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Bob Jackson Super Tourist als Brevetrad

Dieses Thema im Forum "Rennmaschinen bis 1990" wurde erstellt von LeRag, 9 Dezember 2018.

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  1. LeRag

    LeRag Aktives Mitglied

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    Nach einem schönerm verlängertem Wochenende mit der besseren Hälfte in Hamburg trat man die Rückreise zu dritt an. Böse Zungen behaupten, der blinde Passagier wäre überhaupt erst der Grund für den Ausflug gewesen - was aber als reine Fiktion von der Hand zu weisen ist!

    Trotzdem... bin ich jetzt stolzer Besitzer eines Bob Jackson (Super Tourist?)!! - Fundzustand -
    IMAG1399.
    Soweit ist das Rad in einem super Zustand, bis auf die Ergopower auch meiner Meinung nach komplett original!
    TA Specialites 48/35 Kurbel, Cyclone Umwerfer und Schaltwerk, Campa Bremsen (welche sind das denn genau?). Das Teil wurde mitte der 80er von Anfang an als Randonneur (oder etwas sehr ähnliches) konzipiert.
    Der Plan ist es, dass mich das gute Stück in der kommenden Brevetsaison begleiten wird. Ich möchte es aber so nah am Originalzustand wie möglich lassen aber es stehen zuerst Testfahrten an!
    Vermutlich kommen folgende Veränderungen:
    - Nitto B135 Lenker
    - Lenkerendschalthebel (Suntour vermutlich)
    - Gepäckträger/Ständer runterwerfen, spart Gewicht

    Weiß jemand um welches Modell es sich genau handelt? Ich vermute ja Super Tourist - nur die Geometrie verwirrt mich etwas: ein 57er OR kommt mir bei einer Rahmenhöhe von 61 cm recht kurz für einen Tourer vor.

    Ich bin über alle Hinweise dankbar ;)
     

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  3. LeRag

    LeRag Aktives Mitglied

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    Fotos Teil II
     

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  4. Ivo

    Ivo Randonneur

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    Erstmals Glückwunsch, Bob Jackson ist ja immer schön.
    Ein Bob Jackson als Brevetrad zu benützen ist richtig artgerechte Haltung. Aber das Konzept 'Orginalausstattung' oder noch schlimmer 'Katalogzustand' passt gar nicht zum Bob Jackson.
    Ein gepflegtes und benütztes Bob Jackson ist immer eine Zeitreise. Eine Zeireise wo während der Lebenszeit vom Rad immer etwas abgeändert und erneuert wurde. Ich wurde dir also eher empfehlen das Rad weiter zu entwickeln. Suntour Lenkerendschalthebel sorgen noch immer für guten Fahrkonfort. Suntour spezifiescher wäre aber die Suntour Command Schalthebel. Die wurden damals auch bei PBP eingesetzt, ich kann mich an PBP 1995 erinnern wo wir mit mindestens 3 Fahrer mit Suntour Command Schalthebel antraten.
    Einen Gepäckträger gehört zum Brevetrad. Also bitte dran lassen. Falls du das Rad den Ritterschlag geben möchtest, dann auch der Ständer dran lassen, bei PBP spart der nähmlich Zeit. In dem Fall auch weiterentwickeln und dein Bob Jackson eine gute, moderne, Beleuchtung gönnen.
     
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  5. chkamb

    chkamb Gas-Wasser-Heatpipes, Tastatourettist. Big B, D

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    Sehe ich ähnlich wie Ivo..Ich persönlich würde bei einem rad für die lange Strecke andere, moderne Zweigelenk-Bremsen verbauen. Aber das ist mir wichtig bei so einem Rad. Welche Reifenbreite paßt maximal? 28mm, 32mm?
     
  6. roykoeln

    roykoeln Aktives Mitglied

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    schöner fang, hätte ich auch gekauft!
    mir fällt einiges auf und ein, was zu ändern wäre, aber da ist ja jeder jeck anders:
    licht muß modern, ab 400 km gerne mit nady, led vorne auf alle fälle!
    sattelstütze
    zweiter flaha würde mir fehlen
    die bleche, vor allem vorne, müssen länger...

    wie schaltet das suntour mit den ergos???
    der rahmen hat sicher 126mm, schätze den grob auf anfang bis mitte der 80er, oder?
    sieht meinem woodrup sehr ähnlich...

    entweder ne carradice mit bagman, oder vorne einen träger mit decaleur und gb 28

    wo fährst du brevet?
     
