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Clavicula Fanclub

Erstmal vielen Dank euch Beiden für eure Erfahrungen / Antworten.

Edit: Ich habe mir gerade nochmal klar gemacht, dass die Platte ja nach 6 Monaten schon rauskam. Dabei ist das Risiko eine Re-Fraktur generell stark erhöht. Wie sah denn der Schaft nach 3 und 6 Monaten jeweils aus? Bei mir gab es damals schon Ansätze von verzögerter Heilung. Wenn das bei dir nicht der Fall war, würde ich dir gerne die Angst vor dem Infekt nehmen wollen :)
@Crossdrop: das klingt mega schrecklich alles. Momentan mag sich keiner so recht festlegen, ob es ne verzögerte Heilung gibt/gab, oder ob es doch primär an der frühzeitigen Entfernung lag. Nachdem ich jetzt mehrere Schulterspezis für 2. & 3. Meinungen aufgesucht habe, steht jetzt dieser Plan: erstmal der ganzen Situation 6 Wochen geben und schauen, ob es irgendwie konservativ geht. Da es aktuell eigentlich gut steht und eine erneute OP auch Risiken birgt. Einerseits durch den invasiveren Schritt mit dem Beckenkamm und andererseits weil das Schlüsselbein eh schon so durchlöchert ist und man heute im CT gesehen hat, dass es teils auch lateral nur sehr dünn ist und durch Inaktivität auch Knochengewebe abgebaut wurde. Da würde auch das Risiko für eine Fraktur an anderer Stelle neben der Platte steigen.
Sollte sich jedoch abzeichnen, dass dies nicht klappt und eher in Richtung Pseudarthrose geht, wird die Re-OP mit Beckennentnahme und auch Probeentnahme durchgeführt. Eine solche Infektsituation wie bei dir wäre ja wirklich der worst-case, aber gut dass du da in guten Händen warst und danke für die Empfehlung. Ich bin jetzt letztlich auch bei einer großen Unfallklinik gelandet hier im Raum die mir von vielen ärztlichen Kollegen empfohlen wurde und die auch septische Chirurgie viel Erfahrung hat, sofern notwendig.
Bzgl. der Beweglichkeit sind da alle schon etwas besorgt, da es momentan echt ne richtige Frozen Shoulder ist, was ja teils Jahre dauern kann. Aber bevor es da richtig wieder losgehen kann mit Physio, muss erstmal die Fraktur versorgt werden :(
Aber die Entnahmestelle am Beckenkamm war Hölle und erst mal nur mit Oxys zu beruhigen. Weiche Hosenbünde absolut notwendig.
@Schwarzwaldyeti: Oh man das klingt nicht schön. Umso mehr ein Grund, dass ich bete, dass es vllt. bei mir ohne klappt.

Habt ihr irgendwelche Tipps wie man diese Zeit überstehen kann. Wie habt ihr euch die Zeit vertrieben? Da ich keinen Büro-Job habe und aktuell nicht arbeitsfähig bin durch die erneute Ruhigstellung, muss ich mal wieder zuhause abhängen und langsam fällt mir die Decke auf den Kopf.
 
Habt ihr irgendwelche Tipps wie man diese Zeit überstehen kann. Wie habt ihr euch die Zeit vertrieben? Da ich keinen Büro-Job habe und aktuell nicht arbeitsfähig bin durch die erneute Ruhigstellung, muss ich mal wieder zuhause abhängen und langsam fällt mir die Decke auf den Kopf.

Gute Besserung erstmal.
Konsolenspiele, Handyzocken, singen, Spaziergänge, freihändiges Rollentraining, lesen, Sozialkontakte, Positivtagebuch uvm.
Vor allem Bewegung an der frischen Luft, ne gute Ernährung und positive Gedanken, Zielformulierungen sind wichtig.

Alles Gute!
 
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Habt ihr irgendwelche Tipps wie man diese Zeit überstehen kann. Wie habt ihr euch die Zeit vertrieben? Da ich keinen Büro-Job habe und aktuell nicht arbeitsfähig bin durch die erneute Ruhigstellung, muss ich mal wieder zuhause abhängen und langsam fällt mir die Decke auf den Kopf.
Erstmal alles Gute auch von mir.

