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Bikepacking konventionell oder Arschrakete?

Migmig

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Hallo,

was ich mich so oft gefragt habe...:

ist es nicht sinnvoller bei einem Gravel das Gepäck hinten an einen leichten Gepäckträger auf die Seitentaschen zu verteilen und oben drauf noch das Zelt bzw. Schlafsack ,... draufzumachen anstatt die wackelnde Arschrakete und die im Wind stehende Lenkertasche zu benutzen?
Hat man da nicht noch mehr Stauraum und muß nicht in einem Microzelt schlaffen, wo die Füße rausgucken?

Von der Aerodynamik sollte es ja nicht so sehr vom Nachteil sein. Die Beine sind ja sowieso vor den Satteltaschen im Wind.
Gegen einer Rahmentasche wäre nichts auszusetzen.

Was meint ihr?
 
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sibi

Ich trainiere nicht, ich fahre nur
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Die Lenkertasche beeinflusst die Aerodynamik erstaunlich wenig, da sie die Windangriffsfläche von vorne nicht wesentlich verändert. Die Seitentasche(n) oder auch Lowrider schon. Ein nicht streng wissenschaftliches, aber doch nachvollziehbares Experiment gibt es leider nur auf englisch.
 

Noah_Betz

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bei längeren Touren, bei denen die Durchschnittsgeschwindigkeit unter die 30kmh gehen, halte ich den aerodynamischen Nachteil als nicht so groß.
Satteltasche mit damals 15 Liter war nie vergleichbar mit dem Packvolumen meiner praktischen Seitentaschen und war außerst nervig durch das rumgewackel. Für mich unangenehm zu fahren.
Werde das nächste Bikepacking auf jeden Fall wieder mit leichtem Gepäckträger und Taschen machen.
Da ist dann ordentlich Platz für Powermahlzeiten und der Rücken dankts mir auch, weil Matte für komfortableren Schlaf.
Was meiner Meinung nach überhaupt nicht geht ist Rücksack beim Bikepacking. Man schwitzt und hat nach spätestens zwei Stunden Rückenschmerzen.
 

Migmig

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Rucksack und Radfahren bei Wärme finde ich auch nicht optimal. Der Mensch schwitzt viel über den Rücken aus und da ist ein Rucksack fehl am Platz... Ich jedenfalls fühle mich deutlich wohler, wenn der Rucksack (Inhalt) irgendwo am Rad dran ist.
 

Ivo

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Einen Topeak Rackpack mit dazugehöriger Gepäckträger sitzt stabiler als eine Arschrackete, bietet etwas mehr Stauraum und ist vor allem viel einfacher abnehmbar und zugänglich. Das wurde ich für sehr leicht bepacktes Reisen empfehlen.
 

BuckminsterF

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Woho Saddlebag Stabilizer und es wackelt überhaupt nichts mehr – nichtmal im Wiegetritt. Gleichzeitig noch Montagemöglichkeit für Getränkehalter.

Also wenn das Wackeln der Grund gg. die Satteltasche ist, dann kann das einfach abgestellt werden.
 

BuckminsterF

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Und was soll aus dieser Umsatz bringenden Marketing-Idee " Bikepacking" werden, wenn nun alle doch wieder stabile Seitentaschen benutzen?
Harald
Oh man, immer dieses dämliche, alles was neu ist, ist blöd…

Beides hat seine Berechtigung. Kommt doch drauf an, was man macht.
Beides hat je nach Art der Reise und Fahrweise seine Berechtigung.

Ich pack mir fürs Wochenende auf dem Rad doch keinen Gepäckträger mit dicken Taschen ans Rad, wenns ne 17 l Satteltasche, die ich beliebig kleiner Rollen kann auch tut.

Wenn ich eine Radreise mach, dann kann das natürlich auch anders aussehen.
 

mittelprächtig_95

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Und was soll aus dieser Umsatz bringenden Marketing-Idee " Bikepacking" werden, wenn nun alle doch wieder stabile Seitentaschen benutzen?
Harald

Klar bringt die Marketing-Idee "Bikepacking" Umsatz, das kann ich nicht von der Hand weisen. Als ich auf ebay Kleinanzeigen nach gebrauchten Satteltaschen geschaut habe, wurde mir klar, wie sehr das gerade angesagt ist.
Ob das jetzt bleiben wird oder nur ein Hype ist, der wieder enden wird, wenn die Leute wieder mehr mit dem Flieger zu anderen
Urlaubzielen starten, weiß man ja noch nicht.

