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Konfliktsituationen im Verkehr

So, heute kann ich auch mal wieder einen zum Besten geben aus der Kategorie: Das hatte ich noch nie - Die mit Abstand blödeste "Raaadweeech!!!" Belehrungsaktion eines Autofahrers.

Nachdem ein Audifahrer (Warum sind die Beklopptesten in meiner Gegend eigentlich fast immer Audifahrer?🤔) bei Tempo 50 neben mir herfährt, um mir zu erklären, dass da drüben doch ein Radweg wäre und ich ihn anbrüllen musste, auf den Gegenverkehr zu schauen, den er dann fast noch gerammt hätte, legt er eine Vollbremsung hin, fährt mit seinem Auto selber auf eben den vermeintlichen (blaue Schilder stehen keine) Radweg und bläst mit mindestens 70 Sachen bei Sichtweite unter 50m bis zur letztmöglichen Ausfahrt, um dann dort wieder knapp vor mir auf die Straße zu fahren und mit Reifenquietschen davon zu ziehen. Der Weg ist gerade so breit wie sein Auto. Entgegen kam ihn zum Glück niemand...

Hier noch ein Bild vom genannten Weg mit Straße. Je nachdem aus welcher Richtung ich komme, nutze ich diesen auch. Heute nicht, da mir leicht bergab mit Rückenwind meine 50 Km/h zu schnell waren. In die andere Richtung nutze ich ihn eigentlich zu 100%, aber nach heute werde ich das wohl überdenken. Ich will ja keinen Audi küssen und weiß nun, dass hier die unerwartete Möglichkeit dazu besteht.
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So, heute kann ich auch mal wieder einen zum Besten geben aus der Kategorie... Der Weg ist gerade so breit wie sein Auto. Entgegen kam ihn zum Glück niemand...
Verrückt! Wenn der selbst mit seiner Karre da langfuhr, ist es aus seiner Sicht dann auch klar, dass Du da fahren "musst", obwohl es ja an sich nicht erlaubt ist... das ist ja kein optisch oder baulich vom Fußweg getrennter Weg, und es gibt erst Recht kein blaues Radweg-Schild, also ist das kein Radweg und du dürfest da strenggenommen gar nicht fahren.

Fängt denn der Weg an der Stelle an, oder geht der schon vorher länger links neben der Straße entlang? Falls der da erst anfängt, wäre das noch unverschämter, die Nutzung zu fordern - das würde nämlich bedeuten, dass man dann links da reinbiegen müsste bzw. wenn man von der Gegenrichtung kommt an der Stelle dann auf die Straße fahren müsste, was beides viel gefährlicher ist, als einfach auf der Straße zu fahren. Gerade wenn man links abbiegen wollte, würde man ja extrem gefährlich mögliche von hinten kommende KFZ ausbremsen, weil man rechts zu wenig Platz ist, um erstmal anzuhalten und dann die Straße in Ruhe zu queren.
 
Verrückt! Wenn der selbst mit seiner Karre da langfuhr, ist es aus seiner Sicht dann auch klar, dass Du da fahren "musst", obwohl es ja an sich nicht erlaubt ist... das ist ja kein optisch oder baulich vom Fußweg getrennter Weg, und es gibt erst Recht kein blaues Radweg-Schild, also ist das kein Radweg und du dürfest da strenggenommen gar nicht fahren.

Fängt denn der Weg an der Stelle an, oder geht der schon vorher länger links neben der Straße entlang? Falls der da erst anfängt, wäre das noch unverschämter, die Nutzung zu fordern - das würde nämlich bedeuten, dass man dann links da reinbiegen müsste bzw. wenn man von der Gegenrichtung kommt an der Stelle dann auf die Straße fahren müsste, was beides viel gefährlicher ist, als einfach auf der Straße zu fahren. Gerade wenn man links abbiegen wollte, würde man ja extrem gefährlich mögliche von hinten kommende KFZ ausbremsen, weil man rechts zu wenig Platz ist, um erstmal anzuhalten und dann die Straße in Ruhe zu queren.
Zumindest aus einer Richtung kommend steht ein "Radfahrer frei" Schild zu Beginn des Weges. Er ist auch nicht als Fußgängerweg gekennzeichnet. Also fahren dürfte man da schon, nur man muss es eben auch nicht.
Die Stelle im Bild ist dort, wo er den Weg wieder verlassen hat, kommend von dort, wo das Bild hinzeigt. Bis jetzt wurde da dieses Jahr auch noch nicht gemäht und es ist alles ziemlich zugewachsen. Es laufen sehr oft Spaziergänger dort entlang. Schneller als 30km/h zu fahren ist mit dem Rad schon sehr gefährlich. Die Aktion mit dem Auto gestern war schon viel mehr als das.
 