Bei mir war es viele lockere Einheiten auf der Rolle. Ich hab nen Bürojob, so dass ich zumindest dort nicht in ein Loch gefallen bin... Kann man gut mit Netflix kombinieren^^
Sonst wenn es finanziell passt: Wochen(end)städtetrips. Die sind auch gut mit kaputter Schulter machbar. Öffis und Bahn regelt
 
Erstmal vielen Dank euch Beiden für eure Erfahrungen / Antworten.


@Crossdrop: das klingt mega schrecklich alles. Momentan mag sich keiner so recht festlegen, ob es ne verzögerte Heilung gibt/gab, oder ob es doch primär an der frühzeitigen Entfernung lag. Nachdem ich jetzt mehrere Schulterspezis für 2. & 3. Meinungen aufgesucht habe, steht jetzt dieser Plan: erstmal der ganzen Situation 6 Wochen geben und schauen, ob es irgendwie konservativ geht. Da es aktuell eigentlich gut steht und eine erneute OP auch Risiken birgt. Einerseits durch den invasiveren Schritt mit dem Beckenkamm und andererseits weil das Schlüsselbein eh schon so durchlöchert ist und man heute im CT gesehen hat, dass es teils auch lateral nur sehr dünn ist und durch Inaktivität auch Knochengewebe abgebaut wurde. Da würde auch das Risiko für eine Fraktur an anderer Stelle neben der Platte steigen.
Sollte sich jedoch abzeichnen, dass dies nicht klappt und eher in Richtung Pseudarthrose geht, wird die Re-OP mit Beckennentnahme und auch Probeentnahme durchgeführt. Eine solche Infektsituation wie bei dir wäre ja wirklich der worst-case, aber gut dass du da in guten Händen warst und danke für die Empfehlung. Ich bin jetzt letztlich auch bei einer großen Unfallklinik gelandet hier im Raum die mir von vielen ärztlichen Kollegen empfohlen wurde und die auch septische Chirurgie viel Erfahrung hat, sofern notwendig.
Bzgl. der Beweglichkeit sind da alle schon etwas besorgt, da es momentan echt ne richtige Frozen Shoulder ist, was ja teils Jahre dauern kann. Aber bevor es da richtig wieder losgehen kann mit Physio, muss erstmal die Fraktur versorgt werden :(

@Schwarzwaldyeti: Oh man das klingt nicht schön. Umso mehr ein Grund, dass ich bete, dass es vllt. bei mir ohne klappt.

Habt ihr irgendwelche Tipps wie man diese Zeit überstehen kann. Wie habt ihr euch die Zeit vertrieben? Da ich keinen Büro-Job habe und aktuell nicht arbeitsfähig bin durch die erneute Ruhigstellung, muss ich mal wieder zuhause abhängen und langsam fällt mir die Decke auf den Kopf.
Dann drücke ich mal die Daumen, dass das ganze "nur" deswegen durch ist, weil die Platte zu früh rauskam und es jetzt weiter heilen kann. Ich kann dir leider auch nicht sagen, was du jetzt alles tun kannst. In meinem Fall habe ich ja nach der Re-Fraktur sowieso auf die OP gewartet und mich erstmal "normal" weiter bewegt. War ja eh kaputt, und kaum schmerhaft (ich erinner mich noch, wie ich ca 2 oder 3 Tage danach auf der Silvesterfeier meine Freundin ins Bett getragen habe...)

Darfst du wenigstens auf die 90 Grad anheben?
 
Tja, da bin ich hier ja in guter Gesellschaft. Laut Chirurg schlappe dreizehn Schrauben, es war offenbar ein ordentliches Schlachtfeld. Acht Wochen nach der OP ging es wieder auf die Rolle, nach zehn Wochen auf die Straße.

Wie passiert? Ende Mai '23 hat mich ein 90-jähriger Autofahrer beim Abbiegen »übersehen« und mich mit knapp 30 km/h vermutlich frontal gerammt. Ich war laut Wahoo bei knapp unter 40 km/h und habe in unter einer Sekunde auf 0 gebremst. Was genau passiert ist, weiß ich bis heute nicht. Neben dem Schlüsselbein, war meine Hand mehrfach gebrochen, ich habe zwei Zähne verloren und hatte einige Wochen durch das Schädel-Hirn-Trauma neurologische Ausfälle in Form von Wortfindungsstörungen.