  7. roykoeln

    roykoeln Aktives Mitglied

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    mit kool stop rot und handkraft gehen auch gut gewartete und eingestellte eingelenker...
     
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  8. LeRag

    LeRag Aktives Mitglied

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    Die "modernere" Variante wäre 9-Fach ebenfalls mit Lenkerendschalthebeln - aber gerastert (ich mag die Teile einfach!). Jetzt sind 28 mm Reifen verbaut und unter den Schutzblechen ist nicht mehr viel Platz, 32 könnte knapp werden!
    Es geht mir erstmal darum herauszufinden wie gut das im "status quo" funktioniert - gerade mit den Campagnolo Ergopower und 6-Fach hinten.

    Wenn Schaltgruppe erneuert wird kann man natürlich auch über einen NaDy nachdenken, ich möchte da aber nicht voreilig sein - das Frühjahr ist noch ein bisschen entfernt!
     
  9. LeRag

    LeRag Aktives Mitglied

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    Ich werde in München mitfahren - wird für mich das erste Mal sein ;)
    Zweiter Flaha ist natürlich ein muss! Das mit den Ergos muss ich erst noch testen.
    Rahmen ist 126 mm breit, Sattelstützmaß ist wenn ich mich nicht vermessen habe 27,2 mm, ein Ostrich F-104 steht bereit!
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 Dezember 2018
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  10. roykoeln

    roykoeln Aktives Mitglied

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    ich kenne aramuc ja nur von berichten, aber ein 33er oder 32er blatt könnte nötig sein:D
    gibt es und geht gut mit der kurbel;)
     
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  11. LeRag

    LeRag Aktives Mitglied

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    Tourerfahrung hab ich bis jetzt nur ein wenig mit meinem Herkelmann sammeln können
    Herkelmann.
    mir hat die Gepäcklösung vorne sehr gut gefallen! Ich würde mittlerweile zu 9-Fach statt 10-Fach greifen da, wenn ich mich nicht irre, das noch mit den MTB Teilen kompatibel ist!
    I know falsche Seite, ist aber das einzige Bild das ich mit den Schutzblechen gefunden habe!
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 Dezember 2018
  12. roykoeln

    roykoeln Aktives Mitglied

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    hier hätte ich auch mecker:D
    pumpe hinter das sitzrohr, platz ist da, und die trinkflasche ist weiter weg vom dreck und in griffweite...
    schutzblechstreben unbedingt kürzen;)
    warum ist die klingel dort, wo sie ist???
     
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  14. Quick Nick

    Quick Nick der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages

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    Sehr schön! Rahmen würde mir auch ziemlich gut passen, falls wir uns in München sehen, muss ich auf jeden Fall mal probesitzen :daumen:
    Fährst du die Oberland- oder die Tölzer Landrunde?

    Licht sehe ich wie Roy, bis 400 reicht eine gute Akkuleuchte (für den Münchner 400er noch eine starke Stirnlampe für die alpinen Abfahrten nachts um 3 :D)
    Danach auf jeden Fall entweder einen Nady oder einen Velogical Seitenläufer.

    Schaltungstechnisch kann ich mit Lenkerendschalthebeln nichts anfangen, da ich im Wiegetritt immer dagegenkomme. Den Lenker einkürzen ist für mich unrealistisch, Unterrohrschalthebel kommen für mich bei unseren vielen Bergen nicht mehr in Frage, daher bleiben nur noch Bremsschaltgriffe übrig.

    Beim Rest bin ich eher pragmatisch:
    zweiter Flaha empfehlenswert, war bisher nicht nötig, die bisher gefahrenen Brevets fanden immer in zivilisierter Gegend statt, Friedhöfe oder kleine Brunnen gibt es fast überall, ansonsten Tanke, Anwohner oder Gaststätten/ Discos etc. Da reichte eine große 1,5 l Flasche (mir persönlich. Um Zeit zu sparen und durchfahren zu können, darf aber bei mir für PBP auch eine zweite Flasche mit..)