Zumindest aus einer Richtung kommend steht ein "Radfahrer frei" Schild zu Beginn des Weges. Er ist auch nicht als Fußgängerweg gekennzeichnet. Also fahren dürfte man da schon, nur man muss es eben auch nicht.
Die Stelle im Bild ist dort, wo er den Weg wieder verlassen hat, kommend von dort, wo das Bild hinzeigt. Bis jetzt wurde da dieses Jahr auch noch nicht gemäht und es ist alles ziemlich zugewachsen. Es laufen sehr oft Spaziergänger dort entlang. Schneller als 30km/h zu fahren ist mit dem Rad schon sehr gefährlich. Die Aktion mit dem Auto gestern war schon viel mehr als das.
Man stelle sich vor, dem wäre dann sein Alter Ego entgegengekommen, der per Rad trotz fehlender Sicht da all-out langfährt... ^^

Die Vegetation ist aktuell in der Tat oft gefährlich. Ich bin gestern ne Runde gefahren, an sich viele asphaltierte Wege über die Felder, also alles gut, aber teils so hoch gewachsenes Gras, dass man bei ner kleinen Kurve nicht schneller als 20 fahren kann, FALLS da ein "Irrer" trotz fehlender Sicht 40+ fährt, oder man bei Radwegen, die beidseitig befahrbar sind und wo normalerweise locker 2 aneinander vorbeikommen, dann doch anhalten muss, weil direkt an den Asphalt grenzend alles zuwachsen ist.
 
fährt mit seinem Auto selber auf eben den vermeintlichen (blaue Schilder stehen keine) Radweg und bläst mit mindestens 70 Sachen bei Sichtweite unter 50m bis zur letztmöglichen Ausfahrt, um dann dort wieder knapp vor mir auf die Straße zu fahren und mit Reifenquietschen davon zu ziehen. Der Weg ist gerade so breit wie sein Auto. Entgegen kam ihn zum Glück niemand.
Der ist mit dem Auto auf dem Radweg gefahren?!
Ich frage mich schon seit Monaten, ob es nicht schlauer wäre, permanent eine Kamera mitzuführen. Manche Situationen können dann ganz anders gehandhabt werden. Wie zum Beispiel der Typ, der zwei Radfahrer mehrmals in gefährliche Situationen gebracht hat.

https://www.rennrad-news.de/news/video-suv-fahrer-rennradfahrer-urteil/

Mir ist vor 7 Jahren etwas ähnliches passiert. Nicht so gefährlich, aber schon sehr befremdlich.
Autofahrer nimmt mir beim Rechtsabbiegen die Vorfahrt. Bleibt kurz stehen, und ich rufe durchs offene Beifahrerfenster, dass er nochmal Glück gehabt hatte, weil ich gebremst habe.
Er wendet und fährt plötzlich hinter mir, permanent hupend, auf dem geteilten Rad- und Gehweg! Ich dachte, ich bin im Film. Ich halte an, und frage ihn, ob er noch ganz normal ist. Ein Auto darf weder auf einem Radweg, noch auf einem Gehweg fahren. Dann will er mir erzählen, dass ich selbst auf dem Gehweg gefahren bin. Ich frage ihn; warum der Weg in einen roten und einen grauen Bereich geteilt ist? Keine Antwort.
Mit einer Kamera hätte ich einen Beweis gehabt.
Komplett verrückt!
Mich hat das ein paar Tage beschäftigt. Was wäre, wenn der mich einfach umgefahren hätte? In der Nähe war gerade niemand. Kein Zeuge und auf das Nummernschild hatte ich auch nicht geachtet. Für mich war der Fall eigentlich erledigt. Wer rechnet schon mit so einer Reaktion danach?
 
