro, Köln mit 2,80 Euro und München mit 2,30 Euro. Zum Vergleich: In Amsterdam sind es laut Greenpeace 11 Euro, in Kopenhagen sogar 35,60 Euro."
     
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  3. woop

    woop Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15 Juni 2014
    Beiträge:
    411
    Da ich weiß, wie in Deutschland Radwege angelegt werden, bin ich eigentlich um jeden Cent froh, der nicht für so einen Unfug ausgegeben wird...
     
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  4. Phonosophie

    Phonosophie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9 Dezember 2008
    Beiträge:
    22.087
    Radwegebau wäre unnötig wenn das Fahrad gleichberechtigter Verkehrsteilnehmer wäre. Und solange die Städte z.b. durch Citymaut den Autoverkehr in den Städten nicht eindämmen wird sich an der Situation auch nichts ändern. Der Platz ist nun mal begrenzt. Und Strassenbahnschienen beanspruchen auch nochmal Platz. Wo willst Du da breite, abgetennte Radwege anlegen, die nicht noch mit Fußgängern geteilt werden müssen?
     
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  5. EausB

    EausB ... heute schon geradelt?

    Registriert seit:
    31 Januar 2016
    Beiträge:
    568
    Wenn man das dort gesparte Geld in die (Verkehrs-)Mentalität der Verkehrsteilnehmer investierte, erreichte man vielleicht noch viel mehr!
    Nur die Radwege wie in Groningen oder Kopenhagen bauen, würde hier bei uns verpuffen, glaub ich. So lange bis sich in den Köpfen und Herzen was Gravierendes ändert.
    In Bremen brüstet man sich seit Jahrzehnten, eine Radfahrerstadt zu sein. War ganz vorn bei Einbahnstraßen mit Rad in beiden Richtungen befahrbar und auch wieder bei Radfahrstraßen - aber was hilfts, wenn es nicht ganzheitilich ist und im Nichts endet, oder im parkenden Auto. Und wenn es in den Köpfen nicht ankommt. Dann bleibt es Krampf, mit dem Rad in der Stadt von A nach B zu fahren.


    Ausgerechnet in New York klappt's scheinbar passabel. Ich war sehr überrascht, wie gut in Manhattan die bike lanes von den Autofahrern akzeptiert werden und auch auf den Straßen ohne bike lanes das Radfahren in dem Gewusel möglich ist.
    Vielleicht alles noch nicht perfekt da, aber eine enorme Entwicklung! Während Bremen zwar viel Neues eingerichtet hat, aber sich eher zurückentwickelt hat seit dem ich anfing Rad zu fahren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 August 2018
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  6. MNOT

    MNOT Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28 April 2011
    Beiträge:
    1.283
    Sehe ich genauso. eigentlich ist eine Neustrukturierung des Straßenverkehrs nötig und auch eine Verlagerung des prozentualen Anteils, von Autofahrern auf Radfahrer (zumindest in den Städten).
    Aber leider hinken die Bundesregierung und Landesregierungen immer hinterher in Sachen Handeln.
    Sowie ich das mitkriege, werden auch Radwege, die jetzt neugebaut werden nicht für die Zukunft gebaut, sondern beispielsweise: die selben bescheuerten 2,50m-breiten, begleitenden, Gemeinsame Rad- und Fußwege und auch noch in beide Richtungen freigegeben.Gerade vor zwei Monaten fertig geworden kurz vor Schildgen:D
     
  7. Phonosophie

    Phonosophie Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    9 Dezember 2008
    Beiträge:
    22.087
    Und da kommt dann bei uns der Apell einer verordneten der Stadt doch mit dem Rad in der Stadt zu fahren.:rolleyes: Bei uns sind jetzt auf einigen Verkehrsachsen Radstreifen auf die Fahrbahn gepinselt worden die natürlich von 2. Reihe Parker genutzt werden. Links davon sind Strassenbahnschinen und ein Ausweichen ist nur über den Gehweg möglich. Ausserdem gibts nur ein paar dieser Strassen, und die enden wieder in Radwegen die auf Gehwegen verlaufen.
     