    Schutzbleche können sein, müssen aber nicht unbedingt.
    Für die Füße nehme ich mir wasserdichte Überschuhe mit bzw bin ich bisher sehr gut damit gefahren - denn wenn es regnet, kommt das Wasser nicht nur von den Reifen..
    Für die Kette sollte man immer ein kleines Fläschchen Öl dabeihaben, bei viel Regen kann man auch mal zwischenölen.
    Sandiger Dreck kommt bei Regenfahrten sowieso an alle Teile des Antriebs dran, auch mit Schutzblechen.

    Wenn Bleche, dann wirklich große, breite, mit einer innenliegenden Ablaufkante aus Alu oder Stahl (Gewicht!). Nur damit hat man einen ernsthaften, antriebsseitigen Komplettschutz.

    Gepäckträger:
    wenn man es klassisch mag, gerne mit und auch mit einer dafür vorgesehenen Tasche. Vorteil: niedriger Schwerpunkt, gute Bepackbar- und Entnahmefähigkeit.
    Nachteil: ordentlich Gewicht. In Summe läppert es sich sehr schnell.
    Auch wenn viele sagen, dass auf Langstrecke Robustheit und Langlebigkeit wichtiger sind als Gewicht, so gibt es mittlerweile auch modernere Lösungen, welche weniger wiegen und genauso qualitativ und robust sind. Stichwort Satteltasche Ortlieb o.ä.

    Deren Nachteil bei voller Bepackung: ab ca. 80 km/h und einem leichten Carbonrad kann es durchaus zu starken Aufschwingungen im Heckbereich kommen. Wenn man da das Rad nicht im Griff hat, wars das. Deshalb fahre ich nicht mehr schneller als 70 bergab mit solchen Taschen.

    Letztendlich ist es jedem seinem Gefühl überlassen, mit was er glücklicher wird.
    Ich mags mittlerweiler leichter, weil es mir unsere vielen Berge erleichtert. Mit Stahl, Oldschooltaschen und Dreifachkurbel versucht, auch durchgehalten, aber 15 vs. 11 kg machen für mich am Berg sehr viel aus, und ja, bei Aramuc gibt es auch 18-20% Asphaltblasen. Auch mehrmals auf einer Tour.
     
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  15. marmotte27

    marmotte27 Aktives Mitglied

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    Servus, kanst du das erklären?
     
  16. LeRag

    LeRag Aktives Mitglied

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    29 März 2016
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    Ich werde die Oberland Runde fahren, da kannst du mal testen ;) Tatsächlich geht meine Planung bis jetzt nicht über die 300 km hinaus, da danach neben dem Licht vermutlich auch die physische Fitness (noch) nicht ausreicht :rolleyes:

    Beim Herkelmann ist am Cockpit leider kein Platz für die Klingel - die braucht ziemlich dünne Durchmesser und das Schutzblech sollte erst gekürzt werden, wenn sie am finalen Rad angekommen sind (evtl ja das Bob Jackson!)!

    Ich bin auch schon 1-2 mal mitm Knie an den Schalter gekommen, bin aber eigentlich sehr selten im Wiegetritt mitm Tourer - da fahr ich lieber MTB-mäßig hohe Frequenz in niedrigem Gang!
     
  17. Ivo

    Ivo Randonneur

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    Die Knieprobleme bei Lenkerenschalthebel haben auch oft mit der Lenkerbreite zu tun. Diejenige die relativ breite Lenker fahren haben das Problem viel weniger. Schulterbedingt fahre ich 44-er Lenker, ich berühre meine Lenkerenschalthebel kaum obwohl ich am Ardennennordrand wohne also doch regelmássig Wiegetritt fahre.
     
  18. Quick Nick

    Quick Nick der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages

    Registriert seit:
    17 Mai 2016
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    Klar: ich fühl mich sicherer, wenn ich bergab beim bremsen die Hände nicht wegnehmen muss zum schalten.
    Auf kurzen Strecken von 2-300 km mag das noch gehen, sobald es aber in die Nacht und noch länger geht, man müder wird, desto einfacher sollte die Bedienung möglich sein.
     
