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Frauen & Männer im Radsport, Erfahrungen

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Re: Frauen & Männer im Radsport, Erfahrungen
Das ist eigentlich toll zu lesen.
Aber zeigt auch auf, warum du das „Problem“ nicht siehst bzw. verstehen kannst.

Ich kann das Problem a) nicht als allgemeines Problem erkennen - was sich wiederum mit den Erfahrungen der Frauen in meinem Umfeld deckt.

Und b) glaube ich, dass man die zweifellos existierenden Probleme im Einzelfall nicht einfach mit der Begründung "Mann" beantworten kann.
 
Danke der Nachfrage, ich bin mir aber sicher, dass bei mir "alles stimmt". Ich habe auch nicht nach Details gefragt, sondern wollte herausfinden, was denn als "übergriffig" gewertet wird. Ist ja nicht ganz irrelvant, nein?

Ich bin auch nicht resistent gegenüber geschilderten Erfahrungen - ich weigere mich aber aus Einzelerfahrungen automatisch ein gesamtgesellschaftliches Problem abzuleiten bzw. sofern man es annimmt die Ursache auf das Geschlecht "Mann" zu schieben.

Sexismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, und ich kenne wirklich kaum eine Frau, die keinen Sexismus erlebt hat. Mag sein, dass manche sexistisches oder übergriffiges Verhalten nicht als Problem wahrnehmen - nach dem Motto „Männer sind halt so“ (…)

Ich bewege mich nicht nur in einer „Männernische“ (Rennradfahren), sondern habe auch mein Studium in einer Männerdomäne (Wirtschaftsinformatik) abgeschlossen und arbeite als Softwareentwicklerin in Männerteams.

Sowohl in der Ausbildung, im Beruf als auch im Sport und im privaten Umfeld kam bzw. kommt es zu Sexismus und übergriffigem Verhalten.

Das fängt bei vermeintlich „lustigen“ Beispielen an:
Ein Professor erklärt die Zahlungsabwicklung von Kreditkarten anhand des Szenarios, dass man mit einer jungen, sehr hübschen Frau, sobald man sein erstes Beratergehalt bekommt, shoppen geht.
Oder im Vereinsbus wird auf dem Weg zu einem Rennen ausführlich über die Oberweite eines (nicht anwesenden) Vereinsmitglieds gesprochen. Oder das absurdeste Erlebnis: Mir wurde in Stammtischmanier erklärt, ich würde das Trainingslager nur organisieren, um mir eine Auswahl an Sexualpartnern zu schaffen - natürlich „nur Spaß“, hahaha.

Als Frau steht man dann vor dem Dilemma: Sage ich etwas?
Bin ich dann die Spaßbremse?
Hat man dann irgendwann keine Lust mehr, mich mitzunehmen?

Beängstigend wird es halt dann so -bei einem Date: Wir trinken Kaffee im Park, gehen spazieren. Er sagt, er müsse kurz pinkeln und fragt, ob wir den kleinen Weg da vorne nehmen können. Dann ruft er mich und steht plötzlich mit heruntergelassener Hose und Erektion vor mir.
 
Mama, ich bin berühmt!

Erst ist es ein Trollbeitrag, weil ich mir mit meinen zarten 24 Jahren ein Pinarello kaufen möchte (danke an die, die mir wirklich helfen wollen und von denen ich gute Empfehlungen bekommen habe)
und dann bekomme ich noch einen Thread!
🙃


Ach Leute, ihr die es nicht verstehen wollt und sich angegriffen fühlen, ich habe auch geschrieben, dass es natürlich keinen Generalverdacht geben sollte, dass Männer von Grund auf perverse Säcke sind.

Ein Mann steckt bekannter Weise nicht in der Haut einer Frau und ganz ehrlich, ich verstehe jede Frau, vor allem im Radsport, die einem Mann erst einmal skeptisch gegenüber steht.

Nicht jeder Mann ist ein "Täter", aber (Achtung, etwas überspitzt) jeder Täter ist ein Mann.
Noch nie habe ich einen negativen Kommentar/ eine negative Aktion einer Frau in einer Gruppe erlebt (kann auch vorkommen), wenn waren es Männer.