Ich find es jedenfalls nett, eine weitere Möglichkeit zu haben mehr Gepäck am [U]Rennrad[/U] unterbringen zu können. Für Seitentaschen müsste deutlich mehr Umbauarbeiten vorgenommen werden.
Seitentaschen machen am Trekking oder Einkaufsrad mehr Sinn, wenn schon Gepäckträger bzw. Punkte zur Fixierung der Taschen vorhanden sind.

Also beides hat seine Berechtigung. Warum verwendest du "Umsatz" und "Marketing" so vorwurfsvoll? Ist jedenfalls besser als kein Umsatz, sprich möchtest du lieber, dass diese Leute keinen Job haben?
Musst ja kein Produkt kaufen, wenn du es nicht brauchst.
 

dasulf

Maja, fliegnichtsoschnell
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Moinsen

Es kommt immer ganz darauf an, was man will, wie man unterwegs ist und auch wieviel Geld man zur Verfügung hat.

Bikepacking funktioniert meines Erachtens nur mit einer minimalen Packung der Dinge, die du auch wirklich brauchst. Zum Beispiel Zelt, Luftmatratze, Schlafsack: wenn du diese Dinge schon besitzt oder auch in kälteren Gegenden nutzen willst (oder für Winterwanderung), bist du sehr schnell bei mehr Litern Stauraum als du beim bikepacking zur Verfügung hast. Möchtest du dann noch kochen, Ersatzkleidung und Beautycase mitnehmen, wird's unmöglich.

Also bräuchte ich in meinem Fall zu den anderen Taschen noch eine neoairähnliche Matratze, eine Schlaftüte die an die zu erwartenden Temperaturen angepasst ist, und ein Tarp oder einlagiges Zelt. Ob du für jeden erdenklichen Fall ein optimales Setup zusammenstellen möchtest oder ein Setup für alle Fälle haben möchtest, ist der Unterschied.

Der andere Unterschied in der Performance ist zum Einen Aerodynamik, zum Anderen Gewicht. Die ganzen Träger und Taschen wiegen schon ganz ordentlich, bevor irgendetwas eingepackt wurde. Allerdings sagt mir Kreuzotter, daß an Bergen zwischen 5 und 15% das gesamte Gepäck ungefähr einen weiteren Gang ausmacht, um bei gleicher Leistung dieselbe TF zu treten. Und dabei denke ich an voll bepackt vs ohne Verpackung. Der Unterschied zwischen bikepacking und klassisch dürfte marginal sein.

Zu den aerodynamischen Vorteilen der Arschrakete wurde oben ja schon zitiert. Sind Geschwindigkeiten auf einer Bahn in etwa deine Reisegeschwindigkeit? Ist das überhaupt erheblich, ob du am Tag 100 oder 105km weiter kommst (im Reisemodus, wenn man die transcontinental auf Platzierung fährt, ist das sicherlich anders)?

Zu dem Vorteil der leichten Abnehmbarkeit der Taschen: ich habe keinen Vergleich, mag aber sein, daß klassische Packtaschen einfacher zu entfernen sind. Was aber sicherlich bei Arschraketen nicht besser wird: die Dinge die du gerade benötigst findest du erst, wenn du die Tasche fast komplett ausgepackt hast. Immer, bei allen Systemen.

Gruß
dasulf
 

Mittelwerther

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Ich habe mich für den Sommerurlaub gerade für einen Gepäckträger entschieden: Mein Gravelrad hat die nötigen Anbaupunkte, die Taschen habe ich, und ich möchte u. A. einen Laptop mitnehmen. Da war es weniger verlockend, eine XXL-Satteltasche zu suchen, die genug Platz hat. Für ein Wochenende mit kleinerem Gepäck hätte ich mir den Aufwand aber nicht gemacht...

Es ist ein Tubus Disco geworden, macht einen guten Eindruck.

