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Was passiert wenn man FETT als Energielieferant beim Training isst?

Maltodextrino

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Kohlenhydrate, Kohlenhydrate, Kohlenhydrate, ich hör dauernd nur Kohlenhydrate und vielleicht manchmal irgendwas von Eiweiß, ich frag mich inzwischen manchmal ob das zum Beispiel gut für den Körper wenn mit dem Insulinspiegel doch bestimmt irgendwas passiert beim verarbeiten dieser ganzen (oft industriell gewonnenen) hineingeschaufelten Kohlenhydrate.

Die Frage die sich mir stellt ist auch oft wie ich die ganzen Kohlenhydrate mitnehme wenn ich unterwegs bin, aber gut... Unter anderem deshalb eben mein spontaner Gedanke: In Fett ist doch viel mehr Energie. Was würde passieren wenn ich mir einfach ne Flasche mit Gemüsesaft und Olivenöl (oder anderes Öl) mixe und das unterwegs oder beim Training oder wenn ich sonstwie Energie brauche, trinke? Da wären dann Mineralstoffe drin und natürlich Flüssigkeit und Energie, eben Fett ^^. Und schmeckt dann wohl so wie Suppe, wahrscheinlich sogar besser als die berühmten Triathlon "Geheimrezepte" die man sonst selber mixt... Und dadurch, dass Fett mehr Energie als Kohlenhyrate hat, spart man auch ein bischen Gewicht beim Gepäck... Die berühmten "Bundeswehrkekse" haben soweit ich weiß vor allem gesättigte Fette, damit viel Energie drin ist die der wandernde Soldat offenbar braucht... Wenn der Körper dies alles angeblich nicht verarbeiten kann sondern nur in Körperfett umwandelt, warum dann diese Vorgehensweise der Kekshersteller? Im Fitnessbereich ist bei den meisten Produkten der Fettanteil auf Null reduziert. Wie gesagt, was würde passieren wenn man nen halben Tag durch die Gegend radelt und als Proviant nen Fläschen Olivenöl mitnehmen würde und unterwegs irgendwo Wasser ausm Hahn abstaubt? Was macht der Körper dann mit dem zugefügten Fett? In Energie umwandeln die der Körper verwerten kann? Oder in Körperfett ansetzen und die Muskeln haben keine Energie? Irgendwo habe ich mal gelesen der Körper braucht beim gewinnen von Energie aus Fett mehr Sauerstoff als wenn er sie aus Kohlenhydraten gewinnt? Ist das das einzige Geheimnis? Mehr atmen? ^^ Wie gesagt, vielleicht hat ja jemand eine Idee, bevor ich nen Selbstversuch starte und dann verfette ^^
 
Bin jetzt eher Laie. Das Probem ist meines Erachtens neben dem ekelhaften Geschmack (ich bitte dich! Willst du wirklch bei so einer Tagestour bei ca. 30°C Wasser mit Olivenöl trinken? :confused:), dass die Energie nicht schnell genug ankommt. Das ist was mMn was zum regenerieren. Schließlich belastet das auch den Magen mehr.
Du kannst ja mal ne 100+ Tour machen und unterwegs so nen richtig schönen Schweinebraten mit Kruste essen. Da ist der Magen zu. Da helfen dann auch keine Gels mehr, weil die einfach zu weit oben im Verdauungstrakt hängen bleiben :D
Ist jedenfalls meine Erfahrung.
Da bin ich echt mal gespannt, was die Ernährungsexperten dazu sagen.
 
Wenn ich lange Touren unternehme, d.h mehr als 10 Stunden auf dem Rad bin, darf es mittags auch mal eine fettige Pizza sein. Ansonsten nehme ich auch Müsliriegel mit Nüssen zu mir. Wenn ich härter fahre, dann nur Kohlenhydrate. Da der Magen dann oft rebelliert, meist in flüssiger Form.
 