Am Montag auch fast Zeuge geworden wie 2 Autos fast frontal gegeneinander gefahren sind.
Wir sind als versprengte Gruppe aus dem Dorf gefahren und der Autofahrer hinter uns war wohl schon genervt da er im Ort nicht überholen konnte. Am Ortsausgang hatte er dann mich überholt. Problem war nur das es dort leicht bergauf ging und die Straße ein kleine Doppelbiegung hat. Da konnte er den Autofahrer der von vorne kam nicht sehen aber hat trotzdem überholt. Zum Glück war er schon 15 m vor mir und konnte mich beim rechtsrüber ziehen nicht erwischen. Aber da hatten am Ende nur 2-3 m gefehlt und es hätte richtig gekracht.
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Der ist mit dem Auto auf dem Radweg gefahren?!
Genaugenommen auf dem Fußweg für Radfahrer frei und das mit mindestens 70km/h bei sehr eingeschränkter Sicht nach vorn.
Ich frage mich schon seit Monaten, ob es nicht schlauer wäre, permanent eine Kamera mitzuführen. Manche Situationen können dann ganz anders gehandhabt werden. Wie zum Beispiel der Typ, der zwei Radfahrer mehrmals in gefährliche Situationen gebracht hat.
Ja da habe ich auch schon oft drüber nachgedacht. Aber wegen einer Mischung aus eigener Faulheit/Bequemlichkeit, den technischen Unzulänglichkeiten und der im Raum stehen gebliebenen Frage, ob mir das überhaupt weiterhilft, bin ich das Thema nie ernsthaft angegangen.
Am Montag auch fast Zeuge geworden wie 2 Autos fast frontal gegeneinander gefahren sind.
Wir sind als versprengte Gruppe aus dem Dorf gefahren und der Autofahrer hinter uns war wohl schon genervt da er im Ort nicht überholen konnte. Am Ortsausgang hatte er dann mich überholt. Problem war nur das es dort leicht bergauf ging und die Straße ein kleine Doppelbiegung hat. Da konnte er den Autofahrer der von vorne kam nicht sehen aber hat trotzdem überholt. Zum Glück war er schon 15 m vor mir und konnte mich beim rechtsrüber ziehen nicht erwischen. Aber da hatten am Ende nur 2-3 m gefehlt und es hätte richtig gekracht.
In meinem Revier gibt's eine von Rennradfahrern sehr beliebte Talstraße, 13km lang, schmal, sehr viele schlecht einsehbare Kurven, meist Tempo 60. Mit dem was ich da schon an riskanten Überholmanövern von Autofahrern erlebt habe, könnte ich hier mehrere Seiten füllen. Es ist für mich immer wieder erstaunlich, was manche Menschen alles riskieren, um 10sec zu sparen. Ich fahre dieses Tal mit dem Rad sehr oft und fast jedes mal gibt es mindestens eine Situation, in der ich mir denke, meine Güte du überholst mich und kannst keine 3sec nach vorne schauen. Es mit Auto zu durchfahren vermeide ich, weil ich weiß, wie schnell man dort den überholenden Gegenverkehr direkt vor sich hat.
 
Es ist für mich immer wieder erstaunlich, was manche Menschen alles riskieren, um 10sec zu sparen.
Das sind IMHO die gleichen Kandidaten, die auch einen Traktor auf diese Weise überholen würden, oder die, wenn jemand bei erlaubten Tempo 70 dann 70 fährt, beinah wütend überholen und dann 90+ weiterfahren (und auch da dann überholen, wo es nicht gerade ungefährlich ist).

Und es sind ganz sicher oft auch die gleichen Leute, die - wenn sie selber Radfahren - ebenfalls wegen einer kleinen Zeitersparnis Kopf und Kragen riskieren, bei Vorfahrt achten trotz Querverkehr losfahren und um 0,5 Sekunden einem Unfall entgehen oder bei ner Ampel, die vor 1-2 Sekunden Rot geworden ist, einfach durchfahren als sei noch Grün usw.
 
Das sind IMHO die gleichen Kandidaten, die auch einen Traktor auf diese Weise überholen würden, oder die, wenn jemand bei erlaubten Tempo 70 dann 70 fährt, beinah wütend überholen und dann 90+ weiterfahren (und auch da dann überholen, wo es nicht gerade ungefährlich ist).

Und es sind ganz sicher oft auch die gleichen Leute, die - wenn sie selber Radfahren - ebenfalls wegen einer kleinen Zeitersparnis Kopf und Kragen riskieren, bei Vorfahrt achten trotz Querverkehr losfahren und um 0,5 Sekunden einem Unfall entgehen oder bei ner Ampel, die vor 1-2 Sekunden Rot geworden ist, einfach durchfahren als sei noch Grün usw.
Vor allem sind es Menschen, die nicht weiter denken als von der Wand bis zur Tapete.
 
