• Hallo Gast, wir suchen den Renner der Woche 🚴 - vielleicht hast du ein passendes Rennrad in deiner Garage? Alle Infos

Sicherheit im Rennradsport

Reden wir hier bei der ganzen Diskussion immer noch über diese stelle, wo es so gefährlich ist dass die fahrer hier streiken sollen?
Bin mir grad nicht sicher was genau daran gefährlich ist, aber was immer es ist, gibt es beliebig viele 200 km straßenabschnitte, bei denen es nirgends gefährlich wird wenn man überall mit 50 kmh in nem 150 mann pulk lang brettert?

Ach komm, schaust du überhaupt Radsport, dass ihr dir den Unterschied zwischen100 km vor dem Ziel und den letzten 1000 m erklären muss? Ich erklär's mal für Anfänger:

500 m vor dem Ziel, wenn ich an Position 30 bin, habe ich keine Chance. Also: Ich muss UM JEDEN PREIS vorkommen. Im generell EXTREM hohen Tempo, das kurz vor Ziel gefahren wird. Da ist eine Lücke? Ich versuche, reinzustechen. Es geht um die Kurve? 2 km/h mehr gehen auch noch. Mit 10 cm Abstand zum Nebenmann. Je enger es ist, je enger die Kurven sind, umso weniger Platz für einen Fehler ist da. Das weiß man. Und man nimmt es in Kauf, als Fahrer und Veranstalter.

100 km vor dem Ziel, breite Straße, Abfahrt. Wenn ich an Position 50 bin, habe ich nichts zu verlieren, außer höhere Gefahr, von einem Sturz vor mir betroffen zu sein. Rennsituation ist meistens halbwegs aufgeräumt. Kurve? Lieber 2 km/h weniger, bringt ja auch nix. Wenn du Pech hast, liegt halt irgendwo Öl oder Dreck. Ja, das ist dann das Restrisiko.
 

Anzeige

Re: Sicherheit im Rennradsport
500 m vor dem Ziel, wenn ich an Position 30 bin, habe ich keine Chance. Also: Ich muss UM JEDEN PREIS vorkommen. Im generell EXTREM hohen Tempo, das kurz vor Ziel gefahren wird. Da ist eine Lücke? Ich versuche, reinzustechen. Es geht um die Kurve? 2 km/h mehr gehen auch noch. Mit 10 cm Abstand zum Nebenmann. Je enger es ist, je enger die Kurven sind, umso weniger Platz für einen Fehler ist da. Das weiß man. Und man nimmt es in Kauf, als Fahrer und Veranstalter.

Du musst gar nichts als Fahrer. Du hast eine Bremse und kannst sie ziehen, nein?

Letztendlich läuft es immer mehr darauf hinaus, dass man Rennen immer weiter entschärft, weil die Fahrer ihrer Eigenverantwortung nicht gerecht werden und daher auf Regeln hoffen, die alle zwingen, das Risiko zu minimieren, das man selbst, als Einzelner nicht eingehen will.

Ich fahre nicht gut und sicher bei Regen bergab > Wetterprotokoll regelt, dass alle langsam fahren müssen.
Ich kann mit Kälte nicht umgehen > Wetterprotokoll regelt
Ich kann nicht so schnell wie andere um enge Kurven fahren > keine engen Kurven mehr

Ja, es gibt Dinge, die man als Veranstalter besser machen kann nur ändert das nichts an der Tatsache, dass der Fahrer in der Verantwortung ist. Und das zu viele Regeln Renne auch unfairer machen können, dann nämlich, wenn sie Fahrer ihrer Stärken berauben. Zum Beispiel tragen eher winklige Anfahrten auf ein Ziel auch dazu bei, dass sich Sprintzüge schlechter formieren können - damit kommen einige sehr gut klar, andere nicht. Hat man jetzt immer 1 Kilometer breit, flach und gerade ins Ziel, bevorteilt man klar die, die mehr vom Zug profitieren.
 
