Tacho: Sigma 2209 oder Garmin Edge 200?

Dieses Thema im Forum 'Kaufberatung' wurde von johnniecache gestartet, 6 Mai 2012.

  1. Offline

    johnniecache MItglied

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    Hallo,

    ich mache gerne längere Touren rund um die Alpen, jetzt möchte ich meinen Tacho etwas "aufrüsten". Besonders interessant finde ich die Höhenanzeige, die mein alter Sigma Tacho nicht hat. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit meinem alten Sigma BC1200.

    Einige Fragen zu den ins Auge gefassten Kandidaten Sigma 2209 und Garmin 200:
    - wie schauts aus mit den Batterien? Bei meinem alten Sigma halten die Jahre, bei den neuen Modellen liest man teilweise von Stunden?
    - bei GPS-Tachos lese ich teils von erheblichen Abweichungen bei km und km/h Anzeige?
    - der 2209 ist ein ziemlicher Oschi, mein BC1200 ist halb so gross. Ist der Garmin Edge etwas kleiner?

    welches Modell würdet ihr bevorzugen? Weitere Vorschläge sind ebenfalls willkommen.

    Grüsse!

    P.S. Temperaturanzeige ist auch ganz nett
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  3. Online

    Pannerace Klickieumfaller

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    habe den sigma 2209 MHR (mit brustgurt für herzfrequenz) seit ca. 300 km-
    funktioniert tadellos.
    dasding ist auf dem vorbau montiert - finde ich nicht zu groß.

    zur batterielebensdauer kann ich also noch nichts sagen / zu garmin bin ich nicht aussagefähig.
  4. Offline

    johnniecache MItglied

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    Hi, Danke für die Infos

    Muss man die Höhenanzeige beim 2209 eigentlich regelmässig/bei jeder Tour kalibrieren?
  5. Offline

    Reif MItglied

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    Weder noch. Von Sigma hatte ich den BC1909sts. Ständige Funkaussetzer und nach nicht einmal einem Jahr der Totalexitus. Ein insgesamt unbrauchbares Gerät und seitdem ist dieser Hersteller von der Einkaufsliste gestrichen. Mit Garmin´s Forerunner 305 habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, das Gerät hat den missratenen Sigma BC1909 und eine ältere Pulsuhr als Rad- und Laufcomputer abgelöst, funktioniert prima und bietet alles, was ich brauche. Nach den guten Erfahrungen mit dem Forerunner beobachte ich, wie sich beim Edge 500 und 800 die Preise entwickeln. Irgendwann werde ich bei einem dieser Geräte zuschlagen, es eilt aber nicht. Den Garmin Edge 200 halte ich allerdings für überteuert. Da stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht. Dann lieber ca. 25 € mehr für den Polar CS 500 ausgeben bzw. gleich den Edge 500 oder einen preiswerteren konventionellen Tacho (z. B. CatEye oder VDO).
  6. Offline

    N80 Aktives Mitglied

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    Habe auch 2209 MHR, jedoch gleich ein Kabel für Speed dazu geholt.

    Läuft seit 1400 km problemlos. Größer als die einfachen Sigma Tachos ist er, aber nichts Überwältigendes.
    Schließlich müssen ja auch einiges an Werten angezeigt werden.

    Die Abmessungen der beiden Computer findest du in der Produktbeschreibung entweder auf der Herstellerhompepage oder in vielen Online-Shops.
  7. Offline

    N80 Aktives Mitglied

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    Ja, muss sie. Beide rechte Knöpfe drücken. Geht sogar noch schneller als das Reseten der gesamten Daten der Vorgängertour.

    Habe übrigens auch ein Garmin Hand-GPS. Das muss auch jedes mal kalibriert werden.
  8. Offline

    johnniecache MItglied

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    Hmm... Über die Polar Radcomputer liest man dass sie den Puls gut messen, aber als Bikecomputer wenig taugen? (Funkübertragung etc.)
    Der Garmin 500 käme schon auch in Frage, aber eigentlich ist mir der zu gross, muss nach jeder Tour geladen werden und hat wohl bei der Streckenmessung (per GPS) nicht unerhebliche Abweichungen.

    Mein Sigma BC 1200 hat übrigens nie irgendwelche Aussetzer. Vielleicht behalte ich den doch lieber :-/
  9. Offline

    johnniecache MItglied

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    N80: d.h. du brauchst zum kalibrieren immer einen Referenzwert, oder?
    Da muss ich dann jedesmal per 2-Tastenbedienung meine Höhe über NN eingeben, nehme ich an?
  10. Offline

    N80 Aktives Mitglied

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    Wenn du den selben Startort hast, rufst du den gespeicherten Wert so auf.