 

Plautzilla

Winterspeck? Der war nie weg!
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Tailfin AeroPack (Carbon). In 60 Sekunden montiert in 30 demontiert.
Vorteil: fester wackelfreier Sitz aber dennoch gut Stauraum. Aerodynamischer als jede Seitentasche ist es zudem. Auch Geländetauglich. Und du kommst IMMER an ALLES ran, nichts muss erst komplett ausgepackt werden, du rollst es oben auf und siehst alles auf einen Blick.
Und mit dem light mount Zubehör kann man hinten dran auch gescheit ne Lampe festmachen.
An den Arschraketen sind ja immer nur so Laschen, da hab ich schon mehrfach mein Rotlicht mit diesem Taschenclip verloren. Das hält einfach nie, sobald man im Gelände damit fährt hopst es nach oben raus bei mir.

Warum kein Gepäckträger - mag am Gravelcrosser einfach nicht dauerhaft so ein Monstrum dran haben. Das Argument vonwegen man kann den ja schnell abmachen oder wieder dran scheiterte an meinem letzten Rad an den Ösen. Nach unter 10x Geschraube waren die Ösen ziemlich hinüber, abgeplatzt, ausgenudelt.

Bei Tailfin hab ich einfach an jedem Rad die passende Steckachse, und somit ist es ständig einsatzbereit um den AeroPack aufzunehmen. Da geht nix kaputt oder nudelt aus. Das war es mir preislich dann wert die teure Tailfin zu erwerben - ist auf lange Sicht billiger als nen neuer Fahrradrahmen falls alle Stricke Ösentechnisch reissen.

Vorne die Rolle/Tasche ist doch zu vernachlässigen. Bepackt man sie mit Schlafzeugs oder Klamotten ist die sogar nicht so schwer das sie das Lenkverhalten beeinflusst. Und wegen den Aerodynamik - ähm man sitzt ja dahinter und versperrt der Luft den Weg mit dem Oberkörper, ob da jetzt ne Rolle hängt oder nicht ist so ziemlich Latte. Es kommt ja sicherlich nicht auf die hundertstel Sekunde an. Und für den Fall das doch, es gibt auch Varianten die mit nem Lenkeraufsatz kompatibel sind.
 

Plautzilla

Winterspeck? Der war nie weg!
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Moinsen

Möchtest du dann noch kochen, Ersatzkleidung und Beautycase mitnehmen, wird's unmöglich.

Also bräuchte ich in meinem Fall zu den anderen Taschen noch eine neoairähnliche Matratze, eine Schlaftüte die an die zu erwartenden Temperaturen angepasst ist, und ein Tarp oder einlagiges Zelt. Ob du für jeden erdenklichen Fall ein optimales Setup zusammenstellen möchtest oder ein Setup für alle Fälle haben möchtest, ist der Unterschied.

Der andere Unterschied in der Performance ist zum Einen Aerodynamik, zum Anderen Gewicht. Die ganzen Träger und Taschen wiegen schon ganz ordentlich, bevor irgendetwas eingepackt wurde. Allerdings sagt mir Kreuzotter, daß an Bergen zwischen 5 und 15% das gesamte Gepäck ungefähr einen weiteren Gang ausmacht, um bei gleicher Leistung dieselbe TF zu treten. Und dabei denke ich an voll bepackt vs ohne Verpackung. Der Unterschied zwischen bikepacking und klassisch dürfte marginal sein.

Zu den aerodynamischen Vorteilen der Arschrakete wurde oben ja schon zitiert. Sind Geschwindigkeiten auf einer Bahn in etwa deine Reisegeschwindigkeit? Ist das überhaupt erheblich, ob du am Tag 100 oder 105km weiter kommst (im Reisemodus, wenn man die transcontinental auf Platzierung fährt, ist das sicherlich anders)?

Zu dem Vorteil der leichten Abnehmbarkeit der Taschen: ich habe keinen Vergleich, mag aber sein, daß klassische Packtaschen einfacher zu entfernen sind. Was aber sicherlich bei Arschraketen nicht besser wird: die Dinge die du gerade benötigst findest du erst, wenn du die Tasche fast komplett ausgepackt hast. Immer, bei allen Systemen.
Nein, nein und äääh nein. 🙃

Wie oben geschrieben: Tailfin. Du hast Aerodynamik gepaart mit schnellem Zugriff auf einfach alles und dennoch kaum Gewicht, keinen festen Gepäckträger und nix schlackert.