Ach komm, schaust du überhaupt Radsport, dass ihr dir den Unterschied zwischen100 km vor dem Ziel und den letzten 1000 m erklären muss? Ich erklär's mal für Anfänger:

500 m vor dem Ziel, wenn ich an Position 30 bin, habe ich keine Chance. Also: Ich muss UM JEDEN PREIS vorkommen. Im generell EXTREM hohen Tempo, das kurz vor Ziel gefahren wird. Da ist eine Lücke? Ich versuche, reinzustechen. Es geht um die Kurve? 2 km/h mehr gehen auch noch. Mit 10 cm Abstand zum Nebenmann. Je enger es ist, je enger die Kurven sind, umso weniger Platz für einen Fehler ist da. Das weiß man. Und man nimmt es in Kauf, als Fahrer und Veranstalter.

100 km vor dem Ziel, breite Straße, Abfahrt. Wenn ich an Position 50 bin, habe ich nichts zu verlieren, außer höhere Gefahr, von einem Sturz vor mir betroffen zu sein. Rennsituation ist meistens halbwegs aufgeräumt. Kurve? Lieber 2 km/h weniger, bringt ja auch nix. Wenn du Pech hast, liegt halt irgendwo Öl oder Dreck. Ja, das ist dann das Restrisiko.
So ist es. Niemand hätte sich über die Streckenführung beschwert, wenn das eine "Ortsdurchfahrt" 50km vor dem Ziel gewesen wäre. Ein paar Helfer mit Fahnen und Trillerpfeifen, ein paar Warntafeln und dann macht das Feld langsam. Als letzter Kilometer hingegen saumässig gefährlich und völlig unnötig. Ob man sich das vorher angeschaut hat oder nicht ist in der Konstellation dann egal, es eliminiert die Gefahr nicht, kann sie nicht eliminieren.
Natürlich sollten die Teams gegen so etwas protestieren und ggf. auch mit Streik drohen. Die Schuld sehe ich hier aber definitiv beim Veranstalter. Ich gehöre nicht zu denen, die kein Restrisiko akzeptieren wollen oder bei den Fahrern keine Mitverantwortung sehen - das heißt aber eben auch icht, dass man als Veranstalter alles machen kann.
 
Naja, wenn da die stärksten Teams dabei sind, versuchen sie halt vorne breit zu werden und machen Barrage ;)

Was anderes: Alleine wenn 17 von 20 Teams dann ganz langsam fahren und vorne nur 2 oder 3 Teams wirklich Gas geben, macht das für die Organisatoren ein beschissenes Bild und die "Streikbrecher" werden sicher am nächsten Tag nicht den schönsten Tag im Peloton haben. "Kann ich durch, ich bringe Flaschen vor?" "Nö!"

Man muss es wollen und durchziehen. Am Ende will doch niemand, dass jemand an die Kirchmauer klatscht und danach im Rollstuhl sitzt. Dann wäre das Geschrei wieder groß gewesen und alle hätten sich (zurecht) über die Ankunft aufgeregt. Aber in dem Fall war das doch jedem bewusst, der sich die Zielanfahrt anschaut. Wenn man da als Teams/Fahrer nicht mal ein Zeichen setzt, muss man sich nicht wundern, wenn sich nix ändert.
Ich fand jetzt die breite Kurve da an der Kirche wirklich nicht kritischer als zig Kurven auf Etappen sowieso sind. Wenn da eine Barriere stehen würde, dann eher wegen möglicher Zuschauer, aber nicht zum Schutz der Fahrer. Man könnte allenfalls über eine Barriere diskutieren, damit die Fahrer gezwungen werden, die Kurve enger zu nehmen - aber dann kann auch einer voll die Barriere fliegen...

So wie in der letzten Kurve vor dem Zielstrich aber, DIE fand ich fast schon kriminell, weil da klar ist, dass es da Sprintfights geben kann. Wenn Du fällst, dann fliegst Du mit 60 Sachen gegen eine nur 1-2m entfernte Barriere, da kann IMHO sogar mehr passieren als in der langgezogenen, breiten und bergauf führenden Kurve.
 
Ich fand jetzt die breite Kurve da an der Kirche wirklich nicht kritischer als zig Kurven auf Etappen sowieso sind. Wenn da eine Barriere stehen würde, dann eher wegen möglicher Zuschauer, aber nicht zum Schutz der Fahrer. Man könnte allenfalls über eine Barriere diskutieren, damit die Fahrer gezwungen werden, die Kurve enger zu nehmen - aber dann kann auch einer voll die Barriere fliegen...

