Ich wundere mich immer über das Problem mit den Verunreinigungen.
Ich spüle meine Flaschen nach dem Fahren mit Wasser aus und dann kommen die in die Spülmaschine. Hab da noch nie irgendwas zerlegt, gekocht, gebürstet oder was auch immer.
Nein, aber du hast sie Hitze/höherer Temperatur ausgesetzt, welche zuverlässig Mikroorganismen (konkret Schimmelpilze sind hier das Problem) zumindest dezimieren. Wenn auch nicht vollständing desinfizieren.
Umgekehrt kann diese Hitze zu dauerhaften Verformungen der Flasche führen, wie ich selbst schon einige Male erlebt habe. 50-65°C sind meist so die kritische Temperatur, bis zu der es kein Problem ist - bei höheren Temperaturen dann ist die Verformung dauerhaft und man kann die Flasche bisweilen wegschmeissen.
Ich fahre erst seit 27 Jahren, da fehlen mir wohl drei Jahre Erfahrung

Im Ernst, ich kenne das Problem, aber der Kunststoff verträgt es nicht und wenn Melamin im Mundstück ist, wird es bereits bei 70 Grad kritisch, andere Kunststoffe eben schon früher.
Melamin ist lt. meiner Rechereche in Wikipedia (ich muss das jetzt mal so glauben/stehen lassen)
Melamin ist Ausgangsstoff für die Herstellung von
Melaminharzen, die als
Leime und
Klebstoffe verwendet oder zu
Duroplasten umgesetzt werden.
in Duroplasten bzw. Leimen/Klebstoffen enthalten. Nichts davon findet sich in Trinkflaschen für Radfahrer & Co. Das sind alles Thermoplaste im Sinne einer Kunststoff-Klassifkation bzw. Silikonverbindungen. Das einzige was mir da Sorgen bereitet sind allfällige Weichmacher in den Kunststoffen.
Melamin ist sogar extrem thermostabil und zersetzt sich erst ab 350°C, was auch wenig verwunderlich sein dürfte ob des stabilen Stickstoff-Rings des Moleküls. Ich denke, du verwechselst hier etwas.
Melamin macht Kunststoffe hart/spröde - ziemlich genau das Gegenteil von dem, was bei einer Trinkflasche im Sportbereich Sinn macht. Daher ist es allerhöchstens in entsprechenden Anwendungen/Kunststoffen beigemengt, wo das erwünscht ist. Mag sein, dass dies in diesen Hart-Kunststoff Flaschen (ähnlich wie Sigg) oder irgendwelchen Shakern enthalten/zugesetzt ist, aber bekanntlich nicht in Sport-Trinklflaschen im Radsport, die sich zusammendrücken lassen.
Die ganzen Mundstücke sind entweder aus einem PP, HDPE bzw. Silikonverbindungen hergestellt. Das sind nahe zu chemisch inerte Stoffklassen bis in diesem Temperaturbereich, den wir hier diskutieren und die sich erst jenseits der hier angewandten Temperaturen (bis 100°C) zu zersetzen anfangen. Insbesondere unter Berücksichtigung der Dauer der Hitzeeinwirkung auch.
Kritisch könnte man Bisphenol-A in diesem Kontext sehen, wenngleich viele Hersteller das Label "BPA frei" seit Jahren verwenden. Dieser Stoff wird im Kontext einer hormonähnlichen Wirkung diskutiert. Und die Verwendung ist seit Jahren rückläufig schon, da dieses Problem lange bekannt ist - nicht nur im Kunststoffbereich.
Es bleibt dann lediglich der Mikroplastik-Abrieb übrig. Ob der überhaupt bei den hier genannten Temperaturen sich nennenswert verändert, ist mir nicht bekannt.