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Wunder(bare) Brevetberichte

Hier noch Paar alte Fotos meiner ersten Experimente

Löst sich nur schwer im kalten Wasser auf
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Nach circa 5 Tagen ohne erwärmen
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Versehentlich bis zum karamelisieren gekocht und zu viel Salz dran. Zuerst dachte ich noch "geil, salted-caramel". Hat sich aber geschmacklich als zu intensiv herausgestellt und war irgendwann nur noch schwer erträglich

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Danke, nach einem (gescheiterten) Experiment deswegen oben die Nachfrage.

Deine neue Art, zu berichten ist klasse. Bitte genau so beibehalten. Gefällt...
 
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Nach drei Monaten das erste DNF, zu viele Defekte, irgendwann Ersatzschläuche aufgebraucht. Auf Grund von Feuchtigkeit und Ungeduld auch mit Flicken nicht weiter gekommen. Jetzt habe ich Corona. Mit etwas Glück geht am letzten November Wochenende noch was, wenn nicht gibt es halt den Neustart.
https://strava.app.link/AKCR87uWZXb
War ja auch wieder unterwegs, auch wenn es dieses mal auf den letzten Metern nicht mehr funktioniert hat.
 
400er Brevet ARA Ruhrgebiet ab Dortmund ab Freitag, den 8.5.2026
Start nominell: 20 Uhr
Start individuell: 20:08 Uhr
404 km / ca. 3270 Höhenmeter (nach Wahoo Bolt 2)
Zeit gesamt: 21:37 h (Durchschnitt: 18,7 km/h)
Bewegungszeit: 16:52 h (Durchschnitt: 23,9 km/h) 78 % Bewegungsanteil
Standzeit: 4:45 h, davon 2:32 h Hotelpause in Paderborn

Idee/Planung/Vorbereitung:
Nach meinem DIY und Solo 300er Brevet letzten September sollte es diesmal mein erstes offizielles Brevet und ein 400er sein, um zu schauen, ob auch diese nächst längere Distanz für mich (mit Spaß) machbar ist.
Die Entscheidung fiel schnell auf den 400er von ARA Ruhrgebiet mit Start in Dortmund, da die Anreise mit der Bahn von Soest sehr überschaubar ist und auch die Strecke mit Sauerland Anteilen für mich attraktiv ist.

Lange Zeit überlegte ich, wie ich mit dem Thema Schlaf bei einem 400er mit Abendstart umgehen soll. Ich habe weder Erfahrung mit längeren Fahrten bei Nacht geschweige denn dem Durchfahren einer Nacht noch Ausrüstung zum Draußenschlafen. Ich befürchtete, eventuell spät in der Nacht so müde zu werden, dass ich dann eine Schlafpause benötigen würde und wollte besonders bei den aktuellen Temperaturen nicht dann draußen schlafen müssen.
Daher entschied ich mich, ein Hotelzimmer in Paderborn nach gut 100 km ganz in der Nähe des ersten Kontrollpunkts vorab zu buchen. Das Risiko, eventuell nicht einschlafen zu können, war mir bewusst.
Da ich spätestens um 21 Uhr im Hellen wieder im Ziel sein wollte und ich auch vorsichtshalber von einem 22er Schnitt in Bewegung plus einiger Standzeit ausgegangen war, war das Resultat meiner Zeitplanung, dass die Hotelpause nicht länger als 3 h dauern sollte.

Ich fahre bei Touren oft mit einer 4 Liter Satteltasche von Ortlieb mit Bajonetthalter. Für dieses Brevet benötigte ich aber abhängig vom Wetter voraussichtlich ein größeres Ladevolumen. Zudem wollte ich zusätzlich eine Oberrohrtasche ausprobieren, da mir deren relative aerodynamische Form und die einfache Zugriffsmöglichkeit während der Fahrt recht sinnvoll erschienen.
So kaufte ich von Cyclite eine größere Satteltasche mit 13 Litern (auch für eventuelle künftige längere Bike packing Fahrten) und eine größere Oberrohrtasche mit 1,1 Litern, deren angegebene Breite von 5,5 cm mir noch ausreichend schmal erschien. Leider bestellte ich die Taschen so spät, dass ein eventuelles Ausweichen auf Alternativprodukte nach Erhalt nicht mehr wirklich möglich war.
Bei der Oberrohrtasche stellte ich z.B. nach Erhalt fest, dass der Deckel ca. 6,5 cm breit ist. Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich eine andere schmalere Tasche von z.B. Apidura gekauft.
Mangels Zeit entschied ich mich, neben der Cyclite Satteltasche auch die Cyclite Oberrohrtasche beim Brevet auszuprobieren.