Der ist mit dem Auto auf dem Radweg gefahren?!
Ich frage mich schon seit Monaten, ob es nicht schlauer wäre, permanent eine Kamera mitzuführen. Manche Situationen können dann ganz anders gehandhabt werden. Wie zum Beispiel der Typ, der zwei Radfahrer mehrmals in gefährliche Situationen gebracht hat.

https://www.rennrad-news.de/news/video-suv-fahrer-rennradfahrer-urteil/

Mir ist vor 7 Jahren etwas ähnliches passiert. Nicht so gefährlich, aber schon sehr befremdlich.
Autofahrer nimmt mir beim Rechtsabbiegen die Vorfahrt. Bleibt kurz stehen, und ich rufe durchs offene Beifahrerfenster, dass er nochmal Glück gehabt hatte, weil ich gebremst habe.
Er wendet und fährt plötzlich hinter mir, permanent hupend, auf dem geteilten Rad- und Gehweg! Ich dachte, ich bin im Film. Ich halte an, und frage ihn, ob er noch ganz normal ist. Ein Auto darf weder auf einem Radweg, noch auf einem Gehweg fahren. Dann will er mir erzählen, dass ich selbst auf dem Gehweg gefahren bin. Ich frage ihn; warum der Weg in einen roten und einen grauen Bereich geteilt ist? Keine Antwort.
Mit einer Kamera hätte ich einen Beweis gehabt.
Komplett verrückt!
Mich hat das ein paar Tage beschäftigt. Was wäre, wenn der mich einfach umgefahren hätte? In der Nähe war gerade niemand. Kein Zeuge und auf das Nummernschild hatte ich auch nicht geachtet. Für mich war der Fall eigentlich erledigt. Wer rechnet schon mit so einer Reaktion danach?
Krass 😳

Bei sowas würde ich ohne zögern 110 wählen. Am besten so dass er es mitbekommt.
 
Krass 😳

Bei sowas würde ich ohne zögern 110 wählen. Am besten so dass er es mitbekommt.
Ohne Zeugen schwierig. Und wenn er einfach wegfährt, bevor die Polizei da ist, hast du eine nervige und zeitraubende Angelegenheit. Die Polizei steht ja nicht 400m entfernt. Für nix und wieder nix.
Am Ende eh; Aussage gegen Aussage.
Kann man sich sparen und froh sein, dass es so ausging.

Was ich hier so lese, kann ich auch bestätigen. Die Leute scheinen den Sinn für Verhältnismäßigkeit verloren zu haben. Grenzen und eigenes Versagen eingestehen sind auch verloren gegangen. Man macht einfach, was man will.
 
Ohne Zeugen schwierig. Und wenn er einfach wegfährt, bevor die Polizei da ist, hast du eine nervige und zeitraubende Angelegenheit. Die Polizei steht ja nicht 400m entfernt. Für nix und wieder nix.
Am Ende eh; Aussage gegen Aussage.
Kann man sich sparen und froh sein, dass es so ausging.
Naja, wenn der Typ dermaßen ausrastet, dann fährt er vielleicht auch danach noch eine Weile (oder sowieso immer) wie ein Irrer. Wenn man das so kommuniziert, dass der akut ausgerastet und beinah Amok-artig über einen Fußweg gefahren ist, dürfte es schon so sein, dass die Polizei in der Gegend dann mal die Augen genauer aufmacht. Wenn der Typ einer Streife dann in den nächsten 20, 30 oder 40 Minuten zufällig mit erneut komischer Fahrweise auffällt, hätte es schon was gebracht, weil die den dann sicher mal anhalten und sich ein Bild machen können. Es muss ja dann keine Strafe folgen, aber allein die Standpauke ist sinnvoll.

Außerdem: Wenn mehrere andere auch schon ein Problem mit dem hatten und es alle melden, baut sich ein Bild auf, bei dem irgendwann nicht mehr nur Aussage vs Aussage steht. Beispiel: Zeigen 6-7 Leute jemanden am gleichen Tag an, weil die allesamt auf der A3 zwischen Montabaur und Lohmar von demjenigen dicht aufgefahren und per Lichthupe bedrängt wurden, bestehen keine Zweifel mehr. Zeigt nur einer den Drängler an, wird's schwer.
 
