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Grunellis Garage: Rahmenbau und andere Basteleien

Icgh hab noch einen Satz vollschwarze Clément Strada USH in 45-584, die bei mir in kein Rad passen (also neu). Die wären vakant.
 

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Re: Grunellis Garage: Rahmenbau und andere Basteleien
Ich habe fertig! Darf ich vorstellen: G-Pacer V2

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Auf dem Bild 11,56 kg und somit 800g leichter als der Mistkäfer, der im selben Zustand 12,36 wiegt.

Es wird mein neuer Alltagshobel mit allem was dazugehört.

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Ich habe fertig! Darf ich vorstellen: G-Pacer V2
Du spinnst!
Absolut großartig. Das ganze Schaffen inkl. Theorie, Handwerk und Design gehört eigentlich in ein Museum…
Danke, das ist eins der wenigen Themen, die ich noch verfolge. Und es lohnt sich…

Grüße,

Klaus
 
Ich habe fertig! Darf ich vorstellen: G-Pacer V2

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Auf dem Bild 11,56 kg und somit 800g leichter als der Mistkäfer, der im selben Zustand 12,36 wiegt.

Es wird mein neuer Alltagshobel mit allem was dazugehört.

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was für eine Geometrie hast du hier gewählt? Du hattest bzgl. High-Mid Trail dir Gedanken gemacht. Welche Gabel-Vorbiegung und welchen Nachlauf hast du hier "verwendet"?
 
Es freut mich ungemein, dass ich die Mitlesenden nochmal mitreißen konnte!
Das Projekt ist ein wenig aus der Not zu vieler ungenutzter Rahmen entstanden, denn das Grundgerüst war Rahmen Nr. 6 von letztem Jahr:

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Ich habe damals kaum was zum Rahmen geschrieben, da er aus dem was rumlag zu reinen Testzwecken gebaut wurde.

Hauptdreieck: Deda Rohre, klassische Dimensionen und 8-6-8 Wandstärke (Zona Niveau)
Kettenstreben: Columbus Zona Oval
Sitzstreben: Columbus Spirit 14 mm
Gabelscheiden: Cromor

Geometrie:
Sitzrohr: 74°, 560 mm ct
Oberrohr: 1° Steigung, 550 mm cc
Steuerrohr: 71,5
Vorbiegung: 55 mm
Nachlauf: ca 61 mm bei 40er reifen
BB Drop: 75 mm --> 280 mm Tretlagerhöhe bei 40er Reifen

Es wurden Blechmuffen verwendet und alles bis auf das Tretlager mit Messing gelötet. Leider war meine damalige Lehre Mist und der Verzug durch Messing recht stark, weshalb es am 71,5° statt 72° wurden.
Für den aktuellen Aufbau, habe ich noch ein paar Ösen für die Tasche angelötetund den unteren Flaschenhalter weiter nach unten gesetzt.

Ich mag die schlanke Optik sehr aber die Kombination ovale Kettenstreben und 14er Sitzstreben würde ich nicht nochmal machen, das harmoniert nicht. Zudem sind die Sitzstrebe nicht weicher als 16er und die Mini-Vs drücken sie auseinander beim bremsen. Es ist nicht dramatisch aber spürbar. Die ovalen Streben habe ich eingedellt und so massig Platz für alles geschaffen. Ich tendiere aber dazu, dass runde Streben einen steiferen Hinterbau bilden als ovale, wenn auch nur minimal.

Über die letzten Jahre habe ich ein wenig mit dem Cantisockelabstand gespielt und 82mm in Komibination mit Mini-Vs und DT Swiss 460 sind einfach perfekt:

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Ja der Abstand der Beläge zur Flanke ist nicht riesig, aber ich hatte damit nie Probleme. Ein gut gebautes Laufrad kriegt nun mal kaum Seitenschläge, selbst bei schlechten Straßen und Gepäck. Das Material ist auch kein Voodoo: Novatec Naben (50€), Felgen (60€), Dt Swiss 1,8 Speichen und Messing Nippel (50€), das ganze mit Leinöl geschmiert und auf 1200 Nm angezogen passiert da nichts mehr.

Ähnlich pragmatisch war ich beim Licht: diese 11€ Lampe mit einer 10.000 mAH Powerbank verbunden erhellt mir mit ca. 1000 Lumen den Weg für bis zu 7h.

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Was nicht so gut lief war die Anpassung der Schutzbleche. 55er Pelagos auf 50 biegen vergrößert den Radius und den dann auf die 40er Reifen anzupassen, ist anstrengend und schwer. Beim nächsten mal lieber 45er Bleche kaufen und aufweiten.

Beim Lack habe ich meine Technik nochmal deutlich optimiert. Den Grundton liefert eine Pulverbeschichtung in RAL 6019, die Strings RAL 4005 und 1026. Der Trick ist die Einstellung er Richtigen Viskosität für den Kapilarstift.

Zu viskos, werden die Linien dünner und man muss langsamer ziehen, zudem erhält man Fehlstellen:

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Perfekt eingestellt, werden die Linien etwas dicker aber dafür ohne Fehlstellen:
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Ich habe mir beide RAL Töne als Acryllack in der Spraydose bestellt, jeweils eine ordentlich Menge in ein kleines Gefäß gesprüht und über nach abziehen lassen. 2 Nächte sind zu lang und es wird zu Viskos, aber das kann man leicht beheben, in dem man wieder frische Farbe ins Gefäß sprüht.
Insgesamt ist es aber doch ne Übungssache die recht viel Spaß macht, also traut euch!

Nun aber zum wichtigsten: wie fährt sich denn die Möhre? Kurze Antwort: schnell und wendig :)
Mit etwas Gepäck vorne, fährt es für mich perfekt, super ruhig und geht gut in Kurven rein und raus.
Trotz des flachen HTA ist es nicht träge und hat eher Rennradfeeling.
Das Rad ist nicht nur gefühlt schneller, denn den Weg zu Arbeit konnte ich mit ca 25,2 km/h zurücklegen und somit 2,2 km/h schneller als mit dem Mistkäfer. Reifen waren/sind Panaracer Gravelking 622x40 Semi Slicks, 3,2 bar hinten und 3 bar vorne.

Dieses Rad ist ein würdiger Nachfolger für meinen Pacer (hat einer Interesse an dem Rahmen?) und ich bin echt super happy, weil das Rad trotz günstiger Komponenten und Kompromissen beim Rahmenbau gut performt. Einzig die Kurbel passt nicht so recht und wird schon bald durch was feines ersetzt werden!
 
Ist er bei Mini-Vs eh nie, verstellbare Pipes sind Pflicht.
Bremst gut und unkompliziert, was schonmal nervt ist der Bedarf, die je nach Verschmutzung in der Symetrie nachjustieren zu müssen.
Ein Kenner! Das gute ist, dass beide Seiten sich bei den LitePro separat einstellen lassen und man die Dinger somit immer mittig halten kann. Die Steifigkeit der Zuhülle hat da aber leider auch einen starken Einflussm daher muss die Länge gut gewählt sein, sonst muss eine stark unterschiedliche Federspannung das ganze ausgleichen.
Hat man das aber mal gemeistert, bremsen die auf Scheibenbremsenniveau, selbst bei Nässe.
 
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