So wie in der letzten Kurve vor dem Zielstrich aber, DIE fand ich fast schon kriminell, weil da klar ist, dass es da Sprintfights geben kann. Wenn Du fällst, dann fliegst Du mit 60 Sachen gegen eine nur 1-2m entfernte Barriere, da kann IMHO sogar mehr passieren als in der langgezogenen, breiten und bergauf führenden Kurve.
Wahrscheinlich hast du recht, wobei die Mauer und Treppe und Geländer an der Kurve halt schlecht (will sagen: gar nicht) abgesichert waren. Die Kurve alleine wäre wohl okay gewesen. Dazu am Ende der Kurve (wenn ich es richtig im Kopf habe) das außen anfangende Gitter, wodurch die Kurve gefühlt nochmal "zu macht" und man durchaus überrascht werden kann.
 
Du musst gar nichts als Fahrer. Du hast eine Bremse und kannst sie ziehen, nein?

Letztendlich läuft es immer mehr darauf hinaus, dass man Rennen immer weiter entschärft, weil die Fahrer ihrer Eigenverantwortung nicht gerecht werden und daher auf Regeln hoffen, die alle zwingen, das Risiko zu minimieren, das man selbst, als Einzelner nicht eingehen will.

Ich fahre nicht gut und sicher bei Regen bergab > Wetterprotokoll regelt, dass alle langsam fahren müssen.
Ich kann mit Kälte nicht umgehen > Wetterprotokoll regelt
Ich kann nicht so schnell wie andere um enge Kurven fahren > keine engen Kurven mehr

Ja, es gibt Dinge, die man als Veranstalter besser machen kann nur ändert das nichts an der Tatsache, dass der Fahrer in der Verantwortung ist. Und das zu viele Regeln Renne auch unfairer machen können, dann nämlich, wenn sie Fahrer ihrer Stärken berauben. Zum Beispiel tragen eher winklige Anfahrten auf ein Ziel auch dazu bei, dass sich Sprintzüge schlechter formieren können - damit kommen einige sehr gut klar, andere nicht. Hat man jetzt immer 1 Kilometer breit, flach und gerade ins Ziel, bevorteilt man klar die, die mehr vom Zug profitieren.
Junge, denkst du du eigentlich nur von 12 bis Mittag?

Das ist ein Rennen. Da muss man schnell fahren, um zu gewinnen. Wenn ich nicht gewinne, verdiene ich kein Geld. Also muss ich solche Ankünfte so schnell wie möglich fahren, oder ich höre mit dem Sport auf. Dann gibt es Abschnitte, wo "so schnell we möglich" ein vertretbares Risiko für alle darstellt (10 m breite STraße geradeaus im Zielsprint flach oder leicht bergan), und es gibt Ecken, wo "so schnell wie möglich" eine maximale erhöhte Sturzgefahr inklusive maximal erhöhter Verletzungsgefahren darstellt.

Als Veranstalter habe ich doch die Pflicht, dafür zu Sorgen, dass die Risiken vertretbar bleiben. Würden alle so denken wie du, gäbe es in der Formel 1 noch 2 Tote pro Jahr. Die Fahrer haben ja wohl ein Bremspedal, oder nicht? Junge junge, was bei manchen im Kopf abgeht, will ich halt einfach nicht verstehen. Die Fahrer haben einen immensen Druck, Leistung zu zeigen, und an einigen Stellen muss man sie dann schützen, sonst hat man irgendwann keinen Sport mehr.

Und an welcher Stelle gewinnt hier der beste Fahrer, wenn der zweite in der Kurve stürzt und alle dahinter aufgehalten werden? Ja, dann gewinnt der an Position 1, was wieder dazu führt, dass jeder an Position 1 fährt, was wieder unweigerlich zu Stürzen davor führt.
 
Junge, denkst du du eigentlich nur von 12 bis Mittag?

Tolle Ansprache ...