Naja, wenn der Typ dermaßen ausrastet, dann fährt er vielleicht auch danach noch eine Weile (oder sowieso immer) wie ein Irrer. Wenn man das so kommuniziert, dass der akut ausgerastet und beinah Amok-artig über einen Fußweg gefahren ist, dürfte es schon so sein, dass die Polizei in der Gegend dann mal die Augen genauer aufmacht. Wenn der Typ einer Streife dann in den nächsten 20, 30 oder 40 Minuten zufällig mit erneut komischer Fahrweise auffällt, hätte es schon was gebracht, weil die den dann sicher mal anhalten und sich ein Bild machen können. Es muss ja dann keine Strafe folgen, aber allein die Standpauke ist sinnvoll.

Außerdem: Wenn mehrere andere auch schon ein Problem mit dem hatten und es alle melden, baut sich ein Bild auf, bei dem irgendwann nicht mehr nur Aussage vs Aussage steht. Beispiel: Zeigen 6-7 Leute jemanden am gleichen Tag an, weil die allesamt auf der A3 zwischen Montabaur und Lohmar von demjenigen dicht aufgefahren und per Lichthupe bedrängt wurden, bestehen keine Zweifel mehr. Zeigt nur einer den Drängler an, wird's schwer.
"Beispiel: Zeigen 6-7 Leute jemanden am gleichen Tag an, weil die allesamt..."
Weil alle zu oft denken, bringt ja nichts, kann nichts beweisen, zeigt niemand solche Typen an.
Schon 2 Anzeigen wären m.E. sehr unwahrscheinlich. Und in diesem Fall war der Gehweg offenbar leer u. die Fahrbahn auch.
Nichts gegen eine Anzeige. Sie müsste aber fundiert sein mit Daten und Fotos vom Umfeld, Autotyp, Fahrerbeschreibung,. .. Und dann muss man den richtigen Richter treffen und hoffen, dass der Fahrer sich auch noch verrät und sich keinen Anwalt leistet. Bei Auto auf dem Gehweg gäbe noch Spuren zu sichern.
Na dann, wer bliebe da dran? Wir wollten doch nur eben mal Radfahren oder heute irgendwo ankommen.
Also: Kommt drauf an, wann man es machen würde.
 
Bei der obigen Erzählung ist mir eine Situation eingefallen, die ich als Autofahrer vor längerer Zeit hatte.
Ich warte eines Nachmittags hinter einem am Straßenrand geparktem Auto auf freie Durchfahrt. Von vorne komme einige Autos und der verbleibende Platz für die Durchfahrt ist relativ knapp, also auf Nummer sicher gehen und die handvoll Autos durchlassen. Als ich schon einen Moment da stehe brettert rechts ein VW-Bus auf dem Gehweg an mir und dem geparkten Auto vorbei. Der muss ohne merklich zu bremsen (damals war da noch 50) hinter mir auf den Geweg gezogen sein. An der Straße stehen in erster Linie Einfamilienhäuser und hier sind oft Fussgänger oder Radfahrer unterwegs. Kurz nach dem geparkten Auto ist ein Stück zurückversetzt ein Altenwohnheim. Der kann nicht gesehen haben ob da jemand unterwegs und ist im völligen Blindflug durch.
 
"Beispiel: Zeigen 6-7 Leute jemanden am gleichen Tag an, weil die allesamt..."
Weil alle zu oft denken, bringt ja nichts, kann nichts beweisen, zeigt niemand solche Typen an.
Schon 2 Anzeigen wären m.E. sehr unwahrscheinlich.
Weil offenbar viel zu viele Leute denken, es bringt nix schreib ich das ja. Denn je mehr Leuten klar wird, dass es wichtig ist, bestimmte Dinge zu melden oder anzuzeigen, desto wahrscheinlicher wird es, dass der Rowdy auch Ärger bekommt. Diese Denkweise "das bringt doch nichts, wenn ICH das mache" hat schon bei vielen Themen dafür gesorgt, dass bestimmtes Fehlhalten bis hin zu menschenverachtenden Meinungen und Taten sich ungestraft immer weiter verbreiten.

Und es geht auch nicht darum, dass 6-7 Leute denselben Vorgang anzeigen, sondern es geht darum, dass bestimmte aggressive Fahrer oft mehrfach am Tag oder in der Woche einzelne Nötigungen oder ähnliches begehen. Und wenn dann in einer Woche 10 mal ne Anzeige reinflattert, dass der Fahrer des Audi TT mit dem Kennzeichen XY zB Leute auf der Autobahn bedrängt und vlt. sogar nach dem Überholen ausbremst, wird der irgendwann auch eine Strafe bekommen.

