Ausprobiert: Scott Foil Team Issue im RRN-Test

In den vergangenen Wochen haben wir mit dem Scott Foil eines der in Sachen Aerodynamik derzeit wegweisenden Räder im Test gehabt. Wie einige der führenden Mitbewerber, setzt auch Scott auf einen möglichst steifen und leichten Rahmen, der optisch ansprechend ist. Während der Tour de France vor zwei Jahren waren die ersten Prototypen des Rahmens, der nunmehr vom Team Orica-GreenEdge verwendet wird, bei HTC-Columbia im Einsatz. Seither wurde dieses Herzstück des Rades weiter überarbeitet. Herausgekommen ist mit dem Foil ein Rahmen, der in allen Bereichen vorn dabei ist – quasi eine Tänzer auf jeder Hochzeit.

Rahmen

Vor einigen Jahren sorgte Scott mit dem unter 800 Gramm leichten Addict für einiges Aufsehen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte keiner der Branchenriesen einen derartig leichten Rahmen am Markt platziert. Der Rahmen war gleichermaßen leicht und steif. Mit dem Foil wollten die Ingenieure zu einem weiteren Schlag ausholen, in dem sie den beiden markanten Merkmalen des Addict eine Kur in Sachen Aerodynamik verpassten. Die Anwendung der hauseigenen F01 Technologie erlaubte es den Ingenieuren, einen Rahmen herzustellen, der bei Windtunneltests wesentlich bessere Werte zeigte, als das Addict. Auch bei geringen Geschwindigkeiten leitet der Rahmen aufgrund der Formgebung seiner Rohre, die vom ersten Kontaktpunkt des Windes aus aerodynamisch gezogen sind, den Wind besser ab und garantiert dadurch mehr Vortrieb.

Der Foil ist aus HMX Carbon gefertigt. Dieses erlaubt, laut Scott, eine zwanzig Prozent höhere Steifigkeit, als bisher verwendete Carbonstrukturen. Zudem wird durch die Verwendung von HMX Carbon Material an entscheidenden Stellen eingespart. Dies wird vor allem am Steuer- und am Unterrohr deutlich. Auch das Sattelrohr und die Kettenstreben folgen der von der Front her vorgegebenen Form, so dass der Wind möglichst reibungsarm abgeleitet werden kann. Im Tretlagerbereich ist der Rahmen verstärkt, wobei auch hier alle Rohre und Streben nahtlos miteinander verbunden sind.

An das aerodynamische Konzept des Rahmens anschließend, sind alle Züge konsequent innen verlegt. Auch der Kettenfänger, die Sattelklemme und der Steuersatz sind vollständig in das Foil integriert. Einziges Manko ist die Systemkompatibilität mit elektronischen Schaltgruppen. Unabhängig davon, ob man sich für Campagnolo oder Shimano entscheidet, der Akku muss stets unter dem Flaschenhalter am Unterrohr montiert werden. Während das Modell aus Japan dabei genügend Platz für das Anbringen eines zweiten Flaschenhalters bietet, ist dies im Falle des Italieners nicht der Fall.

Unser Testrad war hingegen mit dem aktuellen Topmodell von Sram ausgestattet. Da dieses mechanisch arbeitet, hatten wir keine Probleme. Die Rahmenhöhe unseres Foil war L, was einem Maß von 56 Zentimetern gleich kommt.

Der Rahmen ist UCI regelkonform und darf im Rennen verwendet werden. Der UCI-Code lautet: Scot-Foil-RD 40567.

Ausstattung

Das Scott Foil Team Issue, wie es uns zur Verfügung stand, war mit einer Vielzahl hochwertiger Komponenten ausgestattet. Am Cockpit sorgten ein Ritchey WCS Logic Curve Carbon-Lenker mit dem Klemmmaß 31.8 sowie ein Ritchey WCS 4 Axis Matrix Carbon-Vorbau für die nötige Kontrolle. Auch der integrierte WCS-Steuersatz und die Foil Aero WCS Carbon-Sattelstütze stammten von Ritchey. Von Fi:zi:k kamen der Arione CX-Sattel sowie das Lenkerband.