Da ich bei Nacht nur wenig und auch nur sehr selten unbekannte Strecken fahre, hatte ich bisher u.a. nur eine relativ dunkle B+M Ixon IQ (nicht die Premium Version) in Verwendung. Nabendynamos (bislang nur ganz billige von Shimano an Stadträdern) nutze ich lange nicht mehr. Für die längere Fahrzeit im Dunkeln bei diesem Brevet war mir die Ixon IQ aber deutlich zu dunkel und so kaufte ich aufgrund der überzeugenden Ausleuchtung und des noch vertretbaren Preises trotz der veralteten Micro USB-Ladebuchse und der sehr langen Ladezeit die B+M Ixon Space. Diese wollte ich im Hotel während der Pause nachladen.

Für die Fahrt wollte ich wie bei meinem 300er DIY Brevet wieder mein Nishiki einsetzen, da sich dort 30 mm Reifen montieren lassen.
Für besseren Leichtlauf montierte ich anstelle meiner meist am Nishiki verwendeten Gravel Reifen Michelin Power Cup 28 mm Reifen, die auf meinen 19c Felgen aber real 29,5 mm breit ausfallen und zusätzlich auch TPU Schläuche anstelle Butyl.

Edit:
Der Lenker bekam im Bereich von Oberlenker bis Bremsgriffe eine zweitere untere Lage Lenkerband spendiert, um Handschmerzen bei langen Touren zu reduzieren. Unterlenker fahre ich recht wenig, so dass mir dort eine zweite Lage verzichtbar erschien.

Der Bericht der eigentlichen Fahrt folgt vorraussichtlich in wenigen Tagen ...
 
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Die Fahrt:
Die Brevet-Organisatoren hatten angekündigt, dass am Abend des Starts ein Spiel des BVB stattfinden würde.
Die Anreise mit dem Zug von Soest war dennoch problemlos, da der Zug in Soest noch leer war und auch ein zweiter Zugteil eingesetzt wurde.
Ich stieg am Signal Iduna Park aus und musste etwas Geduld aufbringen, um mich durch die BVB Fans zu wühlen. Dennoch waren die kurzen 2 km bis zum Brevet Startpunkt "Gaststätte goldener Erntekranz" relativ schnell geschafft.
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Mit @Bilbo hatte ich mich zum Start verabredet. Wir kamen mit einem weiteren Mitfahrer ins Gespräch und beschlossen gemeinsam zu starten. Zusammen mit 2 weiteren Fahrern waren wir mit die letzten Starter. Diese zwei waren aber zu schnell für uns, so dass wir sie ziehen ließen.
Aufgrund zweier Verfahrer und Stopps wegen technischer Probleme war der Start etwas holprig.
Dennoch lief es gut und ich übernahm in unserer Dreiergruppe viel Führungsarbeit. Hin und wieder überholten wir etwas langsamere Fahrer. Mit meinem neuen Scheinwerfer hatte ich genug Licht. Einen großen Teil der Strecke konnte ich die Lichtmenge aber deutlich reduzieren, um Strom zu sparen.
Hinter Unna bis Lippstadt kannte ich die Strecke ... Heimatrevier. ;)

kurzer Stopp in Brockhausen nach knapp 60 km, um mehr Kleidung anzuziehen:
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Die Strecke war von den Organisatoren sehr gut gewählt. Breite tagsüber teils sehr verkehrsreiche Landstraßen (z.B. L 636) ließen sich bei Nacht sehr angenehm fahren. Kurz nach 00:30 erreichten wir den ersten Kontrollpunkt Tankstelle Markant in Paderborn:
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Dort trafen wir einige weitere Fahrer(innen). Ich kaufte in der Tankstelle Kohlenhydrate-Nachschub in Form von Süßigkeiten.
Es war Zeit, mich von meinen Mitfahrern zu trennen, da mein gebuchtes Hotel nur ca. 100 m entfernt war. Auf der Zugfahrt nach Dortmund hatte ich versucht, online einzuchecken. Das war aber zu spät, so dass ich die Anmeldeprozedur am Terminal des Hotels durchführen musste.
Mein Handy und den Scheinwerfer schloss ich zum Laden an. Für den Scheinwerfer hatte ich das original Netzteil mit, da nur dieses eine immer noch sehr lange Aufladezeit von 5 h ermöglicht. Mit Fremdnetzteilen, auch schnelladefähigen, ist die Ladezeit 10 h!
Mein Navi Wahoo Bolt 2 wollte ich später während der Fahrt über die Powerbank in der Oberrohrtasche laden.
Kurz nach 1 Uhr machte ich das Licht aus und versuchte einzuschlafen. Trotz meiner Ohrenstöpsel hörte ich nah vorbeifahrende Züge. Ich war schon recht müde, aber ich als Schlafmimose konnte erst geschätzt um 1:45 Uhr einschlafen. Ich hatte mir den Wecker auf 3 Uhr gestellt, wachte aber schon um 2:35 Uhr auf. An ein Einschlafen war nicht mehr zu denken.
Ich brauchte sehr lange, um startklar zu werden, aß auch noch von meinen mitgebrachten Salzbrezeln und füllte meine Flaschen wieder mit Wasser auf..
Ich zog meine Winter Kleidung an, einschließlich kurzer Rainlegs Regenhose als Windschutz, Neopren Überschuhen sowie langen Handschuhen und Winter Helmuntermütze.