Wieso triggert es hier einige, wenn eine Frau einen Kommentar zu ihren Erfahrungen abgibt?

Danke an alle Männer, die versuchen zu verstehen und es nicht relativieren!

Da dürfen dann ja Männer eigentlich ausdrücklich mitfahren.
Nein. Lesen hilft.

Ist es eine Beleidigung, wenn ich dich als Eristiker betitle?



...
mir kam gerade noch ein Gedanke!
...
Hätte man einem Mann unterstellt es wäre ein Trollbeitrag, wenn er sich mit 24 ein Pinarello kaufen möchte?
 
Wieso triggert es hier einige, wenn eine Frau einen Kommentar zu ihren Erfahrungen abgibt?

Mich triggert es zwar nicht, aber es hat immer so ein "Geschmäckle" diese Art von Beitrag zu lesen, ohne das die andere Seite eine Chance hat, sich zu äußern.

Auch gehen die Fragen, die der Verkäufer dir gestellt hat, z.T. ja in die richtige Richtung.

Aber ich war nicht dabei, finde es nur schade, dass das Netz mittlerweile eine Art Pranger wie im Mittelalter geworden ist.
 
Mich triggert es zwar nicht, aber es hat immer so ein "Geschmäckle" diese Art von Beitrag zu lesen, ohne das die andere Seite eine Chance hat, sich zu äußern.
Äußere dich gern!
Wie schon von einigen gesagt.:
Nur weil du keine Berührungspunkte hast passiert es dennoch anderen Frauen.

Aber wieso bitte hat die Gegenseite keine Chance sich zu äußern?

Eine gute Antwort wäre: "Das habe ich bisher noch nicht erlebt, geschweige denn habe ich es von einer Frau gehört. Es tut mir leid, dass du diese Erfahrung machen musstest! Wann immer ich die Chance habe für ein respektvolles Miteinander einzustehen werde ich es tun!"

Eine schlechte Antwort ist: "Kenne ich nicht, gibt´s nicht. Mach keinenGeneralverdacht draus"
(und es gibt noch tausend weitere schlechte Antworten...)
 
Auch ein Beispiel aus dem Leben: Sei mal Ingenieurin und bestelle für zu Hause einen Handwerker (Kommunikations-Niveau: Hätten sie die Steckdosen lieber weiß oder grau? Wo wir sie verlegen kann ich dann ja mit ihrem Mann klären)...
Ich habe irgendwann dann meinen Mann mit meinen Zeichnungen den Herren ggü gestellt und mich rausgehalten.

Ja, es frisst MICH nicht sehr an, wenn dumme alte Männer immer noch denken, dass Frauen keine Ahnung von Technik haben und der Verlegeplan für die Elektrik ja nur vom Mann des Hauses kommen kann.
Aber es IST Alltagssexismus...
 
Um hier ein klein wenig Gleichgewicht reinzubringen, aber auch eine Geschichte meinerseits (m). So trug es sich seinerzeit zu, dass eine Vereinskameradin mich fragte, ob ich ihr mal was am Rad einstellen, und mal das mit diesem Strava erklären könne, sie käme dafür gern vorbei. Kein Problem, ich habe ihr was am Rad eingestellt und alles in Sachen Strava erklärt. Später, wir waren dann irgendwann zusammen, fragte sie mal beiläufig, warum ich Vollidiot ihr damals was am Rad eingestellt und Strava erklärt hätte, das war kaum der Grund, weswegen sie damals zu mir kam!

Learning: Wenn seither das Thema Strava oder Radeinstellung aufkommt, frag ich daher direkt nach, ob er/sie Kondome dabei hat.
 
Äußere dich gern!
Wie schon von einigen gesagt.:
Nur weil du keine Berührungspunkte hast passiert es dennoch anderen Frauen.

Aber wieso bitte hat die Gegenseite keine Chance sich zu äußern?

Eine gute Antwort wäre: "Das habe ich bisher noch nicht erlebt, geschweige denn habe ich es von einer Frau gehört. Es tut mir leid, dass du diese Erfahrung machen musstest! Wann immer ich die Chance habe für ein respektvolles Miteinander einzustehen werde ich es tun!"

