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Erfahrungsaustausch - Spontane Schlafplatzsuche/Unterkunftssuche bei Brevets/Ultras

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Re: Erfahrungsaustausch - Spontane Schlafplatzsuche/Unterkunftssuche bei Brevets/Ultras
Bei Strecken bis 600 km reichen mir 1 bis 2 Powernapps von 30 bis 45 Minuten in der Nacht. Ich kann mittlerweile eigentlich fast überall schlafen. Hab schon in den Niederlanden um 3 Uhr mitten auf einem Dorfplatz ein Nickerchen gemacht. Waren so um die 4 Grad. Nach 30 Minuten war mir kalt und ich fuhr weiter. Bushaltestellen sind Nachts auch gut geeignet. Ab 2 Nächten würde ich zumindest für die zweite Nacht über ein Hotel für 5 Stunden nachdenken. Das Problem ist, man muss die Zeit vorher rausfahren können. Das würde ich wahrscheinlich nicht immer schaffen.
 
Ohne jetzt wirklich Ultra- oder Breveterfahrung zu haben, aber doch immer wieder so unterwegs zu sein, dass man einen Schlafplatz braucht und ein Rad dabei hat, ein paar "lessons learned", weil das bei mir schief gelaufen ist oder richtig gut war.

  • Beim Raussuchen von Schutzhütten macht es Sinn, auf die Wettervorhersage vorher zu achten. Ich hatte mir mal einen schönen Plan gemacht und eine ganze Menge an Schutzhütten als Option rausgesucht ... in der Nacht hat es dann aus Strömen geschüttet und heftigen Wind gehabt, so dass alle Optionen klatschnass waren ...
  • ... also habe ich mich dann für eine Bushaltestelle entschieden, die so stand, dass der Wind keinen Regen reingetrieben hat. Aber morgens um 04:30 Uhr ist auch auf einer Bundesstraße unter Umständen wenig Verkehr. Eine Stunde später dann schon ...
  • Gute Erfahrungen für ein kurzes Nickerchen habe ich mit geteerten Wegen in Kleingartenanlagen gemacht (wenn es nicht regnet). Aufgrund des Asphalts hat man kein Problem mit Taunässe von unten und der Verkehr ist ziemlich überschaubar.
  • In dörflichen Industriegebieten findet man auch immer wieder Vordächer, unter die man sich legen kann und es gibt nachts wenig Verkehr. Aber man muss halt damit rechnen, dass dort ziemlich früh jemand vorbei- oder hinkommt ...
  • Was die Fahrradmitnahme aufs Zimmer ins Hotel betrifft - ich hatte damit bei max. 5% meiner Übernachtungen Ansprachen ... dem Rest war es egal.
 
Kleine Ergänzung: bei OSM ist bei vielen shelters ein Typ und Ausstattung hinterlegt. Im Kartenprogramm kann man auf den POI tippen und sieht direkt, ob es eine Schutzhütte ist oder doch nur ein überdachter Picknicktisch.
 
wenn ich im „Bikepaking“ Modus* unterwegs bin (~ 6hFahrzeit an Tag) - gehe ich gegen 15Uhr einen Kaffee trinken und suche mir dabei bis Bookin/Airbnb ein Zimmer/Hotel - wenn klar ist dass ich eine größere Stadt erreiche (selten), buche ich oft auch nicht vor.

Im „Race“ Modus - Halte ich an 22Uhr Ausschau nach einem Schlafplatz - je später es Wetter, desto Kompromiss bereiter werde ich (Bushaltestelle/Kapelle/Vorsprung Scheube/Aussichturm), in Städten fühle ich mich unsicher - daher kann ich mir Bankäume zb nicht vorstellen 🫣

Ich hatte sowohl im „Race“ als auch im „Reise“ Modus auch schon vorgebucht - der Aufwand mit dem Risiko das die Planung aufgrund von Wetter/Defekt nicht aufgeht steht für mich in keinem Verhältnis.

*checke ich vor Antritt der Reise ob es prinzipiell Unterkünfte gibt
 
Im „Race“ Modus - Halte ich an 22Uhr Ausschau nach einem Schlafplatz - je später es Wetter, desto Kompromiss bereiter werde ich (Bushaltestelle/Kapelle/Vorsprung Scheube/Aussichturm), in Städten fühle ich mich unsicher - daher kann ich mir Bankäume zb nicht vorstellen 🫣
Was hast du den für Ausrüstung dabei um z.B in einer Bushaltestelle zu schlafen? Ich denke mal eine Isomatte ist da wohl ganz hilfreich.
 
