Eigentlich ist die Erklärung für die gezeigten Leistungen bestimmter Fahrer und Teams einfach. Es ist Geld. Rein wirtschaftlich gesehen sind Sponsoren in der Regel weder Altruisten noch Philanthropen, sondern knallharte Kosten-Nutzer-Investoren. Man möchte mit dem Investment was erreichen, verwendet dies als Marketing und desto größer das Budget, desto höher die Gehälter, desto größer die Erwartungshaltung an die Gegenleistung, desto größer die Wahrscheinlichkeit das Gefangendilemma einseitig zu beenden. Der Anreiz für den Sportler, dessen Fokus und in der Regel beruflicher Werdegang nur auf den Radsport abgestellt ist, sich in kurzer Zeit zu maximieren. Wenn man sich nun die Geschichte anschaut, began das Doping aus Einzelfällen und Experimenten und wurde mit weiter Profissionalisierung des Radsports flächiger. Größeres Budget beudete auch mehr Möglichkeiten sich etwas zu beschaffen, bis heute. Für uns klingt es teilweise diletantisch, wenn Blutkonserven auf Mopeds transportiert werden, ist aber schließlich eine sehr teure maflöse Dienstleistung. Und mit der steigenden IT-Leistung, KI-Technik, medizinischem Fortschritt, aber auch technologischem Fortschritt, ist es aktuell ein einfaches bei sehr viel Geld !eistungsoptimierung zu betreiben und nicht erwischt zu werden. Es ist doch seltsam, dass nach Mitte der 2010er Jahre es plötzlich kein Doping im Radsport geben soll. Es sind soviele Radsportler, die es professionell betreiben, da müsste der Anreiz viel größer sein, individuell ein höheres Gehalt zu erzielen, dass man das Risiko auf sich nimmt, gerade aus Entwicklungsländern stammenden Fahrern. Umgekehrte stellt sich die Frage, ob die heutigen Kontrollen bzw. Kontrollmaßnahmen nicht vor 15 Jahren stehen geblieben sind - bewusst oder unbewusst - und das Pendel in Richtung des Betrügers sich bewegt. Es ist nun alles schwieriger zu beweisen als zu betrügen, speziell dann, wenn der Betrüger über deutlich mehr Geld und Mittel verfügt.
Was die Spezialisierung im Radsport angeht, so ist Pogacar der erste Fahrer seit Hinault, der gefüllt alles gewinnt. Weder ein Armstrong, noch ein Indurain, Contador oder Froome hatten eine solche breite Aufstellung. Diese Fahrer sind nachweislich als Doper verurteilt oder dessen massiv beschuldigt und radsportpolitisch partiell nicht angegangen worden. Fakt ist aber auch, dass die Belastung bei diesen Rennen, teilweise geprägt vom Doping, teilweise durch den technischen Fortschritt, seit ca. 30-35 Jahren so massiv ist, dass aus Regenerationsgründen eigentlich nur eine Spezialisierung möglich ist und die sieht man, mit Ausnahme von Pogacar, eben auch im heutigen Peloton. Nüchtern betrachtet performed ein MvdP bei einigen Cross-Rennen im Winter, seiner Paradedisziplin, sowie bei einer Hand voll Klassiker im März bzw. Anfang oder Mktte April. Danach ist seine Saison beendet und weitere Siege sind ein Plus aber kein Muss. Er ist ein reiner Spezialist für Nordklassiker, wie es auch ein Boonen gewesen ist. Klettern, Zeitfahren, Sprinten kann er mäßig. Da ist ein Wout van Aert vor seiner Verletzung breiter aufgestellt gewesen, liegt aber daran, dass die oftmals,s als ähnlich talentierte Fahrer, doch im Detail unterschiedliche Charakterisitken haben. Ein Hushovd oder Sagan fuhren die Frühjahresklassiker und dann eine Rundfahrt mit Ziel grün. Ähnlich wie Wout. Selbst in seiner Hochphase vor 3-4 Jahren war er mitnichten so dominant, wie es den Anschein hatte. Das belegen seine Ergebnisse ebenfalls. Am Ende des Tages ist sowohl die Leistung von vA als auch vdP so gravierend hoch, dass man da natürlich vor dem Hintergrund der Radsportgeschichte schon Zweifel haben kann, diese aber nicht mit Pogacars Leistung vergleichbar sind. Die Skepsis bei Pogacar vereint eine Vielzahl von Faktoren. Er fährt für ein Team was über Jahrzehnte mit massivem Doping und Sperrungen in Verbindung gebracht wurde und zwar Team Lampe. Sein aktueller Manager ist Gianetti, ein Mann, der sich mit Dopingcocktails falls selber umgebracht hat und dies bis heute über Wikipedia-Manipulation leugnet als auch seinen ersten Meisterschützling, genannt Kobra, fast in den Tod mit Falschanwendung von Eigenblutdoping getrieben hat. Gianetti hat das andere Team betreut, dessen Fahrer, mit massiven Leistungen erst beeindruckend, dann Reihenweise aufgeflogen sind. Als Ricardo Ricco im jungen Alter auftauchte, waren seine Leistungen in den Bergen beim Giro um einiges beeindruckender als die von Tadej Pogacar zu Beginn seiner Karriere. Contador der 1900hm/h gedopt kletterte, wurde von Ricco übertroffen. Das Projekt Ricco scheiterte, vllt. zuletzt auch an der Einfachheit des Menschen Ricco. Aber zurück zu Pogacar. Solos im modernen Radsport gabs auch vor ihm. Cancellara, Boonen, Sagan, Contador, Froome, Nibali, Tepstra...Doch betrachtet man sich diese Solosiege einzeln, dann wird ersichtlich, dass die Häufigkeit sich meist auf 1 solchen Sieg beschränkt und die Distanzen deutlich kürzer und die Abstände kleiner waren. Seriensiege auf diesem Niveau hat man eben nicht selbst bei den nachweislich gedolten und massiv talentierten Fahrern gesehen. Da bleibt der Nachgedchmack wie Dominatoren aus jüngster Vergangenheit, nachweislich gedopt, trotz Talent und Doping deutlich langsamer waren, siehe Froome oder Contador. Das Märchen des Übertalents ist halt beim Radsport eine schwierige Begründung, weil es ein technisch gesehen, bis auf CX, ein sehr trivialer Sport ist, im Übrigen auch im Vergleich zum Tennis. Das ein Mensch in der heutigen zahlenbasierten Radsportwelt, geprägt von maximaler Optimierung, physiologisch so überlegen sein soll, ist in Einlrdnung des Radsports, schwer nachvollziehbar. Umso schwerer wird es, wenn man 100 Siege des Teams sieht, eine Zahl, die es nie gab. Das Jahresformpeak gegen sämtliche optimierten Spezialisten ist mehr als zweifelhaft, und da hat Armstrong schon recht, weniger gewinnen hilft, denn am Ende war es seine Popularität, die seine Verbrechen am Radsport anders urteilen ließen als seiner Gegner. Der Spannung wegen- MSR ausgenommen - wünscht man sich als Fan doch ein offeneres Rennen. Im Übrigen war es schon unter Lance, Contador und Froome sau langweilig die GTs zu schauen, wenn die fuhren.