Eine schlechte Antwort ist: "Kenne ich nicht, gibt´s nicht. Mach keinenGeneralverdacht draus"
(und es gibt noch tausend weitere schlechte Antworten...)
Wo habe ich denn geschrieben das ich es nicht kenne?

Du hast eine negative Erfahrung bei einem Verkaufsgespräch gemacht, deine Erfahrungen hier geteilt.
Die andere Seite kann ja gar nicht reagieren, da sie ja deinen Beitrag gar nicht kennt.
Ich höre mir nur immer gerne beide Seiten an..

Ich für meinen Teil sehe ein Forum oder das Netz für diese Dinge nicht als die richtige Plattform.
Solche Dinge bespreche ich, dass ist halt meine Art und Weise, direkt und persönlich.
 
Sexismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, und ich kenne wirklich kaum eine Frau, die keinen Sexismus erlebt hat. Mag sein, dass manche sexistisches oder übergriffiges Verhalten nicht als Problem wahrnehmen - nach dem Motto „Männer sind halt so“ (…)

Ich bewege mich nicht nur in einer „Männernische“ (Rennradfahren), sondern habe auch mein Studium in einer Männerdomäne (Wirtschaftsinformatik) abgeschlossen und arbeite als Softwareentwicklerin in Männerteams.

Sowohl in der Ausbildung, im Beruf als auch im Sport und im privaten Umfeld kam bzw. kommt es zu Sexismus und übergriffigem Verhalten.

Das fängt bei vermeintlich „lustigen“ Beispielen an:
Ein Professor erklärt die Zahlungsabwicklung von Kreditkarten anhand des Szenarios, dass man mit einer jungen, sehr hübschen Frau, sobald man sein erstes Beratergehalt bekommt, shoppen geht.
Oder im Vereinsbus wird auf dem Weg zu einem Rennen ausführlich über die Oberweite eines (nicht anwesenden) Vereinsmitglieds gesprochen. Oder das absurdeste Erlebnis: Mir wurde in Stammtischmanier erklärt, ich würde das Trainingslager nur organisieren, um mir eine Auswahl an Sexualpartnern zu schaffen - natürlich „nur Spaß“, hahaha.

Als Frau steht man dann vor dem Dilemma: Sage ich etwas?
Bin ich dann die Spaßbremse?
Hat man dann irgendwann keine Lust mehr, mich mitzunehmen?

Beängstigend wird es halt dann so -bei einem Date: Wir trinken Kaffee im Park, gehen spazieren. Er sagt, er müsse kurz pinkeln und fragt, ob wir den kleinen Weg da vorne nehmen können. Dann ruft er mich und steht plötzlich mit heruntergelassener Hose und Erektion vor mir.
🤢🤢🤢 bah ne mir wird schlecht... übel. Diese Erfahrung musste ich GsD noch nicht machen. 😵‍💫Ich weiß gar nicht was ich getan hätte.
 

Und werde in der schlimmsten Taskforce, bei der es um Millionen Schadenssummen geht als "Mutti des Projekts" vorgestellt.

Derjenige lebt noch. Aber es war knapp.
Ich verstehe wirklich, dass dir dieser "Spruch" so richtig missfällt.

In den knapp 45 Jahren meiner Berufstätigkeit habe ich mehr als genug Projekte begleiten dürfen, in denen von "Vätern der Projekte" die Rede war.
Ansonsten kann ich mich noch an die Bundeswehr und den dort verwandten Begriff "Mutter der Kompanie" erinnern.
Beides war ausnahmslos positiv gemeint!
Es scheint also für manche Begrifflichkeiten unterschiedliche Deutungen zu geben.
 
Ich kann das Problem a) nicht als allgemeines Problem erkennen - was sich wiederum mit den Erfahrungen der Frauen in meinem Umfeld deckt.

Und b) glaube ich, dass man die zweifellos existierenden Probleme im Einzelfall nicht einfach mit der Begründung "Mann" beantworten kann.
Du kannst kein allgemeines Problem erkennen, weil es ja nur Einzelfälle sind (n=1) und bringst als Beweis oder Bestätigung dafür deine eigenen Erfahrungen im Umfeld (n=1)? Merkst du was?
Es gibt genug Studien zur Zunahme von Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen. Du müsstest sie nur mal lesen und verstehen.
 
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