Der Antrieb war ein hochwertiger Mix aus Komponenten der Hersteller Sram und Shimano Brems-Schalthebel, Bremsen, Schaltwerk und Umwerfer stammten allesamt aus der RED-Gruppe von Sram. Gleiches gilt für die Carbonkurbel, die mit einer Kettenblatt-Übersetzung von 53 auf 39 bestückt war. Kette und Ritzelpaket entstammten hingegen der aktuellen DuraAce. Die Abstufung des Ritzelpaketes belief sich von 11 auf 25 Zähnen. Als Laufradsatz war der 404 Clincher von Zipp verbaut, der am Vorderrad über 16 und am Hinterrad über 20 Speichen sowie über industriegelagerte Naben verfügt. Für den nötigen Grip sorgten Continental Grand Prix 4000 Reifen.

Fahreindruck

Wir haben das Foil im Erzgebirge sowie in Berlin und im Märkischen im Einsatz gehabt. Insgesamt haben wir auf dem Rad mehr als 1500 Kilometer zurückgelegt. Bereits die erste Fahrt zeigte dabei die Vorzüge, die das Foil hat. Es reagiert schnell auf Tempowechsel, wobei das steife Tretlager stets genügend Sicherheit vermittelt. Dank des relativ steilen Lenkwinkels von 73 Grad und dem daraus resultierenden Radstand von gerade einmal 99,5 Zentimetern fuhr sich das Rad so, wie man es sich von einem Renner erhofft. Schnell und präzise ließ es sich um Kurven jagen und machte so auch bei Abfahrten enorm Spaß.

Auch im Flachen und bei Gegen- und Seitenwind hinterließ das Foil eine guten Eindruck. Neben dem Rahmen trugen dazu auch die wertigen Zipp-Laufräder ihren Teil bei. Ließ man das Gas stehen, fühlte sich das Foil extrem vorwärts orientiert an, ohne einem dabei zu viel Kraft aus dem Bein zu ziehen. Der Rahmen und auch das 73,3 Grad steile Sattelrohr gaben stets genügend Rückmeldung. Das Rad ließ sich relativ ruhig und sauber durch den Wind manövrieren. Hohe Geschwindigkeiten machen mit dem Foil jedenfalls ungemein viel Spaß und man neigt dazu, diesen zu verfallen.

In Anstiegen ist die Aerodynamik freilich nicht in der Art bedeutend, wie sie im Flachen und in Abfahrten ist. Jedoch ist sie auch hier nicht zu unterschätzen. Eine gute Aerodynamik und ein geringes Gewicht können auch in den Bergen nicht schaden. Das Foil verfügt über beides. Dank seiner 6,6 Kilogramm klettert gut und bequem. Das Übersetzungsverhältnis von 39 auf 25 Zähne setzt jedoch bei allzu steilen Rampen, wie den im Schnitt bis zu 20 Prozent steilen Anstiegen im oberen Erzgebirge, Grenzen.

Das Handling des Rades war stets über alle Zweifel erhaben, sogar auf märkischem Pflaster hielt es treu die eingeschlagene Spur. Die Sram Red schaltete zuverlässig und weitgehend problemlos. Gleiches gilt für die Bremsen, die uns ebenso keine Sorgen bereiteten. Die Continental-Reifen garantierten stets genügend Grip und guten Vortrieb. Bleibt das Fazit: Das Foil ist ein Hans Dampf in allen Gassen und konnte vor allem im Hinblick auf Komfort und Wendigkeit bei guter Steifigkeit und ordentlichem Vorwärtsdrang punkten. Es klettert leicht und fährt sicher bergab. Auch auf engen, schnellen Strecken bietet es genügend Reserven und Sicherheit. Das Foil ist ein Rad, dem das Wort “Attacke” ins Gemüt geschrieben ist.

Plus/Minus

Hinsichtlich der Kontaktpunkte gefiel besonders das relativ dünne, aber angenehm zu greifende Lenkerband. Der Arione-Sattel ist für ein Rad dieser Preisklasse vollkommen gerechtfertigt, jedoch passt der Sattel nicht unbedingt zu jedem Hintern. Dies ist jedoch kein Minuspunkt.

Negativ fielen lediglich die Ventilverlängerungen auf, die an dem Rad verbaut waren, als es bei uns eintraf. Dies veranlasste uns umgehend dazu, Schläuche mit einer passenden Ventillänge zu montieren. Unterwegs ermöglichen diese im Notfall einen besseren Service.