Wenn Du zu wenig Körperfett hast, kannst Du auf langen bzw. ruhig gefahrenen Touren ruhig Fette in den Ernährungsmix mit aufnehmen. Geht es nur um die Aufrechterhaltung der Leistung, so ist dies i.d.R. erst unterhalb eines KFA von ca. 6% von Relevanz. Andernfalls hat unser Körper genug Fette, damit es uns an diesem Energieträger nicht mangelt. Anders sieht dies bei den KH-Vorräten aus, die während der Fahrt tatsächlich quasi vollständig erschöpft werden können. Da der Körper in seinem Substratmix aber nie zu 100% Fett verstoffwechseln kann, ist es auch für den Fettstoffwechsel eher förderlich als schädlich, während einer mehrstündigen Fahrt zumindest ein Mindestmaß an KH zuzuführen und damit entweder die Intensität oder die Dauer der Fahrt zu erhöhen.

Führt man über die Ernährung mehr Fett zu, als der Körper während dieser Zeit verbrauchen kann, so wird dieser überschüssige Energieträger freilich eingelagert. Im Extremfall ist man also drucklos unterwegs und nimmt dennoch an Körperfett zu. Nach der Fahrt ohne KH-Zufuhr weitermachend verzögert sich die Regeneration, Stress-Hormone (Sympathikus, Glucocorticoide) werden hochreguliert, man kommt schwer in den Schlaf und die Infektabwehr ist womöglich abgeschwächt.
 
Fette sind nicht für die schnelle Energiezufuhr gedacht, das ist eher Langzeitenergie.

Die berüchtigten Bundeswehrkekse, aka Panzerplatten, hatten so ziemlich gar keine Fette oder sonstirgenwas Nahrhaftes. Die sind lediglich im Magen aufgequollen und haben ein Sättigungsgefühl erzeugt.
 
Es gab in der Vergangenheit Forschungen, bei denen Fett als Energielieferant bei Ausdauerleistungen zugeführt wurde. HIntergrund dabei ist der Wunsch nach Verbesserung des Fettstoffwechsels und Schonung der KH-Reserven. Eine Zeit lang war das ziemlich en vogue. Soweit ich die Literatur kenne hat sich gezeigt, dass man durch eine Fettdiät tatsächlich den Fettanteil am Stoffwechel erhöhen kann, m.a.W der Körper verbrennt das, was man ihm gibt. Allerrdings hat sich auch gezeigt, dass dies nur bei eher niedrigen Leistungen gut funkioniert, wer durch eine Diät gut an Fett als Energieleiferant adaptiert war verlor ein Stück weit die Fähigkeit, kurzfristig große Mengen an KH zur Erzeugung hoher Leistungen zu verstoffwechseln, wenn im Wettkampf "die Post abgeht" , werden Sportler nach einer Fett-Adaptions-Diät also schneller abgehängt.
 
Mit ein bisschen Saft für den Geschmack geht da ganz gut finde ich,
 
Fette sind nicht für die schnelle Energiezufuhr gedacht, das ist eher Langzeitenergie.

Die berüchtigten Bundeswehrkekse, aka Panzerplatten, hatten so ziemlich gar keine Fette oder sonstirgenwas Nahrhaftes. Die sind lediglich im Magen aufgequollen und haben ein Sättigungsgefühl erzeugt.

Naja, 11 Gramm Palmfett pro 100 Gramm. https://images.gutefrage.net/media/fragen-antworten/bilder/36151910/0_original.jpg?v=1334119671000 Ok, so mittel würd ich sagen...
 
Von Maltodextrin schmeckt man doch nix?! Bzw fast nix!
...

Mjam, Mjam, Ein Getränk was nach (fast) gar nix schmeckt, welch kulinarischer Höhepunkt! ^^ Na gut, lassen wir das.

Wie gesagt, ich habe in der Vergangenheit teilweise Unmengen Kohlenhydrate in mich reingeschaufelt, weil ich unbedingt Energie haben wollte, deshalb der Gedanke ob das gesund ist...

