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Decathlon Airbag-Weste fürs Fahrrad: 299-Euro-Schutz mit Haken

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Re: Decathlon Airbag-Weste fürs Fahrrad: 299-Euro-Schutz mit Haken
Vor einem Monat noch in der Entwicklung, jetzt schon im Laden.
Für wie verblödet haltet Ihr euer Publikum eigentlich?
 
Zu groß, zu schwer, null Aero und schon gar nicht in schwarz. Gibt es diesen Kartoffelsack auch in eng und weiß?
 
https%3A%2F%2Ffotos.rennrad-news.de%2Ff3%2F6%2F668%2F668652-vn3f8sc6ttj6-decathlon_airbag_fahrrad-original.jpg


Dieses Bild ist wohl der aufgeblasene Zustand? Dann bringt das wohl in ziemlich genau zehn von zehn Fällen überhaupt nichts.

Aber Hauptsache die ängstlichen gemolken. Und nebenbei eine riesen Nebelkerze für die Rücksichtslosen: "wenn denen ihre Sicherheit so egal ist dass sie die Angebote auf dem Markt nicht annehmen, dann darf mir deren Sicherheit ja wohl auch egal sein"

Und wehe dem der doch mal eine Fehlauslösung erlebt. Wer möchte behaupten dass er im Sattel bleibt wenn bei 70 vor der Kurve die Weste explodiert? (edit: OK, für die "sitzenden Fußgänger" für die das beworben wird wäre das vielleicht wirklich nicht so tragisch)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bevor man sich beschwert sollte man sich vielleicht mal die Zahlen genauer ansehen. Die Fallzeiten, jetzt mal vereinfacht als freier Fall gerechnet unterscheiden sich nicht so wahnsinnig. Ein Fahrradsattel befindet sich etwa 1 m über dem Boden. Der Fall aus dieser Höhe dauert 0,45 s. Ein Pferd ist zwar etwas größer allerdings hat das nicht viel Einfluss auf die Fallzeit. Der Sattel befindet sich auf Schulterhöhe des Pferdes. Die ist je nach Rasse unterschiedlich. Ich hab mal Werte zwischen 1.3m (Ponys) und 2m (wirklich große Pferde) gesetzt. Das macht eine Fallzeit von 0.51-0.64 s.
Was den Vortrieb angeht: Ein Pferd im Trab läuft so ungefähr 15 km/h, Im Galopp zwischen 20 und 35 km/h.
Das sind ziemlich genau die Geschwindigkeiten die ein Fahrrad im Stadtverkehr auch hat. Und wenn man die Werbebilder betrachtet ist die Weste auch für eben diesen Fall gedacht.
Beim Pferd ist das Szenario dass das Pferd aufrecht bleibt aber der Reiter abfliegt. Am Fahrrad kommt das eher nicht vor. Die Unfallszenarien sind überhaupt nicht vergleichbar.
 
Bevor man sich beschwert sollte man sich vielleicht mal die Zahlen genauer ansehen. Die Fallzeiten, jetzt mal vereinfacht als freier Fall gerechnet unterscheiden sich nicht so wahnsinnig. Ein Fahrradsattel befindet sich etwa 1 m über dem Boden. Der Fall aus dieser Höhe dauert 0,45 s. Ein Pferd ist zwar etwas größer allerdings hat das nicht viel Einfluss auf die Fallzeit. Der Sattel befindet sich auf Schulterhöhe des Pferdes. Die ist je nach Rasse unterschiedlich. Ich hab mal Werte zwischen 1.3m (Ponys) und 2m (wirklich große Pferde) gesetzt. Das macht eine Fallzeit von 0.51-0.64 s.
Was den Vortrieb angeht: Ein Pferd im Trab läuft so ungefähr 15 km/h, Im Galopp zwischen 20 und 35 km/h.
Das sind ziemlich genau die Geschwindigkeiten die ein Fahrrad im Stadtverkehr auch hat. Und wenn man die Werbebilder betrachtet ist die Weste auch für eben diesen Fall gedacht.
Früher sind von Pferden ganz fürchterliche Verletzungen verursacht worden. Die Reiter sind in hohem Bogen mit enormer Kraft weit und hoch geschleudert worden. In alten Filmen und Büchern kann man das noch sehen oder lesen.
Deine 15 Km/h sind so lächerlich das jeder der schon vor einem Pferd gestanden ist weiß das du überhaupt keine Ahnung hast.
 
Beim Pferd ist das Szenario dass das Pferd aufrecht bleibt aber der Reiter abfliegt. Am Fahrrad kommt das eher nicht vor. Die Unfallszenarien sind überhaupt nicht vergleichbar.

Schonmal übern Lenker Richtung Asphalt geflogen?
Aber keine Angst, das Risiko geh ich ein. 😉
 
Früher sind von Pferden ganz fürchterliche Verletzungen verursacht worden. Die Reiter sind in hohem Bogen mit enormer Kraft weit und hoch geschleudert worden. In alten Filmen und Büchern kann man das noch sehen oder lesen.
Deine 15 Km/h sind so lächerlich das jeder der schon vor einem Pferd gestanden ist weiß das du überhaupt keine Ahnung hast.
? Ich kann das gerade nicht einordnen. Ironie, ernst?