Tja, und mein Synapse war/ist ein Totalschaden, nur die Dura-Ace und der Sattel haben es überstanden und leben in einem anderen Rennrad weiter.
So, bei mir wurde gestern ordentlich Titan-Schrott aus dem Körper geholt. Jetzt ein paar Wochen Ruhe und Rolle, danach kann die Saison von mir aus so richtig losgehen.
 

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Man könnte noch Unterlegscheiben oder einen kleinen Halter für irgendwas daraus bauen. Die Schrauben haben leider das falsche Gewinde.
 
Ich will hier ja niemanden desillusionieren, aber ich habe nach meiner misslungenen Erst-OP, bei der die Schrauben nicht gehalten hatten, nachgefragt, aus welchem Material die Platte und die Schrauben bestehen. Ich wollte einen Allergietest machen lassen, um auszuschließen, dass sowas nochmal passiert. Das Ergebnis hat mich dann einigermaßen ernüchtert: Nix Titan sondern eine Nickel-Chrom-Legierung. Btw das war nicht das Kassenmodell, ich bin privat versichert...
 
Ich will hier ja niemanden desillusionieren, aber ich habe nach meiner misslungenen Erst-OP, bei der die Schrauben nicht gehalten hatten, nachgefragt, aus welchem Material die Platte und die Schrauben bestehen. Ich wollte einen Allergietest machen lassen, um auszuschließen, dass sowas nochmal passiert. Das Ergebnis hat mich dann einigermaßen ernüchtert: Nix Titan sondern eine Nickel-Chrom-Legierung. Btw das war nicht das Kassenmodell, ich bin privat versichert...
Das kann ich gar nicht glauben. Ich habe eine sehr ausgeprägte Nickel/Chrom Allergie und hatte meine Platte und die neun Schrauben 12 Monate in der Schulter.
 
Ich will hier ja niemanden desillusionieren, aber ich habe nach meiner misslungenen Erst-OP, bei der die Schrauben nicht gehalten hatten, nachgefragt, aus welchem Material die Platte und die Schrauben bestehen. Ich wollte einen Allergietest machen lassen, um auszuschließen, dass sowas nochmal passiert. Das Ergebnis hat mich dann einigermaßen ernüchtert: Nix Titan sondern eine Nickel-Chrom-Legierung. Btw das war nicht das Kassenmodell, ich bin privat versichert...
Titan ist sehr osteophil - das ist gut für die Heilung, aber schlecht für die Entfernung. Beim Raussdrehen bleibt das Drehmoment meist konstant hoch. Anders bei Chrom-Nickel - nach dem Anfangsdrehmoment lassen sich die Schrauben meist easy entfernen. Zudem ist Titan recht spröde und bricht eher als Chrom-Nickel.

Das Metall-Allegie Thema wird sehr kontrovers diskutiert. Die auslösenden Zellen dafür liegen in der Haut, so gibt es Meinungen die sagen es wäre also auf dem Knochen vollkommen irrelevant. Es gibt bisher keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass eine Metallallergie eine Endoprothese gelockert hätte.
Man sollte aber eigentlich die Allergie respektieren und ein entsprechendes Implantat wählen.
 
Hatte neben einem zerschmetterten Schlüsselbein auch noch eine mehrfach gebrochene Hand.