Preis und Geometrie

Das Scott Foil wird in der Team Issue, also der Version, die wir im Test hatten, für knapp 7000,00 EUR im Handel angeboten. Hinsichtlich der verbauten Komponenten ist der Preis durchaus gerechtfertigt. Dafür bekommt man ein Rad, dass in allen Bereichen Spaß bereitet und das race-ready ist. Das Foil verfügt über die in der Tabelle aufgelisteten Rahmenmaße.

Weitere Modelle

Das Foil ist neben der Team Issue auch in weiteren Versionen erhältlich, die den gleichen Rahmen verbauen, jedoch andere Komponenten aufweisen. Das Topmodell ist das Foil Premium. Preisgünstiger sind die Versionen Foil 10, Foil 15, Foil 20, Foil 30 und Foil 40. Während das Premium mit der DuraAce Di2 der 7970er-Serie ausgestattet ist, wird das Foil 40 mit der 105er Gruppe von Shimano betrieben. Eine Übersicht über die Modelle gibt es hier: www.scott-sports.com.


 

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Comments

  1. pluspuls says:

    Wünschst du dir in Zukunft mehr Berichte zu Rennrädern in dieser Art? Antworte dort im Thema oder klicke einfach auf "Gefällt mir"!


    Prinzipiell sehr gerne, mit weniger Fehlern in der Zeichensetzung wäre es allerdings noch besser.

  2. Bikebarney says:

    Etwas niedrigpreisigere Bikes wären wünschenswert......es gibt sicherlich nicht so Viele, die 7 T€ für ein RR ausgeben wollen/ können:(

  3. svenfa says:

    sehr gerne....

  4. Danix says:

    ja sehr gerne, jedoch wie schon erwähnt etwas erschwinglichere Räder.

  5. Pedalierer says:

    Nix da, hier gehts um embedded journalism, im Roadbike-Stil.
    Fehlt nur noch der abschließenden Kommentar Marcel Wüst Kommentar.

  6. TRAXXIANER says:

    Tolles Rad, ich wäre sogar bereit, soviel Geld dafür auszugeben (wenn ich überhaupt mal Geld hätte:D)
    Ich finde, man sollte eine gesunde Mischung aus erschwinglichen Bikes und Bikes zum träumen machen.
    Mfg Max

  7. eddym. says:

    Bin auch sehr interessiert an weitern Test Berichten.
    Die Topmodelle sind natürlich viel reizvoller und neueste Innovationen, sind in der Regel auch nur an diesen Rädern/Rahmen-Sets, zu finden. Aber ich schliesse mich den Vorrednern an, Tests und Fahrberichte über "erschwingliche" Räder, wären auch mal nicht schlecht. ;)

  8. PepOne says:

    Wie oft wird mir denn dieses überdimensionierte Kästchen ins Gesicht springen?

  9. Thomas says:

    [USER=50485]PepOne falls du den Hinweis meinst - genau so lange bis du genau einmal rechts oben auf das [x] geklickt hast...

  10. keinen01 says:

    Ich sehe solche Berichte sehr skeptisch , hat immer etwas von subjektiver Meinungsmache .
    Ich habe immer gedacht dafür sind Tour und Roadbike dar .

  11. eddym. says:

    Ich find´s gut, dass RR-N sowas jetzt auch macht! :)

  12. PepOne says:

    "Thomas,post:2456271,member:2" schrieb:

    [USER=50485]PepOne falls du den Hinweis meinst - genau so lange bis du genau einmal rechts oben auf das [x] geklickt hast...

    Das hab ich schon den vorherigen Beiträgen entnommen,
    hab ich mehr gefragt wie oft solche Werbungen Beiträge wohl kommen.
    Hab wahrscheinlich zu weit gedacht...

  13. eddym. says:

    Subjektivität, kann man nie bei solchen Tests ausschliessen; anderfalls müssten die Hersteller jedem interessierten, ein Rad zum testen zur Verfügung stellen und das geht wohl eher nicht. Dass bei Produkt-Tests, ganz allgemein, immer auch "bestimmte" Interessen des Herstellers vertreten werden, ist nie ganz auszuschliessen.
    Dennoch, ich glaube die Tests, die von "Tour" oder "Roadbike" gemacht werden, sind wegen ihrer Popularität, viel gefährdeter, reine "Interessenvertretungen" zu sein, als RR-N.
    Sicherlich haben die Hersteller aber auch ein Interesse daran, zu erfahren, wo etwaige Schwachstellen sind und insofern, glaube ich schon an solche Tests.