Die Ähnlichkeit eines Sturzes vom Pferd oder vom Rad ist ja schon da.
Das Rad feuert einen nicht davon, während ein Pferd einem Reiter auch ordentlich Beschleunigung mitgeben kann. Dafür hab ich aufm Rad bergab auch schon mal höheres Tempo. Vom Pferd aus geht's auch schon mal gegen ein festes Hindernis. Tore, Bäume, was in der Lage ist bei einem Pferd eine Vollbremsung zu erzeugen.

Wenn ich beide Arten zu stürzen vergleiche: doch, schon nicht unähnlich. Worauf die Einschätzung basiert: Eigene Erfahrung.


Wenn ein großes Pferd auf einen Reiter drauf fällt, bringt so ein Teil gar nix. Ich hoffe da sind wir uns einig. Ein Pony mit ein paar hundert kg quetscht dem Reiter schon alles ein, was unters Pferd kommt. Große Pferde wiegen gut und gern auch mal 500-700 kg. Kaltblüter auch schon mal eine Tonne. Im Grunde ein kleiner Kleinwagen. Womit sich der Kreis schließt: Gegen überfahren werfen hilft das nicht.
 
Die Ähnlichkeit eines Sturzes vom Pferd oder vom Rad ist ja schon da.
Das Rad feuert einen nicht davon, während ein Pferd einem Reiter auch ordentlich Beschleunigung mitgeben kann. Dafür hab ich aufm Rad bergab auch schon mal höheres Tempo. Vom Pferd aus geht's auch schon mal gegen ein festes Hindernis. Tore, Bäume, was in der Lage ist bei einem Pferd eine Vollbremsung zu erzeugen.

Einfaches Bsp was dem widerspricht und leider tagtäglich geschieht: Fahrrad -> KFZ ohne Verzögerung: das Vorderrad nimmt die kinetische Energie auf, was aber zu viel ist wirft dich nach vorne hin ab: Flug über Motorhaube, in Heckscheibe oder A/B-Säule. Dabei brechen gerne Schlüsselbein wegen der falschen Haltung beim Landen, es gibt ordentliche Gehirnerschütterungen oder noch schlimmeres...
 
Einfaches Bsp was dem widerspricht und leider tagtäglich geschieht: Fahrrad -> KFZ ohne Verzögerung: das Vorderrad nimmt die kinetische Energie auf, was aber zu viel ist wirft dich nach vorne hin ab: Flug über Motorhaube, in Heckscheibe oder A/B-Säule. Dabei brechen gerne Schlüsselbein wegen der falschen Haltung beim Landen, es gibt ordentliche Gehirnerschütterungen oder noch schlimmeres...
?? Eine Freundin von mir ist damals per Pferd genau so von einem Auto angefahren worden. Pferd und Reiter sind über die Motorhaube
Gehirnerschütterung trotz Helm. Prellungen, Aufschürfungen usw. Ziemlich identisch zu deiner Beschreibung, findest du nicht?
Das Pferd war natürlich auch noch dazu verletzt.

Mich beschleicht der Gedanke du bist noch nie von einem Pferd geschossen worden.
 
Ich glaube man muss keine Erfahrung mit Pferden haben um sich über diese Weste ein Urteil zu bilden.
Für mich ist der Umstand, dass man dafür erst einmal €700,- hinblättern darf, alleine schon ein Hinderungsgrund. Und wahrscheinlich für viele andere auch.
Was mir noch aufgefallen ist, im urbanen Bereich fahren viele mit einem Rucksack.
Das dürfte mit dieser Weste dann nicht mehr möglich sein.
 
Ich weiss nicht wie du "nach vorne über den Lenker" machst, aber ich kenne das so dass das Rad dabei trotzdem arg die horizontale sucht. Ein derartiger Ablauf mag beim Pferd auch vorkommen (das arme Tier!), aber da dürfte es eine viel größere Vielfalt geben.
 
Was ist denn das Problem dabei wenn der "Gaul nicht hinterherfliegt" ?? Der Mensch als human missile gibt's sowohl auf dem Rad als auch zu Pferd. Das Pferd zischt zumeist in einer andren Richtung davon. Was auch nicht unbedingt folgenlos ist, wenn 700kg Panik auf die nächste Hauptstraße stürmen...aber wieder ein anderes Thema.
 
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Dieses Bild ist wohl der aufgeblasene Zustand? Dann bringt das wohl in ziemlich genau zehn von zehn Fällen überhaupt nichts.