    EausB gefällt das.
  8. woop

    woop Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    15 Juni 2014
    Beiträge:
    411
    Ich würde ja eine Radinfrastruktur wie in Kopenhagen & co durchaus begrüßen, aber ich glaube nicht, dass man das in Deutschland durchkriegt und politisch überlebt. Das liegt weniger an den Kosten, sondern an dem verfügbaren Platz. In diesen Vorzeigestädten ist die Planungsmentalität erstmal auf den Fuß- und Radverkehr ausgelegt. Wenn dann noch Platz für eine Autospur ist, dann gibts die eben auch. Und wenn nicht: Pech für die Autofahrenden.

    Hierzulande traut man sich ja noch nichtmal Parkplätze neben Radspuren abzuschaffen, obwohl Dooring neben Abiegeunfällen den höchsten Anteil an Schwerverletzten und Toten an Radfahrern hat.

    Und diese Abiegeunfälle sind ja auch erstmal ein Resultat vergurkter Wegführung: Geradeausspur rechts neben Rechtsabbiegespur und solche Späße. Aber irgendwie ist man der Ansicht, dieses Problem mit Abbiegeassistenten lösen zu können. Argh!

    Fahrradstraßen werden zwar angelegt, sind aber praktisch im besten Fall nur Tempo 30 Zonen, meistens eher willkommene Parkfläche.

    Verkehrserzieherische Maßnahmen beschränken sich beim Autofahrer fast nur auf Einhaltung der Tempolimits. Mangelnde Abstände, gefährliches und rücksichtsloses Verhalten gegenüber Radfahren wird praktisch nicht sanktioniert und meist noch nichtmal sonderlich thematisiert und wenn, dann gleich mit der Einschränkung, "dass Verkehrsregeln auch für Radfahrer gelten!!1!"
     
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  9. siggi

    siggi Ditfurter

    Registriert seit:
    3 November 2004
    Beiträge:
    482
    Mehr Geld für den Radverkehr klingt für mich, als Radfahrer, immer wie eine Drohung.
    Bis jetzt ist da flächendeckend noch nie was Gutes für die Radfahrer bei rausgekommen.

    Ich nicht. Schau dir die Sache dort doch mal genauer an. Volle Radwege und leere Fahrbahnen.
     
  10. Waldi61

    Waldi61 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    28 Oktober 2015
    Beiträge:
    891
    Das sind für mich keine Radwege, sondern reine Scheinheiligkeit, um irgendwas "ökologisches" in der städtischen Verkehrsbilanz ausweisen zu können. So ähnlich wie man früher Bürgersteige mit ein paar Schildchen für den Radverkehr freigegeben oder Streifen auf die Bürgersteige gemalt hat. Bürgersteig ist Bürgersteig, daran ändern ein paar Streifen oder Schildchen nichts. Selbst in Neubaugebieten wird dieser Unfug lustig weiterbetrieben.

    Solange diese Scheinheiligkeit weiter besteht, hat man als Radfahrer das moralische Recht, die Straße zu benutzen, Radwegebenutzungspflicht hin- oder her. Viel lieber sind mir dann schon auf die Straße aufgemalte "Schutzstreifen" für Radfahrer, nicht nur weil man schneller vorankommt, sondern weil Autofahrern klargemacht wird, dass sie den Straßenraum eben mit Radfahrern teilen müssen. Für Kinder ist das natürlich aber auch nichts und das Dooring eine ständige Gefahr.

    Dass tatsächlich mehr Leute mit dem Rad zur Arbeit fahren, klappt nur bei gutem Wetter, auch bei idealen Radwegen. Eine Lösung ist das nicht. Die richtige Lösung wäre eine radikale Verbilligung der Jahrestickets (wie zB in Wien geschehen) und enge Taktung des ÖPNV.

    Niederländische Autofahrer sind übrigens absolut intolerant, wenn trotz der dort fast überall vorhandenen - aber speziell in Städten auch keinesfalls immer so tollen - Radwege ein Radfahrer mal auf der Straße auftaucht. Wie Radsportgruppen da klarkommen, ist mir ein Rätsel.