    Ansonsten musst du ins Menü. Das ist umständlicher. Bei meinem Garmin durchlaufe ich dafür aber auch ein Prozedur.
    Klar kann Garmin dann die GPS Höhe nehmen. Beim Sigma musst du Google oder einen GPS/Navi Besitzer fragen.
  11. Offline

    Reif MItglied

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    Alle Funkübertragungssysteme können gestört werden. Polar sendet ebenso wie Garmin, Suunto, VDO, Ciclosport u.vm. im ziemlich robusten und wenig störungsanfälligen 2,4 GHz.-Band. Sigma verwendet eine Frequenz irgendwo im dreistelligen MHz.-Bereich (für eine genauere Angabe müsste in nachsehen), die von allen möglichen elektromagnetischen Wellen gestört wird. Berühmt ist, dass sogar viele LED-Leuchten am Rad die Sigma-Funkempfänger stören. Bei mir waren es wohl hauptsächlich Hochspannungsleitungen und der lokale Mobilfunksender. Außerdem lässt sich in diversen Foren nachlesen, dass Bahnoberleitungen, Trafohäuschen, Elektrozäune oder der Tacho des Nebenmanns wohl ebenso "gut" stören. Sigma räumt das auf Reklamation übrigens als "bekannte Probleme" ein, das nützt aber nichts, denn Abhilfe wird nicht angeboten und Herstellergarantie gewährt Sigma sowieso nicht.

    Die Messungenauigkeit bei den modernen GPS-Geräten liegt je nach Empfangsqualität im Bereich von 3 bis 9 Meter. Um mit einem die Radumdrehungen messenden Tacho über eine Wegstrecke von 50 km oder mehr eine auch nur ähnliche Genauigkeit zu erreichen, muss der Radumfang schon sehr akribisch genau ermittelt werden.

    Nicht wirklich zuverlässig ist allerdings die Höhenmessung per GPS. Über längere Strecken in der Ebene wird die Messungenauigkeit durch Vergleich der ständig erhobenen Messwerte weitgehend heraus gerechnet, bei der Höhenmessung fällt die Messungenauigkeit bei geringen Höhenunterschieden dagegen überdurchschnittlich ins Gewicht. Es ergeben sich in solchen Fällen keine wirklich sinnvollen Werte, sondern es ist eigentlich nur die kumulierte Messungenauigkeit. Bei diesen Bedingungen ist die (allerdings auch nicht besonders genaue) barometrische Höhenmessung klar im Vorteil. Andererseits ist eine Höhenmessung dort, wo es gar keine nennenswerten Höhenunterschiede gibt, vielleicht auch nicht wirklich wichtig. Der Edge 200 misst die Höhe per GPS, Edge 500 und 800 messen barometrisch.
  12. Offline

    chrisussia MItglied

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    Ich wollte mir den VDO 2.0 WR zulegen. Auch wegen der Höhenmessung. Weil ich so ein Zahlen Frick bin. Hat einer von euch das Gerät? Oder kann was dazu sagen? Könnte ja sein das ihr sagt, spar dir lieber das Geld für was anderes und kaufe einen normalen.
  13. Offline

    johnniecache MItglied

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    bei der Ermittlung eines Punktes gibt es eine kleine Abweichung. Die Kfz haben aber nicht ohne Grund auch einen Radsensor. Im Netz finden sich teilweise hohe Differenzen:
    Auch in engen Tälern, Tunnel, etc. (ohne Empfang) wird die Strecke ohne Radsensor nicht gemessen.

    Für die Höhenmessung und aktuelle Geschwindigkeit fände ich GPS super (keine Kalibrierung), zur Streckenmessung weniger. Ausserdem braucht das GPS viel mehr Batterieleistung als ein normaler Tacho.

    Schwierig, schwierig :)
  14. Offline

    klepper320 Aktives Mitglied

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    Hi,

    habe den Sigma BC 2209 Targa STS () mit Sigma STS Speedsender Komplett Kit (). Fahre das gerät also an 2 Rädern.
    Das Teil funktioniert perfekt. Keine Aussetzer, immer sofort parat. Erkennung des Rades ist höchstangenehm. Einfach anstecken und los gehts. Egal welcher Untersatz gewält wurde.
    Einzig die Befestigung des Magneten an der Speiche ist nicht gut gelöst. Fahre am Mountainbike mit altem geschraubten Magneten -> geht genau so.

    Zur Kalibrieung der aktuellen Höhe... Interessiert das eigentlich? Wichtig ist doch das Delta. Und nicht die abslute Höhe, oder?

    Grüsse

  15. Offline

    usr übt bei schönem Wetter radfahren

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    Zur Batterie: alles mit GPS ist “nach dem fahren an den Tropf“-Ware. Auch wenn theoretisch sicherlich auch mal ein paar kleine Runden mit einer Ladung gehen, wer würde da zuverlässig den Überblick behalten? Immerhin ist es den modernen Akkus jetzt endlich wirklich egal, ob sie ein mal ganz oder zwei mal halb geladen werden (bei NiMH wurde das damals versprochen aber nicht geliefert).

    Geräte ohne GPS sind unauffällig, also auch mit Höhenmesser, Temperatur (muss zur korrekten Höhenmessung mit erfasst werden, ist also kein verschwenderischer Gimmick) und so weiter. Je nach Nutzung und Batteriequalität eine halbe Saison bis Jahre. Wenn man viele kabellose Sensoren hat fällt natürlich trotzdem häufiger ein Wechsel an als mit dem klassischen Kabeltacho, die Lebensdauern sind ja nie gleich.
  16. Offline

    N80 Aktives Mitglied

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    Ich hatte davor ein einfacheres Gerät den 1609, jedoch mit derselben Funktechnik (STS).

