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Beratung zur Rahmengröße/Material

Max-Ludwig

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Hallo zusammen,

ich will mir ein neues Rennrad kaufen. Als Langbeiner bin ich nun bissl verunsichert zu welcher Rahmengröße ich greifen soll und was das Material zulässt.
Meine Maße: Größe 190 cm bei 95,5 cm Schrittlänge. 80 kg und körperlich sehr flexibel.
Derzeit fahre ich einen 61er Alurahmen mit klassischer Geo. Stack bei ca. 60 cm und Reach bei ca. 41 cm. Es ist mir gefühlt bissl zu lang.

Kaufinteresse habe ich z.B. für Räder von Storck (F3/A2) in Rahmengröße XL oder Basso (Venta/Astra) in Rahmengröße 58.
Das Storck F3 XL konnte ich bereits kurz probefahren und war sehr zufrieden. Gefühlt war es ca. 2 - 3 cm zu lang, Stack war in Ordnung.
Basso-Modelle konnte ich bisher leider nicht probefahren. Ein Händler hat mir dringend zum 61er Rahmen geraten (wegen Stabilität).

Kann ich mit meinen langen Beinen ohne Probleme die oben beschriebenen Rahmen fahren? Oder wird aus technischer Sicht der Rahmen „unter mir“, also im Sitzrohr-Bereich, zu unstabil und wirkt sich negativ auf die Fahreigenschaften aus? Ist der lange Sattelauszug überhaupt möglich?
Grundsätzlich suche ich eher einen sportlichen Rahmen und habe daher vorbehalte einen zu großen Rahmen zu fahren, der nur unbeweglich wird. Auf dem Papier sagen mir subjektiv die Geometriedaten der Basso-Modelle am meisten zu.
Abschließend: Wie lange sollten Vorbau und Lenker-Reach mindestens sein, um das Fahrverhalten nicht negativ zu beeinflussen? Oder ist das subjektiv?

Vielen Dank für euer Fachwissen!
Max L.
 

Pannenkönig

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Mangelnde Stabilität sollte eigentlich bei keinem der genannten Rahmen ein Problem sein. 80 kg sind sind ja auch nicht die Welt.
Wenn Du einen 58er Rahmen wählst, dann mag das von der Länge besser passen aber Du wirst dann mit mehr Überhöhung klar kommen müssen. Musst Du wissen, ob Du damit klar kommst. Auf einer kurzen Probefahrt fühlt sich ja vieles ok an.
Die Länge des möglichen Sattelstützenauszuges hängt von der Länge der Sattelstütze ab.
Mir ist nicht bekannt, dass der Reach das Fahrverhalten beeinflusst. Das geschieht durch Radstand, Länge der Kettenstrebe, Steuerrohrwinkel, Gabelnachlauf...
 

Mittelwerther

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Zum Thema Länge und Fahrverhalten mein Eindruck: Ich bin 186 cm, kurze Beine, Anfänger/Wiedereinsteiger, und habe seit Jahresanfang ein altes Storck mit eher kleinem Rahmen (55 cm) und 120mm Vorbau.

Der Schwerpunkt liegt mit dem langen Vorbau weiter vorn, es ist mehr Gewicht auf dem Vorderrad als bei meinen früheren Rädern, das war für mich zu Anfang ungewohnt. Auf der Straße finde ich das aber inzwischen ein ziemlich stabiles Fahrgefühl, und ich bin damit auch schon im Unterlenker ziemlich holprige Schotterpisten runtergekommen, die Manövrierfähigkeit ist gut.

Allerdings hat so ein kurzer Rahmen auch seine Nachteile: Es kann, je nach Rahmen, das Risiko bestehen, dass Du in sehr engen Kurven mit deinen Schuhen ans Vorderrad kommst.

Normale Straßen sind nicht so eng. Es gibt hier aber immer mal auf Radwegen so Serpentinen, die zum Beispiel die Böschung von Autobahnbrücken hochführen. Da nehme ich mir in den 180°-Kurven regelmäßig die gesamte Breite des Weges, weil ich eben nicht so starke Lenkbewegungen mache wie vom Landschaftsplaner vorgesehen. (Und einmal habe ich es geschafft mir am rollenden Vorderreifen das Knie zu schürfen, aber das war keine normale Fahrposition...)

Meine Erkenntnis daraus ist bisher ungefähr: Ein Rahmen darf ruhig etwas kleiner sein, wenn ich mir mal ein neues Rad kaufe würde ich vielleicht eher nach einer Lösung mit 110 mm Vorbau schauen, die dann auch etwas mehr Platz lässt für größere Füße in engen Kurven. Zu Mindest-Längen kann ich nicht wirklich etwas sagen.
 
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