Ich habe seit 5Jahre die Thermarest Uberlite Matte - habe gerade geschaut - aktuell wäre sie mir zu teuer 😅
Ansonsten bin ich zufrieden mit der Isomatte - allerdings sollte man Wissen:sie raschelt und ist recht laut

und den Cummulus Aerial 250 zusammen nimmt das Setup nicht viel Platz in Anspruch und ist bis zum Gefrierpunkt getestet- also angenehm ist es bis ~5 grad; ich habe aber auch knappen Minustemperaturen Schlaf gefunden.

(Achtung ich bin 165, ich kann komplett in den Schlafsack reinkriechen und ihn wie einen Mumienschlafsack zuziehen)

Zum Thema Daune und Feuchtigkeit, 5 Tagen Dauerregen, bei den Mittelgebirge Classiques hatte ich keine Probleme mit Feuchtigkeit im/am Schlafsack und Wärmeverlust.

Edit: Ich versuche mich gerade ein bisschen in Insta - ich wollte die nächsten Wochen ein paar recap Beiträge machen (Races/Bikepacking) - bei Interesse:
https://www.instagram.com/kathrin_rides?igsh=YmF1eHVzYWh0NWsw&utm_source=qr
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe seit 5Jahre die Thermarest Uberlite

Kann man die Luftmatratzen beim Packen einfach stopfen, oder muss die auch so exakt rollen wie die Schaumkern-Matten?

Bin aktuell noch mit Pro-Lite + Kunstfaserschlafsack unterwegs und überlege, auf Luftmatratze + Daune zu wechseln.
 
Ich habe ehrlich gesagt nur Erfahrung mit diesen Pad Isomatten, die vom Gewicht und der „Unzerstörbarkeit“ mega sind, vom Komfort und packmaß schlecht sind. Daher kann ich dir keinen vergleich bieten.

Ich rolle die Isomatte immer ein, sodass sie in ihr Säckchen passt - wenn du das ein paar mal gemacht hast, geht das recht einfach:
Einmal zusammenrollen, um die Luft rauszudrücken, Ventil schließen, dann final zusammen rollen.

Ohne sie in das Säckchen zu rollen nimmt sie mir zu viel Platz weg.
 
Ich beschäftige mich gerade ausgiebig mit dem Thema, kann allerdings nur auf etwas Bike-Packing Erfahrung zurückgreifen. Nächstes Jahr steht mein erster "Ultra" an.

Ich plane in Schutzhütten/Bushaltestellen oder sonstigen Unterständen zu schlafen. Habe ich bei Wanderungen schon gemacht und werde vermutlich auf ein Biwaksack verzichten. Ich werde mir an den ungefähren Tagesendpunkten Hütten auf einer Karte markieren. Also nur Isomatte und Schlafsack. Ich komme eigentlich auch mit relativ wenig Schlaf zurecht, sollte Dir der Schlaf aber wichtig sein, kann dies schnell problematisch werden.

Bei meinen Bike-Packing Touren habe ich bisher immer Hotels gebucht, teilweise im voraus, teilweise unterwegs. Ich hatte einfach so viel Gepäck, dass ich nicht noch Schlafsack und Co. einpacken wollte und es lag der Fokus mehr auf der Reise als auf Schnelligkeit und Strecke machen.
Zum Buchen: wie schon einige geschrieben haben, vorher Buchen ist mit einem klaren Ziel verbunden, Stornierung nur ganz selten kurzfristig bzw. am gleichen Tag möglich. ICh rufe eigentlich immer morgens an und gebe an, dass ich vermutlich spät anreisen werde. Fast jedes Hotel hat ein Schlüsseldepot, das dann genutzt werden kann. Das Fahrrad mit aufs Zimmer nehme ich auch so gut wie immer, kündige das nicht an, dann gibt es eher Probleme oder Rückfragen.
Unterwegs buchen ist flexibler, allerdings kostet es Zeit und Nerven. Mann muss sowieso vorher wissen wo man ungefähr landet, daher kann man spätestens am Vortag ja eine grobe Schätzung geben.

Meine negativste Erfahrung war ein Hotel am Reschen, ich war viel zu früh dort und habe mich echt geärgert, den halben Tag dort "festzusitzen" anstatt weiterzufahren Richtung Garda. Aber war auch kein Beinbruch, umso erholter war ich am Folgetag.

AirBnB ist für mich mit zu viel Unsicherheit verbunden, daher ungeeignet - klappt aber sicherlich manchmal auch besser.
 
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