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Rennradurlaub Mallorca

Danke für den Hinweis! Sehr hilfreich. Kann man irgendwie / irgendwo genaueres rausbekommen?

(Ich frage weil ich da tatsächlich diesen Sonntag drüber wollte)
Also die Info hab ich im
Cycling Planet in Alaro bekommen (nachdem wir zuerst in Alaro rauf sind und oben dann abgesperrt war). Der Fairness halber muss ich aber dazusagen dass am fuße des passes auch warnschilder stehen wo wohl auch tagesaktuelle durchfahrzeiten drauf stehen. ich kann dir aber leider nicht sagen wie verlässlich das ist.
 
Wir sind 2 Tage vor der 312 angereist und waren bis zum darauf folgenden Wochenende da. Ich fand das nicht zu voll. Ich habe mich sogar eher gefreut, so viele Gleichgesinnte zu treffen und viele neue Leute kennenzulernen.
 
Gibts eigentlich einen Grund warum
die Freiläufe der Leihräder (bewusst?) besonders leise sind? Zum wohle der anrainer? Kennt man ja sonst aus der rennrad bubble eher umgekehrt 🙂
 
Die Touristen sind halt immer die anderen. Kann mich von der arroganten Haltung nicht freisprechen.

Was ich aber tatsächlich grenzwertig finde und was ein valider Punkt der Kritik ist, sind die vielen gänzlich unerfahrenen Anfänger. Ich habe tatsächlich schon mehrfach in reddit subs gelesen dass Leute "ne Woche nach Mallorca fahren um mal zu testen ob Rennradfahren etwas für sie ist". Ich meine - wir sprechen hier jetzt nicht von Hochgebirge, aber eine gewisse Erfahrung im Umgang mit dem Fahrrad sollte auch auf Mallorca vorliegen.
 
Gibts eigentlich einen Grund warum
die Freiläufe der Leihräder (bewusst?) besonders leise sind? Zum wohle der anrainer? Kennt man ja sonst aus der rennrad bubble eher umgekehrt 🙂
Das liegt evtl. daran, dass die Leihräder meist eher ältere Generationen sind als dieser unsägliche "lauter Freilauf"-Trend noch nicht so grassierte.
 
"Voll" war es auf Mallorca schon immer, keine Frage. Dass Marcel, sowie die Leute von Sa Ruta Verde (schön da, keine Frage, schon als der Lennart das noch gemacht hat) und Cycling Planet (auch nett, ganz sicher) nichts gegen Radtouristen sagen, ist logisch. Die verdienen ihr Geld damit.

Probleme gibt es zuhauf, dazu gehören der Übertourismus in allen Belangen (nicht nur Radfahrer, aber eben auch), sowie hauptsächlich grenzenloser Egoismus, incl. Ignoranz und Hipstertum. Früher war das Schaulaufen noch lokal, jetzt findet es auf Instagram & Co. statt. Im Frühjahr Formentor und Sa Calobra fahren war vor 10-15 Jahren noch easy, jetzt macht das kaum noch Spaß (die letzten drei mal Sa Calobra bin ich jeweils Silvester als Jahresabschluss gefahren, Formentor an Weihnachten). Kehrseite der Medaille. Ich lache mich eigentlich immer schlapp, über den Auflauf an Sa Batalla. Ein netter Anstieg (mehr auch nicht) auf den früher eine urige Lokalität folgte, in der man ganz nett Kaffee & Kuchen nehmen konnte. Jetzt ein belangloser Selbstbedienungsladen ohne sonderliches Flair - aber halt ein Insta-Hotspot. Wir haben da Ende April gehalten und der Penis/Ryzon/Rapha Fraktion beim Posen zugeschaut. Irgendwie lustig. Und wie Marcel es sagt: es gibt noch schicke und ruhige Strecken fernab der Hotspots, an denen man Spaß (und Ruhe) haben kann, auch im April.