  14. revon says:

    Selten so gelacht, die gleiche blumige Sprache wie in der Roadbike.
    " Ließ man das Gas stehen, fühlte sich das Foil extrem vorwärts orientiert an, ohne einem dabei zu viel Kraft aus dem Bein zu ziehen."

    Schon mal erlebt, dass Räder beim Pedalieren plötzlich rückwärts fuhren? Ich lese auch nicht gerne, wenn tote Dinge aktiv werden.

    Selbst Werbetexte sind nicht alberner. Liest sich wie ein Gefälligkeitsbericht. Kann ich gut drauf verzichten.

    Alles in allem weiß man nach so einem Bericht genauso wenig wie davor, weil es sich total unglaubwürdig liest. Viel Blabla, wenig Details und Tiefe.

    Ich hoffe immer noch, dass der Schreiber nur die nichts sagenden Testberichte bekannter Rad Magazine imitieren wollte oder parsiflieren wollte, das ist ihm jedenfalls hervorragend gelungen.

  15. alexb says:

    "revon,post:2456320,member:5975" schrieb:

    Selten so gelacht, die gleiche blumige Sprache wie in der Roadbike.
    " Ließ man das Gas stehen, fühlte sich das Foil extrem vorwärts orientiert an, ohne einem dabei zu viel Kraft aus dem Bein zu ziehen."

    Schon mal erlebt, dass Räder beim Pedalieren plötzlich rückwärts fuhren? Ich lese auch nicht gerne, wenn tote Dinge aktiv werden.

    Selbst Werbetexte sind nicht alberner. Liest sich wie ein Gefälligkeitsbericht. Kann ich gut drauf verzichten.

    Alles in allem weiß man nach so einem Bericht genauso wenig wie davor, weil es sich total unglaubwürdig liest. Viel Blabla, wenig Details und Tiefe.

    Ich hoffe immer noch, dass der Schreiber nur die nichts sagenden Testberichte bekannter Rad Magazine imitieren wollte oder parsiflieren wollte, das ist ihm jedenfalls hervorragend gelungen.


    Volle Zustimmung. Nur Gelaber.
    "wobei auch hier alle Rohre und Streben nahtlos miteinander verbunden sind."
    Das sollte an einem Carbon-Rahmen selbstverständlich sein.

  16. timpalim says:

    oh nein bloß keine berichte dieser art. ist immer das gleiche

  17. Quark-Wade says:

    Auch aus "subjektiven" Einzeltests kann der geneigte Leser interessante Informationen ziehen. Außerdem eignet sich so ein Bericht ja auch hervorragend um darüber herum zu nölen, wie man in einigen der oben stehenden Beiträge lesen kann. :D
    Also weiter so!

  18. oViT says:

    Dies ist weitesgehend kein Test sondern eine Anzeige.
    Ich behaupte ein Großteil der "Informationen" stammt aus den Federn der Scottwerbeagenturen. So einen verquasten Quatsch, gepaart mit inhaltlichem Nonsens und sprachlichen Gewaltverbrechen schreiben Amateure in aller Regel nicht.
    Daher kann ich auf eine Fortsetzung verzichten.

  19. Pedalierer says:

    „Ließ man das Gas stehen, fühlte sich das Foil extrem vorwärts orientiert an, ohne einem dabei zu viel Kraft aus dem Bein zu ziehen“


    Ist Euch so ein geistiger Dünn****** nicht peinlich?

  20. eddym. says:

    Zugegeben, ein bisschen weniger "nichtssagende Marketingsprache" und etwas mehr Authentizität des Schreibers, wäre angebracht.
    Hatte vor kurzem den Test-Bericht über das Foil in der "Tour" oder war´s doch die "Roadbike", gelesen. Der war genauso durchzogen von Marketingsprüchen. Grundsätzlich bin ich aber für solche Berichte; nur bitte echt und ehrlich.

  21. oViT says:

    Neben dem Werbeunsinn bin ich noch über etwas anderes gestolpert:

    wie den im Schnitt teils 20 Prozent steilen Anstiegen im oberen Erzgebirge, Grenzen.