Aber Hauptsache die ängstlichen gemolken. Und nebenbei eine riesen Nebelkerze für die Rücksichtslosen: "wenn denen ihre Sicherheit so egal ist dass sie die Angebote auf dem Markt nicht annehmen, dann darf mir deren Sicherheit ja wohl auch egal sein"

Und wehe dem der doch mal eine Fehlauslösung erlebt. Wer möchte behaupten dass er im Sattel bleibt wenn bei 70 vor der Kurve die Weste explodiert? (edit: OK, für die "sitzenden Fußgänger" für die das beworben wird wäre das vielleicht wirklich nicht so tragisch)
Und noch jemand der keine Ahnung hat.
Ja das Schlüsselbein wird nicht geschützt. Aber wer mal so in die Notaufnahmen schaut, wird sehen, dass viele Radfahrer mit Rippenprellungen, Rippenfrakturen und dann meistens auch Pneumothorax kommen. Nieren- oder Milzverletzungen gibt es ja auch noch.

Da reicht übrigens schon der Blick auf die Verletzungen der World Tour Profis.


Gebt dem noch paar Jahre und dann zieht sich jeder sowas vorm Aufziehen des Helms an.
Dann in klein, leicht und günstiger ;)
 
Und noch jemand der keine Ahnung hat.
Ja das Schlüsselbein wird nicht geschützt. Aber wer mal so in die Notaufnahmen schaut, wird sehen, dass viele Radfahrer mit Rippenprellungen, Rippenfrakturen und dann meistens auch Pneumothorax kommen.
Und selten ohne begleitendes Schlüsselbein. Da ist der Radfahrer dann mal wieder seitlich mit der Schulter voraus gelandet. Kann man sich ziemlich viele Rippen gleichzeitig kaputt machen, alles schon selber ausprobiert. Und selbst im comichaften "nach vorne über den Lenker" würde der Radfahrer sich noch entweder nach links oder nach rechts drehen, jedenfalls wenn er nicht zu den Akrobaten zählt die dann sauber auf den Füßen landen.

Die abgebildete Weste ist vorne aufgeblasen und hinten aufgeblasen. Da landet man als Radfahrer nicht wirklich.


Da reicht übrigens schon der Blick auf die Verletzungen der World Tour Profis.
Da kannst du dir hundert Zeitlupen anschauen. Immer wieder das Vorderrad geht nach rechts flach oder geht nach links flach und der Oberkörper geht entsprechend gedreht auf der anderen Seite in den Asphalt. Ungefähr diesen Bewegungsablauf hat's nicht nur wenn irgendwas wegrutscht sondern auch wenn zB in ein bestehendes Sturzknäuel reingeknallt wird. Und das Problem ist nicht dass man aus ca Sattelhöhe im freien Fall gen Erdmittelpunkt beschleunigt und diese Bewegung dann irgendwann abrupt gestoppt wird, sondern dass der Körper während dieses Stopps satten Anpeessdruck auf die Fahrbahnoberfläche hat und deshalb auch seinen horizontalen Bewegungsvektor relativ zu ebendieser radikal entschleunigt wird.


Gebt dem noch paar Jahre und dann zieht sich jeder sowas vorm Aufziehen des Helms an.
Dann in klein, leicht und günstiger ;)

Vorher gibt's Statistiken zur Wirksamkeit. Das wird lustig: wenn die Westen zB vorwiegend von Ebikern getragen werden in der Altersklasse "kann sich schon beim Schuhe binden lebensgefährliche Verletzungen zuziehen" dann wird man eine Menge Zahlen zusammenkombinieren können dass die Weste Risiken dramatisch erhöht - vollkommen egal wie gut oder schlecht sie tatsächlich ist.
 
Beim Pferd ist das Szenario dass das Pferd aufrecht bleibt aber der Reiter abfliegt. Am Fahrrad kommt das eher nicht vor. Die Unfallszenarien sind überhaupt nicht vergleichbar.
Mein Taschengeld reicht leider nur für einen Drahtesel.
Bei meinem letzten Crash waren die CX Stollen komplett mit rotem Ton verklebt und daher war der Abflug mit beiden Reifen auf die linke Schulter gleichmäßig mit einem blauen Flecken über den gesamten linken Brustkorb.

Was ist mit dem Airbag der Skifahrer? Kostet sicherlich einiges mehr als die aufblasbare Einkaufstüte von Decathlon?

Marco Odermatt im Glück: Airbag öffnet sich während Abfahrt auf der Stelvio in Bormio - Superstar kann Sturz verhindern​

https://www.eurosport.de/ski-alpin/...kann-sturz-verhindern_sto20066358/story.shtml
 
Dieser Blödsinn wird verbreitet, seit es das erste Auto mit Vierradbremsen gab…
Naja, "Blödsinn" ist es nur, wenn man eben die Vorteile moderner Technik gleich wieder durch erhöhtes Risikobereitschaft verbrennt; s. Audi Quattro; die ersten Jahre wurden die Versicherungen immer teurer, weil die Leute dachten, daß ihnen mit AllradANTRIEB nichts mehr passieren kann. Dumm, daß auch der nur mit zwei Rädern lenken und vier Rädern bremsen kann.
Also, ich finde jede neue Technik klasse als Angebot - und dieses System wird sicher seine Kunden finden, insbesondere, wenn die Technik über die Zeit kleiner, leichter und billiger wird, und v.a. seitlich besser schützt. Für sportliche Radfahrer ist das z.Z. wohl eher nix...
 
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