Gestern ist nach rund 6 Wochen Lieferzeit mein bestelltes Quick Pro ER One angekommen. Aufgrund der Custom Lackierung hat sich die Lieferzeit etwas verlängert, was aber zu erwarten war.
Ich habe mich bewusst für Raw Carbon entschieden, damit der Rahmen keine Spachtelarbeiten erfährt. Nach Rücksprache mit dem Support ist es nicht möglich, komplett ungebrandete Rahmen zu bestellen. Deshalb habe ich die Logos ebenfalls in Schwarz gewählt. Das wird zum Glück konsequent umgesetzt, sodass die Logos am gesamten Rahmen sehr dezent und fast unsichtbar sind.
Preislich war das Ganze ein echter No Brainer: Durch einen sehr guten Rabatt, den starken Franken und den aktuell schwachen Dollar lag ich am Ende bei rund 1400 Franken, inklusive Custom Lackierung, Cockpit und Zoll.
Lieferung und Verpackung
Der Rahmen kam eher simpel verpackt an. Er lag relativ lose im Karton und war nur mit einer Lage Luftpolsterfolie geschützt. Eine “Unboxing Experience” wie bei Apple darf man hier nicht erwarten. Allerdings kam alles unbeschädigt an, und das ist letztlich entscheidend.
Verarbeitung und Details
Die Verarbeitung im Inneren kann ich nicht abschliessend beurteilen, wirkt aber sauber und ordentlich. Innen sieht alles glatt aus.
Bei der Lackierung und einigen Details wie Schraubaufnahmen merkt man jedoch Unterschiede zu einem Rahmen wie meinem Aethos. Teilweise wurde nicht ganz sauber abgeklebt, und einige Gewinde laufen nicht perfekt. Nichts Dramatisches, aber man sollte sich bewusst sein, dass man hier nicht auf Top Niveau eines Premium Herstellers unterwegs ist.
Aufbau und Montage
Der Aufbau lief überraschend unkompliziert. Nach 3 Stunden gestern, sind die aufwendigeren Arbeiten wie Steuerrohr kürzen und Leitungen einziehen erledigt.
Positiv hervorzuheben ist der Liner in der Gabel für die Bremsleitung, das sollte eigentlich Standard sein. Da können sich auch etablierte Marken wie Specialized noch etwas abschauen. Selbst das Verlegen der Leitungen durch das Cockpit ging problemlos von Hand ohne Einzughilfe und direkt beim ersten Versuch. Ich hatte hier keinen nennenswert höheren Aufwand als bei einem klassischen, offenen Cockpit.
Ja, ich fahre aktuell noch die volle Spacerhöhe. Beim letzten Aufbau (OPEN) habe ich mich geärgert, von Anfang an zu viel abgesägt zu haben. Deshalb lasse ich mir dieses Mal bewusst Zeit. Tiefer sieht zwar oft besser aus, ist aber nicht automatisch performanter.
Aktueller Stand und Ausblick
Das Quick ist mittlerweile mein dritter Aufbau, und natürlich fehlt genau das eine Teil: der passende Adapter für das T47 Tretlager. War absehbar, aber die Lieferung verzögert sich aktuell, sollte aber heute kommen.
Es fehlen jetzt noch:
Dann kann es losgehen. Die erste Ausfahrt ist für Freitag geplant.
Aktuell fahre ich noch den Laufradsatz von meinem Aethos als Testsatz. Falls mich das Bike überzeugt, wird es Richtung nächste Saison vermutlich etwas Hochprofiligeres geben.
Zum Rahmengewicht kann ich nichts sagen, werde nach dem finalen Aufbau das Gesamtgewicht nachreichen.
Fazit (vorläufig)
Für den Preis wirkt das Gesamtpaket extrem attraktiv. Kleine Abstriche bei Lack und Details muss man in Kauf nehmen, dafür bekommt man aber einen individuell konfigurierten Rahmen zu einem sehr starken Kurs. Wie sich das Ganze auf der Strasse fährt, wird sich nach den ersten Kilometern zeigen.
Update folgt.
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