    Allgemein:

    - Geschwindigkeitsänderungen werden träger angezeigt als mit Kabel

    Wohnort 1:

    - gelgentliche Aussetzer an einer Funkanlage der Telekom
    - Bei einer RTF sammelte der Sigma am Depot mal eben 10-extra-Kilometer.
    - im Pulk habe ich ab und zu Störungen gehabt

    Wohnort 2:

    - beim Training allein gab es keine Aussetzer


    -->

    Deshalb habe ich mir einen Sigma geholt, bei dem man Speed auch über Kabel ansteuern kann.
    Jedoch kann ich mir die Kabellage zum Trittfrequenzsensor sparen, was mich wirklich störte.
  17. Offline

    johnniecache MItglied

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    20 März 2012
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    Stimmt. Die Tageshöhenmeter müssten auch ohne Kalibrierung passen.
    Offensichtlich spricht doch einiges für den Sigma, insbesondere das ständige Laden würde ich gerne vermeiden. Ansonsten brauch ich zuhause bald einen extra Raum für meine ganzen Ladestationenkabelgedöns.
  18. Offline

    Reif MItglied

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    Das stimmt so nicht. Enge Täler, Hochhausschatten, Baumschatten sind für die aktuellen GPS-Empfänger kein Problem mehr, das betraf Geräte der vorletzten Generation aber nicht die, die heute auf dem Markt sind. In Tunnels oder Unterführungen ist natürlich kein Empfang möglich, aber deshalb unterbricht das Gerät nicht die Aufzeichnung, sondern es berechnet die gerade Verbindungslinie zwischen dem letzten Messpunkt vor und dem ersten Messpunkt nach dem Hindernis. Für eine normale Unterführung o.ä. ist das also kein Problem, für lange oder komplexe Tunnel sehr wohl. Bei den Garmin-Geräten mit Trittfrequenzsensor ist aber auch das ohne Belang, denn der Sensor misst neben der Trittfrequenz auch die Radumdrehungen wie ein "klassischer" Tacho und berechnet daraus Wegstrecke und Geschwindigkeit, wenn die GPS-Messung aus irgend einem Grund ausfällt. Damit sind solche Geräte (Edge 500 oder Forerunner z.B., nicht jedoch Edge 200) auch ohne GPS-Empfang als Tacho einsetzbar (Tunnel, Training in geschlossenen Räumen etc.).
    Bei den Funkaussetzern mit Sigma ist dagegen das Problem, dass ein einmal verlorenes Signal nicht so ohne weiteres wieder gefunden wird. Wenn da ab und zu ein paar Meter fehlen würden, wäre das gar nicht schlimm. Aber Funkaussetzer heisst bei Sigma regelmäßig, dass die Aufzeichnung neu gestartet werden muss, anderenfalls bleibt das Signal weg, wenn es einmal weg ist.
    Die werden per USB-Kabel am PC oder Notebook oder mit entsprechendem Stecker direkt an der Steckdose geladen, ohne Gedöns. Dafür ist bei Batteriegeräten mit Funksensoren der Batterieverbrauch deutlich höher als mit Kabelsensoren. Als Faustregel kann man von einer Batterie pro Saison für jeden Sensor und ein bis zwei Batterien pro Saison für den Empfänger ausgehen.
    Ich weiss nicht, wo Du das gelesen hast, es entspricht aber nicht der Realität. Einfaches Beispiel: Ich laufe regelmäßig eine für Wettkämpfe offiziell vermessene 10-km-Strecke ab. Da zeigt der Forerunner Abweichungen von max. +/- 20-30 m an, also deutlich weniger als ein halbes Prozent und das ist zum Teil auch dadurch bedingt, dass nicht immer die kürzeste Linie gelaufen wird. Das ist eine Messungenauigkeit, die sicher nicht höher ist als die Messungenauigkeit beim Einsatz konventioneller Tachos, denn niemand wird den Reifenumfang mit wissenschaftlicher Genauigkeit bestimmen. Und beim konventionellen Tacho summieren sich die Messfehler, beim GPS-Gerät nicht, da gilt eher, je länger die Strecke, um so weniger fällt die Messabweichung beim einzelnen Messpunkt für das Gesamtergebnis ins Gewicht.
  19. Offline

    N80 Aktives Mitglied

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    @ Reif

    Mein GPS (trotz neueren Empfänger) ist nicht so genau und flink wie ein Tacho.

    Hatte das Ding (Garmin GPS 60 CSX) gut 3000 km parallel neben meinem Tacho zu laufen.

    Beim Crossen im Wald gab es einige Aussetzer und nervöses Hin- und Herspringen der Position.
  20. Offline

    Reif MItglied

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    Dass es nicht so flink reagiert ist klar. Garmin rechnet die laufenden Geschwindigkeitsangaben als Durchschnitt mehrere Messwerte, ich glaube es sind drei Messpunkte, weiss es jetzt aber nicht genau. Daraus ergibt sich natürlich eine gewisse Trägheit.