  19. a.j.h.

    a.j.h. Rennradklassik-1%er

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    Modell? Bei diesen Rahmenbauern waren die Modelle eher als "Serviervorschlag" gedacht: Es wurde häufig nach Maß gebaut, wobei in HH viele Woodrups und Bob Jacksons von der Stange verkauft wurden (V-Max). Ich würde mir da keine großen Gedanken über die Modellbezeichnung machen.

    Dementsprechend waren die Ausstattungen auch eher pragmatisch bzw. auf die Kundenwünsche ausgerichtet. "Mischen possible", würde ich sagen.
    Lenkerendschalthebel finde ich gut - BarCons wären zeitgemäß und funktionieren sehr gut (Microrasterung).

    Bei den Bremsen bist du frei: Ich würde mich wohl für Mittelzug entscheiden. Da musste noch nichtmal den Edelkram nehmen: Weinmann war an englischen Rädern eine verbreitete Sache. Und eine Weinmann 610 geht - vernünftig gewartet - wirklich ausgezeichnet und sieht an dem Rad "richtig" aus.

    Die Schutzbleche: Dran sind Bluemels-Olympic. Die gibt's auch neu. Damals waren die ESGE-Chromoplastics die bessere/hübschere Wahl. Die Dinger gibt's neu von SKS und heißen auch "Chromoplastics" und haben die alte Form. Mir wären beide vorne etwas zu kurz, da würde ich ein hinteres Blech nach vorne nehmen und es entsprechend beschneiden und ggf. einen Spritzlappen aus dicker Plastikfolie anfertigen.
    Außerdem haben diese Bleche leitfähige Kerne. Für die Kabellage der Beleuchtung sehr praktisch, wenn man die Druckknopfverbindung korrosionsbeständig wartet (Kupferpaste).
    Der Soubitez-Dynamo liegt dafür wie gemacht. Allerdings ist er an dieser Position auch relativ schmutzempfänglich (Lebensdauer).
     
  20. Crocodillo

    Crocodillo reißt die Klappe weit auf

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    Ich finde die Bedienung der STIs mit kalten Fingern ziemlich unangenehm, besonders wenn der Umwerfer durch Dreck schwergängig geworden ist. Beim neuen Brevetrad habe ich bewusst wieder Unterrohrhebel montiert. Das Umgreifen und die damit verbundene Bewegung des Rückens sehe ich gerade bei Langstrecken als Vorteil. Außerdem kann man bei Nacht ertasten, welcher Gang gerade eingelegt ist.
     
  21. Ivo

    Ivo Randonneur

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    Richtig. Bremsschalthebel verführen dich dazu zu lange in der gleichen Position zu fahren. Gerade auf den längeren Brevets ist dies ein Nachteil weil dies der kürzester Weg zur Überbelastung ist. Vor allem wenn es schon eine alte Verletzung gibt. Deswegen fahre ich keine Bremsschalthebel mehr.
     
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  22. LeRag

    LeRag Aktives Mitglied

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    So die erste kleine Spritztour ist absolviert. Der Supercorsa Comfort wird wie der normale Supercorsa nicht mein Freund werden - das passt einfach nicht..
    Der Comfort ist näher am Rennrad als an meinem Tourer mit 32 mm Reifen, dafür aber auch flotter. Die Geometrie ist komfortabel und erstaunlich wendig. Größer dürfte der Rahmen nicht sein, zwischen OR und Weichteilen ist nicht viel Platz :rolleyes:
    In Sachen Schaltung kriegt man 4 Ritzel gut hin eins mäßig und eins schlecht. Eine Dauerlösung ist das so also für mich nicht.
    Bei der Übersetzung gibts auch Verbesserungspotential: ein paar mehr Gänge nach oben und unten wären wünschenswert. Für die Region um Regensburg würde das 35er reichen, nur dabei wirds aber nicht bleiben.
    Die Waage hat gerade 12,9 kg ausgespuckt, was durchaus ein vertretbares Gewicht ist!

    Bei den Bremsen vermute ich, dass es Nuovo Record (standard reach) sind - die tun ihren Dienst vernünftig, die Ergopower sind wohl unterste Schublade, der Doppelhebel aus Plastik fühlt sich nicht so toll an.

    Was für einen größeren Umbau auf jeden Fall ansteht ist das Aufweiten auf 130 mm.
     
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