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"Dickes Blut" - SPIEGEL-Titel Heft 18/2007

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Re: "Dickes Blut" - SPIEGEL-Titel Heft 18/2007
AW: "Dickes Blut" - SPIEGEL-Titel Heft 18/2007

Ich finde es schwach, daß nach mehr als zehn Jahren ein Masseur an die Öffentlichkeit geht, und Geschichten von Doping erzählt. Wenn der Mann so viel weiß und ihm so viel daran liegt, daß alle Welt seine Kenntnisse erfährt, wieso läßt er sich damit zehn Jahre Zeit? Wieso wartet er, bis die betroffenen Fahrer nicht mehr aktive Radsportler sind?

Mir ist die Sache suspekt.
Hat die RAF nicht viel länger geschwiegen? Und: Wer ermordete eigentlich JFK? - Und warum? :confused: UND: Wo warst DU, als JFK ermordet wurde? Komme mir jetzt nur ja nicht mit: "Ich war noch nicht geboren." Das lasse ich als Alibi nicht gelten...
 
AW: "Dickes Blut" - SPIEGEL-Titel Heft 18/2007

Hat die RAF nicht viel länger geschwiegen? Und: Wer ermordete eigentlich JFK? - Und warum? :confused: UND: Wo warst DU, als JFK ermordet wurde? Komme mir jetzt nur ja nicht mit: "Ich war noch nicht geboren." Das lasse ich als Alibi nicht gelten...

Wenn dieser komische Masseur alles wußte, dann hätte er 1996 in Paris das Siegerpodest erstürmen und die Menschheit über diverse Machenschaften aufklären sollen.

Hätte er sich vor die versammelte Presse gestellt und gesagt [I]"meine Damen und Herren, der Herr Rijs und der Herr Ullrich, die die ersten beiden Plätze belegt haben, waren mit EPO vollgepumpt, das ihnen in meiner Anwesenheit verabreicht wurde", [/I]dann hätte es ein Erdbeben in der Radsportwelt gegeben. Man hätte genaue Nachforschungen anstellen und schuldige Fahrer, Betreuer, Ärzte und Funktionäre mit entsprechenden Sanktionen belegen können.

Nach zehn Jahren haben die Aussagen dieses Mannes keine andere Wirkung, als daß sie das Gesamtbild des professionellen Radsports noch mehr beschädigen. Wären die Fakten zeitnah ans Licht gekommen, hätte man darauf reagieren können. Was jetzt geschieht, zieht den Radsport nur noch immer weiter in die Krise.
 
AW: "Dickes Blut" - SPIEGEL-Titel Heft 18/2007

Wenn dieser komische Masseur alles wußte, dann hätte er 1996 in Paris das Siegerpodest erstürmen und die Menschheit über diverse Machenschaften aufklären sollen.

Hätte er sich vor die versammelte Presse gestellt ... dann hätte es ein Erdbeben in der Radsportwelt gegeben. hätte genaue Nachforschungen anstellen und schuldige Fahrer, Betreuer, Ärzte und Funktionäre mit entsprechenden Sanktionen belegen können.

Wären die Fakten zeitnah ans Licht gekommen, hätte man darauf reagieren können.

Hätte der Hund net geschissen ... usw....

Klar, Jeff d'Hondt ist 10 Jahre zu spät dran und er erzählt das alles frei aus dem Gedächnis ohne Beweise.
Aber was glaubst du denn, warum hätte er vor 10 Jahren auspacken sollen, als er Teil des Systems war?
Er hätte dann ohne Job dagestanden, im Umfeld Profiradsport nie wieder eine neue Anstellung bekommen und ich bin sicher, daß er als Betreuer nicht die ganz großen Rücklagen gebildet hat.
Jetzt ist er wohl Rentner und kann einen kleinen Zusatzverdienst ganz gut gebrauchen.
So wahnsinnig aufregend finde ich seine Berichte jetzt übrigens auch nicht. Es passt ganz gut ins Bild der Blütezeit des Epodopings, aber nachträglich und ohne Beweise wird das kaum einen der Betroffenen ernsthaft in Nöte bringen. Daher ist es nur verständlich,wenn z.B. Bjanrne Riis gar keinen Kommentar abgibt.
 
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Manchmal habe ich den Eindruck das du zuviele John Wayne Filme siehst.

In der Menschlichen Natur ist der Märtyrer bzw. der Rechtsliebende Held eher selten anzutreffen.
Ganz besonders wenn Ihm Rechtliche und Finanzielle Konsequenzen drohen, neigt der Mensch dazu, lieber sich selbst zu Schützen als die Öffentlichkeit über eine Unehrlichkeit zu informieren an der er beteiligt war.
 
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Falls es wen interessiert:

Deutscher Doping-Sumpf?
Wachstumshormone sollen Alltag gewesen sein, Epo-Kuren auch. Diskutieren Sie mit SPIEGEL-Autor und Dopingexperte Udo Ludwig über die angeblichen Dopingpraktiken Jan Ullrichs und Co.

Heute von 13 bis 14 Uhr im Chat auf SPIEGEL ONLINE.

Nen Link gibts noch nicht. Laut Google ist dieser "Dopingexperte" wohl eher Wirtschaftsfachmann.
 
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Ich kann dem Kommentar von 'Katsche' nur zustimmen.
Vor längerer Zeit habe ich in einem Thread eine Bemerkung angebracht, dass man nicht überrascht sein soll, wenn eines Tages der Name eines bekannten Institutes plötzlich auftaucht. Nun scheint es soweit zu sein.
Alles wird auf die bevorstehende Untersuchung warten. Auch gewisse Teamleiter, Fernseh-Co-Kommentatoren, als ob die nicht wüssten, um was es geht. Mitten drin und weggeschaut?
Ich mache den Leuten keinen Vorwurf. Auch im Berufsleben müssen und werden Dinge gemacht und man schaut weg.
Habe ich in meiner früheren Aktivzeit nicht auch Dinge miterlebt und gesehen? Beweise anzutreten ist das Eine und jemanden bezichtigen und anzuklagen ist das Andere. Wer schon will sich derart in die Nesseln setzen.
Um Rennsport auf höchster Ebene zu betreiben kommt man am leidigen Thema nicht vorbei. Die Frage, wie weit man gehen will, muss man irgendwann mal beantworten. Zu schön wäre es, wenn der Sport (nicht nur der Radsport) 'rein' wäre.
Gümmeler
 
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Wenn der Mann so viel weiß und ihm so viel daran liegt, daß alle Welt seine Kenntnisse erfährt, wieso läßt er sich damit zehn Jahre Zeit?
Steht im Artikel, lies.
- die zugesagten Gelder sind nicht geflossen
- der Sohnemann verdiente nicht weit weg von ihm auch seine Brötchen
- seine Bewährung ist im März 2007 abgelaufen. Reine Vorsichtsmaßnahme, um nicht zu früh irgendwo auszurutschen würd ich sagen.

- vielleicht ist es auch der zusätzliche Erlös aus den Büchern, wer weiß.
 
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