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Eurobike 2022 – Trends der Branche: Erst der Boom, dann der Crash?

Eurobike 2022 – Trends der Branche: Erst der Boom, dann der Crash?

Über Jahre überstieg die Nachfrage das Angebot – jetzt beginnt es zu kippen in der Radindustrie. Was, wenn die Lager voll, aber die Taschen leer sind? Wir haben uns auf der Eurobike für euch umgehört!

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Eurobike 2022 – Trends der Branche: Erst der Boom, dann der Crash?

Was sagt ihr zu den Stimmen auf der Eurobike? Habt ihr eine eigene Meinung, wie sich die Zukunft der Bike-Branche entwickeln wird?
 

reinhard.j

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Im Rennradsektor sind die Preise in den letzten Jahren stark angestiegen. Trotzdem finden sich nach wie vor ausreichend Käufer, die 10.000 EUR und mehr ausgeben. Auch wenn aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage die frei verfügbaren Einkommen im Durchschnitt sinken, werden genug zahlungskräftige Käufer vorhanden sein, so dass sich die Preise auf dem derzeitigen Niveau halten werden.
Wahrscheinlich werden sich aber die Lieferzeiten wieder reduzieren, sodass man nicht mehr ganz so lange auf sein neues Rad warten muss.
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von Zegger

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Zegger

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letzte Hoffnung das die Händler ihre Lager füllen und der Boom abbricht,

vielleicht gibt es dann wieder Schnäppchen
 

tmhbrl

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Der Schlüssel ist Fremdfinanzierung. Solange die Bikeshops die Santander Plakate aufhängen und Jobrad jedem hinterher geworfen wird wollen die Leute fettes Zeug.
Davon leben inzwischen alle Branchen.
Durch die steigenden Zinsen sollte auch das in den kommenden Monaten deutlich zurückgehen.
Wenn dann die Energiepreiserhöhung mal wirklich bei den Leuten im Kopf ankommt und Lebensmittel weiterhin im Preis steigen, bin ich auf die Auswirkungen gespannt.
 

Zeelandmichel

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Durch die steigenden Zinsen sollte auch das in den kommenden Monaten deutlich zurückgehen.
Wenn dann die Energiepreiserhöhung mal wirklich bei den Leuten im Kopf ankommt und Lebensmittel weiterhin im Preis steigen, bin ich auf die Auswirkungen gespannt.
Ich halte mal dagegen. Solange Bikes so im Trend sind und immer mehr auch als Statussymbol herhalten unterschreiben die Leute alles. Andere Branchen haben das vorgemacht, gerade bei den Leuten denen es eigentlich nicht möglich ist mal eben in die eigene Tasche zu greifen, da ist die fette Hardware wichtig.
 

Venceremos

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Ich halte mal dagegen. Solange Bikes so im Trend sind und immer mehr auch als Statussymbol herhalten unterschreiben die Leute alles. Andere Branchen haben das vorgemacht, gerade bei den Leuten denen es eigentlich nicht möglich ist mal eben in die eigene Tasche zu greifen, da ist die fette Hardware wichtig.
Die Statussymbole werden sich zeitnah ändern. Keine Sorge 😉
 

Maxxi

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Die Geschichte wiederholt sich, - Crash mit Ansage. Erinnert mich stark an den Windsurfboom Anfang der 80er. Jeder hatte so ein Brett auf dem Dach, Preis spielte keine Rolle. Und die Hersteller haben das kräftig angeheizt. In immer schnellerem Takt wurden "Innovationen" auf den Markt geworfen und die Preise stiegen ebenfalls vollkommen unverhältnismäßig. Für den Preis eines Surfbrettes mit Segel und Ausrüstung konnte man alternativ schon ein kleines Segelboot kaufen. Und auch an den Hot Spots wie z.B. Garda See, Holland oder gut liegenden Bagger/Stauseen war an den Wochenenden in Frühjahr und Herbst die Hölle los. Im Sommer an den Flughäfen zahlloses Übergepäck mit Surfmaterial beim einchecken - alles Geschichte !
Im Frühjahr 2019 haben Radsportreiseveranstalter schon von zweistelligem Buchungsrückgang berichtet, an den Flughäfen war auch schon deutlich weniger Radgepäck zu beobachten. Betrachtet man nur den Rennradbereich - da ist die Luft schon lange raus. Alle mir bekannten Läden haben den Ausstellungsbereich für RR drastisch verkleinert, das Angebot reduziert. Und das kann man nicht mit den "Versendern" begründen. Die Läden sind stark auf E-Bikes aller Art umgestiegen , Jobrad hat ebenfalls noch für ein Umsatzplus gesorgt. Wenn demnächst etwas bei der Jobradförderung, Deckelung usw. kommen sollte wird es weitere schmerzhafte Umsatzeinbrüche geben. Kein Boom hält ewig.....
 