Das Dumme ist halt: Menschen, nicht Radfahrer, sind dumm. Einer fängt an, Bananenschalen irgendwo hinzuhängen, die anderen machen es nach. Analog dazu: Blinklichter, Gelverpackungen, durch FuZos fahren, Rudelpinkeln, in Viererreihe fahren. Das alles gab es immer (legendär vor 10+ Jahren das Schild am Coll de Soller mit dem Piktogramm "Hier nicht pinkeln!"), es wird nur durch massiveren Tourismus und Social Media letztlich potenziert. Da müssen die Vernünftigen eigentlich gegenarbeiten. Ich habe dieses Jahr auf der M312 mehrere Sportskameraden angekackt (in verschiedenen Sprachen), die Zeugs in die Landschaft geworfen haben. Das war für die echt nervig, gut so! Der eine Engländer meinte tatsächlich und ernsthaft, dass "das Motorrad am Straßenrand" (das war ein Sportograf) seinen weggeworfenen Windbreaker schon aufsammeln wird. Man muss dumme Menschen immer wieder darauf hinweisen, dass sie dumm sind.

Gilt natürlich auch für alle, die nicht mit dem Rad unterwegs sind. Zur Sperrung des Formentors standen genügend Dumme mit ihren Autos vor der Absperrung.

Ich freue mich über jeden, der "neu" auf dem Rad sitzt, ich habe schließlich auch irgendwann mal angefangen. Und wenn das auf Mallorca ist: alles gut! Auch "Kanadier" (oder Engländer, Holländer, Aserbaidschaner, was weiß ich) sollen nach Mallorca kommen, toll! Vor gut 10 Jahren habe ich mal eine Gruppe Kanadier geguidet, das war anfangs Chaos, nach einer Woche konnten die dann Rad fahren, kannten diverse Regeln und alles war gut. Geht wohl einfacher, wenn "alte Hasen" Vorbild sind. Wenn also viral geht, dass und wie man sich besser benimmt, wird's vielleicht auch wieder besser.
 
Ganz nervig die vielen e - Bike Radwandergruppen. Viele vollkommen unsicher unterwegs, keinerlei Radbeherrschung und Kondition. Dafür gerne die Hügel, wie Kloster lluc, rauf. Keine Ahnung was sich die Radguides dabei denken.....
 
Ganz nervig die vielen e - Bike Radwandergruppen. Viele vollkommen unsicher unterwegs, keinerlei Radbeherrschung und Kondition. Dafür gerne die Hügel, wie Kloster lluc, rauf. Keine Ahnung was sich die Radguides dabei denken.....
Es sind immer die anderen, glaube mir
 
Bin seit 30 Jahren, meist Ende April, auf der auf der schönsten Radinsel unterwegs; und seit 15 Jahren ist immer Sineu der Ausgangspunkt unserer Renner-Touren. Wenn du in der Inselmitte unterwegs bist, wir meist zu viert, dann bist du schon mal weit weg von dem Radelhotspot Tramuntana, und kannst die vielen kleinen, für größere Radgruppen zu schmalen Straßen, radeln. Da sind wir noch heute, so gut wie fast alleine unterwegs. Ja, es hat etwas zugenommen, wenn wir mal dort die Renner-Hauptrouten radeln müssen; aber kein Vergleich mit Col de Hono, Cap Formentor oder zur Tanke hoch. Ich freue mich nach wie vor auf diese 10 Tage im Frühjahr; rund um Sineu ist es ein einmaliges Erlebnis; Natur, Landschaft, die Orte und relativ guter Straßenbelag. Randa gehört zu unserem Standardprogramm, da stelle ich keinen Zuwachs fest. Ja, E-Bike Gruppen sind seit 3-4 Jahren neu im Programm; da tipp ich mal nix dazu....Für mich ist und bleibt Mallorca im Frühjahr und im Herbst meine Renner Destination No1 - und ich hab schon einiges ausprobiert, aber bin immer wieder auf Malle zurückgekommen. Kann nur empfehlen, je kleiner die Gruppe, um so mehr kann man das Mallorca-Rennrad-Feeling in vollen Zügen genießen. Und es gibt unterwegs viele kleine unbekannte Sträßchen zu entdecken.....
 