Das ist ein Rennen. Da muss man schnell fahren, um zu gewinnen. Wenn ich nicht gewinne, verdiene ich kein Geld. Also muss ich solche Ankünfte so schnell wie möglich fahren, oder ich höre mit dem Sport auf. Dann gibt es Abschnitte, wo "so schnell we möglich" ein vertretbares Risiko für alle darstellt (10 m breite STraße geradeaus im Zielsprint flach oder leicht bergan), und es gibt Ecken, wo "so schnell wie möglich" eine maximale erhöhte Sturzgefahr inklusive maximal erhöhter Verletzungsgefahren darstellt.
Was würde der Sieger wohl dazu sagen?

Als Veranstalter habe ich doch die Pflicht, dafür zu Sorgen, dass die Risiken vertretbar bleiben. Würden alle so denken wie du, ...

Das Veranstalter Risiken minimieren können, bestreitet niemand. Nur ändert das nichts am Prinzip der Eigenverantwortung. Die Strecken sind bekannt, auch die Zieleinfahrten und wer sich dem nicht gewachsen fühlt, sprintet eben nicht mit. Alle anderen kalkulieren das Risiko wie immer so, dass man möglichst auf der letzten Rille das meiste rausholt. Das geht manchmal gut, manchmal eben nicht.

Das "vertretbare" Risiko hängt zudem eindeutig von den persönlichen Fähigkeiten ab. Anschauliches Beispiel Kruijswijk vs Nibal beim Giro 2016.
 
Das "vertretbare" Risiko hängt zudem eindeutig von den persönlichen Fähigkeiten ab. Anschauliches Beispiel Kruijswijk vs Nibal beim Giro 2016.
Ist doch Blödsinn, eine 1:1 Situation mit Massensprints zu vergleichen.
Im 1. Fall hat man es selbst in der Hand, im 2. Fall braucht man schlicht Glück.
Oder prägnanter: Eigene Skills und Abwägung vs. Russisch Roulette
 
Du musst gar nichts als Fahrer. Du hast eine Bremse und kannst sie ziehen, nein?

Letztendlich läuft es immer mehr darauf hinaus, dass man Rennen immer weiter entschärft, weil die Fahrer ihrer Eigenverantwortung nicht gerecht werden und daher auf Regeln hoffen, die alle zwingen, das Risiko zu minimieren, das man selbst, als Einzelner nicht eingehen will.

Ich fahre nicht gut und sicher bei Regen bergab > Wetterprotokoll regelt, dass alle langsam fahren müssen.
Ich kann mit Kälte nicht umgehen > Wetterprotokoll regelt
Ich kann nicht so schnell wie andere um enge Kurven fahren > keine engen Kurven mehr

Ja, es gibt Dinge, die man als Veranstalter besser machen kann nur ändert das nichts an der Tatsache, dass der Fahrer in der Verantwortung ist. Und das zu viele Regeln Renne auch unfairer machen können, dann nämlich, wenn sie Fahrer ihrer Stärken berauben. Zum Beispiel tragen eher winklige Anfahrten auf ein Ziel auch dazu bei, dass sich Sprintzüge schlechter formieren können - damit kommen einige sehr gut klar, andere nicht. Hat man jetzt immer 1 Kilometer breit, flach und gerade ins Ziel, bevorteilt man klar die, die mehr vom Zug profitieren.
Verstehst Du es nicht oder willst Du es nicht verstehen? Natürlich haben die Fahrer immer eine Eigenverantwortung und sie sind auch die einzigen, die mit ihrer Gesundheit bezahlen müssen, für eigene Fehler und die von anderen. Aber mit Deiner Argumentation könnte man die Fahrer auch bei Schnee und Eis fahren lassen, sie können ja absteigen, ggf. sogar Schuhe mit Stollen tragen oder Spikesreifen fahren, alles Eigenverantwortung. Das mag bei einem Hobbyfahrer noch halbwegs so passen, nicht aber bei einem Profi, der davon lebt und wieder einen Vertrag braucht. Ein derartiger letzter Kilometer ist bei einer zu erwartenden Sprintankunft einfach ein NoGo, man bringt die Sportler bewusst in eine zusätzliche Gefahr. Das ist nicht in Ordnung.
 