Ja, man muss halt beim Kauf der benötigten Dinge aufs Volumen achten. Ich krieg an meinem Rad alles auch aerodynamisch mit was ich benötige inkl. Hygieneartikeln, Ersatzkleidung, Regenzeugs und dem benötigten Campinggeraffel.
Auf Komfort muss ich nicht verzichten und auch um die Temperatur nicht einen riesen Bohei machen. Gut ich campiere noch nicht bei -10°C. Aber bis in den einfachen Minusbereich kein Problem.
Aber ich krieg in unter 10l meinen Quilt (locker bis in den leichten Minusbereich), Isomatte (Neoair), Kissen usw. mit.

ist halt alles eine Frage was man ausgeben kann und will. Wir haben jetzt 4 Jahre lang optimiert und nach und nach zugekauft und sind zufrieden. Das 3 Personenzelt mit unter 1,5kg (!) schleppt mein Mann am 58er Rahmen. Ich den Kocher, Werkstatt, 1 Hilfe usw. am XS Bike. Hätte jeder sein 1Persoenzelt kriegte ich das wegen dem geringen Packmaß problemlos mit, und ausreichend Platz bieten die auch - aber wie gesagt es ist hauptsächlich ne Geldfrage.
 

dasulf

Maja, fliegnichtsoschnell
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Nein, nein und äääh nein. 🙃

Wie oben geschrieben: Tailfin. Du hast Aerodynamik gepaart mit schnellem Zugriff auf einfach alles und dennoch kaum Gewicht, keinen festen Gepäckträger und nix schlackert.

Ja, man muss halt beim Kauf der benötigten Dinge aufs Volumen achten. Ich krieg an meinem Rad alles auch aerodynamisch mit was ich benötige inkl. Hygieneartikeln, Ersatzkleidung, Regenzeugs und dem benötigten Campinggeraffel.
Auf Komfort muss ich nicht verzichten und auch um die Temperatur nicht einen riesen Bohei machen. Gut ich campiere noch nicht bei -10°C. Aber bis in den einfachen Minusbereich kein Problem.
Aber ich krieg in unter 10l meinen Quilt (locker bis in den leichten Minusbereich), Isomatte (Neoair), Kissen usw. mit.

ist halt alles eine Frage was man ausgeben kann und will. Wir haben jetzt 4 Jahre lang optimiert und nach und nach zugekauft und sind zufrieden. Das 3 Personenzelt mit unter 1,5kg (!) schleppt mein Mann am 58er Rahmen. Ich den Kocher, Werkstatt, 1 Hilfe usw. am XS Bike. Hätte jeder sein 1Persoenzelt kriegte ich das wegen dem geringen Packmaß problemlos mit, und ausreichend Platz bieten die auch - aber wie gesagt es ist hauptsächlich ne Geldfrage.
Moinsen

Wieviel Liter zu verpackendes Volumen nimmst du ca mit?
Richtig hast du erkannt, daß es durchaus eine Frage des Geldes ist, andererseits eine Frage des Komforts. Ich habe eine thermarest Apex, die ist auch relativ leicht, aber etwas voluminöser. Großartig günstiger ist sie nicht, aber ich finde sie bequemer.
Ich koche unterwegs und habe meistens Vorrat für eine Woche dabei. Das ist weit von minimal entfernt, aber die le creuset Töpfe bleiben doch zu Hause.
Ich mag eben unterwegs auch auf die Zivilisation möglichst weit verzichten, also nicht irgendwo Essen müssen und auf die Ladung von Akkus warten müssen. Supermarkt eben auch selten, aber trotzdem nicht eine Woche Riegel futtern.
Trotzdem fallen mir bei meinem Setup mindestens 3 überflüssige kg Gepäck ein (ohne Abstriche im Komfort). Aber der finanzielle Aufwand ist äquivalent zu 8 Wochen Radurlaub. Und die geben mir eigentlich mehr als die verlorenen 3kg. Übrigens habe ich selbst auch noch den einen oder anderen kg abzugeben.