    Wo gibt es denn so was? Ich bin steile Wellen hier in der Rhön gewöht, aber Anstiege mit 20% im Schnitt :eek:, so etwas haben wir hier nicht.
    Und auch eine der bekannteren Erzgebirgsrampen (von Krupka hinauf zum Mückentürmchen) bin ich geradelt, steil wie die Sau, aber signifikant < 20%.
    Also, wo sind sie die Monsterrampen, der Freundeskreis Höhenmeter scharrt schon mit den Hufen.

  22. Pedalierer says:

    Ich bin fünft Jahre die Heidenau-RTF mitgefahren und da gibts echt steile Rampen, aber mehr als 50 m mit 20% Schnitt gibts da mit Sicherheit nicht auf öffentlichen Straßen.

    Womöglich fühlt es sich mit dem Foil halt so an, ohne natürlich übermäßig Kraft aus dem Bein zu ziehen und bei gleichzeitiger nahtloser Wind-Strömung.

  23. andreas s says:

    Vorstellung neuer Räder, meinetwegen.

    Aber nehmt doch bitte die Gelegenheit wahr, Euren Bericht von jeglichem dummen Marketinggeschwätz zu befreien. Konzentriert Euch auf die Fakten. Hinterfragt angebliche "Neuentwicklungen" bezüglich der Rahmenkonstruktion. Setzt den "Vorteil" dieses Aerorahmens zum Standard ins richtige Verhältnis. Über ordentlich funktionierende Top-Gruppen der üblichen Hersteller braucht dabei kein Wort geschrieben werden, die sind bekannt.

    Auf weitere kritikbefreite Texte, die den Werbesprüchen der Hersteller gleichen, kann ich verzichten.

  24. artist1966 says:

    Nein ich will nicht diese WERBUNG!

  25. ron_devous says:

    Hier haben wir es zumindest mit dem gleichen Dilemma zu tun, wie die diversen Testblättchen. Wenn die Hersteller so gar nix wiederfinden, was sie im Test des eigenen Materials wiederfinden möchten, geben sie auch keins mehr dafür her und verlassen sich ausschließlich auf ihr eigenes Marketing, Wirkung des Produktdesigns und, in Deutschland ja sehr vorrangig, das Preis/ Lesitungsverhältnis.
    Viele Traditionsmarken tun das seit jeher, zumindest in diesen in der Aussage elenden Vergleichstests findet man "schöne" Marken kaum.

    Dann ist mir sowas wie hier gerade recht. Den kritischen Verstand beim Lesen eingeschaltet lassen und nicht erwarten, das in einem kostenfrei nutzbaren Internetforum das Novum des investigativen Produktjournalismus eingeführt wird. :rolleyes:

    Vielleicht liest man an dieser Stelle dann ja auch mal was über Cinelli, Colnago etc..

  26. Pedalierer says:

    Wenn ich 5 € für so ein Käseblatt ausgebe, weiß ich was ich zu erwarten habe. Wenn allerdings ein langjährig non-profit Portal wie dieses mit solchen Pseudotests daherkommt, dann muss ich mich schon fragen in welche Richtung das hier geht.

  27. applewoi says:

    "ron_devous,post:2456559,member:43738" schrieb:


    Wenn die Hersteller so gar nix wiederfinden, was sie im Test des eigenen Materials wiederfinden möchten, geben sie auch keins mehr dafür her und verlassen sich ausschließlich auf ihr eigenes Marketing, Wirkung des Produktdesigns und, in Deutschland ja sehr vorrangig, das Preis/ Lesitungsverhältnis.


    Genau so funktionierts. Und deshalb wird im kritischen Journalismus auch genau alles vermieden, was den Ansatz einer Kritik beinhalten könnte die über Nichtigkeiten wie aus der Mitte zentrierte Laufräder hinaus geht. Der grösste Witz sind die praxisfremden Steifigkeitsmessungen, da lachen sich nicht nur die Amis und Italiener drüber tot.
    Dass dieses Forum jetzt bei gefühlt 15 ähnlichen käuflichen Printpublikationen da mitmischen will, macht mich etwas nachdebnklich, aber mehr auch nicht. Gefallen muss mir so was nicht, ausserdem sieht das Foil sieht für mein Empfinden shyce aus.