Und viele sind sich auch gar nicht der Tatsache bewusst dass es 2-3 kilometer lange straßen ohne fahrbahnteiler, ohne straßenbahnschienen ohne dies oder jenes, was es für ein radrennen gefährlicher macht, ins sehr vielen städten überhaupt nicht gibt
 
Ich habe das Gefühl, ganz unabhängig davon wie die letzten Kilometer gestaltet sind, es kracht!
Insbesondere in den ersten Tagen, weil auch immer mehr Druck auf dem Kessel ist.
Bei der Tdf stimmt das schon, da hat es in den ersten Tagen fast immer mehrfach geknallt, auch wenn die Strecke völlig ok war - einfach zu viel Druck, zu hohe Nervosität, jeder bzw. jedes Team will möglichst früh eine Etappe haben. Bei vergleichsweise kleinen Rennen wie hier war das m.E. aber längst nicht immer so wild. Wie gesagt, die Fahrer und ihre Fahrweise sind durchaus auch Teil des Problems. Es ist aber auf jeden Fall kein Argument dafür, dann auch noch abschüssige Zielgeraden, Haarnadelkurven oder sonstigen Schwachsinn einzubauen, es ist so schon gefährlich genug.
 
Und viele sind sich auch gar nicht der Tatsache bewusst dass es 2-3 kilometer lange straßen ohne fahrbahnteiler, ohne straßenbahnschienen ohne dies oder jenes, was es für ein radrennen gefährlicher macht, ins sehr vielen städten überhaupt nicht gibt
Das lässt sich alles einrichten. Niemand verlangt eine 2-3km lange Zielgerade, es darf auch an der Flamme Rouge noch eine Kurve geben, aber halt nicht so einen Zickzackkurs wie hier gesehen. Für ein richtig großes Rennen reißt man auch mal einen Fahrbahnteiler weg, Schilder abmontieren/polstern etc. ist auch für kleinere Events drin. Und manchmal ist es halt nicht drin, den Zielstrich mitten in der Altstadt vor dem Rathaus oder vor dem Firmensitz des Hauptsponsors zu platzieren, nur weil das die schönsten Bilder gibt. Eine Lösung gibt es immer, auch wenn das vielleicht nicht die Wunschlösung aller Interessengruppen ist.
 
Das lässt sich alles einrichten. Niemand verlangt eine 2-3km lange Zielgerade, es darf auch an der Flamme Rouge noch eine Kurve geben, aber halt nicht so einen Zickzackkurs wie hier gesehen. Für ein richtig großes Rennen reißt man auch mal einen Fahrbahnteiler weg, Schilder abmontieren/polstern etc. ist auch für kleinere Events drin. Und manchmal ist es halt nicht drin, den Zielstrich mitten in der Altstadt vor dem Rathaus oder vor dem Firmensitz des Hauptsponsors zu platzieren, nur weil das die schönsten Bilder gibt. Eine Lösung gibt es immer, auch wenn das vielleicht nicht die Wunschlösung aller Interessengruppen ist.
This.

Ich habe das Gefühl, dass einige hier ein großes Problem haben, Komplexe Fragen abgestuft zu betrachten. 100 % Sicherheit wird es nie geben. Dort, wo ich größeres Gedränge und mehr Stürze erwarte, kann ich das Risiko aber durch die Straßenführung minimieren. Und durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen auch das Verletzungsrisiko, wenn es doch zum Sturz kommt.

Ist im Beruf nicht anders. Da wird bei Risikobeurteilungen immer gefragt: Wie wahrscheinlich ist es, dass die gefährliche Situation eintrifft? Und wie schlimm ist das Outcome? Und danach werden Sicherheitsmaßnahmen gestaltet. Und wenn ich als Chemiker mit einer sehr giftigen Substanz hantiere, trage ich Handschuhe. Natürlich kann ein Neunmalkluger mich fragen, was den passiert, wenn ich mir die Substanz dann mit der Kanüle in die Hand reinjage. Aber dass ich damit das Risiko "Verspritzen von Chemikalien" minimiert habe, sollte ja einleuchten.
 