Interesse habe ich aber am Quilt: bis in den leichten Minusbereich und Komfortbereich? Wieviel g Daune bei welcher Größe hast du (welcher Bauschfaktor). Meine Schlaftüte mit 600g Daune für 1,75m macht das wirklich. Ist aber erstens etwas sperrig und zweitens etwas zu warm in mindestens 70% meiner Anwendungen. Da das Ding nun schon seit fast 20 Jahren seinen Dienst tut, wäre eine Ergänzung des Equipments durch ein Quilt wahrscheinlich die am ehesten in Frage kommende Anschaffung.

Gruß
dasulf
 

Check.

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Man kann auch beides....

1628578984180.png



Vorteile Gepäckträger: mehr Packvolumen, mehr Last möglich
Nachteile Gepäckträger:
Montage/Demonatgeaufwand.
Und beliebig oft möchte ich das den Gewinden zuliebe auch nicht machen.
Das ist der Hauptgrund dass der GT bei unserer Tour dran war, denn die Rakete hätte genügt.

Falsch: für das Bügelschloss (900g) hätte die Rakete nicht genügt.

Vorteile Rakete: flexibles Volumen!
Schutzblecheffekt :)
 

kcn

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Hi zusammen,

ich mache gleich noch ein ähnliches Thema auf, muss hier aber auch noch was dazuschreiben.

Seit Mitte 2020 fahre ich Gravelbike und bin dann relativ zügig zum Bikepacking gekommen. Für mich gabs aus Marketing-Gründen (wirklich jetzt!) keine Alternative zur Arschrakete, Lenkerrolle und Oberrohrtasche. So bin ich bisher einige Mehrtagestouren mit Übernachtung in Unterkünften und einen Overnighter mit Übernachtung (dann zusätzlich die Lenkerrolle) im Waldunterstand gefahren. Beides klappte mit dem Setup gut und ich bleibe erst mal dabei. Die Anwort auf deine Frage ist mMn aber schon: Kommt drauf an.

Beim Touren fuhren auch Kollegen mit, die Taschen nutzten. Mir erschienen die Bikes aber dann recht träge und auch schwer. Damit einher geht, dass die Jungs auch gnadenlos alles einpackten während unsereins sich jedes Teilchen überlegte. Und das wiederum gefällt mir dann an meinem o. g. Setup: Man kann schon gut was mitnehmen, ist aber auch irgendwo gezwungen zu überlegen. In meiner 16 Liter Arschrakete war letztlich auch noch Platz. Nicht so schön ist die Packerei, gebe ich zu. In die AR sollte nur das rein, was du nicht oft benötigst. Allerdings hatte ich am Öffnungsende meine Regensachen, Handschuhe und das Brillenetui. Es war jetzt auch kein Riesenstress die AR zu öffnen, Sachen zu tauschen und dann wieder anständig komprimiert zu rollen. Mit Taschen wäre das halt noch schneller gegangen.

Woho Saddlebag Stabilizer und es wackelt überhaupt nichts mehr – nichtmal im Wiegetritt. Gleichzeitig noch Montagemöglichkeit für Getränkehalter.

Den habe ich mir auch schon angeschaut, aber in einigen Videos wurde als Kritikpunkt genannt, dass die Schrauben der Trinkflaschenhalter und wohl auch irgendwie die Sattelhalterung an der Arschrakete scheuern würden. Ich hab das Teil dann erst Mal aus dem Fokus verloren, weil ich bei der Ortlieb Arschrakete (16 Liter mit zwei Haltestreifen) auch kein wirkliches Wackeln feststellen kann. Man kann das Teil mit den zwei Riemen wirklich ordenlich festzurren. Die passt sich auch sehr gut an die Unterseite meines Sattels an. Im Vergleich dazu war es bei der Apidura eines Mitfahrers wirklich so, dass die wackelte.

Das ist der Hauptgrund dass der GT bei unserer Tour dran war, denn die Rakete hätte genügt.

Schaut einladend aus! :) Wo gings hin?
 
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