  28. RuhrBiker says:

    Ich find's okay, wenn' dem Unterhalt des Forums dient. Und gerne auch dem Lebensunterhalt der Betreiber.
    So ein Text ist schnell gelesen. Niemand ist gezwungen, ihn zu lesen.
    Sprachklopse wie "den im Schnitt bis zu 20 Prozent steilen Anstiegen" (was denn jetzt? "Bis zu" also maximal, oder "im Schnitt", also durchschnittlich?) kann man im Lauf der Zeit weglassen. Und die Leute, die hier auf "Dünnsch....." etc. schimpfen, sollten mal sebst eine Seite Text schreiben, um zu merken, wie mühsam das ist. Allen Gelegenheitsschreibern sei "Deutsch für Profis" von Wolf Schneider empfohlen. Und schon mal der Hinweis: Superlative kann man nicht steigern. Dazu zählen auch "aktuell", "optimal", "maximal" und "minimal". ;) Auch wenn die Redakteure der "aktuellsten Verkehrsmeldungen" das nicht verstehen.
    Zweimal im Jahr produziere ich die lokale ADFC-Zeitschrift und schreibe auch ein oder zwei Artikel dafür. Die habe ich mal einer befreundeten Journalistin zum Kommentieren gegeben. Das gab einen richtigen Satz heißer Ohren. Holla...

  29. Pedalierer says:

    "RuhrBiker,post:2456610,member:47363" schrieb:

    Ich find's okay, wenn' dem Unterhalt des Forums dient. Und gerne auch dem Lebensunterhalt der Betreiber.
    So ein Text ist schnell gelesen. Niemand ist gezwungen, ihn zu lesen.
    Und die Leute, die hier auf "Dünnsch....." etc. schimpfen, sollten mal sebst eine Seite Text schreiben, um zu merken, wie mühsam das ist.


    Der Vergleich hinkt gewaltig, da ein Posting in einem Forum nicht gleichzusetzen ist mit einem (Pseudo)Test oder gar einem redaktionellen Artikel.

  30. lagaffe says:

    Wenn man beim Schreiben in die Marketingvorlage abgleitet, hat das nichts mehr mit den Schwierigkeiten des Schreibens zu tun.

    Persönliche Begeisterung kann man auch anders ausdrücken und das ist nicht mal schwer.

  31. derMicha says:

    Moin!

    Ich bin mir dem Umstand, dass so ein Forum wie dieses hier durchaus viel Arbeit macht und auch Geld kostet, vollkommen bewusst. Darum habe ich auch nichts gegen DEZENTE Werbeeinsprengsel die die ganze Geschichte gegenfinanzieren können.

    ABER: Wie kann man sich entblöden einen solchen Mumpitz zu verbrechen und als "Testbericht" zu veröffentlichen. Manmanman, das tut ja weh wenn man versucht das mit dem mir zur Verfügung stehenden Restverstand zu konsumieren.
    Schreibt doch Eure Werbeberichte in einer ganz normalen Sprache wie sie auch hier im Forum "gesprochen" wird. Das macht das Lesen nicht nur erträglicher, es gibt dem Text auch eine Authentizität die evtl. zum Kauf anregen kann. Das dürfte dann auch positiv in der Provision von Scott zu Buche schlagen.

    Noch ein weiterfühender Gedanke: Nun interessiert mich das Rad mal so gar nicht (kein Stahl, nur Plaste :p), und AdBlock nutze ich auch noch, aber es stimmt doch irgendwie nachdenklich wenn sich ein freies Forum zum Klönen, Fachsimpeln und Angeben in diesem Maße zu einem Werbefeldzug benutzen lässt. Schade.

    Gruß, Micha

  32. Scotty62 says:

    sehr unterhaltsam.......

    nicht diese Scottwerbung am Anfang :crash: , sondern die Kommentare danach !
    Eine reine Werbeanzeige verschiedener Hersteller wäre ehrlicher als dieser " Test "

  33. michel69 says:

    Weiter so. Als Angehöriger der Zielgruppe für solche Räder, finde ich diese positive Art der Berichterstattung genau richtig. Sie stärkt mein Bewusstsein, mein Geld genau für das richtige ausgegeben zu haben haben. :cool:

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