Ich habe das Gefühl, ganz unabhängig davon wie die letzten Kilometer gestaltet sind, es kracht!
Auch hier gibt es aber einen unterschied, ob sicher eine am Hinterrad aufhängt und dann einfach zu Boden geht, oder ob er mit 50 in stumpferen Winkel in die Bande kracht und sogar Gefahr hat, drüber zu fliegen. Dazu ist die Sturzgefahr für alle weiteren massiv erhöht, wenn man am Ausgang einer Kurve stürzt, da man nicht ohne weiteres ausweichen kann, wenn man auf seiner Linie commited ist. Eigentlich ist nichtmal bremsen wirklich drin.
 
Das lässt sich alles einrichten. Niemand verlangt eine 2-3km lange Zielgerade, es darf auch an der Flamme Rouge noch eine Kurve geben, aber halt nicht so einen Zickzackkurs wie hier gesehen. Für ein richtig großes Rennen reißt man auch mal einen Fahrbahnteiler weg, Schilder abmontieren/polstern etc. ist auch für kleinere Events drin. Und manchmal ist es halt nicht drin, den Zielstrich mitten in der Altstadt vor dem Rathaus oder vor dem Firmensitz des Hauptsponsors zu platzieren, nur weil das die schönsten Bilder gibt. Eine Lösung gibt es immer, auch wenn das vielleicht nicht die Wunschlösung aller Interessengruppen ist.
Aber zickzack verringert doch oft die risiken zumindest für schwere verletzungen, weil es reduzierung der Geschwindigkeit führt

Und ja selbst 1km halbwegs geradeaus und breit, gibt es sehr oft einfach nicht.

Dass man gefährliche stellen nicht extra einbaut sondern es unter Umständen noch die beste aller Möglichkeiten ist, auf den Gedanken kommt halt keiner
 
Aber zickzack verringert doch oft die risiken zumindest für schwere verletzungen, weil es reduzierung der Geschwindigkeit führt

Und ja selbst 1km halbwegs geradeaus und breit, gibt es sehr oft einfach nicht.

Dass man gefährliche stellen nicht extra einbaut sondern es unter Umständen noch die beste aller Möglichkeiten ist, auf den Gedanken kommt halt keiner
"Speed has never killed anyone. Suddenly becoming stationary, that's what gets you". Und das ist eben viel unwahrscheinlicher, wenn ich geradeaus fahre, als wenn es in eine Kurve geht. In einer schlecht abgesicherten Kurve mit 60 von der Straße richtung Hindernis am Rand zu rutschen bleibt viel gefährlicher, als sich auf der Geraden mit 75 am Hinterrad aufzuhängen und dann die Gleitreibung zum Bremsen zu nutzen.

Hast du die Zielankunft in Österreich gesehen? Das war Harakiri. In jeder halbwegs normalen Stadt hat man einen Abschnitt, der ohne enge Ecken 500 m geradeaus geht. Wenn man das nicht hat, sollte man keine erwartete Sprintankunft einbauen.
 
"Speed has never killed anyone. Suddenly becoming stationary, that's what gets you". Und das ist eben viel unwahrscheinlicher, wenn ich geradeaus fahre, als wenn es in eine Kurve geht. In einer schlecht abgesicherten Kurve mit 60 von der Straße richtung Hindernis am Rand zu rutschen bleibt viel gefährlicher, als sich auf der Geraden mit 75 am Hinterrad aufzuhängen und dann die Gleitreibung zum Bremsen zu nutzen.

Hast du die Zielankunft in Österreich gesehen? Das war Harakiri. In jeder halbwegs normalen Stadt hat man einen Abschnitt, der ohne enge Ecken 500 m geradeaus geht. Wenn man das nicht hat, sollte man keine erwartete Sprintankunft einbauen.
Ja kann ja sein dass mit 75 hinfallen ungefährlicher ist als mit 60, aber nun mal hand aufs herz, welche strecke hättest du im zielort gewählt?
 
Ja kann ja sein dass mit 75 hinfallen ungefährlicher ist als mit 60, aber nun mal hand aufs herz, welche strecke hättest du im zielort gewählt?
Ich kenne den Zielort nicht. Aber wenn ich eine erwartete Sprintankunft nicht auf einer halbwegs sicheren Strecke fahren kann, muss ich die Etappe anders gestalten. Simple as that.
Verstehst du, dass es bei diesem Sport vor allem um die Sportler geht, und nicht um möglichst gefährliche Situationen?
 
Zurück