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Jodocus_Quak

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Durch die steigenden Zinsen sollte auch das in den kommenden Monaten deutlich zurückgehen.
Wenn dann die Energiepreiserhöhung mal wirklich bei den Leuten im Kopf ankommt und Lebensmittel weiterhin im Preis steigen, bin ich auf die Auswirkungen gespannt.
Steigende Zinsen + Inflation bei Gütern, die jeder braucht, ist ein Tsunami. Da wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Mal sehen, wie lange es dauert, bis durch die Zinsen wenigstens die Inflation eingefangen wird. Bikes sind Luxusgüter, und Luxusgüter werden crashen.
 

Flachlandtiroler_

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Dazu passt auch die Umsatuwarnung von bike24.
Rechnet man Preissteigerungen raus, werden wohl eher weniger Räder und Teile verkauft.
Mal sehen wie Rose das macht. Investieren massiv in lokalen Handel. Haben aber auch Kapital an Bord geholt.

Zur der Jobradblase: es muss ja beim Leasing weiter gehen. Also nach 3 Jahren muss was Neues her. Ob da die Menschen mitmachen? Wenn die laufenden Kosten bei vielen seit dem Abschluss gestiegen sind.
 

Dr. M.Ferrari

Ehrenmann
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Steigende Zinsen + Inflation bei Gütern, die jeder braucht, ist ein Tsunami. Da wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Mal sehen, wie lange es dauert, bis durch die Zinsen wenigstens die Inflation eingefangen wird. Bikes sind Luxusgüter, und Luxusgüter werden crashen.
Luxus Crasht nicht .
 

retrofan

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Egal…. Solange es weiter genug bekloppte gibt die 10000€ für ein Rennrad ausgeben werden die Preise wohl trotzdem bleiben. Ob der Pöppel sich kein Rad mehr leisten kann interessiert niemand, so ist die Welt!
 

lakecyclist

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Wenn sich das ganze Geschäft wieder auf ein Normalmaß einpendelt ist das doch vielleicht das Beste für alle.
Der Kunde bekommt zeitnah ein Rad. Kann sich danach auch Ersatzteile kaufen und die Händler können wieder die Nachfrage bedienen. Der letzte Händler mit dem ich gesprochen hatte, meinte es sei bereits Juli und er habe erst 30% der bestellten Räder erhalten. So wie es jetzt läuft kann es nicht weitergehen, denke das ist allen klar.
 

moomn09

ContreLeMont
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Erst einmal ein paar Zitate aus den Interviews:

"Die andauernden Krisen zeigen uns, dass alles, was man nicht selbst und rechtzeitig anpackt, einem irgendwann auf die Füße fällt. Es wird Zeit, dass wir unser Handeln wieder mehr einbetten in das, was uns umgibt und Lebensgrundlage ist."
(Explizit ohne die entsprechende Person spezifisch zu meinen) Feinstes Manager-Bullshit-Bingo, Version 2020+. Ich weiss, warum ich nicht mehr in einer Grossfirma arbeite.

"Ich denke, eines können wir sicher sagen: Fahrräder sind weiterhin die Fahrzeuge der Zukunft."
Und mit welcher Begründung bitte? Wieder mal einer dieser Sätze, welche gesagt/geschrieben und zig Mal kopiert/nachgesprochen werden, ohne dass über dessen Berechtigung nachgedacht wird.

"Aktuell sieht man eine recht rasante Umkehr von einer Übernachfrage zu einem Überangebot."
und
"Ich denke, wir sehen schon einen Trend, dass Verkaufszahlen des Vorjahres nicht erreicht werden."
Sehr spannend, das klingt schon fast panisch. Normalerweise werden da eher Ausdrücke wie "solide Performance" oder "soft landing" benutzt...