Bin seit 30 Jahren, meist Ende April, auf der auf der schönsten Radinsel unterwegs; und seit 15 Jahren ist immer Sineu der Ausgangspunkt unserer Renner-Touren. Wenn du in der Inselmitte unterwegs bist, wir meist zu viert, dann bist du schon mal weit weg von dem Radelhotspot Tramuntana, und kannst die vielen kleinen, für größere Radgruppen zu schmalen Straßen, radeln. Da sind wir noch heute, so gut wie fast alleine unterwegs. Ja, es hat etwas zugenommen, wenn wir mal dort die Renner-Hauptrouten radeln müssen; aber kein Vergleich mit Col de Hono, Cap Formentor oder zur Tanke hoch. Ich freue mich nach wie vor auf diese 10 Tage im Frühjahr; rund um Sineu ist es ein einmaliges Erlebnis; Natur, Landschaft, die Orte und relativ guter Straßenbelag. Randa gehört zu unserem Standardprogramm, da stelle ich keinen Zuwachs fest. Ja, E-Bike Gruppen sind seit 3-4 Jahren neu im Programm; da tipp ich mal nix dazu....Für mich ist und bleibt Mallorca im Frühjahr und im Herbst meine Renner Destination No1 - und ich hab schon einiges ausprobiert, aber bin immer wieder auf Malle zurückgekommen. Kann nur empfehlen, je kleiner die Gruppe, um so mehr kann man das Mallorca-Rennrad-Feeling in vollen Zügen genießen. Und es gibt unterwegs viele kleine unbekannte Sträßchen zu entdecken.....
...mein schönster - von rd. 30 + - Aufenthalten auf der Insel waren 14 Tage mit einer gemischten Truppe von 9 Leuten (die sich teilte) auf einer ruhigen Finca nahe Llubi, quasi um die Ecke von Sineu oder - wie der Kenner sagt " Sinnjö".
Quasi mit verlassen des Grundstücks war der Beginn der Ausfahrt, keine zig km Anfahrt bis etwas ruhiger wird.
 
Gibts eigentlich einen Grund warum
die Freiläufe der Leihräder (bewusst?) besonders leise sind? Zum wohle der anrainer? Kennt man ja sonst aus der rennrad bubble eher umgekehrt 🙂
Weil die "Neuradler" mangels technischen Fachwissen hinter jedem Geräusch einen absolut lebensgefährlichen Defekt vermuten. Wenn man so mitbekommt worüber sich alles so beschwert wird, 90% sind normale Betriebsgeräusche, kannste als Vermieter echt die Krise kriegen. Ist auch ein Grund warum kaum jemand Hochprofilfelgen vermietet, die Leute haben sich zu oft über ein "bollern" beschwert. Haben mir mehrere Radvermieter erzählt.
 
Wahrscheinlich können alle die die erst in den letzten 10 Jahren einfach dem Trend Rennrad gefolgt sind nicht verstehen bzw. erkennen wie sich das verändert hat. Je mehr talentfreie Trendboys ein Rennrad kaufen und den Lifestyle via SoMe ausleben desto mehr andere wollen mitmachen. Da reichen dann 5 min Internet und der coole Boy weiß das er per Leasing ein S-Works bekommt, Ryzon kaufen muss und sich auf Mallorca zeigen soll, natürlich im April, weil da sind alle da :eek:
 
Wahrscheinlich können alle die die erst in den letzten 10 Jahren einfach dem Trend Rennrad gefolgt sind nicht verstehen bzw. erkennen wie sich das verändert hat. Je mehr talentfreie Trendboys ein Rennrad kaufen und den Lifestyle via SoMe ausleben desto mehr andere wollen mitmachen. Da reichen dann 5 min Internet und der coole Boy weiß das er per Leasing ein S-Works bekommt, Ryzon kaufen muss und sich auf Mallorca zeigen soll, natürlich im April, weil da sind alle da :eek:
Ob es wirklich „talentfreie Trendboys“ sind, ich weiß ja nicht. Ist halt wie immer, die Alten haben Schwierigkeiten, den Nachwuchs und seine etwas anderen Herangehensweisen zu akzeptieren. Geht mir manchmal auch so. Wenn man‘s zu häufig sagt wirkt es halt weinerlich und wenig attraktiv.
 
Ob es wirklich „talentfreie Trendboys“ sind, ich weiß ja nicht. Ist halt wie immer, die Alten haben Schwierigkeiten, den Nachwuchs und seine etwas anderen Herangehensweisen zu akzeptieren. Geht mir manchmal auch so. Wenn man‘s zu häufig sagt wirkt es halt weinerlich und wenig attraktiv.
Nur weil man kritisch draufkuckt ist man „die Alten“? Das klingt so wie erwischt, kein Argument und dann mal Alter, Geschlecht oder Religion vorschieben?
 
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