Also wie ich das hier raushöre, geht "Sprinten" nur mit Kohlenhydrate und im Extremfall, wenn nur Fett zur Verfügung steht, fährt oder läuft man gaaaanz langsam. Kann ich irgendwie nachvollziehen, da macht das auch Sinn was ein Marathonexperte bei Eurosport gesagt hat, dass angeblich die meisten Marathonläufer 80 Prozent beim Training mit gaaaanz langsam Laufen verbringen um den Fettstoffwechsel zu trainieren. Vielleicht müsste ich ja auch meinen Fettstoffwechsel trainieren, damit ich nicht alle paar Minuten Bananen, Brötchen oder Reiswaffeln nachschieben muss... Also gaaaanz langsam bewegen um Fettstoffwechsel zu trainieren, hm. Wobei ich mich dann frage: Heißt, dass dass die Menschen erst sprinten können seid es Ackerbau und Getreide gibt? ^^ Na gut, ich will nicht abschweifen.
 
he aim of the study was to examine carbohydrate (CHO) utilization in subjects receiving CHO or CHO + medium-chain triglycerides (MCT) supplements during 180 minutes of exercise at 50% maximal aerobic work rate ([Wmax] 57% maximal oxygen consumption [Vo2max]). In a double-blind crossover design, nine trained athletes cycled four times. Subjects received a bolus of 4 mL · kg−1 at the start and 2 mL · kg−1 every 20 minutes during exercise of either a 150-g · L−1 CHO solution (CHO trial), an equicaloric 70 energy % (en%) CHO—30 en% MCT suspension containing 29 g MCT (CHO + MCT trial), or a 150-g · L−1 CHO (high-CHO [HCHO]) solution plus 29 g MCT (HCHO + MCT trial). A fourth trial consisted of a 13C-background control trial (CON). The four trials were randomized. Before and after the exercise bout, muscle biopsies were taken from the quadriceps muscle and muscle glycogen levels were determined. During exercise, breath samples were collected for estimation of exogenous and endogenous CHO oxidation. No significant differences were detected in glycogen breakdown among the trials (277 ± 14 14 mmol · kg dry weight−1 CHO, 249 ± 20 CHO + MCT, and 240 ± 18 HCHO + MCT) or in the respiratory exchange ratio during exercise. Mean exogenous CHO oxidation rates during the final hour of exercise were 0.79, 0.63, and 0.73 g · min−1, respectively. No differences were observed between the trials regarding exogenous or endogenous CHO oxidation. Plasma free fatty acid (FFA) concentrations were elevated during exercise to a level of approximately 500 μmol · L−1 and were comparable in all trials, whereas plasma ketone concentrations significantly increased after MCT ingestion as compared with the CHO trial. It is concluded that 29 g MCT co-ingested with CHO during 180 minutes of exercise does not influence CHO utilization or glycogen breakdown.

Effects of carbohydrate (CHO) and fat supplementation on CHO metabolism during prolonged exercise
 
Wobei ich mich dann frage: Heißt, dass dass die Menschen erst sprinten können seid es Ackerbau und Getreide gibt? ^^ Na gut, ich will nicht abschweifen.

Schon mal was von Obst gehört? ;)

Die Menschen hatten schon immer Eiweiß, Kohlenhydrat und Fettquellen zur Verfügung. Sprinten war in der Frühzeit gar nicht so gefordert, da ging es mehr um Ausdauer.
 
Die Einnahme von Fett hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Kohlenhydratnutzungm bzw das Verhältnis der Nutzung von Fett zu Kohlenhydraten.

Im Ergebnis: Du schont deine Fettdepots :)
 
Schon mal was von Obst gehört? ;)

Die Menschen hatten schon immer Eiweiß, Kohlenhydrat und Fettquellen zur Verfügung. Sprinten war in der Frühzeit gar nicht so gefordert, da ging es mehr um Ausdauer.

Früher ging es nur um Ausdauer? Also noch ein Grund warum in der Gesellschaft die Sprinter und Schnellkraftathleten ("ungesunde anaerobe Bewegung") ständig gemobbt werden und nur die tollen Ausdauer-Asketen als "Gesundheitssportler" (die "gute Aerobe Bewegung") gefeiert werden ^^ Aber wie gesagt, ich will nicht abschweifen...
 
Früher ging es nur um Ausdauer? Also noch ein Grund warum in der Gesellschaft die Sprinter und Schnellkraftathleten ("ungesunde anaerobe Bewegung") ständig gemobbt werden und nur die tollen Ausdauer-Asketen als "Gesundheitssportler" (die "gute Aerobe Bewegung") gefeiert werden ^^ Aber wie gesagt, ich will nicht abschweifen...
Früher - da wo man noch in höhlen wohnte.
 
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