Die Flut hebt (nicht?) alle Boote...: Vermutlich haben, schaut man sich die effektiven Gewinnzahlen an, bei weitem nicht alle in der Lieferkette stark profitiert. Explosionsartige Nachfrageanstiege haben meist auch zahlreiche Engpässe und teure Provisoriumslösungen zur Folge, welche die massiven Umsatzanstiege zu grossen teilen vernichten.
...und bei Ebbe trennt sich die Spreu vom Weizen: Leiden werden alle, am meisten aber diejenigen, welche die Kundenbeziehungen während den letzten Jahren vernachlässigt haben und keine starke Marke haben. Insbesondere im Rennradbereich werden ab nächstem Jahr viele "Corona-Räder" auf den Sekundärmarkt kommen, was das Leben der Hersteller zusätzlich erschweren wird. Vor allem aber wird das Preissegment der Marken eine entscheidende Rolle spielen. Im Tiefpreis-/Einstiegssegment werden wir die "Vor-Corona-Preise" nicht mehr sehen. Die Hersteller haben begriffen, dass sich Räder mit kompletter 105er-Ausstattung um die 1000-1200 Euro auch langfristig nicht rechnen. Im Premium-/Toppreissegment wird der Rückgang ebenfalls überschaubar sein, da die Hersteller gelernt haben, dass es durchaus (nicht wenige) Leute gibt, welche bereit und in der Lage sind, >10k für ein Rad zu bezahlen. Hier würde allenfalls eine Rezession schaden, da sicher auch viele Impulskäufe dabei waren. Am meisten Federn lassen wird der Mittelpreisbereich (welcher übrigens in fast jeder Branche bzw. bei fast jedem Produkt der schwierigste ist). Denn hier ist der passionierte und einigermassen gut informierte Kilometerbolzer (=>Forumsuser) unterwegs. Dieser musste mitansehen, wie Räder, welche vor 3 Jahren noch einfach für 4-5k zu beschaffen waren, nun um 50% aufgeschlagen haben, und schwer erhältlich sind. Marken, welche hier einfach auf der Welle mitgeschwommen sind, aber wenig Mehr-/Markenwert bieten, werden grosse Abstriche machen müssen - bei den Preisen, und vermutlich auch bei den Stückzahlen.
 

Philipp V

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Egal…. Solange es weiter genug bekloppte gibt die 10000€ für ein Rennrad ausgeben werden die Preise wohl trotzdem bleiben. Ob der Pöppel sich kein Rad mehr leisten kann interessiert niemand, so ist die Welt!
Nein, ich habe kein Rennrad für 10.000 Euro und ich habe auch nicht vor mir eins zu kaufen.

Aber nur mal so aus Interesse: sind sie wirklich so neidisch auf die Menschen, die sich so ein Rad leisten können und wollen, wie man bei Ihrem Kommentar vermuten muss oder was haben Ihnen diese Menschen getan?
 

Zeelandmichel

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Egal…. Solange es weiter genug bekloppte gibt die 10000€ für ein Rennrad ausgeben werden die Preise wohl trotzdem bleiben. Ob der Pöppel sich kein Rad mehr leisten kann interessiert niemand, so ist die Welt!
Glaubst Du das wirklich? Genau diese Denke befeuert ja für viele das wilde Kaufverhalten bei Fahrzeugen aller Art, weil das fetteste Rad/Auto etc. zeigen soll das man was wäre? Schau Dir mal an wer da in den letzten Jahren auf den Zug gesprungen ist, der Schub kommt vom "kleinen Mann" der durch Jobrad endlich mitmachen kann.
Ich habe 2 große Kunden in der Betreuung, einen Bikeshop (Kette) mit 400 MA und die größte BMW Händlerkette hier im Raum. Bei beiden das gleiche Bild, Fremdfinanzierung dominiert, und das i.d.R. von Leuten für die das gekaufte Produkt eigentlich zu hoch für ihre Gehaltsklasse fliegt.

Die Zukunft für den Absatz eines Produktes generell oder einer Brand liegt am hoffentlich vorhandenen Trend/Image und von einer einfachen Finanzierung. Das was der "echte" Radsportler, Radfan oder Forumisti denkt ist nicht der Massenmarkt! und mit denen verdient die Branche auch kein Geld.
 

reinhard.j

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Egal…. Solange es weiter genug bekloppte gibt die 10000€ für ein Rennrad ausgeben werden die Preise wohl trotzdem bleiben. Ob der Pöppel sich kein Rad mehr leisten kann interessiert niemand, so ist die Welt!
Auch wenn man selbst nicht die teuersten Produkte kauft, muss man um jeden froh sein, der ein Smartphone für 1.000 EUR, ein Rad für 10.000 EUR oder ein Auto für 100.000 EUR kauft.
Irgendjemand muss die Wirtschaft am laufen halten.
Gerade in den oberen Preissegmenten sind die Margen am höchsten und ermöglichen es den Unternehmen für den umkämpften Massenmarkt etwas günstiger anzubieten.
 

steppison

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Ich will ja nicht meckern, aber beim neuen VW id Bus hat man das mit dem "günstiger anbieten" überlesen.

Habe ich nicht gerade ein Rondo Ratt (oder so) gesehen, 3,6k mit 10-fach Schaltung. :(
 
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