Mich hat es 2023 bei der Abfahrt vom Monte Zoncolan in Italien erwischt. Hochgefahren bei trockenem Wetter und Regen bei der Abfahrt. Mir ist das Hinterrad weggerutscht und ich lag auf der rechten Seite. Dabei bin ich auf die rechte Schulter und das Knie gefallen und bin mit den Fingerknöcheln über den Asphalt gerutscht. GsD habe ich mir nicht das Bein gebrochen und hatte einen Helm auf. Es war bei dem Wetter niemand auf der Straße, der mir hätte helfen können. Ich mußte dann noch 30km zurück zum Hotel radeln und habe unter Schmerzen das Rad ins Auto eingeladen. Über Nacht haben sich die Schmerzen in Schulter, Knie und Hand erst richtig entwickelt, so dass klar war, ich muss den Urlaub abbrechen und sofort nach Hause fahren. Da ich ein Auto mit Automatik habe, ging das gerade so die 1000km. Ich bin dann sofort in die Notaufnahme, wo der Schlüsselbeinbruch festgestellt wurde. Die Fingerknöchel sahen schlimm aus, waren aber nicht gebrochen. Im KH meinten sie, das der Schlüsselbeinbruch auch ohne OP heilt. Ich habe mir dann eine Zweitmeinung eingeholt und habe mich operieren lassen (Platte mit 8 Schrauben). Danach waren sofort die Schmerzen beim Aufstehen und Hinlegen in der Schulter weg. Schmerzmittel brauchte ich keine. Die Fingerknöchel sahen schlimm aus und ich konnte keine Faust mehr machen. Da macht man sich schon Sorgen, ob man die rechte Hand jemals wieder richtig bewegen kann. Lymphdrainage und Physiotherapie waren bei der Genesung hilfreich. Außer das ich die ersten 6 Wochen nach der OP vorsichtig war, funktionierte mein Arm danach problemlos ohne spürbaren Muskelabbau. Da ich körperlich tätig bin, war ich 3 Monate krankgeschrieben.

Im Nachhinein muss ich feststellen, das die Knöchelverletzungen an den Fingern unangenehmer als der Schlüsselbeinbruch waren und die Heilung fast 2 Jahr dauerte. Ein Spannungsgefühl beim Faustmachen ist geblieben, aber im Alltag habe ich keine Einschränkungen.

Im Ferbruar hatte ich einen Termin zur Entfernung der Platte, der aber verschoben wurde wegen der vielen Glatteisunfälle in Berlin. Das ist auch so ein Thema für sich, die dysfunktionale Stadtverwaltung. Die Straßen wurden gesalzen und waren eisfrei. Die Bürgersteige und Radwege wurden nur dürftig geräumt und kaum gestreut. Selbst im Winter 78/79 habe ich nicht solche Zustände wie in diesem Winter erlebt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe meine Platte ambulant mit Vollnarkose entfernen lassen nach 2,5 Jahren im selben Krankenhaus, wo sie auch eingebaut wurde. Morgens bin ich rein ins Krankenhaus und Mittags habe ich mich abholen lassen. Von 8 Schrauben konnte eine nicht entfernt werden, sie bleibt drin. Die erste Woche nach der OP fühlte ich mich noch schwach, dann ging es mir aber wieder rasch besser. Probleme mit der Platte hatte ich keine und gespürt habe ich sie auch nicht. Ich wollte aber das Altmetall loswerden.
 
moin,

hatte jemand von euch Probleme mit einer Allergie nach dem einsetzen einer Platte/Implantats? ca. 2 Wochen hab ich am Körper an verschiedensten Körperregionen (Rücken/hintere Schultern, Taille, intim Bereich) sehr trockene Haut/Hautausschlag. So etwas hatte ich vorher noch nie. Im Bereich des Implantat habe ich keine sichtbaren Hautprobleme. Vielleicht hat das auch garnix miteinander zu tun aber ich frag hier mal nach, da Termine beim Hautarzt ja sehr rar gesät sind und der Termin noch in weiter Ferne ist....
Die Symptome bekomme ich in den Griff aber eine Ursache wäre nett zu wissen..

VG
Andy
 
Wenn du herausbekommen willst, ob da ein Zusammenhang besteht, musst du versuchen herauszufinden, was für eine Platte verwendet wurde und die Zusammensetzung der Legierung ermitteln für einen Allergietest.
Ich halte einen Zusammenhang für eher unwahrscheinlich, wenn keine Auffälligkeiten im direkten Heilungsprozess aufgetreten sind. (z.B. Schraubenlockerungen o.ä.).
 
Wenn du herausbekommen willst, ob da ein Zusammenhang besteht, musst du versuchen herauszufinden, was für eine Platte verwendet wurde und die Zusammensetzung der Legierung ermitteln für einen Allergietest.
Ich halte einen Zusammenhang für eher unwahrscheinlich, wenn keine Auffälligkeiten im direkten Heilungsprozess aufgetreten sind. (z.B. Schraubenlockerungen o.ä.).
joah wie gesagt son hautarzt termin liegt in weiter ferne....
ich finde nur die zeitliche nähe interessant. aber die symptome passen nicht so richtig...
 
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