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Lüttich-Bastogne-Lüttich: Maxim Iglinskiy siegt mit spätem Vorstoß

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Die 257,5 Kilometer zwischen Lüttich und Ans endeten in der Art und Weise, wie die Ardennenwoche vor sieben Tagen beim Amstel Gold Race begonnen hatte: Mit dem Sieg eines Astana-Fahrers. Mit einem späten Vorstoß gelang es dem Kasachen Maxim Iglinskiy die diesjährige Auflage des letzten Frühjahrs-Monuments für sich zu entscheiden. Zweiter wurde Vinzenco Nibali, der im Finale lange Zeit wie der sichere Sieger ausgesehen hatte. Den Sprint um Platz drei sicherte sich Iglinskiys Teamkollege Enrico Gasparotto, der vor einer Woche in Limburg beide Fäuste in den Himmel streckte.

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Maxim Iglinskiy holt den dritten Sieg eines Kasachen bei der Doyenne.

Bei Kilometer 38 löste sich der Berliner Simon Geschke (Argos-Shimano) zusammen mit Dario Cataldo (Omega Pharma-QuickStep) und Kevin Ista (Accent Jobs) vom Feld und erarbeiteten sich schnell einen komfortablen Vorsprung. Später schlossen Reinier Honig (Landbouwkrediet-Euphony), Gregory Habeaux (Accent-Willems) und Alessandro Bazzana (Team Type 1-Sanofi) zu dem Trio auf. Das Sextett wies zwischenzeitlich einen maximalen Vorsprung von über 12 Minuten auf. Am Wendepunkt in Bastogne war dieser jedoch bereits auf etwa 10 Minuten gesunken.

Geschke zeigte sich in dieser Phase vor allem an den Anstiegen stark und konnte sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel des besten Kletterers des Tages machen. Unglücklicherweise stürzte er kurz vor Stockeu und konnte in der Folge nicht mehr entscheidend in das Geschehen eingreifen.

In der Folge verringerte sich der Vorsprung der Spitzenreiter kontinuierlich. Etwa 50 Kilometer vor dem Ziel schlossen David Lelay (Saur-Sojasun), Pierre Rolland (Europcar), Vasili Kiryienka (Movistar) zu den Führenden auf und bestimmten bis zur Redoute das Tempo mit Dario Cataldo (Omega Pharma-QuickStep) und Alessandro Bazzana (Team Type 1-Sanofi). Später versuchte auch Mads Christensen (Saxo Bank) den Sprung vom Feld nach vorn, jedoch konnte er sich nicht entscheidend lösen.

An der La Redoute setzten sich Rolland, Kiryienka und Cataldo von ihren beiden Mitstreitern. Während die Spitze auseinander fiel, führt das Team GreenEdge das Feld in den Anstieg. Bis zum Gipfel übernahm dann jedoch BMC mit Tejay Van Garderen und Mauro Santambrogio das Tempo. Am höchsten Punkt des Anstieges hatten sie den Rückstand auf circa 50 Sekunden verringert.

25 Kilometer vor dem Ziel wartete der vorletzte Anstieg des Tages, die Côte de La Roche aux Faucons, auf die Fahrer. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Vorsprung des Führungstrios nur noch 25 Sekunden. Etwa bei der Hälfte des Anstiegs setzte sich Rolland von Cataldo und Kiryienka ab. Dahinter machten die Favoriten Ernst. Simon Gerrans (GreenEdge), Vincenzo Nibali (Liquigas), Jurgen Van Den Broeck und Jelle Vanendert (Lotto Belisol), Samuel Sanchez (Euskaltel-Euskadi), Giovanni Visconti (Movistar), Damiano Cunego (Lampre-ISD), Dan Martin und Ryder Hesjedal (Garmin-Barracuda), Thomas Voeckler (Europcar) und Joaquim Rodriguez (Katusha) zeigten sich alle im vorderen Teil des Feldes. Bemerkenswert war, dass mit Fränk Schleck (RadioShack-Nissan) und Alejandro Valverde (Movistar) zwei der zuvor als Favoriten gehandelten Fahrer dem angeschlagenen Tempo nicht mehr folgen konnten.

Kurz vor dem Gipfel löste sich Nibali zusammen mit Gilbert aus dem Feld und schlossen die Lücke zu Rolland. Dahinter mühten sich Gasparotto, Mollema und Voeckler um den Anschluss. Über den höchsten Punkt des Anstiegs hinweg erhöhte Nibali nochmals das Tempo. In der Folge konnte er einen maximalen Vorsprung von über 40 Sekunden herausfahren, nicht zuletzt dank der Uneinigkeit der Verfolger.

Am letzten gewerteten Anstieg des Tages, der Côte de Saint-Nicholas, wies Nibalis Vorsprung 42 Sekunden auf. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich in der Gruppe der Verfolger Gilbert, Cunego, Mollema, Martin, Hesdejal, Rodriguez, Daniel Moreno (Katusha), Iglinskiy, Robert Kiserlovksi (Astana), Gasparotto, Rolland, Voeckler und Samuel Sanchez. Rodriguez, der am Mittwoch allen das Hinterrad gezeigt hatte, ergriff zusammen mit Iglinskiy die Flucht nach vorn und versuchte die Lücke zu Nibali zu schließen. Jedoch konnte er dem Tempo des Kasachen nicht lange folgen. Mit einem starken Anstritt setzte Iglinskiy zu einem fulminanten Finale an. Einen Kilometer vor dem Ziel stellte er den kämpfenden Nibali. Erneut erhöhte er das Tempo und siegte schließlich mit etwa 20 Sekunden Vorsprung vor dem sichtlich enttäuschten Italiener. Dritter wurde Gasparotto, der den Sprint der Verfolger für sich verbuchen konnte.

Ergebnis Top10:

1. Maxim Iglinskiy (Astana) - 6:43:52
2. Vincenzo Nibali (Liquigas-Cannondale) - 0:00:21
3. Enrico Gasparotto (Astana) - 0:00:36
4. Thomas Voeckler (Europcar) - s.t.
5. Daniel Martin (Garmin Barracuda) - s.t.
6. Bauke Mollema (Rabobank) - s.t.
7. Samuel Sánchez (Euskaltel-Euskadi) - s.t.
8. Michele Scarponi (Lampre-ISD) - s.t.
9. Ryder Hesjedal (Garmin-Barracuda) - s.t.
10. Jelle Vanendert (Lotto Belisol) - s.t.

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