Um 3:13 Uhr fuhr ich in Paderborn los und es rollte von Beginn an ganz ordentlich. Die Stadt schien fast ausgestorben. In Wewer verpasste ich zuerst den Abzweig auf den Almetalradweg.
In Husen nahm ich die einsetzende Dämmerung und Hügel wahr. Dort will ich bei Tageslicht nochmals hin.
Bis Meerhof gab es die erste längere, wenn auch nicht steile Auffahrt des Brevets.
Gab es bisher wenig Nebel oder ich hatte diesen nicht richtig wahrgenommen, so änderte sich dies schlagartig in der schnellen Abfahrt von Meerhof nach Westheim. Starker Nebel ließ meine Brille stark beschlagen. Ich putzte mit meinem Handschuh ständig über die Brillengläser, um einigermaßen Sicht zu haben. Plötzlich ging die Hintergrundbeleuchtung meines Navis aus. Es dauerte ein wenig, bis mir die Ursache klar wurde. Ich hatte für die Abfahrt meinen Scheinwerfer heller gestellt und der Nebel streute so viel Licht, dass mein Navi von Taghelligkeit ausging. Ich verdrehte den mit Kabelbindern befestigten Navihalter etwas nach hinten, so dass der Lichtsensor des Navis weniger Licht auffing und sich die Hintergrundbeleuchtung wieder einschaltete.
Für die nächste potentielle Nebelfahrt werde ich den Schweinwerfer seitlich abkleben.

Das erste Mal schöne Lichtstimmung um 5:23 zwischen Helmighausen und Neudorf:
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Gegen 6 Uhr erreichte ich nach ca. 166 km den zweiten Kontrollpunkt Aral Tankstelle in Bad Arolsen. Ich fuhr zuerst ca. 100 m an der Tankstelle vorbei, ohne sie sofort wahrzunehmen. Dass ich den nächsten Kontrollpunkt erreicht hatte, bemerkte ich erst, als der track zuende war. Ich hatte den track in Abschnitte von Kontrollpunkt zu Kontrollpunkt gestückelt. ;)
In der Tankstelle traf ich zwei weitere Fahrer, die sich noch weiter aufwärmen und (noch) nicht wieder in die Kälte wollten. Meines Wissens haben die beiden später aufgegeben. Ich kaufte in der Tankstelle Kohlenhydrate-Nachschub in Form von Fruchtgummi.
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Nebel tauchte immer mal wieder auf, aber nur schwach und störte die Fahrt nicht.
Hier kurz vor Elleringhausen:
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Eine schöne Abwechslung war der Ederseebahn-Radweg: hier in Sachsenhausen
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Kurz nach 7 Uhr erreichte ich Nieder-Werbe am Edersee. Das Wasser war ganz schmutzig braun:
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Dort begann die bisher steilste Auffahrt des Brevets nach Basdorf. Ich holte einen weiteren Fahrer ein, dessen schweres, dunkelgrünes Trekking-Rad mit Rohloff Nabenschaltung mir schon am Start aufgefallen war. Es ist auf meinem ersten Foto in der Bildmitte zu sehen. Der Fahrer tat sich in der Steigung schwer und ich begleitete ihn fast bis zur Passhöhe. Er erzählte mir, dass dieses sein zweites Brevet nach einem erfolgreichen 200er von ARA Westfalen im März sei und er dieses als Vorbereitung für eine Alpenüberquerung nutzen wollte. Sein Brevet-Rad mit viel Gepäck und Getränken würde 25 kg wiegen.
Ich hoffte trotz meiner Zweifel, dass er das Ziel rechtzeitig erreichen würde. Tatsächlich schaffte er es noch zeitig vor dem Zeitlimit ins Ziel. Darüber freue ich mich sehr und er hat meinen größten Respekt, aber ich bin sehr froh, dass mein Rad einschließlich Gepäck deutlich leichter ist.

Steigung hinauf nach Oberorke:
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Um 8:47 Uhr nach ca. 224 km erreichte ich den nächsten Kontrollpunkt Aral Tankstelle in Korbach. Auf noch mehr Süßigkeiten hatte ich keine Lust und kaufte daher Verpflegung im Aldi, der auf dem Foto zu sehen ist:
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Fortsetzung folgt ...
 
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