Und in diesem Fall war der Gehweg offenbar leer u. die Fahrbahn auch.
Nichts gegen eine Anzeige. Sie müsste aber fundiert sein mit Daten und Fotos vom Umfeld, Autotyp, Fahrerbeschreibung,. .. Und dann muss man den richtigen Richter treffen und hoffen, dass der Fahrer sich auch noch verrät und sich keinen Anwalt leistet. Bei Auto auf dem Gehweg gäbe noch Spuren zu sichern.
Na dann, wer bliebe da dran? Wir wollten doch nur eben mal Radfahren oder heute irgendwo ankommen.
Also: Kommt drauf an, wann man es machen würde.
Lesen kannst Du aber, oder? Bei dem konkreten Fall hier hatte ich gar nicht von Anzeige gesprochen, sondern nur, den Fahrer quasi als Amokfahrer zu melden. Ich schrieb "Es muss ja dann keine Strafe folgen, aber allein die Standpauke ist sinnvoll." - denn falls dann die Zentrale den Vorfall an die Polizeistreifen in der Region weitergibt und die dann den Fahrer erspähen, der vielleicht auch noch, weil er halt in Rage oder generell ein aggressiver Proll ist, weiterhin auffällig fährt, dann kriegt der zumindest mal eine Kontrolle mit einer gewissen Ansprache. Und allein das wird den dann schon nerven und kann was bringen.

Was dann noch dazukommt ist: Mal angenommen, der Typ macht so was in der Art häufiger UND man konnte das Kennzeichen notieren. Wenn dann immer wieder Meldungen über den Fahrer bzw das Kennzeichen kommen, wird der auch irgendwann Ärger bekommen, da sich ein Gesamtbild ergibt.
 
Wenn mehrere andere auch schon ein Problem mit dem hatten und es alle melden, baut sich ein Bild auf, bei dem irgendwann nicht mehr nur Aussage vs Aussage steht. Beispiel: Zeigen 6-7 Leute jemanden am gleichen Tag an, weil die allesamt auf der A3 zwischen Montabaur und Lohmar von demjenigen dicht aufgefahren und per Lichthupe bedrängt wurden, bestehen keine Zweifel mehr. Zeigt nur einer den Drängler an, wird's schwer.
Wenn dem so wäre, hätte ich meine Fahrerlaubnis schon lange abgeben müssen, viele weitere Verkehrsteilnehmer auch. So läuft es aber nicht, da die Aussagen nahezu wertlos sind. Wie viele von denen, die ich z.B. bedrängt haben soll, haben mich denn ausgebremst und genötigt? Schwierig, da eine rechtssichere Abbildung der Vorfälle zu erhalten. Ich werde mir zeitnah eine dashcam zulegen, auch deshalb, weil immer mehr meinen, im Recht zu sein und ihr eigenes Unvermögen ignorieren. ;-)
 
Wenn dem so wäre, hätte ich meine Fahrerlaubnis schon lange abgeben müssen,
Wieso? Hast Du schon eine so große Latte an Anzeigen erhalten?

viele weitere Verkehrsteilnehmer auch. So läuft es aber nicht, da die Aussagen nahezu wertlos sind. Wie viele von denen, die ich z.B. bedrängt haben soll, haben mich denn ausgebremst und genötigt? Schwierig, da eine rechtssichere Abbildung der Vorfälle zu erhalten.
Du wirst also so oft bedrängt und revanchierst dich dafür jeweils dann, dass Du auffällig oft angezeigt worden bist, und alles im Sand verlaufen - oder wie soll man das verstehen?

Es geht darum: Wenn jemand immer wieder andere so bedrängt, dass es durchaus strafrelevant ist, auch häufig innerhalb kurzer Zeit angezeigt wird, ist die Chance deutlich höher, dass ein Richter dann eher dem Gegenüber glaubt. Da hilft es auch nicht, wenn der Beschuldigte dann ständig sagt "aber der andere hat mich zuerst bedrängt/beleidigt", denn selber etwas Falsches zu tun ist ja keine Entschuldigung.

Und es geht da ja nicht um Leute, die vielleicht 5-6x pro Jahr irgendwas falsch machen. Wenn DU also Opfer wirst und dich dann revanchierst, wird das ja wohl kaum 4-5x die Woche oder 2-3x am gleichen Tag passieren, so dass Du - falls du immer angezeigt wirst - auffällig dastehst. Aber ganz ehrlich: Wenn jemand zurückbedrängt oder beleidigt, hat der IMHO sowieso ebenfalls eine Strafe verdient.
 
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